Sabines Buchempfehlungen 

 

Zurück zur Bücherstartseite

Autoren beginnend mit B

 

Autor Titel Genre Meine Bewertungen
Hademar Bankhofer 50 einfache Dinge, die Sie für Ihre Gesundheit wissen sollten Ratgeber
Noel Barber: Tanamera Roman
Nigel Barley Traumatische Tropen (Notizen aus meiner Lehmhütte) Reiseerlebnisse
Halima Bashir Halima - Mein Weg aus der Hölle von Darfur Erlebnisbericht
Joachim Bauer Das Gedächtnis des Körpers Sachbuch
Joachim Bauer Prinzip Menschlichkeit Sachbuch
Vicki Baum Liebe und Tod auf Bali Roman
Ishmael Beah Rückkehr ins Leben - Ich war Kindersoldat Erzählung
Martha Beck Enjoy your life Ratgeber
Simon Beckett Chemie des Todes Thriller
Simon Beckett Kalte Asche Thriller
Helga und Jürgen Bertram Nächste Ausfahrt Buschhotel Reiseerlebnisse
Barbara Bickmore Im Jahr des Elefanten Roman
Barbara Bickmore Wem die Macht gegeben Roman
Barbara Biggs Chat Room Jugendroman
Maeve Binchy Irische Freundschaften Roman
Julia Blackburn Daisy Bates in der Wüste Biografie
Giles Blunt Gefrorene Seelen (Hörbuch) Thriller  
Roger Boyes My dear Krauts Erzählungen
Roger Boyes How to be a Kraut Erzählungen
Luigi Brogna Spätzle al dente Geschichten  
Linda Bruckheimer Kalifornien, wir kommen Roman
Wolfgang Brugger Erlebnis südliches Afrika Reiseberichte
Bill Bryson Frühstück mit Kängurus (19 Minuten Ausschnitt als Hörbuch) Reiseerlebnisse
Bill Bryson Frühstück mit Kängurus Reiseerlebnisse
Bill Bryson Streiflichter aus Amerika Geschichten
Bill Bryson Picknick mit Bären Reiseerlebnisse
Bill Bryson Streifzüge durch das Abendland Reiseerlebnisse
Katja Büllmann Mit einer Reise fing alles an Geschichten
Tom Buhrow, Sabine Stamer Mein Amerika - Dein Amerika Geschichten
Christin Busch Noras großer Traum Roman

 

50 einfache Dinge, die Sie über Ihre Gesundheit wissen sollten

Hademar Bankhofer

 

Gelesen im Oktober 2006:
Westend Verlag 2006 (Originalausgabe)

Wie der Titel schon sagt, werden im Buch 50 Tipps zur Gesundheit gegeben. Die großen Kapitel dazu lauten:
Tipps für gesundes Essen und Trinken,
Was Sie für Ihre Schönheit und Haut tun können,
Wie Sie gesund bleiben,
Wie Sie wieder gesund werden,
Bleiben Sie in Bewegung,
Führen Sie einen gesunden Lebensstil,
Das Zusammenleben mit anderen
Schaffen Sie Voraussetzungen für ein langes, gesundes Leben.

Diese Schlagzeilen sind genauso nichts sagend, wie es das Buch auch ist in meinen Augen. Es werden Standardtipps gegeben, die man entweder sowieso schon weiß, oder es sind irgendwelche Anwendungen, wo man wahrscheinlich 24 Stunden am Tag damit beschäftigt wäre Kräuter zu sammeln, diese zuzubereiten, irgendwo hinzuklatschen oder einzunehmen oder sonst wie anzuwenden. Es fehlen die Hintergrundinformationen, warum ein Mittel auf den Körper was und wie bewirkt. Nach dem Durchlesen des Buchs habe ich mich gefragt, was ich an nützlichen Informationen aus dem Buch gewonnen habe. Meine Antwort ist auch nach langen Überlegungen: NICHTS. Nächste Woche werde ich das Buch vergessen haben.

Nach oben

 

Tanamera

Noel Barber

 

Gelesen im Juli 1999
1995: 14.Auflage, (Originalausgabe: 1981)

Das Schicksal zweier großer Handelsfamilien in Singapur zwischen den Jahren 1921 und 1959. Es ist zugleich Liebesgeschichte und Thriller.

Spannend, von Anfang bis Ende. Man erfährt eine ganze Menge über die Singapurs Geschichte und wie sich die Japaner im zweiten Weltkrieg verhielten.

Nach oben

 

Traumatische Tropen
(Notizen aus meiner Lehmhütte)

Nigel Barley

 

Gelesen im Dezember 2002

Deutscher Taschenbuch Verlag 2001 (die Originalausgabe erschien 1986 unter dem Titel: "The Innocent Anthropologist")

Dies ist der Bericht eines jungen Ethnologen über seine Feldforschungen in Kamerun bei den Dowayos. Nachdem sich der Autor zu Feldforschungen entschlossen hatte, musste er sich erst zwei Jahre lang durch Gremien, Ämter und Behörden schlagen, bis er schließlich die Genehmigung erhielt. Es geht in seinem Buch also nicht nur um die Forschungsarbeit, sondern auch um das lästige Drumherum.

