Fraser Island


Geschichte

Seit 500.000 Jahren werden die Berge der Great Dividing Range von Wind und Wasser abgeschliffen und das zu Sand zermahlene Gestein von den Küstenflüssen zum Meer transportiert. Der an der Küste vorherrschende Südostwind weht seit Jahrtausenden die feinen Sanddünen nach Norden, wo sie an felsigen Stellen Halt finden. Die bis zu 250 m hohen Dünen wurden durch die Vegetation stabilisiert. Die mit 172.000 ha, 125 km lange und 5-25 km breite, größte Sandinsel der Welt war lange vor ihrer Entdeckung von den Aboriginalstämmen der Badjala, Ngulungbara und Dulingbara besiedelt. Die Ureinwohner nannten ihre Insel "K'gari", was soviel wie Paradies heißen soll. James Cook sah ihre Küste erstmals 1770, aber erst 1822 entdeckte Captain William Edwardson, dass es sich tatsächlich um eine Insel handelte. 1836 strandete die "Stirling Castle" vor Mackay. Ihr Kapitän, ein gewisser John Fraser, und seine Frau trieben auf Wrackteilen tagelang in der See, bis sie schließlich die Küste von Fraser Island erblickten. Zusammen mit fünf anderen Schiffbrüchigen gerieten sie in die Gefangenschaft von Aborigines und verschwanden alle bis auf Mrs. Fraser, die durch ihre Geschichte zu Ruhm gelangte. In den Folgejahren begann die wirtschaftliche Nutzung der Insel. Riesige Wälder wurden abgeholzt und erst Jahre später wieder aufgeforstet. Mit der Entdeckung und Nutzung der Insel begann die Vertreibung bzw. Deportation der Aborigines. 1937 wurde "Banjo" Henry Owens als letzter bekannter Inselbewohner in die Cherbourg Mission Station gebracht. In den 70er Jahren setzte der Tourismus auf Fraser Island ein. Kontrovers wurde das Thema des industriellen Sandabbaus ("Black Mineral Sand Mining") diskutiert - 1976 stellte man die Förderung endgültig ein. Seit 1992 steht die Insel auf der UNESCO-Liste des Welterbes (World Heritage List). Etwa 400.000 Besucher kommen jährlich hierher.

Inselbeschreibung

Der Great Sandy National Park nimmt nur ein relativ kleines Gebiet im Norden der Insel ein. Der gesamte Süden ist ein State Forest. Ein Viertel der Insel ist bewaldet mit hauptsächlich Eukalyptuswäldern, Kauri-Fichten und Pinien. Eindrucksvoll sind auch die bis zu 70 m hohen "Satinays", eine Baumart, die nur auf Fraser Island vorkommt. Kristallklare Bäche fließen durch die Wälder. Im Zentrum der Insel gibt es zahlreiche Seen mit reinem, vom Sand gefilterten Wasser. Entweder sind es klare Grundwasserseen (window lakes) oder bräunlich gefärbte (perched lakes) in Dünensenken über wasser undurchlässigen Schichten. An der Westküste erstrecken sich Lagunen und Mangrovensümpfe. Ins Meer sollte man sich höchstens knöcheltief wagen, es besteht Haigefahr! Von Juli bis September ist die Insel von blühenden Wildblumen übersät. An der Ostküste findet man kilometerlange Strände und bis zu 240 m hohe Dünen. Die Mineralien im Sand (Eisenoxide) ergeben die bunten Sandsteinklippen der Ostküste (Cathedral Sandcliffs). Viele Vogelarten, darunter Kakadus, Austernfischer und Pelikane, sind ganzjährig zu beobachten, hinzu kommen unzählige Zugvögel auf ihrem Weg in den Sommer. Ohne Mühe sieht man bestimmt auch einige Dingos. Aufgrund der geographischen Isolation gelten sie als die reinrassigsten in Australien. Sie halten sich gerne an den Abfalleimern der Strände und Campingplätze auf. Vom Füttern der Tiere sollte man im eigenen Interesse absehen - der zahme Eindruck trügt zuweilen. Es kommt vor, dass Besucher gebissen werden. Daneben gibt es Wallabies, Opossums, Warane ("Goannas") und, nicht zu vergessen, wildlebende Pferde ("Brumbies"). Zwischen Juli und Oktober ziehen Buckelwale auf dem Weg zur Antarktis an der Fraser Coast vorbei. Das Klima: 29° im Sommer, 21°C im Winter.

