Sabines Buchempfehlungen
 

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Autoren beginnend mit W


 
Autor Titel Genre Meine Beurteilung

Udo Pollmer und Susanne Warmuth

Lexikon der populären Ernährungsirrtümer Ratgeber
Peter Watt Weit wie der Horizont Roman
Camilla Way Schwarzer Sommer Psychothriller 
Fay Weldon Kein Wunder, dass Harry sündigte Roman
Latif Yahia und Karl Wendl Ich war Saddams Sohn Biografie
Verena Wermuth Die verbotene Frau Märchen
Roger Willemsen Afghanische Reise Reiseerzählung
Darren Williams Der Eukalyptus-Wald Krimi
Alex Winter Ein Gespür für Mord Krimi
Robert L. Wolke Was Einstein seinem Friseur erzählte Sachbuch
Herman Wouk Die Caine war ihr Schicksal Roman

 

 

Lexikon der populären Ernährungsirrtümer

Udo Pollmer und Susanne Warmuth

 

Gelesen im Februar 2003
Piper Verlag GmbH München 2. Auflage Oktober 2002 (Originalausgabe erschien 2000)

Sachbuch/Ernährung: Der Lebensmittelchemiker Pollmer und die Biologin Warmuth nehmen liebgewonnene Ernährungsgewohnheiten und Halbwahrheiten von A wie Abnehmen bis Z wie Zusatzstoffe unter die Lupe. Hier ein paar Irrtümer, die die beiden Autoren im Buch widerlegen:
"Naturtrüber Apfelsaft ist von Natur aus trüb"
"Braune Eier sind besser als weiße"
"Süßstoffe machen schlank"
"Vegetarier leben länger"
"Vitamin C schützt vor Erkältungen"
"Cholesterin ist schädlich"
und vieles mehr

Schon allein das Vorwort fand ich so nett geschrieben, dass ich auf das restliche Buch neugierig wurde. Hier ein Auszug aus dem Vorwort:
"Alles was Spaß macht ist entweder verboten, unanständig oder ungesund. Diätpäpste missionieren gegen die Todsünde unserer Ernährung (zu viel zu süß - zu fett - zu salzig). Die so Missionierten zählen artig ihre Kalorien, prüfen täglich mit der Badezimmerwaage die Standhaftigkeit ihres Glaubens, handhaben die Kalorientabelle wie den Katechismus und beten jeden Blödsinn über kalorienarme Butter, vitalisierte Rohkost und die mehrfach ungesättigten Spekulationen der Experten für gesunde Ernährung nach. Wären die Menschen aufgrund all dieser Ratschläge tatsächlich gesünder geworden, niemand würde etwas sagen. Aber nach 40 Jahren unermüdlicher Gehirnwäsche im Namen der Gesundheit lassen die Beweise für den Nutzen der Entsagung noch immer auf sich warten. Statt dessen wächst die Zahl der diätgeschädigten Dicken und Eßgestörten."
Nach dem Lesen des Buchs darf man also wieder mit ruhigem Gewissen lange versagte Genüsse genießen :-).

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Weit wie der Horizont

Peter Watt

 

Gelesen im August 2003
Heyne Verlag GmbH & Co 7/2002 (Originalausgabe erschien: 1999 mit dem Titel: "Cry Of The Curlew")

Der Roman spielt in Australien im 19. Jahrhundert zur Einwanderungszeit. Zwischen den reichen Macintoshs und den armen Duffys bricht ein unerbitterlicher Kampf aus. Ausgerechnet Sohn und Tochter der verfeindeten Clans verlieben sich ineinander.

Der Roman ist ala Patricia Shaw geschrieben, nur fehlen bei Peter Watt die Landschaftsbeschreibungen, dafür spritzt hier mehr Blut und es mangelt nicht an Helden und Schuften. Es ist eher ein in Australien geschriebener Western.