Das Buch ist sehr amüsant und ehrlich geschrieben, mit einfachen Worten: mit dem Humor eines Engländers. Ich glaube, man erfährt in diesem Buch mehr über die tatsächliche Arbeit eines Ethnologen, als in einem trockenen Forschungsbericht. (Nach den Angaben des Autors beschäftigt sich ein Ethnologe etwa 1% seiner Zeit mit der Feldforschung)

Nach oben

 

Halima - Mein Weg aus der Hölle von Darfur

Halima Bashir
Damien Lewis

 

Gelesen im März 2009:
Droemer Verlag, München 2008, die englische Originalausgabe erschien 2008 unter dem Titel "Tears of the Desert"

Halima wächst mit ihren 3 Geschwistern, ihren Eltern und der Großmutter behütet in einem Dorf in der Darfur Region im Sudan auf. Ihr Vater hat große Pläne mit Halima und schickt sie in die Stadt zur Schule, wo sie gemeinsam mit arabischen Kindern unterrichtet wird. Schon jetzt wird ihr klargemacht, dass die Araber die Herren des Landes sind und sie nur die Sklaven. Sie gleicht diese Ungerechtigkeit mit Fleiß aus, darf auch die Universität besuchen und ihr Traumfach Medizin studieren. Schon während des Studiums beginnen die Gewalttaten, Männer werden gedrängt sich freiwillig zum "Heiligen Krieg" zu melden. Als frischgebackene junge Ärztin wird Halima bald selber mit den Gewalttaten der arabischen Milizen konfrontiert. Eine Schulklasse achtjähriger Mädchen wird grausam überfallen und missbraucht. Ihr geht es nicht besser. Als Halima in ihr Dorf zurückkehrt wird das Dorf überfallen, ihr Vater wird ermordet, was mit ihrer Familie passiert ist weiß sie bis zur Buchveröffentlichung nicht. Sie selbst versucht aus dem Land zu fliehen.

Nach dem Lesen des Buchs bin ich entsetzt, wütend und traurig, was die Regierung Sudans und ihr ausführendes Organ die arabischen Milizen, der Bevölkerung antut, es ist Massenmord. Schlimm finde ich auch, dass die Medien kaum Notiz von diesen Greultaten nehmen. Die einzigen Dauerbrenner in Presse, Funk und Fernsehen sind eine Handvoll Länder, zu denen der Sudan nicht gehört. Ich fand das Buch ungeheuer spannend vom Anfang bis Ende.

Nach oben

 

Das Gedächtnis des Körpers
Wie Beziehungen und Lebensstile unsere Gene steuern

Joachim Bauer

 

Gelesen im April 2009:
Piper Verlag GmbH, München, 13. Auflage Oktober 2008, die Originalausgabe erschien 2002.

Gene steuern nicht nur unseren Körper, sondern sie werden auch gesteuert. Der Autor erklärt den Zusammenhang, von Genen und Umwelt, welchen Einfluss Lebensstile und zwischenmenschliche Beziehungen auf die Aktivierung unserer Gene haben. Er erklärt, wie es zu Schmerzen ohne Befund kommt, warum man bei Depressionen einen Therapeuten vor der Tabletteneinnahme bevorzugen sollte, warum Tabletten oft falsch dosiert sind, was Herzkrankheiten und Tumorbildung mit Stress zu tun haben, dass die wenigsten Krankheiten erblich sind und zum Schluss beschreibt Herr Bauer über die Welt der Gene und wie sie funktionieren.

Ich bin ganz begeistert von dem Buch und habe mir gleich ein weiteres von dem Autor bestellt. Er beschreibt für den Laien sehr verständlich die Zusammenhänge zwischen Genen, Gehirnfunktionen und Körperfunktionen. Einigen Kritikern gefällt gerade diese laienhafte Darstellung nicht, ihnen fehlen die fachlichen tiefgreifenden Zusammenhänge. Ich persönlich vermisse nichts in dem Buch, denn für meinen Zweck, einen Überblick zu bekommen, reicht mir das. Für mich ist das meiste neu und das letzte Kapitel eine gute Wiederholung der doch schon länger zurückliegenden Schulzeit.

Nach oben

 

Prinzip Menschlichkeit - Warum wir von Natur aus kooperieren

Joachim Bauer

 

Gelesen im April 2009:
Verlagsgruppe Random House, Taschenbuchauflage 09/2008. Die Originalausgabe erschien 2006.  

Der Medizinprofessor und Psychotherapeut Joachim Bauer geht davon aus, dass der Mensch ein auf Kooperation ausgerichtetes Wesen ist und nicht wie vielfach behauptet wird, ein auf Konkurrenz und Kampf ausgerichtetes Wesen. Der Autor zitiert die Biologin Lynn Margulis: "Konkurrenz und Überlebenskampf seien menschliche Konstruktionen, die aus dem Wirtschaftsleben kämen und von außen an die Biologie herangetragen worden seien. Die Biologie kennt kein Erfolgsdenken, wie es die Wirtschaft beherrsche". Dass der Mensch auf Kooperation ausgerichtet ist erklärt der Autor unter anderem mit der Entdeckung der Motivationssysteme und wie diese funktionieren. Ein großes Kapitel ist dem Sinn und den Arten von Aggressionen gewidmet. Und er widerlegt die These einiger Sozialbiologen, dass Gene egoistisch sind.

So dünn das Buch auch ist, ich finde es trotzdem ganz phantastisch! Herr Bauer versteht es schwierige Zusammenhänge der Genforschung und Neurobiologie dem Laien zu erklären. Meine persönlichen wichtigsten Erkenntnisse des Buchs sind diese beiden Sätze: "Kern aller Motivation ist es, zwischenmenschliche Anerkennung, Wertschätzung, Zuwendung oder Zuneigung zu finden und zu geben." "Die stärkste und beste Droge für den Menschen ist der andere Mensch."

