Darwin
Zeitverschiebung: MESZ + 7 ½ Std.
Dienstag, 1. Juni 1993
Pünktlich um 8.15 Uhr flog unsere Maschine in Cairns ab. In Darwin
angekommen, mussten die Uhren 1/2 Stunde zurückgestellt werden. Vom
Hotel Atrium waren wir angenehm überrascht. Die Zimmertüren führten
alle zu einer Innenhalle, wo sich das Restaurant, eine Bar und die
Rezeption befanden. Von den Fluren hingen Pflanzen zur Halle runter, und
an der Rezeption stand ein Terrarium mit zwei kleinen Krokodilen. Ein paar
Schritte gingen wir Mittags vor die Tür, kehrten aber wieder um, da
es noch zu heiß war. Wir
setzten uns an den Pool, Ingrid badete im Kinderbecken. Nachmittags wagten
wir uns wieder in die Stadt. Jetzt war es nicht mehr so heiß. Wir
bummelten durch die Fußgängerzone zum Hafen. Einen Blick in den
Woolworth werfend, entdeckten wir ein ganzes Regal voll verschiedenster
Sorten Bierpulver zum Selber brauen. Am Hafen wurde Manfred vom Kapitän
eines Ausflugsschiffs angesprochen, der uns zum günstigen Preis eine
1 1/2-stündige Sonnenuntergangsfahrt anbot. Meine Sorge, dass
wir nichts zum Überziehen mithatten, wir waren mit kurzen Hosen und
T-Shirt bekleidet, erwies sich als unbegründet, da es auch Nachts
noch angenehm warm war. Der Kapitän riss ein paar Witze auf der Fahrt
über die Krokodile im Wasser: Bei Schiffbruch sollte man die
Schwimmwesten lieber dazu benutzen, sie den Krokodilen ins Maul zu
stopfen. Alle fanden das nicht sehr witzig. Die Fahrt war sehr schön.
Bei Sonnenuntergang hielt er für ein paar Minuten an, und als es
dunkel war erklärte er uns die Sterne. Gemeinsam mit einer anderen
Deutschen warteten wir am Schluss auf die vom Kapitän über
Funk gerufenen Taxen. Die Deutsche war eine Studentin, die mehrere Monate
alleine durch Australien reiste. Abends aßen wir im Hotelrestaurant,
Manfred Steak, ich Barramundi und Ingrid einen Riesenteller Nudeln. Unser
Ober stammte aus Kiel, so konnten wir endlich in deutsch eine Bestellung
aufgeben.
Mittwoch, 2. Juni 1993
| Nach einer fast schlaflosen Nacht (zu warm, zu viel gegessen und zu laut), weckte uns Ingrid heute morgen um 6 Uhr. Wir frühstückten gut und ließen uns dann mit dem Taxi zum Botanischen Garten fahren. Zu Ingrids Begeisterung befand sich am Eingang ein großer Spielplatz. Nachdem sie sich ausgetobt hatte, beschlossen wir noch vor der Mittagshitze den Strand zu besichtigen und dann erst den Botanischen Garten zu besuchen. Es lohnte sich aber nicht, der Strand war recht felsig, es wurde vor Krokodilen gewarnt und Ingrids Gesicht glühte. Also kehrten wir zum Bot. Garten um. Ingrid jammerte, sie hatte Durst. Es war aber gar nicht so einfach etwas Trinkbares aufzutreiben. Der einzige Getränkeautomat weit und breit war defekt und das Restaurant geschlossen. Schließlich erbarmte sich die Wirtin des Restaurants und reparierte den Automaten, nachdem sie unsere durstigen Gesichter sah. Zuhause angekommen stürzten wir uns gleich in die Fluten des Hotelpools. Spätnachmittags bummelten wir die Fußgängerzone entlang. Es sind hier zwar wenig alte Häuser erhalten, da 1974 ein Zyklon die ganze Stadt bis auf 40 Häuser zerstörte, aber es gab trotzdem schöne Häuser mit Hinterhöfen, die an Bozen erinnerten. Abends besuchten wir ein B.Y.O. Lokal zum Dinner: "The Sixties". Die riesigen Portionen mit Hamburgern, Pommes Frites und Salat konnten wir nur mit Mühe bewältigen. |