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Lexikon
der populären Ernährungsirrtümer
Udo
Pollmer und Susanne Warmuth
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Gelesen
im Februar 2003
Piper Verlag GmbH München 2. Auflage Oktober 2002
(Originalausgabe erschien 2000)
Sachbuch/Ernährung:
Der Lebensmittelchemiker Pollmer und die Biologin Warmuth
nehmen liebgewonnene Ernährungsgewohnheiten und
Halbwahrheiten von A wie Abnehmen bis Z wie Zusatzstoffe
unter die Lupe. Hier ein paar Irrtümer, die die beiden
Autoren im Buch widerlegen:
"Naturtrüber Apfelsaft ist von Natur aus trüb"
"Braune Eier sind besser als weiße"
"Süßstoffe machen schlank"
"Vegetarier leben länger"
"Vitamin C schützt vor Erkältungen"
"Cholesterin ist schädlich"
und vieles mehr
Schon allein
das Vorwort fand ich so nett geschrieben, dass ich auf das
restliche Buch neugierig wurde. Hier ein Auszug aus dem
Vorwort:
"Alles was Spaß macht ist entweder verboten, unanständig
oder ungesund. Diätpäpste missionieren gegen die Todsünde
unserer Ernährung (zu viel zu süß - zu fett - zu salzig).
Die so Missionierten zählen artig ihre Kalorien, prüfen täglich
mit der Badezimmerwaage die Standhaftigkeit ihres Glaubens,
handhaben die Kalorientabelle wie den Katechismus und beten
jeden Blödsinn über kalorienarme Butter, vitalisierte
Rohkost und die mehrfach ungesättigten Spekulationen der
Experten für gesunde Ernährung nach. Wären die Menschen
aufgrund all dieser Ratschläge tatsächlich gesünder
geworden, niemand würde etwas sagen. Aber nach 40 Jahren
unermüdlicher Gehirnwäsche im Namen der Gesundheit lassen
die Beweise für den Nutzen der Entsagung noch immer auf
sich warten. Statt dessen wächst die Zahl der diätgeschädigten
Dicken und Eßgestörten."
Nach dem Lesen des Buchs darf man also wieder mit ruhigem
Gewissen lange versagte Genüsse genießen :-).
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Weit
wie der Horizont
Peter
Watt
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Gelesen im
August 2003
Heyne Verlag GmbH & Co 7/2002 (Originalausgabe erschien:
1999 mit dem Titel: "Cry Of The Curlew")
Der Roman
spielt in Australien im 19. Jahrhundert zur
Einwanderungszeit. Zwischen den reichen Macintoshs und den
armen Duffys bricht ein unerbitterlicher Kampf aus.
Ausgerechnet Sohn und Tochter der verfeindeten Clans
verlieben sich ineinander.
Der Roman
ist ala Patricia Shaw geschrieben, nur fehlen bei Peter Watt
die Landschaftsbeschreibungen, dafür spritzt hier mehr Blut
und es mangelt nicht an Helden und Schuften. Es ist eher ein
in Australien geschriebener Western.
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Schwarzer Sommer
Camilla Way
(Psychothriller) |

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Gelesen
August 2008:
Rowohlt Taschenbuch Verlag Juli 2008, die Originalausgabe erschien 2007 unter dem Titel "The Dead of Summers" bei HarperCollins Publishers, New York
Die Halbasiatin Anita ist mit ihren Vater und ihren drei älteren Geschwistern gerade in einen Vorort Londons gezogen. Ihre Mutter lebt nicht mehr. Ihr stehen langweilige Sommerferien bevor, ihre Geschwister gehen eigene Wege, ihr Vater trinkt. Doch eines Tages lernt sie den schweigsamen Kyle kennen, der vor einem Jahr seine kleine Schwester auf mysteriöse Weise verloren hat. Mit ihm und dem dicken Denis streifen die drei an der Themse entlang durch verrottende Industriegebiete, auf der Suche nach aufgegebenen Minen. Diese Gruben werden bald Schauplatz eines schrecklichen Verbrechens.
Dieser Thriller ist so richtig schön spannend geschrieben, vor allem nicht übertrieben und auch nicht zu brutal. Ich kann mich sich sehr gut in die Darsteller hineinversetzen. Es ist der erste Roman der Autorin und ich hoffe sie schreibt noch weitere, ebensogute Thriller. |
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Kein
Wunder, dass Harry sündigte
Fay
Weldon
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Gelesen im Mai
2001
Gelesene Ausgabe: Deutscher Taschenbuch Verlag 1992 (213
Seiten) die Originalausgabe erschien 1987 als "The
Heart of the Country"
Roman:
Natalies Mann lässt Frau und Kinder im verschuldeten
Bungalow sitzen und setzt sich mit seiner Sekretärin nach
Spanien ab. Glücklicherweise gibt es die Sozialhilfe, aber
da Natalie keine Ahnung von der Behördenmaschinerie hat,
ist ihr Weg voller erstaunlicher Erkenntnisse.