Nach oben

 

Liebe und Tod auf Bali /

Vicki Baum

 

Gelesen im Juli 1999
1998: 20. Auflage, (Originalausgabe: 1937)

Roman: Vor dem Hintergrund einer wahren geschichtlichen Begebenheit wird das Leben in Südbali um 1900 dargestellt.

Spannend, man bekommt einen Einblick in das Leben der Balinesen, vor der sinnlosen Kolonialisierung der Holländer.

Nach oben

 

Rückkehr ins Leben
Ich war Kindersoldat

Ishmael Beah

 

Gelesen im November/Dezember 2008:
Piper Verlag GmbH, München Oktober 2008, die amerikanische Originalausgabe erschien 2007 unter dem Titel "A long way gone. Memoirs of a Boy Soldier".  

Der 12-jährige Ishmael Baeh wohnt zusammen mit seinen beiden Brüdern und seinen getrennt lebenden Eltern in einem Dorf in Sierra Leone. Er ist ein fröhlicher Junge, der wie viele andere Jungs seines Alters, Rap-Musik liebt. Der Bürgerkrieg tobte zu der Zeit in Sierra Leone. Eines Tages wurde er von den Rebellen gefangengenommen. Sie wollten ihn und andere Jungs zwingen für sie zu kämpfen. Er konnte sich aber befreien. Auf der Flucht mit noch anderen Jungs und auf der Suche nach seiner Familie wurde er von der Armee zwangsrekrutiert. Es blieb ihm keine Wahl, entweder in die Armee einzutreten oder er wurde getötet. Mit Hilfe von Drogen hielt er es durch, mitanzusehen, wie seine Kumpel neben ihm erschossen wurden und selber Rebellen zu erschießen. Inzwischen betrachtete er die Armee als seine Familie. Nach drei Jahren wurden er und weitere Kindersoldaten von UNICEF befreit. In einem Rehabilitationslager mussten diese Kinder zurück ins normale Leben integriert werden.

Eine sehr ergreifende Erzählung. Wieviel Schreckliches müssen Kinder, die mitten im Bürgerkrieg stecken, in dem Alter schon erleben? Das kann man sich überhaupt nicht vorstellen. Wäre dies keine wahre Geschichte, sondern ein Roman, dann würde ich ihn für maßlos übertrieben halten. Der Leser versteht nach dem Lesen des Buchs, warum diese Kinder gar keine andere Wahl haben, als selber brutal zu morden, um nicht selber ermordet zu werden und um die Greueltaten, die ihren Familie angetan wurden, zu rächen.

Nach oben

 

Nächste Ausfahrt Buschhotel
Australische Abenteuer

Helga und Jürgen Bertram

 

Gelesen im Februar 2005:
Picus Verlag Ges.m.b.H., Wien 2004

Die Autoren berichten von ihrer Reise durch Australien von Kalgoorlie im Westen bis nach Sydney im Osten. Dies sind die Themen ihrer Reise:
- Kalgoorlie - Australiens goldene Meile
- Abgesang auf Kanowna
- Ein Abenteuer namens Nullarbor
- Ein Wappentier als Hundefutter und andere Kängurugeschichten
- Jürgen Bertram beim "Footy" in Melbourne
- Australiens Aborigines denken um
- Das Drama am Darling River
- Beim Debütantinnenball im Outback
- Das Wunder von Louth
- Ein Leben mit dem Feuer
- Ein Sonntag am Circular Quay in Sydney

Das Buch ist nett geschrieben und sehr informativ. Die Autoren verstehen es sogar, für mich uninteressante Themen, wie den australischen Fußball, interessant darzustellen. Der einzige Nachteil sind die wenigen Buchseiten, 132 Seiten und der dazu verhältnismäßig hohe Preis. Leider hatte ich es in zwei Tagen durchgelesen :-(.

Nach oben

 

Enjoy your life - 10 kleine Schritte zum Glück

Martha Beck

 

Gelesen im Oktober 2007:
Piper Verlag GmbH, Februar 2007 (Die amerikanische Originalausgabe erschien 2003 mit dem Titel: "The Joy Diet: 10 Daily Practices for a Happier Life")

Wie es der Titel schon verspricht, gibt die Autorin Tipps, wie man in 10 täglich anzuwendenden Schritten glücklich werden kann. Diese Schritte lauten:
- Nichts
- Wahrheit
- Herzenswünsche
- Kreativität
- Risiko
- Belohnungen
- Spiele
- Lachen
- Beziehungen
- Feste feiern
Die näheren Beschreibungen zu den Schritten findet man im Buch.

Einige Schritte leuchten mir ein und ich kann sie nachvollziehen und ihre Anwendungen machen Spaß und nützen auch, andere hinwiederum halte ich persönlich für überflüssig. Man braucht auf alle Fälle viel Zeit für diese Schritte, die ich nicht habe. Schritt 1 "Nichts" entspannte mich häufig so sehr, dass ich dabei einschlief, statt dass ich zu den nächsten Schritten kam. Aber damit hat dieser Schritt ja auch schon einen sinnvollen Nutzen. Laut Autorin soll man das Buch immer nur so weit lesen, bis man diesen Schritt problemlos automatisch anwenden kann, da die Schritte aufeinander aufbauen. Ich habe diese Empfehlung nicht eingehalten, da es mir auf Dauer zu langweilig wurde. Zusammengefasst finde ich das Buch ganz unterhaltsam, aber es hinterlässt bei mir keinen bleibenden Eindruck.

