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Pünktchen
und Anton
Erich
Kästner
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Gelesen im
Dezember 2003
Cecilie Dressler Verlag Berlin (eine Jahresangabe finde ich
nicht)
Pünktchen
ist die Tochter des reichen Spazierstockfabrikanten Pogge
und Anton ist ihr bester Freund. Jeden Abend steht Pünktchen
mit ihrem Kindermädchen, Fräulein Andacht auf der Straße
um Geld mit dem Verkauf von stibitzten Streichhölzern für
Fräulein Andachts Bräutigam zu erbetteln. Anton, der seine
arme und kranke Mutter versorgen muss verkauft auf der
anderen Straßenseite Schnürbänder. Dabei lernten sich die
beiden Kinder kennen.
Eigentlich
ist es ein Kinderbuch, aber es soll auch für diejenigen
Erwachsenen geeignet sein, die "Sinn für junge
Menschen haben". So steht es auf dem Schutzumschlag der
Originalausgabe. Ich habe das Buch eigentlich per Zufall aus
dem Regal gezogen, weil ich einen kurzen Roman für vier
Tage (bis Heiligabend) suchte und las es aus Versehen in
zwei Stunden an einem Tag durch. Mit anderen Worten, es ist
humorvoll und wirklich nett geschrieben.
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Quer
durch den roten Kontinent
Bernd
Keiner
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Gelesen im
Dezember 2000
1999 6. Auflage / (Originalausgabe: 1989)
Erlebnisbericht:
Kreuz und quer durchstreift der Autor monatelang Australien.
Er paddelt alleine durch den Kakadu Nationalpark, schürft
mit einem Freund in Coober Pedy nach Opalen, reist per
Anhalter mit einem Truck usw.
Ganz
informativ und unterhaltend. Der Humor kommt etwas zu kurz.
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Afrika
solo (Eine Reise)
Kevin
Kertscher
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Gelesen im Juli
2001
Ulstein Taschenbuchverlag 1. Auflage 2001 (die
Originalausgabe erschien 1998)
Reisebericht:
In den achziger Jahren reiste der amerikanische Autor teils
zu Fuß, teil per Bus und teils per Anhalter ganz alleine
durch die Sahara und anschließend durchquerte er Afrika von
West nach Ost. Er begegnete den verschiedensten Menschen,
traf auf Berggorillas und vieles mehr.
Er schildert
seine Erlebnisse recht spannend. Nach diesem Buch weiß ich
ganz sicher, dass ich solche Reiseberichte zwar regelrecht
verschlingen kann, aber niemals so etwas selbst erleben möchte.
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Yukon-River-Saga
Andreas Kieling / Irena Bischoff |
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Gelesen im Apil 2009
Weltbild Buchverlag 2008, die Originalausgabe erschien 1995 im Schweizer Verlagshaus
Andreas (der Autor), Birgit (seine Freundin), Michael (ein Freund) und Kim (der Hund von Andreas) brechen zu einer abenteuerlichen Safari auf und zwar wollen sie mit dem Kanu den 3200 km langen Yukon River in seiner vollen Länge von seiner Quelle in Kanada bis zur Mündung in Alaska befahren. Michael begleitet die beiden nur ein Stück weit, dann fährt das Paar alleine weiter. In der rauhen, kalten Wildnis erleben sie hautnahe Tierbegegnungen mit Wölfen, Bären, Elchen und natürlich auch Mückenschwärmen.