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Schwarzer Sommer

Camilla Way

(Psychothriller)

 

Gelesen August 2008:
Rowohlt Taschenbuch Verlag Juli 2008, die Originalausgabe erschien 2007 unter dem Titel "The Dead of Summers" bei HarperCollins Publishers, New York

Die Halbasiatin Anita ist mit ihren Vater und ihren drei älteren Geschwistern gerade in einen Vorort Londons gezogen. Ihre Mutter lebt nicht mehr. Ihr stehen langweilige Sommerferien bevor, ihre Geschwister gehen eigene Wege, ihr Vater trinkt. Doch eines Tages lernt sie den schweigsamen Kyle kennen, der vor einem Jahr seine kleine Schwester auf mysteriöse Weise verloren hat. Mit ihm und dem dicken Denis streifen die drei an der Themse entlang durch verrottende Industriegebiete, auf der Suche nach aufgegebenen Minen. Diese Gruben werden bald Schauplatz eines schrecklichen Verbrechens.

Dieser Thriller ist so richtig schön spannend geschrieben, vor allem nicht übertrieben und auch nicht zu brutal. Ich kann mich sich sehr gut in die Darsteller hineinversetzen. Es ist der erste Roman der Autorin und ich hoffe sie schreibt noch weitere, ebensogute Thriller.

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Kein Wunder, dass Harry sündigte

Fay Weldon

 

Gelesen im Mai 2001
Gelesene Ausgabe: Deutscher Taschenbuch Verlag 1992 (213 Seiten) die Originalausgabe erschien 1987 als "The Heart of the Country"

Roman: Natalies Mann lässt Frau und Kinder im verschuldeten Bungalow sitzen und setzt sich mit seiner Sekretärin nach Spanien ab. Glücklicherweise gibt es die Sozialhilfe, aber da Natalie keine Ahnung von der Behördenmaschinerie hat, ist ihr Weg voller erstaunlicher Erkenntnisse.

Die Zeitschrift Brigitte bezeichnete das Buch als "Emanzipationskomödie". Ich finde, dass trifft ziemlich genau. Es wird in heiterer Form über eine traurige Seite Englands berichtet, die Sozialhilfe.

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Ich war Saddams Sohn

Latif Yahia und Karl Wendl

 

Gelesen im März 2003
Goldmann März 2003 (Originalausgabe erschien 1994 mit dem gleichnamigen Titel)

Latif Yahia, Sohn einer wohlhabenden Familie aus Bagdad wurde fünf Jahre lang gezwungen, Odai Hussein, den älteren Sohn Saddam Husseins zu doubeln. Er erhielt Einblicke in das grausame Zusammenspiel von Terror und Machtausübung, auf dem Saddam Husseins Herrschaftsapparat beruht. Latif Yahia verspürte am eigenen Leib die Grausamkeiten des Hussein Clans, denn durch Folter wurde er zu dieser Aufgabe gezwungen.

Ein sehr erschütternder Bericht. Das ganze irakische Volk leidet unter der grausamen Herrschaft Saddam Husseins und seiner Familie. Wahrscheinlich wird man in der Öffentlichkeit niemals ein negatives Wort vom irakischen Bürger gegen diesen Clan hören, wenn ihm sein Leben lieb ist. War ich anfangs noch gegen den Irakkrieg, bin ich nach dem Lesen des Buchs dafür. Das falsche Volk (die USA) kämpft für die richtige Sache (Saddam und seinen Clan absetzen) :-)

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Die verbotene Frau

Verena Wermuth

 

 

Gelesen im März/April 2010:
Knaur Taschenbuch 2008  

1979 lernt die damals 22-jährige Autorin in einer Sprachschule in Torquay den Studenten Khalid aus den Emiraten kennen. Die beiden verliebten sich ineinander. Aber Verena versteht vieles nicht, warum Khalid, der aus einem anderen Kulturbereich stammt, sich nicht so verhält, wie sie es erwartet. Um ihn zu vergessen flüchtet sie sogar nach Griechenland. Schließlich finden die beiden doch noch zueinander, aber ihre Beziehung muss geheim bleiben. Sie treffen sich in Dubai, in Zürich oder in Kairo, jedenfalls niemals bei seiner Familie, wie sie es immer erhofft.