Nach oben

 

Die Chemie des Todes

Simon Beckett

 

Gelesen im Juli 2009:
Rowohlt Taschenbuchverlag, 24. Auflage 2009. Die englische Originalausgabe erschien 2006 unter dem Titel "The Chemistry of Death"

Der Arzt David Hunter hat sich, nach dem Tod seiner Frau und seiner Tochter in ein kleines englisches Dorf, namens Manham, zurückgezogen. Früher war er der Top-Ansprechpartner in Sachen Rechtsmedizin. Eines Tages wird eine tote Frau im Gebüsch gefunden. Die Polizei bittet Hunter um Mithilfe bei der Leichenobduzierung. Dann verschwindet eine weitere Frau und wird auch kurz darauf tot aufgefunden. Im Dorf bildet sich eine Truppe die auf eigene Faust einen Verdächtigen krankenhausreif schlägt. Doch es dauert nicht lang, da verschwindet die dritte Frau.

Als ich dieses Buch zum erstenmal in den Bücherregalen entdeckte, dachte ich nicht im Traum daran, dies zu lesen, der Titel klang mir viel zu blutrünstig. Doch zwei unabhängige Bekannte empfahlen mir das Buch, so dass ich es schließlich doch zur Hand nahm. Es ist wirklich nicht so blutrünstig wie ich annahm, sondern es ist eher im typisch britischem Stil geschrieben, den ich so gerne mag. Es ist spannend bis zum Ende und mit dem Mörder habe ich mich bis kurz vor Schluss vertippt. Der zweite Band steht schon zum Lesen bereit.

Nach oben

 

Kalte Asche

Simon Beckett

 

Gelesen im August 2009
Rowohlt Taschenbuchverlag, August 2008. Die englische Originalausgabe erschien 2007 unter dem Titel "Written in Bone "

Anthropologe David Hunter wird auf die abgelegene Hebriden-Insel Runa gerufen. Dort soll er den Tod einer fast verbrannten Leiche untersuchen, die man in einer Scheune gefunden hatte. Später findet man noch einen verbrannten Wohnewagen und auch David Hunter kam fast in Flammen um. Nach einem Sturm ist die Insel tagelang von der Außenwelt abgeschnitten, auch Funk- und Telefon funktionieren nicht mehr. Fraser, Duncan, der pensionierte auf der Insel lebende Polizist Brody und David müssen die Fälle selber aufklären.

Nachdem mir der erste Band "Chemie des Todes" gut gefiel, freute ich mich auch auf dieses Buch. Aber ich fand es einfallslos, zu blutrünstig und sehr unwahrscheinlich mit dem ständigen Regen, der Abgeschiedenheit von der Außenwelt usw. Den dritten Band kaufe ich mir nicht.

Nach oben

 

Im Jahr des Elefanten

Barbara Bickmore

 

Gelesen im Dezember 2004:
Weltbild Verlag 2003 (Originalausgabe erschien 2001 unter dem Titel "West of the Moon") 

Courtney, mit Leib und Seele Ärztin, arbeitet in einer kleinen Urwaldklinik in Simbabwe, um die Eingeborenen zu versorgen. Eines Tages taucht der Arzt Coop, von der Organisation HEAL auf, der Courtney bittet ein Krankenhaus für Flüchtlinge an der Grenze zu Mosambik zu errichten und zu leiten. Als Resultat des lang anhaltenden Krieges in Mosambik platzt das neu errichtete Krankenhaus schon sehr bald aus allen Nähten.

Der Roman ist nicht gerade mitreißend, aber ganz nett zwischendurch. Besonders gefallen mir die Landschafts- und Tierbeschreibungen. Wie es sich für einen anständigen Roman gehört, verlieben sich sämtliche Hauptdarsteller und am Schluss des Buches wird es noch einmal richtig spannend.

Nach oben

 

Wem die Macht gegeben

Barbara Bickmore

 

Gelesen im Januar 2001
2000 (Originalausgabe: 1996)

Roman: Carly, läßt ihre Heimatstadt hinter sich, um in Houston, Texas ihr Glück zu machen. Sie wird eine erfolgreiche Geschäftsfrau und heiratet in die High Society von Houston. Es beginnen alle möglichen Verstrickungen um Geld und Liebe.

Ich war sehr enttäuscht von dem Buch, da mir ihre Romane, die in Australien und Afrika spielten, wie "Der Mond am anderen Ende der Welt", "Wer den Himmel berührt" bzw. "Simbayo-Jenseits der Sonne" sehr viel besser gefielen. Die ersten schmalzigen 200 Seiten sollte man durchhalten, dann schafft man auch die restlichen 400. Es geht um Geld, Liebe und Öl, vergleichbar mit der TV-Serie: "Dallas"

Nach oben

 

Chat Room

Barbara Biggs

 

Gelesen im Dezember 2009
Micklind Enterprises, Juni 2006


Jugendbuch:
Die Autorin hat dieses Buch als eine Warnung vor zu leichtfertiger Benutzung des Internets herausgegeben. Vor allem als Warnung zu viel Persönliches von sich preiszugeben.
Zum Inhalt: Die 13-jährige Sam zieht mit ihren Eltern von Sydney nach Melbourne. Aus ihrer alten Umgebung herausgerissen, mitten im Schuljahr, findet sie so leicht keine Freunde in ihrer neuen Umgebung. Ihre Eltern, beide beruflich sehr eingespannt, nehmen sich kaum Zeit für ihre Tochter. Eigentlich hat Sam alles denken ihre Eltern, ein Zimmer ausgestattet mit TV und Computer, sie wohnt in einer schicken Wohngegend und sie bekommt teure Eiskunstlauf-Trainingsstunden bei einem Privattrainer. Trotzdem vermisst Sam einen Menschen, dem sie ihre Sorgen und Probleme anvertrauen kann. Sie flüchtet in diverse Chatrooms und lernt dabei den "17-jährigen" Chatman kennen, dem sie nun alles anvertrauen kann und der ihr zuhört.

