|
Wir
Kinder vom Bahnhof Zoo
Christiane F.
|

|
|
Gelesen im September 2001und
vor 10 Jahren schon einmal
Ein Stern Buch 43. Auflage 2001
Bericht: Nach
Tonbandaufzeichnungen wurde der Bericht von Christiane F.
erstellt, wie sie mit 13 Jahren zum ersten mal mit leichten
Drogen begann und schließlich beim Heroin landete. Sie
versuchte oft selbst vergeblich von dieser Sucht
wegzukommen.
Meine Tochter hat dieses
Buch in der Schule mit 13 Jahren gelesen. Ich finde es eine
sehr gute Methode, Kindern auf diese Art das ganze Ausmaß
der Drogenabhängigkeit näher zu bringen.
|
|

|
|
|

|
|
Briefe
vom Ende der Welt
José Manuel
Fajardo
|

|
|
Gelesen im Oktober 2003
Fischer Taschenbuch Verlag 2003 (Originalausgabe erschien
1996 mit dem Titel "Carta del fin del mundo" im
Verlag Ediciones B.)
40 Männer lässt
Christoph Kolumbus 1492 auf der Insel Haiti, früher
Hispaniola, zurück. Sie sollen ein Fort errichten. 10
Monate später kehrt Kolumbus wieder, aber das Fort ist
leer. Was ist geschehen? Kolumbus Leute finden Briefe auf
der Insel, in denen vom Schicksal der Männer berichtet
wird. Diese Briefe fasst der Autor zu folgendem Roman
zusammen:
Als die Zurückgelassenen von Goldfunden auf der Insel hörten,
versuchten sie sich gegenseitig zu überlisten, jeder wollte
es zuerst entdecken. Einige Male kollidierten sie mit den
Ureinwohnern, den Indios.
Es ist ein interessanter
und spannend geschriebener Bericht. Man erfährt nebenbei
von den Schönheiten Haitis und vom Leben der Ureinwohner.
Ich habe das nicht sehr dicke Buch gemütlich auf zwei 4-stündigen
Bahnfahrten gelesen.
|
|

|
|
|

|
|
Die
häßliche Herzogin
Lion
Feuchtwanger
|

|
|
Gelesen im Juni 2002
2. Auflage 2002: Aufbau-Verlag GmbH Berlin (Originalausgabe:
1954)
Geschichtsroman: Margarete
Maultasch, Tochter des Grafen von Tirol wird mit 12 Jahren
mit dem 10 jährigen Prinzen Johann von Böhmen verheiratet.
Sie ist klug, aber ungeheuer häßlich. Sie stellt fest,
dass es für eine häßliche Frau unmöglich ist,
Anerkennung, Macht und Liebe zu erlangen .
Durch unseren jährlichen
Urlaub in Südtirol hat mich das Leben der Margarete
Maultasch sehr interessiert. Man kann ihr Leben kaum besser
darstellen als dieser Autor. Wenn ich mich auch sehr durch
das Buch quälen musste, so lag das an den vielen
Herrschernamen und meiner Unkenntnis von der europäischen
Geschichte.
|
|

|
|
|

|
|
Flieh,
wenn du kannst
Joy Fielding
|

|
|
Gelesen im Mai 2004
Goldmann Taschenbuchausgabe 7/97 (Originalausgabe erschien
1995 unter dem Titel "Don't Cry Now")
Bonnie erhielt einen Anruf
von Joan, der Ex-Frau ihres Mannes mit den Worten "Sie
und Ihre 3-jährige Tochter sind in Gefahr". Kurz
darauf wird Joan erschossen aufgefunden. Für Bonnie beginnt
ein Alptraum.
Das Buch ist spannend, wie
alle Bücher, die ich bisher von der Autorin gelesen habe,
aber es raubte mir nicht den Schlaf. Ich stellte allerhand
Vermutungen an, wer der Mörder sein könnte und tippte bis
zum Schluss daneben. Kurz und gut, ein solider Krimi, der
nicht langweilig wird.
|
|