Die
Zeitschrift Brigitte bezeichnete das Buch als
"Emanzipationskomödie". Ich finde, dass trifft
ziemlich genau. Es wird in heiterer Form über eine traurige
Seite Englands berichtet, die Sozialhilfe.
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Ich
war Saddams Sohn
Latif
Yahia und Karl Wendl
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Gelesen im März
2003
Goldmann März 2003 (Originalausgabe erschien 1994 mit dem
gleichnamigen Titel)
Latif Yahia,
Sohn einer wohlhabenden Familie aus Bagdad wurde fünf Jahre
lang gezwungen, Odai Hussein, den älteren Sohn Saddam
Husseins zu doubeln. Er erhielt Einblicke in das grausame
Zusammenspiel von Terror und Machtausübung, auf dem Saddam
Husseins Herrschaftsapparat beruht. Latif Yahia verspürte
am eigenen Leib die Grausamkeiten des Hussein Clans, denn
durch Folter wurde er zu dieser Aufgabe gezwungen.
Ein sehr
erschütternder Bericht. Das ganze irakische Volk leidet
unter der grausamen Herrschaft Saddam Husseins und seiner
Familie. Wahrscheinlich wird man in der Öffentlichkeit
niemals ein negatives Wort vom irakischen Bürger gegen
diesen Clan hören, wenn ihm sein Leben lieb ist. War ich
anfangs noch gegen den Irakkrieg, bin ich nach dem Lesen des
Buchs dafür. Das falsche Volk (die USA) kämpft für die
richtige Sache (Saddam und seinen Clan absetzen) :-)
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Die verbotene Frau
Verena Wermuth
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Gelesen
im März/April 2010:
Knaur Taschenbuch 2008
1979 lernt die damals 22-jährige Autorin in einer Sprachschule in Torquay den Studenten Khalid aus den Emiraten kennen. Die beiden verliebten sich ineinander. Aber Verena versteht vieles nicht, warum Khalid, der aus einem anderen Kulturbereich stammt, sich nicht so verhält, wie sie es erwartet. Um ihn zu vergessen flüchtet sie sogar nach Griechenland. Schließlich finden die beiden doch noch zueinander, aber ihre Beziehung muss geheim bleiben. Sie treffen sich in Dubai, in Zürich oder in Kairo, jedenfalls niemals bei seiner Familie, wie sie es immer erhofft.
Es fällt mir schwer den genauen Inhalt wiederzugeben, weil ich die Handlung einfach vollkommen unlogisch finde, es sind mir zu viele Ungereimtheiten in dem Buch, bei denen ich immer wieder daran zweifle, ob die Autorin dieses "Märchen" wirklich selber erlebt hat. Frau Wermuth studierte Touristik und war trotzdem erstaunt darüber, dass sich Menschen in anderen Kulturkreisen nicht wie in der Schweiz verhalten. Dabei lernte sie ja fast nur den Teil des Lebens in Dubai kennen, den andere Touristen auch kennenlernen, z.B. das Leben in den Hotels, ab und zu mal eine Gesellschaft... Sie beschreibt Dinge, die eigentlich jeder 2-Tagestourist erfährt, wenn er ein wenig die Augen offen hält. Was mich auch sehr wundert, die Autorin behauptet seit über 10 Jahren Khalid zu lieben und kann dabei noch kein Wort arabisch. Ja, interessiert sie sich denn weder für seine Sprache noch für das Leben in der arabischen Welt? Mir tut übrigens ihr Ehemann sehr leid, wenn sie vor ihm ein Buch veröffentlicht, in dem sie der ganzen deutschsprachigen Welt erzählt, wie sehr sie Khalid liebt. Nun möchte ich aber doch noch etwas Positives über das Buch sagen. Es hat mich super unterhalten, denn ich musste manchmal schallend lachen über ihre Naivität und über den Schmalz, der mir aus dem Buch tropfte. Ein weiteres Buch werde ich mir von der Autorin wohl niemals leisten. |
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Afghanische Reise
Roger Willemsen |

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Gelesen
April bis Mai 2007:
S. Fischer Verlag GmbH, Frankfurt am Mai 2007 - die Originalversion erschien 2006 im gleichen Verlag
Der Autor begleitet eine afghanische Freundin auf ihrer Reise zurück aus dem Exil nach Afghanistan. Er begegnet dort den unterschiedlichsten Menschen und unterhält sich mit Soldaten, Taliban-Funktionären, Fußballerinnen, trifft turkmenische Kamelhirten, inszeniert eine Kinovorführung für Frauen und Kinder und berichtet über weitere interessante Begegnungen.