Mir hat das Buch aus mehreren Gründen sehr gut gefallen. Einmal weil es ein aktuelles Thema behandelt. So eine Geschichte von Missbrauch kann täglich passieren. Es ist für Jugendliche nett geschrieben (ich finde es auch nett). Und nebenbei gefällt mir das Buch, da es in einem leicht verständlichen Englisch geschrieben ist, es dient also auch der Auffrischung meiner blasser werdenden Englischkenntnisse. Da die Autorin sehr viel wörtliche Rede verwendet, stößt man auch häufig auf australische-Slangausdrücke, also viele Abkürzungen von Worten, die ich in keinem Wörterbuch gefunden habe. Aber den Sinn des Textes versteht man trotzdem ganz gut.

Nach oben

 

Irische Freundschaften

Maeve Binchy

 

Gelesen im Mai 1999
1995 Deutsche Erstausgabe

Roman: Das Leben zweier Mädchen, die sich im Alter von 10 Jahren im 2. Weltkrieg kennen lernten. Das Londoner Mädchen wird nach Irland verschickt, wo es das Mädchen Aisling kennen lernte. Über 20 Jahre verfolgt die Schriftstellerin das Leben der beiden.

Anfangs interessanter Roman, da man die Unterschiede der englischen und irischen Lebensweise kennen lernte. Nach ca. 200 Seiten (von 700 Seiten) quäle ich mich aber nur noch durch das Buch, bis ich es schließlich aufgebe, zu langweilig

Nach oben

 

Bates in der Wüste

Julia Blackburn

 

Gelesen im Mai 2002
Deutscher Taschenbuch Verlag: März 1997 (Originalausgabe erschien: 1994)

Es ist die Biographie einer irischen Frau, namens Daisy Bates, die nach Australien auswanderte und ab 1883 mit den Aborigines lebte, um ihnen zu helfen und um deren Sprache, Bräuche und Legenden aufzuzeichnen.

Die Autorin hat die nicht leicht zu bewältigende Aufgabe, aus den alten Tagebuchaufzeichnungen der Dame eine spannende, zusammenhängende Geschichte zu schreiben, was ihr nach meiner Ansicht sehr gut gelungen ist. Nachdem ich dieses Buch gelesen habe, glaube ich nicht mehr daran, dass die Aborigines absichtlich oder mit List ausgerottet bzw. entwurzelt worden sind, sondern dass es ganz einfach grenzenlose Dummheit und Unkenntnis der Einwanderer war. Gäbe es heute noch einen unentdeckten Kontinent, würde sich die Geschichte Australiens wahrscheinlich genauso auf dem neuen unentdeckten Kontinent wiederholen.

Nach oben

 

Gefrorene Seelen

Gefrorene Seelen

Giles Blunt

(Hörbuch gelesen von: Olaf Pessler)

 

Gehört im Dezember 2007:
Weltbild Verlag 2007 (gekürzte Romanausgabe), die Originalausgabe des Romans erschien im Jahr 2000  

Thriller: In der Algonquin Bay in Kanada wird die, in einem Eisblock gefrorene Leiche eines vermissten Mädchens gefunden. Drei weitere Teenager sind spurlos verschwunden. Detective Cardinal glaubt an einen Serienkiller.

Das Hörbuch ist auf 6 CDs verteilt. Allein auf der 1. CD geht es fast ausschließlich um internes Hickhack der Polizei, wer warum für was zuständig ist und warum nicht. Ich komme schon bald mit den vielen Namen durcheinander, außerdem interessieren mich diese interen Zwistigkeiten herzlich wenig, so dass ich das Hörbuch nach der 1. CD aufgab. Vielleicht hätte ich weiter gehört, wenn der Vorleser Olaf Pessler eine angenehmere Stimme gehabt hätte. Aber für meine Ohren klingt sie wie ein Maschinengewehr, viel zu schnell und unangenehm.

Nach oben

 

My dear Krauts

My dear Krauts

Roger Boyes

 

Gelesen Oktober 2007:
Ullstein Taschenbuch, 11. Auflage 2007 (Die erste Auflage erschien 2006 im gleichen Verlag)

Times-Korrespondent Roger Boyes erzählt von seinem Leben in Deutschland und von den Eigenarten der Deutschen. Um seinen armen Vater in England etwas finanziell unterstützen zu können, versucht er beim Finanzamt Geld zu sparen, indem er beschließt zu heiraten. Die Suche nach einer passenden Frau gestaltet sich nicht gerade einfach.

Das Buch ist sehr humorvoll geschrieben. Dank seines Talents über sich selber lachen zu können, verletzt der Autor weder die Deutschen, noch die Engländer, sondern er nimmt beide in netter Art und Weise auf die Schippe.

Nach oben

 

How to be a Kraut

How to be a Kraut

Roger Boyes

 

Gelesen im Dezember 2007:
Ullstein Taschenbuch, 1. Auflage Dezember 2007.

In diesem Buch nimmt Boyes die Marotten der Deutschen und Engländer humorvoll unter die Lupe. Er beginnt mit der Geschichte des Handtuchkrieges, stellt fest, dass man "Bitte" und "Danke" tunlichst vermeiden sollte ebenso wie als erster "Guten Tag" zu sagen, denn das könnte hier als Schwäche ausgelegt werden. Man erfährt auch eine Menge über das unterschiedliche Trinkverhalten von Deutschen und Engländern, über Nachbarn, Berufe, die es nur in Deutschland geben kann (Stauberater, Currywurst-Tester, Bademeister...), den Müllmann, den Cowboy in Orange und vieles mehr.