|
|
|

|
|

|
Nur
wenn du mich liebst
Joy Fielding
|

|
|
Gelesen im November 2004:
Goldmann Verlag 2002 (Die Originalausgabe erschien 2001 mit
dem Titel: "Grand Avenue")
Die vier Frauen Chris,
Vicky, Barbara und Susan lernten sich mit ihren Kindern auf
dem Spielplatz kennen. Sie schworen für immer Freundinnen
zu bleiben. Chris wird von ihrem Mann gequält, Barbaras
Mann lässt sich scheiden und schließlich wird sogar eine
der Frauen ermordet aufgefunden. Ist dies das Ende ihrer
Freundschaft?
Das war mal wieder ein
richtig schön spannender Roman, wie man es von Joy Fielding
gewohnt ist! Grade das Richtige für kalte, dunkle
Novembertage. Mehr braucht man dazu gar nicht sagen.
|
|

|
|
|

|
|

|
Bevor
der Abend kommt
Joy Fielding
|

|
|
Gelesen im März 2005:
Goldmann Verlag 2004 (Originalausgabe erschien 2003 unter
dem Titel "Lost")
Cindy
Carver ist geschieden und lebt mit ihrer jüngeren Tochter
in Toronto. Die ältere Tochter Julia wohnte bisher bei
ihrem Vater bis sie beschließt samt Hund zu ihrer Mutter zu
ziehen. Julia träumt von einer großen Karriere als
Schauspielerin. Eines Tages ist Julia spurlos verschwunden.
Ist sie in die Hände eines Verrückten geraten? Cindy lässt
nichts unversucht ihre Tochter zu finden.
Ich
habe schon spannendere Bücher von Joy Fielding gelesen und
finde den Roman sehr in die Länge gezogen. Aber für eine
Woche war ein ganz unterhaltsam.
|
|

|
|
|

|
|

|
Zähl nicht die Stunden
Joy Fielding |

|
|
Gelesen im Juni/Juli 2009:
2008 Weltbild Verlag, die Originalausgabe erschien 2000 unter dem Titel: "The First Time"
Die 36-jährige Mattie Hart lebt mit ihrem Mann, dem Staranwalt Jake und ihrer heranwachsenden Tochter Kim in einem luxuriösen Haus am Stadtrand von Chicago. Nach 16 Jahren Ehe entschließt sie sich von ihrem ständig untreuen Mann zu trennen, da ihre Ehe sowieso nur wegen Kim besteht. Doch es kommt anders, sie erfährt dass sie unter einer Krankheit leidet, die ihr nicht mehr viel Zeit lassen.
Schade, ich habe mich auf einen Thriller gefreut, aber es ist eher ein schmalziges, unlogisch aufgebautes Drama. Ich musste mich dazu zwingen, dass Buch bis zum Ende durchzulesen. Schmalzig deshalb, weil wohl jeder 3. Satz am Ende mit "Ich liebe dich" endet und weil alle in Tränen ausbrechen und wahnsinniges Verständnis füreinander zeigen, unlogisch - na ja das darf ich nicht verraten, weil ich einen der wenigen Überraschungen nicht vorweg verraten möchte. Ich werde in Zukunft vorher genauer recherchieren, was ich von Joy Fielding kaufe, denn einiges gefällt mir sehr gut von der Autorin. |
|

|
|
|

|
|

|
Schwarzes Feuer
Katharina Franck |

|
|
Gelesen
im Januar 2010:
Wilhelm Goldmann Verlag 2008, die Originalausgabe erschien 2005
Die in Los Angeles lebende Josephine fliegt nach Ruanda, um ihre verschollene Schwester Angelina zu suchen, die dort in einer Hilfsorganisation Flüchtlingen hilft. Da sie von offizieller Stelle nicht aufspürbar ist, muss Josephine sich selber auf die Suche in den afrikanischen Dschungel begeben. Simon Fraser und ein paar einheimische Führer begleiten sie in den von Rebellen und Soldaten belagerten Busch. Sie begibt sich dabei selber in höchste Lebensgefahr.
Der Roman liest ist sehr spannend, gerade das Richtige für Zugfahrten zum Beispiel. Nebenbei gibt die Autorin dem Leser im Erzählstil wichtige Hintergrundinformationen ohne erhobenen Zeigefinger, warum sich Tutsi und Hutu bekämpfen, warum die Hilfsorganisationen nicht unbedingt zum Kriegsende beitragen, sondern im Gegenteil und warum afrikanische Kinder, die gar keine Besitztümer haben, manchmal glücklicher scheinen als Kinder aus unserer Zivilisation, die alles haben. |
|