Da ich diesen Teil der Erde überhaupt nicht kenne, hat mich das Buch gereizt. Ich wollte etwas über Alaska lesen. Der Autor hat die Gabe sich so auszudrücken, dass man sich gedanklich in das Geschehen hineinversetzen kann. Man fühlt beim Lesen die Kälte, die Einsamkeit, freut sich über die Tierbegegnungen, kann sich den rauhen Menschenschlag dort vorstellen. Ich habe einige Kritiken zu dem Buch gelesen, in denen behauptet wird, die geographischen Angaben stimmen nicht ganz, das kann ich aber nicht beurteilen, ist mir eigentlich auch egal, da ich die Ecke nicht kenne. Das Buch eignet sich hervorragend zum einfach vor sich hinzulesen am Strand, im Bett, im Zug, ohne dass man sich aufregen oder zu sehr konzentrieren muss. Ich will damit nicht sagen, dass ich es schlecht finde, ich finde es ganz unterhaltsam, aber nicht gerade prickelnd. |
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Dear Germany
Carol Kloeppel |
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Gelesen im Mai 2008
Gustav Lübbe Verlag, 2008, Originalausgabe
Die Amerikanerin Carol Kloeppel lernt in den USA ihren jetzigen Mann kennen, einen Deutschen, und zieht mit ihm 1992 nach Deutschland. Inzwischen hat sie sich hier eingelebt und ein zweites Zuhause gefunden, aber die Eingewöhnung war nicht immer einfach. Manches erscheint merkwürdig für Amerikaner. Es beginnt schon mit sprachlichen Problemen bzw. Mißverständnissen, wenn die Autorin versehentlich behauptet, ihre Tochter wäre erstochen worden, statt von einer Biene gestochen. Kostspielig und umständlich findet sie auch die Sitte der Deutschen bei Umzügen sogar die Küche und die Lampen mitzunehmen usw.
Was wir Deutschen so für Eigenheiten haben, erfährt man natürlich am besten von Außenstehenden. Die Autorin schreibt sehr witzig und bei vielen Punkten denkt man sich "Ach - diese Sache wäre mir nie als etwas Besonderes aufgefallen". Sie schreibt auch, was ihr hier besser gefällt und was in den Staaten. Also ein richtig nettes Buch für zwischendurch. |
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Milchgeld
Volker Klüpfel, Michael Kobr |
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Gelesen im März 2007
Piper Verlag GmbH, München - 11. Auflage 2007 (1. Auflage erschien im Januar 2005)
Kaum hat Kommissar Kluftingers seine geliebten Kässpatzen verspeist und sich für die unliebsame Musikprobe umgezogen, wird er zu einem Mord in seinem Allgäuer Heimatort Altusried gerufen. Das gab es in seiner Amtszeit noch nie! Vor dem Hintergrund des schönen Allgäus, klären Kluftinger und sein Team den Mord des Lebensmittelchemikers des hiesigen Milchwerks auf. Sie entdecken dabei einen scheinbar vergessenen Verrat, stoßen auf Betrug, aber lesen Sie selbst ...
Derselbe Fall in einer anderen Umgebung wäre ein 08/15-Krimi geworden, mit einer Handlung, wie man ihn in jedem dritten Tatort verfolgen kann. Aber was mir an dem Buch gefällt, sind einmal die Beschreibung des Allgäus, es tauchen immer wieder bekannte Orte auf und zum anderen der Kommissar, der sehr menschlich und liebenswert dargestellt wird. Diese Punkte haben mich zu der Vergabe von vier Punkten veranlasst. Außerdem ist es ein besonderes Buch für mich, weil es ein Geschenk für Manfred und mich ist. |
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Natur - Rätsel, Fakten und Rekorde
Mario Ludwig, Friedrich Kögel |
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Gelesen
im April 2007:
BLV Buchverlag GmbH & Co.KG, München - Originalausgabe 2005
In dem Buch erfährt man in lockerer Form viele staunenswerte und interessante Dinge aus dem Bereich der Natur. Es ist in 15 Kapitel unterteilt:
Säugetiere, Vögel, Tiere der Urzeit, Amphibien und Reptilien, Fische, Insekten und Spinnen, Wirbellose Meerestiere, Einzeller, Alles über Sex, Die Welt der Sinne, Bäume und Sträucher, Blumen, Gräser-Farne-Moose, Pilze-Algen-Flechten, Leben im Extremen.
Da der Stil recht locker gehandhabt wird, lassen sich die einzelnen Artikel in den Kapiteln recht gut zwischendurch lesen. Wussten Sie, dass Pottwale bis zu 3000 Meter tief tauchen können, Menschen nur 168 Meter? Oder dass man unter einer Algenblüte nicht ein Blühen einer Pflanze versteht, sondern die plötzliche massenhafte Vermehrung der Algen? Oder wussten Sie, dass der Kiefer eines Krokodils mit einem Gummiband verschlossen werden kann? ;-) Solche und viele andere Artikel findet man in diesem Buch. |
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Majas
Buch
Sabine
Kornbichler
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Gelesen im
November 2003
Knaur 2003 (Originalausgabe erschien 2002 im gleichen
Verlag)
Journalistin
Ellen erhält den Auftrag den Wiesbadener Maler Philip
Sanden in Südtirol zu interviewen. Sie verliebt sich in den
25 Jahre älteren Künstler. Kurze Zeit später kommt er
beim Klettern in den Bergen ums Leben. Sie begibt sich auf
die Suche nach Philips Leben und erfährt nicht nur Gutes.