Das nur 156 Seiten umfassende Buch habe ich für eine Zugfahrt gekauft und auch leider am gleichen Tag schon durchgelesen. Der Schreibstil des Autors ist einfach köstlich und humorvoll. Auch hat er uns, meiner Meinung nach, recht treffend beschrieben. Der Autor berichtet auch selbstkritisch über das Verhalten seiner Landsleute, was ich sehr interessant finde, z.B. wusste ich nicht, dass die vielen "Sorry" nicht unbedingt das bedeuten, was ich bisher annahm. ;-)

Nach oben

 

Spaetzle al dente

Spätzle al dente

Luigi Brogna

 

Gelesen im September 2007:
Ullstein Taschenbuch, 3. Auflage 2007, (die Originalausgabe erschien im selben Verlag im Juni 2007)  

Der kleine Gigi wandert mit seiner Familie in den 70er Jahren vom sonnigen Sizilien ins Schwabenländle aus. Anfangs hat er seine liebe Not sich zurecht zu finden, ungewohntes Essen, fremde Sprache, andere Sitten... So gab es in den Supermärkten statt Tomaten nur Luftballons mit destilliertem holländischen Wasser, ebenso gab es anstatt Gurken nur grüne Luftballons und Spätzle sind der missglückte Versuch, aus Tapetenkleister Nudeln herzustellen, dies behauptet zumindest seine italienische Nachbarin. Gigis Familie wird von den Schwaben nicht gerade mit offenen Armen empfangen, in der Schule kommt es unter seinen Mitschülern zu häufigen Feindseligkeiten gegen ihn. Nach und nach gewöhnt sich Gigi an das Leben im Schwabenland, ja er möchte gar nicht mehr zurück ins geliebte Sizilien, denn auch Sizilien änderte sich während seines Lebens in Deutschland.

Zwar bekommt man einen gehörigen Schrecken, wenn man erfährt, wie die Gastarbeiter damals behandelt wurden, aber der Autor erzählt dies mit so viel Humor und ohne jede Bitterkeit, dass ich mich nur wundern kann. Ich musste beim Lesen häufig laut lachen, sei es, weil er unsere Sitten so lustig beschrieb oder auch die Art und Weise der Sizilianer damals und heute. Kurz und gut, ich finde den Roman richtig nett.

Nach oben

 

Kalifornien, wir kommen

Linda Bruckheimer

 

Gelesen im Juli 2001

Lila Mae fährt mit ihren 4 Kindern und dem gesamten Hausrat von Kentucky nach Los Angeles zu ihrem Mann. Anstatt dies auf direktem Weg zu tun, möchte sie ihr Land kennen lernen und fährt über die Route 66. Sie erlebt dabei alle möglichen Abenteuer.

Hoffentlich bleibt es bei diesem Erstlingsroman von Linda Bruckheimer. Ich fand ihn albern, langweilig, übertrieben eben einfach entsetzlich amerikanisch! Die Kritik habe ich nur als Warnung geschrieben, eigentlich wollte ich es sofort wegwerfen.

Nach oben

 

Erlebnis südliches Afrika

Wolfgang Brugger

 

Gelesen im Januar 2004
Wolfgang Brugger Verlag Dillingen 3. Auflage 1996 

Der Autor lebte und reiste sechs Jahr durch das südliche Afrika. Einige seiner Touren durch die Länder Südafrika, Namibia, Zimbabwe, Botswana und Swaziland werden hier beschrieben. 

Das Buch ist eine sehr gute Ergänzung zu den üblichen, sachlich geschriebenen Reiseführern. Hier und da findet man kleine Geheimtipps. Oder wussten Sie, dass man an der Gondel zum Tafelberg evtl. 3 Stunden anstehen muss? Das hatte ich bisher nirgends gelesen. Ich richte mich demnach auf Wandern ein :-). Zwar benötige ich nicht die Informationen des ganzen Buchs, sondern nur einen kleinen Teil (70 von über 300 Seiten), aber hieraus habe ich mir viele kleine Tipps herausgeschrieben, einschließlich einer Unterkunft in Kapstadt. Aber so ist es mit Reiseführern ja auch, selten dass man den ganzen Reiseführer durchliest. 

Nach oben

 

Spaetzle al dente

Sehnsucht nach Australien - Geschichten vom anderen Ende der Welt - Hörbuch

Patricia Shaw, Bill Bryson
Rosemary Creswell, Sheila Patrick

 

Gehört Januar 2008:
Der Hörverlag GmbH, München 2006 - Laufzeit 67 Minuten

Vier Buchausschnitte oder Geschichten unterschiedlicher Autoren werden in diesem Hörbuch vorgelesen:
Migalu - der weiße Wal von Patricia Shaw (12 Minuten),
Epithalamium von Rosemary Creswell (10 Minuten),
Der Junge auf dem Mast von Sheila Patrick (26 Minuten),
Frühstück mit Kängurus von Bill Bryson (19 Minuten).