|
|
|

|
|
Der
Bungalow
Lynn Freed
|

|
|
Gelesen im Dezember 1999
1999 Deutsche Erstausgabe
Roman: Ruth, verheiratet
in New York mit Clive, reist zu ihren Eltern nach Südafrika
und verliebt sich in den wohlhabenden Hugh, der einen
Bungalow besitzt. Sie erwartet ein Kind von ihm.
Fürchterlich langweiliger
Roman, habe es aufgegeben auf Seite 170 (von 286 Seiten), da
ich mich beim Lesen nicht mehr auf das Buch konzentrieren
konnte.
|
|

|
|
|

|
 |
Frachtschiffreise nach Australien
Evelyn Freitag
|

|
|
Gelesen
im Januar 2010:
Books on Demand GmbH, Norderstedt, 2005
Die Autorin erzählt in dem Buch von ihrer Reise mit ihrem Mann auf Containerschiffen einmal um die Welt. Mit dem Schiff Contship London beginnt ihre Reise über den Atlantik nach New York, weiter an der Küste südwärts zum Panamakanal, dort vorbei an beeindruckender Landschaft in den Pazifischen Ozean. Ein weiterer Stop folgt in Tahiti, was für Traumziele! Über Auckland und Neukaledonien landen sie schließlich in Sydney. Weiter führt die Reise auf dem Landwege, im Reisebus ins tropische Queensland nach Port Douglas, von wo aus die beiden, mit weiteren Passagieren, eine geführte Bus-Safari zum Cape York unternehmen mit einem Abstecher nach Thursday Island. Schließlich geht es wieder heimwärts mit dem Frachtsschiff Champion über Melbourne bis Port Kelang (Malaysia). Nach ein paar Tagen Aufenthalt mit Sightseeing, shippern die beiden mit dem Frachtschiff CMA CGM Baudelaire in ihre Heimat zurück.
Ich habe das Buch viel zu schnell durchgelesen, aber was sollte ich machen, es gab nun mal keine langweiligen Stellen, im Gegenteil ;-). Die Beschreibung des Lebens an Bord eines Containerschiffs finde ich sehr interessant. Ich hätte es mir ganz anders vorgestellt, auch wie komfortabel die wenigen Passagiere auf so einem Schiff wohnen - toll! Mir persönlich liegt diese Art des Reisens weniger, wochenlang auf See unterwegs wäre nicht mein Ding, aber darum lese ich das Buch ja, weil ich eigene Erfahrungen in der Richtung nicht sammeln werde. Ebenso bin ich der Autorin dankbar für ihren ehrlichen Bericht über ihre Safari in Australien zum Cape York. Das wäre mir denn wohl auch etwas zu "abenteuerlich", nachts im Zelt, immer Sorge vor Schlangen und Insekten und tagsüber träge vor lauter Hitze :-) Ein winziges Fehlerlein ist der Autorin unterlaufen bei ihrer Busfahrtsbeschreibung von Sydney nach Port Douglas. Sie hat kurzerhand die Grenze von NSW zu Queensland um ca. 150 km nach Norden verlegt, denn man passiert sie nicht erst hinter dem Australia Zoo von Steve Irwin, sondern noch vor Surfers Paradise. Aber was soll's. Mir gefällt das Buch deshalb nicht minder. Niedlich finde ich auch die Beschreibung ihres Friseurbesuchs in Malaysia, der wohl nur einen Männer-Einheitsschnitt beherrschte. Schade, ich hätte gerne ein vorher - nachher Foto der beiden gesehen :-) Das erste Buch "Frachtschiffreise" werde ich mir bestimmt auch besorgen. |
|