Es fällt mir schwer den genauen Inhalt wiederzugeben, weil ich die Handlung einfach vollkommen unlogisch finde, es sind mir zu viele Ungereimtheiten in dem Buch, bei denen ich immer wieder daran zweifle, ob die Autorin dieses "Märchen" wirklich selber erlebt hat. Frau Wermuth studierte Touristik und war trotzdem erstaunt darüber, dass sich Menschen in anderen Kulturkreisen nicht wie in der Schweiz verhalten. Dabei lernte sie ja fast nur den Teil des Lebens in Dubai kennen, den andere Touristen auch kennenlernen, z.B. das Leben in den Hotels, ab und zu mal eine Gesellschaft... Sie beschreibt Dinge, die eigentlich jeder 2-Tagestourist erfährt, wenn er ein wenig die Augen offen hält. Was mich auch sehr wundert, die Autorin behauptet seit über 10 Jahren Khalid zu lieben und kann dabei noch kein Wort arabisch. Ja, interessiert sie sich denn weder für seine Sprache noch für das Leben in der arabischen Welt? Mir tut übrigens ihr Ehemann sehr leid, wenn sie vor ihm ein Buch veröffentlicht, in dem sie der ganzen deutschsprachigen Welt erzählt, wie sehr sie Khalid liebt. Nun möchte ich aber doch noch etwas Positives über das Buch sagen. Es hat mich super unterhalten, denn ich musste manchmal schallend lachen über ihre Naivität und über den Schmalz, der mir aus dem Buch tropfte. Ein weiteres Buch werde ich mir von der Autorin wohl niemals leisten.

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Afghanische Reise

Roger Willemsen

 

Gelesen April bis Mai 2007:
S. Fischer Verlag GmbH, Frankfurt am Mai 2007 - die Originalversion erschien 2006 im gleichen Verlag

Der Autor begleitet eine afghanische Freundin auf ihrer Reise zurück aus dem Exil nach Afghanistan. Er begegnet dort den unterschiedlichsten Menschen und unterhält sich mit Soldaten, Taliban-Funktionären, Fußballerinnen, trifft turkmenische Kamelhirten, inszeniert eine Kinovorführung für Frauen und Kinder und berichtet über weitere interessante Begegnungen.

Das Buch hat mich insofern zu Beginn angesprochen, da ich unbedingt mehr über ein Land und dessen Bevölkerung erfahren möchte, welches sich 25 Jahre im Krieg befand und in dem nun endlich Frieden herrscht. Leider gefällt mir der Schreibstil des Autors überhaupt nicht, seine Sprache ist mir oft zu "blumig" bzw. "gestelzt" und die Tatsachen oft nicht konkret genug beschrieben. Ich musste mich regelrecht durchs Buch quälen und brauchte dafür etwa einen Monat, währenddessen ich zwei weitere Bücher dazwischenschob. Unbelastet, wenn ich nicht gewusst hätte, dass das Buch auf der Spiegel Bestseller Liste stand, hätte ich nur zwei Punkte vergeben.

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Der Eukalyptus-Wald

Darren Williams

 

Gelesen im April 2003
Blanvalet Taschenbuch, März 2003 (Originalausgabe erschien 2002 mit dem Titel "Angel Rock")

Krimi, Australien: Der 13-jährige Tom und sein kleiner Bruder Flynn verirren sich in den riesigen Eukalyptus-Wäldern rund um den Ort Angel Rock. Tom taucht nach einigen Tagen wieder auf, kann sich aber an nichts erinnern. Etwa um die gleiche Zeit wird in Sydney die Leiche eines Mädchens gefunden. Besteht ein Zusammenhang? Der Polizeibeamte Gibson versucht es herauszubekommen.

