| Samstag, 14.8.99
Frankfurter
Flughafen. Die erste Enttäuschung erlebten wir am Schalter der
Malaysian Airlines. Trotz rechtzeitiger Platzreservierung erhielten wir,
anstatt der gewünschten Fensterplätze, Mittelplätze. Die
Maschine startete um 13 Uhr und landete 11 Stunden später in Kuala
Lumpur. 6 Uhr morgens war es hier.
Kuala Lumpur
Kuala Lumpur ist mit seinen 1 ½ Millionen
Einwohnern die Hauptstadt von Malaysia, gelegen an der Westseite des
Landes, etwa 35 km von der Küste entfernt. Die Stadt wurde Mitte des
19. Jahrhunderts von Zinnbergleuten gegründet. 1957 zogen sich die
Briten zurück und entließen Malaysia in ihre Unabhängigkeit.
Jetzt befindet sich Kuala Lumpur in einer rasant aufstrebenden
Entwicklung: riesige moderne Gebäude werden neben verfallenden, alten
Geschäfts- und Wohnhäusern errichtet. Die Bevölkerung der
Stadt besteht hauptsächlich aus drei verschiedenen ethnischen und
linguistischen Gruppen: Malaien, Chinesen und Inder. Die Malaien, die etwa
die Hälfte der Bevölkerung ausmachen, sind Moslems. Die Inder
kamen ins Land, um in den Gummiplantagen zu arbeiten. Die meisten sind
Hindus. Das Klima ist während des gesamten Jahres gleichbleibend heiß
zwischen 20°C in der Nacht und 30°C am Tag.
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Sonntag, 15.8.99
 Nach
einer einstündigen Fahrt über die leere Autobahn, an Palmenwäldern,
Moscheen und palastähnlichen Gebäuden vorbei, erreichten wir das
Hotel "Swiss Garden". Auf den ersten Blick war das Hotel
eine ziemliche Enttäuschung, kleines Zimmer mit Blick über die
Hinterhöfe, defekte Toilettenspülung. Wir nutzten den Tag, da
morgen schon wieder Abflug war und brachen zu Fuß zum Menara
Tower auf, dem derzeit vierthöchsten Turm der Welt mit 421 Metern.
Luftlinienentfernung vom Hotel betrug vielleicht 500 Meter. Dieses
Unternehmen gaben wir aber bald auf. Angestarrt wie ein Weltwunder
versuchten wir uns an vielbefahrenen Straßen ohne Gehweg
vorzuarbeiten. Mit Mühe gelangten wir über die vierspurige Straße
vor unserem Hotel. Nachdem Ingrid vor Hitze und Durst stöhnend gar
nicht mehr konnte, gaben wir auf und ließen uns von einem der
zahllosen Taxis für umgerechnet 3 DM zum Turm fahren. Der Ausblick
auf Kuala Lumpur lohnte sich trotz Warteschlange am Lift unbedingt. Im
Hintergrund der Stadt sah man den Smog, der von den brennenden Wäldern
Indonesiens stammte. Da die Mehrheit der Bevölkerung Moslems sind,
liefen trotz der Hitze von 32°C und hoher Luftfeuchtigkeit sehr viele
Frauen stark vermummt herum mit nur kleinen Sehschlitzen in ihren
schwarzen Umhängen. Bevor wir gegen 21 Uhr ins Bett gingen erlebten
wir noch einen plötzlich stark einsetzenden Tropenschauer. Der
Verkehr brach fast zusammen.
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Montag, 16.8.99
Nach 13
Stunden Schlaf und einem ausgiebigen Frühstück ging es mit einem
klapprigen Taxi zum vier km entfernten Butterfly Park im Lake Garden.
(Taxipreis umgerechnet 3,50 DM). Der Park hatte sich gelohnt, war nett
angelegt. Nachmittags nutzten wir noch einmal alle den Pool und gegen 17
Uhr holte uns der Mayflower Transfer zum Weiterflug ab.
Der
Flughafen hatte ein recht futuristisches Design, zwar innen kahl, dafür
blickt man durch riesige Fenster auf hübsche Tropenpflanzen. Die
beiden Terminals sind mit einem Skytrain, wie in Frankfurt, miteinander
verbunden. Der Jumbo war sehr voll. Zu Ingrids Freude hatte jeder Sitz
seinen Monitor, auf dem 12 Videos und mehrere Nintendospiele zur Auswahl
standen. Der Nachteil war der enge Fußraum an jedem zweiten Platz für
die Steuerung des Monitors.
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