|
|
|

|
|
Der
lange Schatten
Celia Fremlin
|

|
|
Gelesen im Februar 2004
Diogenes Taschenbuch Deutsche Erstausgabe 1993
Originalausgabe erschien 1975 unter dem Titel: "The
Long Shadow")
Kaum, dass Imogens Mann
gestorben ist, ziehen ungebeten ihr Stiefsohn mit einer
Bekannten, ihre Stieftochter mit Familie und die zweite Frau
ihres Mannes in ihr Haus ein. Kurze Zeit später wird Imogen
erpresst. Sie wird beschuldigt, den Tod ihres Mannes
verschuldet zu haben. Im Haus geschehen derweil merkwürdige
Dinge, es scheint zu spuken.
Spannend und dazu noch
nett geschrieben.
|
|

|
|
|

|
|
Die
Stunden vor Morgengrauen
Celia Fremlin
|

|
|
Gelesen im Juli 2002
Diogenes Taschenbuchverlag 1987 (Originalausgabe: "The
Hours Before Dawn" 1958)
Roman: Jede Nacht schreit
das Baby der Brandons ohne ersichtlichen Grund. Louise, die
Mutter, versucht ganze Nächte das Baby zu beruhigen, damit
die Familie und die neue Untermieterin nicht gestört
werden. Schließlich lebt sie nur noch im halbwachen Dämmerzustand,
der bald in einen Alptraum abzugleiten droht.
Das war mal wieder ein
richtig spannender Roman. Sicherlich werde ich mir noch
weitere Bücher der Autorin besorgen. Mehr kann man dazu
eigentlich nicht sagen.
|
|

|
|
|

|
 |
Der Glaspavillon
Nicci French
|

|
|
Gelesen
im März 2008:
Bertelsmann Verlag GmbH, München 1997, die Originalausgabe erschien unter dem Titel "Memory Game"
Auf dem Landsitz der Familie Martello wird bei einem jährlich stattfindenden Familienfest eine grausige Entdeckung gemacht. Das Skelett, der vor einem Vierteljahrhundert verschwundenen Tochter Natalie taucht auf. Das damals 16-jährige Mädchen verschwand spurlos, die Suche nach ihr musste bald erfolglos abgebrochen werden. Jane, die Frau des ältesten Sohnes der Familie, damals die engste Freundin Natalies, begibt sich auf eigene Faust auf die Suche nach dem Mörder. Mit Hilfe eines Psychiaters versucht sie sich an den Tag des Verschwindens des Mädchens zu erinnern.
Der Roman ist spannend geschrieben, ich wusste bis zum Schluss nicht, wer der Mörder Natalies war. Die Autorin erzeugt die Spannung nicht durch Blutvergießen und sonstigen Beschreibungen brutaler Handlungen, was mir an diesem Roman besonders gut gefällt. |
|

|
|
|

|
 |
Der falsche Freund
Nicci French
|

|
|
Gelesen im Juli 2006:
Goldmann Verlag 1. Auflage, Taschenausgabe Mai 2006 (Originalausgabe:
2003 unter
dem Titel: "Secret Smile")
Eine Liebesaffäre wird für
Miranda zu einem Alptraum. Miranda entdeckt ihren neuen Freund
Brendon beim Lesen ihrer Tagebücher und schmeißt ihn aus der
Wohnung. Kurze Zeit später stellt Kerry, Mirandas Schwester,
Brendon als ihren neuen Traummann vor. Brendon verbündet sich mit
der ganzen Familie gegen sie und stellt Miranda als Psychophatin
hin. Als nun auch noch Mirandas Bruder und ihre beste Freundin ums
Leben kommen, beginnt zwischen Brendon und Miranda ein Katze und
Maus Spiel.
Der Thriller ist recht spannend,
zeitweise aber auch langatmig, aber zum Ende hin wieder sehr
spannend.
|
|