Das Buch hat mich insofern zu Beginn angesprochen, da ich unbedingt mehr über ein Land und dessen Bevölkerung erfahren möchte, welches sich 25 Jahre im Krieg befand und in dem nun endlich Frieden herrscht. Leider gefällt mir der Schreibstil des Autors überhaupt nicht, seine Sprache ist mir oft zu "blumig" bzw. "gestelzt" und die Tatsachen oft nicht konkret genug beschrieben. Ich musste mich regelrecht durchs Buch quälen und brauchte dafür etwa einen Monat, währenddessen ich zwei weitere Bücher dazwischenschob. Unbelastet, wenn ich nicht gewusst hätte, dass das Buch auf der Spiegel Bestseller Liste stand, hätte ich nur zwei Punkte vergeben. |
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Der
Eukalyptus-Wald
Darren
Williams
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Gelesen im
April 2003
Blanvalet Taschenbuch, März 2003 (Originalausgabe erschien
2002 mit dem Titel "Angel Rock")
Krimi,
Australien: Der 13-jährige Tom und sein kleiner Bruder
Flynn verirren sich in den riesigen Eukalyptus-Wäldern rund
um den Ort Angel Rock. Tom taucht nach einigen Tagen wieder
auf, kann sich aber an nichts erinnern. Etwa um die gleiche
Zeit wird in Sydney die Leiche eines Mädchens gefunden.
Besteht ein Zusammenhang? Der Polizeibeamte Gibson versucht
es herauszubekommen.
Die Handlung
ist recht unlogisch aufgebaut, dafür muss man häufig
weitschweifige Spinnereien in Form von Träumen über sich
ergehen lassen, die so unrealistisch und langweilig
erscheinen, dass ich mit meinen Gedanken nicht immer beim
Buch weilte. Leider versäumte ich so auch öfter, warum nun
dieser oder jener tatverdächtig ist. Vielleicht liest sich
das Buch flüssiger, wenn man unter Drogen steht :-). Zum
Trost: Von den 410 Seiten sind die letzten 20 Seiten
spannend.
(Nebenbei: Warum der 1. Roman des Autors mit dem "Australian/Vogel
Literary Award" ausgezeichnet wurde ist mir vollkommen
schleierhaft. Aber vielleicht ist sein erster Roman
bedeutend besser.)
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Ein
Gespür für Mord
Alex
Winter
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Gelesen im
April 2005
Knaur Taschenbuch:
Originalausgabe April 2005
Detective Daryl Simmons
soll einen Mord auf einer abgelegenen Farm im Norden
Westaustraliens aufklären. Um heimlich zu ermitteln, nimmt
er die Stellung des ermordeten Piloten an. Die Kleidung des
Piloten wurde in einem Teich nahe der Farm, welches von
einem einäugigem Leistenkrokodil bewohnt wird, gefunden.
Man findet schließlich auch die Leiche und kurze Zeit später
wird noch ein Toter entdeckt. Daryl bringt Licht in die
Sache und klärt schließlich mit seinem Aborigine-Wissen
den Fall auf.
Fürchterlich
langweilig! Herr Winter hat wahrscheinlich gedacht, es
reicht wenn man ein bisschen Aborigines, ein wenig
Heldentum, eine Prügelei und etwas Outbackbeschreibung
mischt, schüttelt und fertig ist der Krimi. Erst rettet
unser lieber Held ganz musterhaft jemanden vor dem Krokodil,
am Ende traten dann allen die Tränen in die Augen, ach Gott
– was war ich doch gerührt :-)))). Schmalz lässt grüßen!
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Was
Einstein seinem Friseur erzählte
Robert
L. Wolke
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Gelesen im Juli
2004
Piper Verlag GmbH, München 4. Auflage 2004 (Originalausgabe
erschien 2000 mit dem Titel "What Einstein Told His
Barber" in New York)
Sie wollten
schon immer wissen, warum im Spiegel links und rechts
vertauscht sind, nicht aber oben und unten? Warum Flugzeuge
fliegen, Wärme aufsteigt oder was ein Taupunkt ist? Der
Autor beschreibt in diesem Buch alle möglichen
physikalischen Phänomene für Laien.
Das Buch ist
in kleine Geschichten unterteilt, in denen die
verschiedensten Phänomene beschrieben werden, die man schon
immer wissen wollte. Ich finde es sehr unterhaltsam
geschrieben, man lernt sogar auch noch etwas dabei.
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Die
Caine war ihr Schicksal
Herman
Wouk
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Gelesen im
November 2003
Bertelsmann Lesering 1956 (Originalausgabe erschien im
Verlag: Doubleday & Company unter dem Titel: "The
Caine Mutiny")
Roman:
Schauplatz: 2. Weltkrieg, Pazifik: Fähnrich Willi Keith
wird auf den Minensuchzerstörer Caine versetzt. Der neue
Kommander Queeg versucht mit größter Strenge das
verlotterte Schiff wieder auf Vordermann zu bringen. Seine
Methoden sind umstritten und einige Offiziere beginnen an
seiner geistigen Gesundheit zu zweifeln, was bis zur
Meuterei führt.
Die 700
Seiten sind spannend vom Anfang bis zum Ende. Die
Hauptperson Keith wir eher von einem Durchschnittstypen
dargestellt, weshalb man sich gut in seine Lage
hineinversetzen kann. Ebenso gefällt mir der Stil des
Schreibers, man trifft heute selten auf Romane ohne übertriebene
Effekte, die aber trotzdem spannend sind, wie dieser hier.
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