Die Handlung ist recht unlogisch aufgebaut, dafür muss man häufig weitschweifige Spinnereien in Form von Träumen über sich ergehen lassen, die so unrealistisch und langweilig erscheinen, dass ich mit meinen Gedanken nicht immer beim Buch weilte. Leider versäumte ich so auch öfter, warum nun dieser oder jener tatverdächtig ist. Vielleicht liest sich das Buch flüssiger, wenn man unter Drogen steht :-). Zum Trost: Von den 410 Seiten sind die letzten 20 Seiten spannend.
(Nebenbei: Warum der 1. Roman des Autors mit dem "Australian/Vogel Literary Award" ausgezeichnet wurde ist mir vollkommen schleierhaft. Aber vielleicht ist sein erster Roman bedeutend besser.)

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Ein Gespür für Mord

Alex Winter

 

Gelesen im April 2005
Knaur Taschenbuch: Originalausgabe April 2005

Detective Daryl Simmons soll einen Mord auf einer abgelegenen Farm im Norden Westaustraliens aufklären. Um heimlich zu ermitteln, nimmt er die Stellung des ermordeten Piloten an. Die Kleidung des Piloten wurde in einem Teich nahe der Farm, welches von einem einäugigem Leistenkrokodil bewohnt wird, gefunden. Man findet schließlich auch die Leiche und kurze Zeit später wird noch ein Toter entdeckt. Daryl bringt Licht in die Sache und klärt schließlich mit seinem Aborigine-Wissen den Fall auf.

Fürchterlich langweilig! Herr Winter hat wahrscheinlich gedacht, es reicht wenn man ein bisschen Aborigines, ein wenig Heldentum, eine Prügelei und etwas Outbackbeschreibung mischt, schüttelt und fertig ist der Krimi. Erst rettet unser lieber Held ganz musterhaft jemanden vor dem Krokodil, am Ende traten dann allen die Tränen in die Augen, ach Gott – was war ich doch gerührt :-)))). Schmalz lässt grüßen!

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Was Einstein seinem Friseur erzählte

Robert L. Wolke

 

Gelesen im Juli 2004
Piper Verlag GmbH, München 4. Auflage 2004 (Originalausgabe erschien 2000 mit dem Titel "What Einstein Told His Barber" in New York)

Sie wollten schon immer wissen, warum im Spiegel links und rechts vertauscht sind, nicht aber oben und unten? Warum Flugzeuge fliegen, Wärme aufsteigt oder was ein Taupunkt ist? Der Autor beschreibt in diesem Buch alle möglichen physikalischen Phänomene für Laien.   

Das Buch ist in kleine Geschichten unterteilt, in denen die verschiedensten Phänomene beschrieben werden, die man schon immer wissen wollte. Ich finde es sehr unterhaltsam geschrieben, man lernt sogar auch noch etwas dabei.

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Die Caine war ihr Schicksal

Herman Wouk

 

Gelesen im November 2003
Bertelsmann Lesering 1956 (Originalausgabe erschien im Verlag: Doubleday & Company unter dem Titel: "The Caine Mutiny")

Roman: Schauplatz: 2. Weltkrieg, Pazifik: Fähnrich Willi Keith wird auf den Minensuchzerstörer Caine versetzt. Der neue Kommander Queeg versucht mit größter Strenge das verlotterte Schiff wieder auf Vordermann zu bringen. Seine Methoden sind umstritten und einige Offiziere beginnen an seiner geistigen Gesundheit zu zweifeln, was bis zur Meuterei führt.

Die 700 Seiten sind spannend vom Anfang bis zum Ende. Die Hauptperson Keith wir eher von einem Durchschnittstypen dargestellt, weshalb man sich gut in seine Lage hineinversetzen kann. Ebenso gefällt mir der Stil des Schreibers, man trifft heute selten auf Romane ohne übertriebene Effekte, die aber trotzdem spannend sind, wie dieser hier.

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