|
|
|

|
 |
Der Sommermörder
Nicci French
|

|
|
Gelesen im Juli/August 2006:
Goldmann Verlag, Doppelband-Sonderausgabe Juli 2006. Die
Originalausgabe erschien 2000 mit dem Titel "Beneath the Skiny"
Er beobachtet Frauen, riecht sie
und prägt sich jede noch so kleine Einzelheit von ihnen ein, was
andere gar nicht bemerken. Er schreibt ihnen Briefe, in denen er
die Einzelheiten darstellt und ihnen schließlich androht, dass er
sie töten wird. Bis er es schließlich auch tut. Die Polizei
scheint unfähig diese Frauen zu beschützen.
Schön spannend und passend zur Jahreszeit! Ich habe überhaupt
keinen Verdacht geschöpft und wüsste bis zum Bekanntwerden des
Mörders nicht, wer es sein könnte. Nicci French lässt die
drei Frauen der Reihe nach aus ihrer Sicht die Geschehnisse
beschreiben, wodurch man sich als Leser gut in deren Situation
hineinfühlen kann.
|
|

|
|
|

|
 |
Höhenangst
Nicci French
|

|
|
Gelesen im Juli 2006:
Goldmann Verlag, Doppelband-Sonderausgabe Juli 2006. Die
Originalausgabe erschien 1999 mit dem Titel "Killing Me Softly"
Eigentlich ist dies ein
Doppelband mit zwei Psychothrillern, aber da ich beide Romane
vollkommen anders bewerte, habe ich ihn auch in zwei Bewertungen
aufgesplittet.
Als Alice den Extrembergsteiger Adam kennenlernt, ist sie ihm
sogleich verfallen. Sie trennt sich von ihrem Freund und heiratet
Hals über Kopf Adam. Aufmerksam geworden durch einige mysteriöser
Todesfälle und Adams Hang zur Gewalt, drängt sich ihr immer mehr
ein entsetzlicher Verdacht auf.
Ein spannender Psychothriller,
der aber manchmal etwas zäh und in die Länge gezogen ist. Während
der Leser schon längst einen Verdacht hat, kommt Alice noch lange
nicht auf die Idee, dass irgendetwas nicht stimmen könnte.
|
|

|
|
|

|
 |
In
seiner Hand
Nicci French |

|
|
Gelesen im November
2006
Goldmann Verlag, Juni 2005, die
Originalausgabe erschien 2002 mit dem Titel "Land of the Living"
Abbie Devereaux öffnet die Augen und ist von Finsternis
umgeben. Sie hat keine Ahnung wo sie ist, wie sie hierher gekommen
und was geschehen ist. Durch einen Schlag auf den Kopf hat sie
sämtliche Erinnerungen der letzten Tage verloren. Nach und nach
wird ihr klar, dass sie von einem unbekannten Mann gefangen
gehalten wird, der ihr eine Kapuze über den Kopf gestülpt hat,
eine Drahtschlinge um den Hals band, sie fesselte und knebelte.
Tag für Tag muss sie nun seine Demütigungen ertragen, ihr ist
klar, dass sie hier lebend nicht mehr herauskommt. Aber eines
Tages gelingt ihr trotzdem die Flucht. Sowohl für die Psychologin,
als auch für die Polizei hören sich ihre Berichte äußerst
unglaubwürdig an, man glaubt ihr nicht. Sie beginnt auf eigene
Faust die Tage, an die sie sich nicht erinnert, zu rekonstruieren,
immer mit der Gewissheit, dass da draußen ein Mann herumläuft, der
sie umzubringen will.
Dies ist der spannendste Krimi,
den ich je von der Autorin gelesen habe. Die Geschichte ist so
plausibel beschrieben, dass ich zwischendurch in die Hauptfigur
hineinschlüpfe. Nach ihrer Flucht dachte ich noch, typisch Nicci
French, die Polizei glaubt dem Opfer nicht, sie muss nun auf
eigene Faust recherchieren, aber dies tut der Spannung in diesem
Buch keinen Abbruch. Ich habe es regelrecht verschlungen.
|
|

