Tahiti

Zeitverschiebung: MESZ - 12 Stunden

Freitag, 29. April 1994

Tahiti gehört zu den Gesellschafts-Inseln, die wiederum zu Französisch Polynesien gehören. Fast die Hälfte der Bevölkerung von Französisch Polynesien lebt auf Tahiti. Die offiziellen Sprache des Landes sind Französisch und Tahitianisch.

Als wir ausstiegen, traf uns fast der Schlag vor Hitze, Jacken werden wir hier wohl ganz unten in den Koffer packen können, 28°C betrug die Temperatur um Mitternacht. Von Südseemusik und mit einer Blume wurden wir empfangen. Im Transfer-Bus mussten wir eine gute halbe Stunde schwitzend und müde warten, bis die letzten Passagiere endlich erschienen. Nach einer Strecke von etwa 3 km hatten wir schon unsere Ziel erreicht. Hätten wir das vorher gewusst, hätten wir uns lieber ein Taxi genommen und nicht inklusive Transfer gebucht. Das Hotel, Beachcomber Resort, gefiel uns auf Anhieb. Unsere Zimmertür führte gleich ins Freie, zu einem Innengarten. Todmüde fielen wir gegen 2 Uhr alle drei ins Bett.


Samstag, 30. April 1994

Strand in TahitiAls wir heute, nach nicht sehr viel Schlaf, die Vorhänge öffneten, trauten wir unseren Augen nicht. Unser Blick vom Balkon fiel auf einen Strand mit Palmen, das Meer in vielen Farben schimmernd und auf die benachbarte Insel Moorea mit grünen Bergen, genau so, wie man sich die Südsee vorstellt. Nach einem Frühstück auf der Terrasse im Restaurant Hibiscus, gingen wir auf Besichtigungstour der Außenanlagen des Hotels. Das Wasser war so einladend, dass wir sofort am noch leeren Strand badeten. Er lag etwa 20 m von unserem Balkon entfernt. Das Wasser war sehr warm und man entdeckte überall Stellen mit Korallen, wo sich auch gleich viele bunte Fische aufhielten (leider auch Seeigel). So verbummelten wir den ersten Tag und erholten uns vom kalten San Francisco. Mit dem Abendessen war es schwierig heute. Die Restaurants hatten alle geschlossen, bis auf eins, aber das veranstaltete gegen 19 Uhr eine Candlelight-Party, wozu wir überhaupt keine Lust hatten. Außerdem waren wir so müde, dass wir bis dahin eingeschlafen wären. Das Abendessen bestellten wir uns darum aufs Zimmer, bzw. auf den Balkon. Manfred und ich aßen Fischfilet mit süßen kleinen Bananen, sehr lecker, Ingrid aß Reis mit chinesischer Soße, die ihr aber zu stark gewürzt war. Zum Nachtisch gab es frische Früchte mit weißem Käse. Bei mitgebrachtem kalifornischen Rotwein genossen wir die Abendstimmung auf dem Balkon. Gegen 19.30 Uhr fielen wir dann ins Bett.


Sonntag, 1. Mai 1994

Im Hintergrund MooreaNachdem die letzte Nacht recht kurz war, schliefen wir heute ausgiebig ca. 11 Stunden bis 6.30 Uhr, dank Klimaanlage ging das auch recht gut. Zur Feier des Sonntages spielte zum Frühstück eine Musikgruppe und es gab polynesische Spezialitäten. Eigentlich hatten wir uns viel für Tahiti vorgenommen, aber die Hitze machte irgendwie träge. Und so gingen wir lieber wieder baden. Was nicht besonders schön war, dass an Manfred plötzlich Schaumkronen vorbeischwammen. Zuerst dachten wir, einer hätte versehentlich sein Shampoo ausgeschüttet, aber dann stellten wir fest, dass die Abflussrohre des Hotels direkt hier ins Wasser geleitet wurden. Aber da die Korallen noch lebten, nahmen wir an, dass es nicht so dreckig sein könne. Mittags aßen wir im Restaurant Hibiscus, schrieben Ansichtskarten und sahen uns ein bisschen außerhalb des Hotelgeländes um. Überall, wo nicht gerade Beton ist, wächst etwas, besonders wilde Bananenbäume und Palmen. Hier außerhalb des Hotelgeländes fühlt man sich wie in einer anderen Welt: Hütten mit Gerümpel vor der Tür und jede hat ihre eigenen Köter. Aber alle Leute waren freundlich. Einheimische Kinder in Ingrids Alter fragten uns unterwegs, ob wir französisch sprechen, was wir aber leider verneinen mussten. Bis 23.30 Uhr verbummelten wir die Zeit noch auf dem Balkon und im Zimmer, wartend auf den Bustransfer zum Flughafen, der auch pünktlich erschien. Der Fahrer des Busses sprang aufgeregt, wie Rumpelstilzchen auf und ab, hängte jeden eine Muschelkette um den Hals und zischelte uns zu, dass sein "Präsident" (sein Chef) mitfahre. Zu unserem Schrecken teilte man uns mit, dass unser Flugzeug mit 1 1/4 Stunden Verspätung hier landen würde. In Los Angeles Probleme gab es Probleme mit den Gepäckklappen. Müde mussten wir uns jetzt 3 Stunden auf einem ausgestorbenen Flughafen die Zeit um die Ohren schlagen.


Montag, 2. Mai 1994

Wir spazierten vor dem Flughafen auf und ab, tranken Kaffee, irgendwie waren die drei Stunden dann doch vorbei. Um 2.45 Uhr flogen wir endlich los, mit einer recht schlecht gelaunten Crew. Manfred meinte, wahrscheinlich hatte unsere Stewardess im hiesigen Schönheitswettbewerb nur den 2. Platz gewonnen, denn so ein Gesicht machte sie. Der Rest des Montages fiel aus, als wir die Datumsgrenze überquerten.

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