Es ist schön, auf diese Weise von vier verschiedenen Autoren etwas zu hören. Leider gefielen mir nur die Geschichten von den Autoren, die ich sowieso schon kannte, nämlich Migalou von Patricia Shaw, wo es um eine Whalewatching-Tour geht mit einem ganz besonderen Wal und Frühstück mit Kängurus von Bill Bryson, wo es um seine Reise nach Australien geht. Beide Geschichten sind sehr nett und machen Lust auf mehr. Epithalamium finde ich langweilig, es geht um die Zusage zu einer Hochzeit oder auch nicht oder so ähnlich und Der Junge auf dem Mast habe ich gar nicht erst zu Ende gehört, finde ich noch langweiliger und kann auch nicht mehr sagen, worum es überhaupt geht in der Geschichte. Trotzdem schön, mal andere Autoren kennengelernt zu haben.

Nach oben

 

Frühstück mit Kängurus

Bill Bryson

 

Gelesen im Januar 2002
Goldmann Verlag 2001 (Originalausgabe erschien unter dem Titel: In a Sunburned Country by Broadway Books, New York 2000)

Reiseerzählungen quer durch Australien: Der Amerikaner Bill Bryson erzählt über seine Reisen nach Down Under, über das Land und deren Bewohner (Menschen, Tieren und Pflanzen). Sein Buch untergliedert sich in die drei großen Kapitel: Ins Outback / Das zivilisierte Australien (die Bummerangküste) / Weitab vom Schuss.

Treffender kann man Australien nicht beschreiben. Ich habe das Land selbst 9 Mal bereist und stimme mit seinen Ansichten über Land und Leute 100 prozentig überein, nur kann ich mich leider nicht so treffend und humorvoll ausdrücken wie er. Hier ein Auszug aus seinem Buch, genauso fühle ich mich, wenn ich bei Ankunft in Sydney aus dem Flugzeug gestiegen bin und nun am Circular Quay stehe:

"Die Welt hat nicht viel feinere Plätze zu bieten als den Circular Quay in Sydney an einem Wochentagmorgen bei Sommerwetter. Zunächst einmal bekommt man hier einen der großartigsten Ausblicke der Erde geboten. Rechts, fast schmerzlich glänzend in der Sonne, steht das berühmte Opernhaus mit seinem kecken, kompromisslos kantigen Dach, links die fantastische elegante Harbour Bridge. ... Auf dem glitzernden Wasser vor einem wimmelt es von den dickbauchigen altmodischen Hafenfähren, die aussehen wie den Seiten eines Kinderbuchs aus den vierziger Jahren entsprungen..... Die Oper zieht natürlich alle Aufmerksamkeit auf sich, und das ist auch verständlich. Sie ist überraschend vertraut, man hat gleich das Gefühl, "Hey, ich bin in Sydney!", und kann den Blick gar nicht von ihr abwenden."

Meine Achtung vor Canberra ist nach seinem Buch sehr gestiegen. Denn, so schreibt er: "Canberra, hat sich seit den späten Fünzigern ohne ein Fünkchen Stress um das Zehnfache vergrößert und ist trotzdem immer noch ein Park. Von welcher anderen Stadt auf der Welt kann man das noch sagen?"

Ich könnte noch endlos weiter zitieren, so toll finde ich das Buch, zum Beispiel über das Verhältnis Aborigines zu den herrschenden Bewohnern, den Uluru, giftige Tiere usw.. So gibt es noch viele andere Passagen, die so richtig treffend Land und Leute beschreiben. Das Buch kann ich nur jedem empfehlen, der sich für Australien interessiert.

Nach oben

 

Streiflichter aus Amerika

Bill Bryson

 

Gelesen im April 2002
Goldmann: September 2002 (Originalausgabe: 1998 "Notes from a big country")

In kleineren Geschichten, die der Autor auch in einer Beilage der "Mail on Sunday" veröffentlichte, schreibt er über die Arten und Unarten seiner Landsleute. Es geht um Themen, wie Junkfood, Motels, Werbung, Sport, Behörden und vieles mehr. Mit anderen Worten er beschreibt das tägliche Leben in den USA.

Sehr amüsant geschrieben, manchmal allerdings sehr erschreckend, wenn man bedenkt, dass dies alles vielleicht mal nach Deutschland schwappt. Ich habe Bill Bryson inzwischen zu meinen Lieblingsreiseschriftsteller erklärt und freue mich schon auf sein Buch "Reif für die Insel".

Nach oben

 

Picknick mit Bären

Bill Bryson

 

Gelesen im April 2002
Goldmann: September 1999 (Originalausgabe: 1998)

Erlebnisbericht USA: Bill Bryson plant eine Wanderung auf dem ca. 3000 km langen Appalachian Trail, der sich von Georgia bis Maine erstreckt. Zum Teil begleitet ihn sein Freund, zum Teil wandert er allein.

Vom Thema hört sich das Buch langweilig an, aber auch für jemanden, der nie in seinem Leben auf die Idee kommt, auf dem Appalachian Trail zu wandern, lohnt sich das Buch unbedingt zu lesen. Man erfährt nebenbei eine Menge Kurioses aus den USA und deren "Naturschutz" und das alles auf seine übliche humorvolle Art.

Nach oben

 

Streifzüge durch das Abendland
(Europa für Anfänger und Fortgeschrittene)

Bill Bryson

 

Gelesen im November 2001
Goldmann Taschenbuchausgabe September 2001 (Originalausgabe 1991)

Reiseerzählung über Europa: Der Amerikaner Bill Bryson erzählt über seinen zweiten Trip 1990, quer durch Europa. Er beginnt im kalten Hammerfest, um die Nordlichter zu bewundern und reist weiter durch viele Städte Europas, z.B.: Oslo, Paris, Brüssel, Aachen, Köln, Hamburg, Amsterdam ... Florenz, Neapel, ... , Wien, Sofia und beendet seine Tour in Istanbul.