|
|
|

|
 |
Ein sicheres Haus
Nicci French |

|
|
Gelesen im November 2006:
Wilhelm Goldmann Verlag April 2000. Die Originalausgabe erschien
1997 unter dem Titel "A Safe House"
Die für posttraumatische Medizin
spezialisierte Ärztin Samantha Lachen zieht mit ihrer kleinen
Tochter Elsi von London in ein Haus aufs Land in Essex. Im
Nachbardorf Stamford wird das wohlhabende Ehepaar MacKenzie
überfallen und brutal ermordet. Die 19-jährige Tochter Fiona
überlebt den Überfall verletzt. Die Polizei sucht eine sichere
Bleibe für Fiona und da fällt ihre Wahl auf Samantha. Fiona fügt
sich bald in das Familienleben ein. Doch eines Tages verschwinden
Fiona inklusive Samanthas Freund Danny. Sie hinterlassen einen
Abschiedsbrief. Man findet Fionas Testament, in dem sie ihr ganzes
Vermögen ihrem Arzt Michael Daley hinterlässt. Kurze Zeit später
werden Fiona und Danny tot aufgefunden. Alles deutet auf einen
Selbstmord hin.
Nicci French schreibt sehr unterschiedlich. Während mir ihr
letzter Krimi sehr gut gefiel, hätte ich diesen fast mittendrin
vor Langeweile abgebrochen. Die Handlung zieht sich sehr zäh hin.
Im Mittelpunkt steht Samantha, die nach meinem Geschmack sehr
unlogisch handelt, wodurch wohl die Spannung erzeugt werden soll.
|
|

|
|
|

|
|
Das
eiskalte Paradies
Jana Frey
|

|
|
Gelesen im März 2002
2000 Loewe Verlag GmbH - 2. Auflage
Erzählung, Jugendbuch:
Hannah ist 15 Jahre alt und Zeugin Jehovas. Früher, als
ihre Mutter gestorben war und sie mit der Welt nicht mehr
zurechtkam, fühlte sie sich geborgen in der Gemeinschaft.
Doch jetzt will sie ausbrechen, da sie so normal wie die
anderen in ihrer Klasse sein will. Aber die Sekte bereitet
ihr fast unüberwindliche Hindernisse.
Eine Geschichte, die auf
Tatsachen beruht. Eigentlich ist es ein Jugendbuch. Meine
Tochter brachte es von der Schulbücherei mit nach Hause.
Aber auch ich fand diesen Bericht sehr ergreifend und war
erstaunt über die Machenschaften der Zeugen Jehovas. Im
Nachhinein wird mir auch klar, warum die Zeugen Jehovas zum
richtigen Zeitpunkt vor unserer Tür standen und die
passenden Broschüren wie zufällig dabei hatten. Sie sind nämlich
genau informiert, mit welchem Thema sie ihre
"Kunden" ködern können. Aus dieser Gemeinschaft
auszubrechen, ist ebenso schwierig, wie von harten Drogen
wegzukommen. Das Buch kann man übrigens rasch an einem
Nachmittag lesen und ist unbedingt empfehlenswert!
|
|

|
|
|

|
|
In
47 Tagen rund um Australien
Joachim
Fuchsberger
|

|
|
Gelesen im Januar 1999
1997: 2.Auflage, (Originalausgabe: 1997)
Erlebnisbericht: Wie der
Titel schon sagt, umrundet der Autor mit einem Fernsehteam
und zwei Autos in 40 (anstatt 47 Tagen) Tagen Australien.
Gefiel mir sehr gut,
besser als seine Fernsehsendungen, da die langweiligen
Interviews wegfallen.
|
|