Für meinen
Geschmack fehlt dem Buch etwas "Pepp". Man liest
das Buch bis zum Ende, ohne dass irgendetwas interessantes
passiert, es plätschert immer gleichmäßig dahin. Auf alle
Fälle leidet man nach dem Lesen nicht an Schlafstörungen.
Ich glaube, dass ich mich in vier Wochen nicht mehr an
diesen Roman erinnern kann.
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Der gestohlene Engel
Sabine Kornbichler |
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Gelesen
im Mai 2009:
Weltbild Verlag, die Originalausgabe erschien 2008 im Knaur Verlag
Ariane, gesteht ihren beiden engsten Freundinnen, dass sie unter Krebs leidet und nicht mehr lange zu leben hat. Sie bittet ihre beiden Freundinnen Sophie und Judith dafür zu sorgen, dass ihre 8-jährigen Tochter Svenja bei Judith aufwachsen soll und nicht bei ihrem Exmann. Sie erzählt ihren Freundinnen, dass ihr Exmann nicht der Vater sei, vom richtigen Vater hätte sie als Andenken nur einen Schutzengel. Sophie begibt sich auf die Suche nach dem ursprünglichen Besitzer des Schutzengels und stößt dabei auf allerlei Merkwürdigkeiten.
Der Roman lässt sich ganz gut hintereinander weglesen, aber die Geschichte ist für meinen Geschmack recht weit hergeholt. Auf dem Schutzumschlag wird versprochen "Höchste psychologische Spannung garantiert". Davon habe ich leider nichts bemerkt. |
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Ich weißer Mann, du Indianer gut!
Ramon Kramer |
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Gelesen
im September 2009
Rowohlt Taschenbuch Verlag, September 2008
Ramon Kramer ist solange er denken kann Indianerfan. Er verschlang alle Western und sein Berufswunsch von kleinauf war es natürlich, Indianer zu werden, was sonst? Nun, als Erwachsener erfüllt er sich endlich seinen Wunsch in seinen geliebten Wilden Westen zu reisen, auf der Suche nach den Indianern. Er besucht dazu die Blackfeet-Indianer in Browning/Montana. Irgendwie ist nun doch vieles anders, als er es sich vorgestellt hat und tritt in mehrere Fettnäpfchen. Er erzählt außerdem vom indianischen Oktoberfest, von einem mehrtägigen Ritt durch Montana, von den Schwierigkeiten eines Tipi-Aufbaus, wie man ein Hörnchen erlegt, wie er schließlich zu seinem Blackfeet-Namen kam und viele Geschichten mehr.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen, kein bisschen langweilig, es ist witzig und spritzig geschrieben, dazu auch noch interessant. Der Autor besitzt die so seltene Gabe über sich selbst lachen zu können und das gerade bei so einem Thema, wo ich eher einen erhobenen Zeigefinger befürchtet habe. Ach ja, der Erlebnisbericht ist entstanden nachdem der Autor 15 Mal zu den Blackfeet-Indianern reiste. |
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Rund
um den roten Kontinent
Dieter
Kreutzkamp
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Gelesen im
April 2005
1. Auflage Oktober 2003 von National Geographic, Adventure
Press
Reisebericht:
Weltenbummler
Dieter Kreutzkamp macht sich mit Frau und Tochter auf den
Weg, mit einem VW-Bus Australien, auf dem Highway Number
One, zu umrunden. Er passiert nahezu alle Klimazonen und
berichtet über diese und jene Erlebnisse und Begegnungen.
Ich finde das Buch teils interessant, teils weniger
interessant. Manche Erlebnisse beschreibt der Autor sehr
bildhaft, dass man sich die Landschaft oder Situation genau
vorzustellen vermag. Andererseits beschreibt er endlose
langweilige Begegnungen mit Australiern, deren Geschichte
mich absolut nicht interessiert. Nach dem Lesen dieses
Buches hätte mich wahrscheinlich Australien als Reiseland
nie gereizt.