Ich finde es sehr interessant, wenn uns ein Außen stehender, in dem Fall ein Amerikaner beschreibt. Wenn man selber im "Tatort" wohnt, sieht man seine eigenen positiven und negativen Seiten nicht so deutlich. Der Autor schreibt außerdem mit sehr viel Humor, stundenlang könnte ich weiterlesen und werde mir sicher seine anderen Bücher auch besorgen. Auf meiner Weihnachtswunschliste steht auch schon: "Frühstück mit den Kängurus" von Bill Bryson :-).

Nach oben

 

Mit einer Reise fing alles an

Mit einer Reise fing alles an
Frauen erzählen

Katja Büllmann

 

Gelesen im April 2010:
Piper Verlag GmbH, München 2010

Die Autorin porträtiert 17 Frauen, die entweder durch Reisen zu sich selber gefunden oder die in einem anderen Land ihre Erfüllung gefunden haben. Es sind die verschiedensten Geschichten. Die Reiseziele sind sehr unterschiedlich und reichen vom Bayerischen Wald, über Italien, Nigeria, Argentinien bis Thailand oder Hongkong.

Es ist sehr schwer zu sagen, wie mir ein Buch gefallen hat, wenn die unterschiedlichsten Geschichten erzählt werden. Ich finde diese 17 Geschichten langweilig bis toll Gähnend langweilig fand ich die Geschichten, wo verwöhnte Karrierefrauen einen neuen Lebensinhalt suchen, z.B. die Geschichte von Dorothea, die sich nun als Köchin auf Mallorca wohl fühlt oder Ulrike, die in den Bayerischen Wald wechselt. Mittelmaß sind viele und einige heben sich wirklich positiv aus dem Rest heraus, z.B. die Geschichte von Jenny und Uli, eine Chinesin, die zu Uli nach Deutschland zieht oder Mathilda, die ihren Bruder in Nigeria besucht oder Pauline, die bei einem Sprachkurs in Barcelona erwachsen wird. Statistisch gesehen, haben mir von den 17 Geschichten 8 gar nicht, 6 mittelmäßig und 5 super gefallen.

Nach oben

 

Mein Amerika - Dein Amerika

Mein Amerika - Dein Amerika

Tom Buhrow, Sabine Stamer

 

Gelesen im März 2008:
Rowolt Taschenbuch Verlag, Dezember 2007. Die Originalausgabe erschien im selben Verlag 2006  

Die Autoren berichten anhand eigener Erlebnisse vom Leben in den USA, hauptsächlich aber vom typischen Leben in Washington. Folgende Themen werden angesprochen: die amerikanische Freundlichkeit, wohin mit Freund oder Freundin als Jugendlicher, Ferien, sexuelle Freizügigkeit, Las Vegas, ist das Leben in Amerika gefährlicherer?, Kontrast zwischen Schwarzen und Weißen, Konsumparadiese, zwischen Big Mac und Gesundheitswahn...

Die einzelnen Kapitel beginnen oft interessant, aber sie enden meist in der leider nicht enden wollenden, humorlosen Erzählung von irgendwelchen uninteressanten, langweiligen Einzelfällen (zumindest empfinde ich das so). Da sich der Autor in den 70er Jahren dort als Austauschschüler aufhielt, berichtet er auch von dieser Zeit, die nun aber knappe 40 Jahre zurückliegt. Anhand dieser 70er Jahre USA-Erfahrung und ihren jetzigen Erfahrungen ziehen die beiden Vergleiche zum Leben in Deutschland 2006. Für mich ist das "Äpfel mit Birnen" verglichen. Als einen Unterschied zu Deutschland stellen die beiden Autoren zum Beispiel abendliche Anrufe aus Call Centern dar, mit denen US-Bürger belästigt werden oder die Wasser-Gemüseberieselungsanlagen in den US-Supermärkten. Ich sehe da überhaupt keinen Unterschied zu hier. Ebenso erwähnen die Autoren, dass man nicht mal mehr in Pubs oder Bars in den USA rauchen darf. Na ja gut, dieses Gesetz gibt es bei uns noch nicht lange. Was mich noch ein wenig stört an dem Buch, dass die Autoren sich räumlich hauptsächlich auf Washington beziehen. Kann man diese Erfahrungen tatsächlich auf die ganze USA ausdehnen? Ich habe da meine Zweifel. Dem Buch habe ich zwei und nicht nur einen Punkt gegeben, da ich mich bis zum Buchende mühsam durchgequält habe, werde es aber nicht aufheben.

Nach oben

 

Noras großer Traum

Christin Busch

 

Gelesen im Juli 2004
Knaur Taschenbuch Originalausgabe 2003

Nora lebt mit ihrem Mann Max und ihren beiden Kindern in Hamburg als Hausfrau. Plötzlich geht für sie ein lang ersehnter Wunsch in Erfüllung. Sie soll eine Reportage über ihr Traumland Australien schreiben. Vor Ort lernt sie den Arzt Tom vom Flying Doctor Service kennen und verliebt sich in ihn. Doch dann geschieht ein tragischer Autounfall. 

Da ich Australien liebe, gefällt es mir natürlich immer wieder über dieses Land zu lesen. Aber ansonsten finde ich die Handlung an den Haaren herbeigezogen. So viele Schicksalsschläge in kürzester Zeit sind so unwahrscheinlich wie ein Sechser im Lotto oder in der TV-Sendung Traumschiff, dort passieren auch die unmöglichsten Dinge in kürzester Zeit vor den malerischten Hintergründen. 

Nach oben

 

Zurück zur Bücherstartseite