|
|
|

|
|

|
Unter
afrikanischer Sonne
Alexandra Fuller
|

|
|
Gelesen im Januar 2005:
Goldmann Verlag 2005 (die amerikanische Originalausgabe
erschien 2001 unter dem Titel "Don't Let's Go to the
Dogs Tonight")
Dieses
Buch erzählt die Kindheitsgeschichte der Autorin in Afrika.
Ihre Eltern wandern mit ihr, im Alter von 2 Jahren und ihrer
Schwester Vanessa von England nach Rhodesien, dem heutigen
Simbabwe aus. Sie erfahren alle möglichen Rückschläge als
Tabakpflanzer. Nach Beendigung des Krieges gehört ihnen ihr
eigenes Land nicht mehr und sie ziehen nach Malawi. Aber
hier leben sie unter Aufsicht von Spitzeln und man wird sehr
schnell aus dem Land gewiesen. Schließlich finden sie in
Sambia ihre neue Heimat.
Obwohl
die Autorin oft unter schrecklichsten Bedingungen in Afrika
lebte, liebt sie Afrika so sehr, dass sie es jedes Jahr
wieder bereist. Das Buch vermittelt einen eindrucksvollen
Einblick in das Leben der siebziger und achtziger Jahre in
Simbabwe (Rhodesien). Es erzählt über tägliche Leben, das
Zusammenleben von Schwarz und Weiß, den Krieg und die
vielen lauernden Gefahren.
|
|

|
|
|

|
|
Wenn
du den Emu am Himmel siehst
Elizabeth Fuller
|

|
|
Gelesen im November 2000
2000 deutsche Ausgabe (Original: 1997)
Roman: Die amerikanische
Autorin reist mit ihrem zwölfjährigen Sohn nach Manly, bei
Sydney in Australien. Übernatürliche Kräfte verleiten
sie, ins Outback zu reisen mit dem Aborigines Max. Hier öffnet
sich durch Max und seine Familie eine neue Welt für sie.
Ein nettes Märchen, lässt
sich leicht und angenehm lesen. Für meinen Geschmack etwas
zu "amerikanisch", also zu übertrieben. Ich
hoffe, dass die Autorin das Buch nicht als wahre Geschichte
verkaufen will, dann wäre sie nicht nur eine schlechte
Schauspielerin (wie sie es selber von sich im Buch
schreibt), sondern auch eine unglaubwürdige Autorin.
|
|

|
|
|

|
|

|
Töchter der Traumzeit
Meine mystische Reise mit den Aborigines
Verena von Funcke |

|
|
Gelesen
im Februar 2009:
Ullstein Taschenbuch, Dezember 2008, die Originalausgabe erschien 2007
Seit ihrem ersten Besuch in Australien, von dem Land begeistert, beschäftigt sich die Autorin auch als Ethnologin mit dem Leben der Aborigines. In diesem Buch erzählt sie, von ihrer Liebe zu einem Aborigine, den sie auf einer UNO-Konferenz in Genf kennenlernt. Einige Zeit später reist sie nach Australien, wird von einer Aborigines durch die Wüste mitgenommen zu anderen Frauen, die ihr Einblick ins spirituelle Frauen-Business (Yawalyu) geben, an denen Männer nicht teilhaben.
Ich finde das Buch nicht unbedingt schlecht, ich habe nur etwas völlig anderes erwartet, nämlich etwas über ihre mystische Reise mit den Aborigines zu lesen. Stattdessen erzählt die Autorin recht knapp von ihrer Wanderung durch die Wüste und noch knapper von der Zeremonie mit den Frauen. Sie berichtet so knapp, dass ich mich frage, warum sie das überhaupt erzählt. Damit das Thema auch zur Sprache kommt, gehört ihr Joe natürlich zur Stolen-Generation. Den Hauptteil des Buchs aber, umfasst die Liebesgeschichte zwischen Joe und der Autorin. Wer also gerne Liebesgeschichten liest mit einem Touch ins märchenhafte bzw. übertriebene, dem kann ich das Buch empfehlen. |
|

|
|
|

|
|
Söhne
des Eisvogels
Monica
Furlong
|

|
|
Gelesen im Oktober 1999
1996 Deutsche Erstveröffentlichung
Erlebnisbericht: Monica
Furlong, eine junge Journalistin, reist zu den Aborigines,
den Kukatjas, die mitten in der großen Sandwüste
Australiens leben.
Um dieses Buch zu Ende zu
lesen, musste ich mich regelrecht zwingen. Erwartet habe ich
ein Bericht über das Zusammentreffen der Schriftstellerin
mit diesem Volk. Aber ihre Quellen sind hauptsächlich
Berichte von anderen Schriftstellern.
|
|

|
|

|