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Am
schönsten Ende der Welt Neuseeland
Dieter
Kreutzkamp
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Gelesen im
Oktober 2001
Originalausgabe vom Frederking & Thaler Verlag: 2001 /
1. Auflage
Reisebericht:
Der Autor berichtet von zwei Reisen nach Neuseeland. Die
erste Reise führten ihn und seine Frau mit dem Fahrrad auf
einer 7 jährigen Weltreise unter anderem nach Neuseeland.
Die zweite Reise folgt ein paar Jahre später, und zwar mit
einer Pferdekutsche über die Südinsel Neuseelands. Er
schreibt von offenen und gastfreundlichen Menschen und schwärmt
von der Natur. Er bezeichnet Neuseeland als ein leicht
angekratztes Paradies.
Ein schöner
Bericht zur Einstimmung einer bevorstehenden
Neuseelandreise. Am Ende des Buchs findet man Beschreibungen
einiger Tracks und sonstige Tipps und Daten. Ich vermisse
nur die Jahresangaben, wann die Reisen stattfanden.
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Geschichten vom Ende der Welt
Andrian Kreye |

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Gelesen im Januar
2006
Knaur Taschenbuch, Januar 2006, die
Originalausgabe erschien 2002
Eigentlich sagt der Titel
schon alles über den Inhalt des Buchs. Der Autor erzählt in 19
Geschichten aus allen Ecken der Welt, was den meisten Menschen
hier unbekannt ist und zum Teil unglaublich scheint. Er berichtet
zum Beispiel über den neuen Kapitalismus ohne irgendwelche
Gesetze, außer dem Faustrecht, in Russland. Weitere Gecshichten:
Die kleinen Generäle aus Gaza; Rocker, die sich zur Erlangung der
Freiheit selber mit Aids infizieren in Kuba; arbeitslose Elefanten
in Thailand; Mörderkinder aus Ruanda...
Wie in jedem Buch mit vielen
Geschichten, gibt es interessante und weniger interessante. Darum
ist es mir auch sehr schwer gefallen, diese insgesamt zu
beurteilen. Manche Erzählungen finde ich so fesselnd, dass ich am
liebsten 5 Punkte vergeben würde, manche hinwiederum habe ich
überblättert, weil sie mich nicht sonderlich interessieren. Darum
sind die 3 Punkte eher eine ungerechte Beurteilung. Meine
persönliche Lieblingsgeschichte ist die Erzählung aus Thailand mit
den arbeitslosen Arbeitselefanten. Der Schreibstil des Autors
lässt sich sehr gut lesen.
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Ich
trage Afrika im Herzen
Kobie
Krüger
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Gelesen im
April 2003
Knaur 2003 (Originalausgabe erschien 2001 mit dem Titel
"The Wilderness Family. Our Home With Africa's Wildlife")
Die Autorin
erzählt die sehr spannende Geschichte ihres Lebens im Krüger
Nationalpark. Ihr Mann erhält dort die langersehnte Stelle
eines Parkrangers. Sie lebte dort mit ihrem Mann, ihren drei
Töchtern und vielen exotischen Tieren.
Die Autorin
schildert mit sehr viel Humor ihr ungewöhnliches Leben im
Paradies. Sie beschreibt ihre alltäglichen Probleme mit Flußpferden,
die ihre Bootsfahrten zum anderen Ufer erschweren, Affen,
die im Garten ihre Bäume plündern, Schlangen, mit denen
sie sich arrangieren muss. Sie zieht unter anderem einen
Honigdachs groß oder ein verwaistes Löwenbaby. Ich war
enttäuscht, als ich am Ende des Buchs angelangt war, ich hätte
ewig weiterlesen können.
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Dschungelkind
Sabine Kuegler
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Gelesen im Oktober 2006:
Knaur Taschenbuch Ausgabe Mai 2006, die Originalausgabe erschien
2005
Sabine Kuegler, Tochter
deutscher Forscher wird in Nepal geboren und verbringt dort die
ersten Jahre ihres Lebens. Schließlich wird ein bis dahin
unbekannter Stamm in West Papua entdeckt, mitten im Urwald.
Sabines Eltern ziehen mit ihren drei Kindern in den Dschungel zu
den Fayu, fernab jeglicher Zivilisation, wo sie als
Sprachwissenschaftler arbeiten. Sabine lebt dort mit ihren beiden
Geschwistern und Eltern bis zu ihrem 17. Lebensjahr. Sie freundet
sich mit den Kindern des Stammes an, lernt im Urwald zu Überleben,
liebt und sammelt Spinnen und viele anderen Tiere. Als sie 17
Jahre alt wird entscheidet sie sich in einem Schweizer Internat
ihr Abitur zu machen. Von heute auf morgen musste sie sich
vollkommen umstellen und die Annehmlichkeiten und
Unannehmlichkeiten der westlichen Zivilisation kennen lernen, wie
Autos, Fernseher, zwischenmenschliche Beziehungen und vieles mehr.
Sie erlitt einen regelrechten Zivilisationsschock.
Das Buch fesselte mich von
Anfang bis Ende. Man kann es kaum glauben, dass es noch Völker
gibt, die fernab ohne Kontakte nach außen leben. Auch mag man kaum
glauben, dass die Fayu vor dem Eintreffen der Forscher nur den
Kriegszustand oder Blutrache kannten. Erst Sabines Eltern brachten
dem Volk den Frieden. Sabine Kuegler schreibt sehr flüssig und mit
viel Humor, ich hatte das Buch leider schon in einer Woche
durchgelesen.
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Ruf des Dschungels
Sabine Kuegler
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Gelesen im Oktober 2006:
Droemer Verlag 2006
Sabine Kuegler lebte bis zu
ihrem 17. Lebensjahr mit ihren Geschwistern und Eltern bei dem Stamm der Fayu in West Papua, einem
zur damaligen Zeit, gerade neu entdeckten Stamm. Davon erzählt der
erste Teil "Dschungelkind". Die Autorin besuchte dann eine Schule
in der Schweiz, lebt mit ihren Kindern in Deutschland, doch sie
wird immer wieder vom Heimweh nach West Papua heimgesucht. In
diesem Buch schildert sie ihren Besuch im Oktober 2005 bei den
Fayu und bei ihrem Vater, der dort als Sprachwissenschaftler
arbeitet. Sie erzählt aber nicht nur von ihrem kurzem Besuch,
sondern von den Veränderungen der letzten Jahre, von der
politischen Lage West Papuas, von den zum Aussterben verurteilten
Stämmen, von der wirtschaftlichen Ausbeutung des Landes und von
der grausamen Unterdrückung der Bewohner, von dem die
Weltöffentlichkeit kaum Notiz nimmt.
Über die Köpfe der Ureinwohner hinweg, hat man 1961 West Papua den
Indonesiern zugesprochen. Zwar gab es Wahlen, die Papuaner durften
entscheiden, ob sie unabhängig sein oder zu Indonesien möchten,
aber diejenigen, die wählen durften, wurden unter Folter durch die
Indonesier zur "richtigen" Entscheidung gezwungen. Den Indonesiern
geht es bis heute nur um das Land und deren Bodenschätze, ihre
Bewohner sind eher lästiges Beiwerk. Stehen sie den Indonesiern
bei ihren Vorhaben im Wege, werden sie vertrieben, gefoltert,
eingesperrt oder ermordet.
Anfangs dachte ich, es handelt
sich bei dem Buch um eine langweilige Fortsetzung des
interessanten ersten Teils, wie dies bei vielen Autoren der Fall
ist, wenn sie Fortsetzungen schreiben. Aber schon nach ein paar
Kapiteln wird ihr Hauptmotiv klar, warum sie dieses
Buch schrieb. Es ist nicht bloß ein Wiedersehen mit dem Stamm der
Fayu, Ihr Hauptanliegen gilt, der Weltöffentlichkeit zu sagen, was
in West Papua seit 40 Jahren bis heute geschieht. Sie mischt sich
dazu in die studentische Untergrundorganisation und sammelt
mittels Augenzeugenberichten so viel Informationen über das
Schicksal der Papuaner, wie nur irgend möglich.
Ich finde das Buch sehr beeindruckend und traurig. Es ist ganz
anders als ihr erstes Buch, das hauptsächlich von der heilen Welt
im Dschungel erzählt. In meinen Augen ist die Autorin sehr mutig,
dass sie dieses Buch veröffentlicht, denn sie wird wohl nicht mehr
nach West-Papua einreisen dürfen, zumindest solange nicht, wie es
zu Indonesien gehört.
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