Donnerstag, 16. August 2001

Kurs auf Kingfisher BayDie Fähre fuhr einigermaßen pünktlich ab, war ¾ leer und setzte uns im Kingfisher Bay Resort ab. Erster Abend auf Fraser IslandMit einem offenen Bus wurden wir zur Rezeption gefahren und mit einem Drink empfangen. Während wir auf unseren Bus zur Villa warteten, schwärmte mir Ingrid von dem Resort vor und wie toll sie es fand und Manfred war dafür besonders von den vielen Scheibenbremsen eines Gefährtes mit Anhängern begeistert. Unsere Villa entpuppte sich als ein Traum. Sie grenzte mit einer Mauer an eine weitere Villa, lag an einem Hang, man hatte den Eindruck mitten im Wald zu wohnen. Ingrid konnte sich gar nicht mehr beruhigen, so toll fand sie es. Die Terrasse war ebenso ein Traum, Vogelstimmen ohne Ende. Nachmittags erkundeten wir das Gelände, meldeten uns für die morgige Walbeobachtungstour an (pro Person 80A$), kauften Lebensmittel und bummelten am Strand auf und ab. Abends aßen wir Pizza.


Freitag, 17. August 2001

australischer RabeSo eine ruhige Nacht habe ich schon lange nicht mehr erlebt. Einmal knallte in der Nacht etwas von einem der Bäume auf unser Wellblechdach, aber ansonsten, absolute Stille. Morgens ganz andere Vogelstimmen als in den bisherigen Orten, hauptsächlich Raben. Nach dem Frühstück in unserer Wohnung brachen wir zur Whalewatching Tour auf, die um 8 Uhr startete. Es war etwas windiger als gestern und ich hatte Sorge, Ingrid wird vielleicht übel, ging aber gut. Nachdem uns unsere Leiterin alles mögliche erzählte, was ich nicht verstand und wir ca. ¾ Stunde unterwegs waren, entdeckten wir ein anderes Whalewatching-Schiff mit vielen Leuten an Deck, in eine Richtung blickend. Und richtig, beim näheren Hinsehen erblickte man einen großen schwarzen Buckelwal. Plötzlich tauchten zwei Wale ganz nah vor unserem Fenster auf. Schließlich hielt es uns auch nicht mehr auf den Sitzen und wir stellten uns aufs vordere Deck. BuckelwalDie Wale schienen zu spielen, ich weiß gar nicht wie viele es waren oder ob es immer dieselben waren, die auftauchten, jedenfalls sah man sie, wie man es sich vorgestellt hatte: blasend, ihre riesige Schwanzflosse hinausstreckend, den Kopf oder fast ganz rausspringend. Die zwei Stunden, die wir bei den Walen verweilten vergingen wie im Fluge. Ein tolles Erlebnis diese riesigen Kolosse einmal ganz aus der Nähe gesehen zu haben! Die Wellen waren so hoch und die Wellentäler so tief dazwischen, dass man ab und zu eine kleine Dusche abbekam, wenn man nicht aufpasste, aber es war ein lustiges Gefühl. Unsere Kameras blieben zum Glück von den Duschen verschont. Wenige wurden seekrank. Einen Delfin sahen wir als Zugabe dann auch noch. Gegen halb elf kehrten wir um und um halb zwölf erreichten wir das Kingfisher Bay Resort. Der Kapitän freute sich so bald auf Wale gestoßen zu sein, dass wäre selten der Fall, meinte er. Wir freuten uns natürlich noch mehr. Die Wale waren übrigens Buckelwale und sie zogen in diesen Gewässern jetzt in die Antarktis. Im Oktober soll man sogar Walmütter mit ihren Babys sehen und im September ist die Chance auf Wale zu treffen am größten. Buckelwale werden übrigens 16 Meter lang, wiegen 45 Tonnen und gehören im Gegensatz zu den Delfinen, die zu den Zahnwalen gehören, zu den Bartenwalen. Mittags legten wir ein kleines Päuschen ein. Hinterher meldeten wir uns für Sonntag zur großen Inselrundfahrt an, checkten unsere Emails und drehten eine Runde zu einem Lookout, weiter zum Mangroven bewachsenen Dungong Creek und am Beach zurück. Für den 3 km langen Weg, brauchten wir ganz gemütlich 1 ¾ Stunden. Abends aßen wir ganz pompös im Hotelrestaurant "Seabelt" und zwar vorweg eine australische Platte mit Känguru, Krokodil und Emu, danach aß Manfred tasmanischen Lachs, Ingrid Catch of the day und ich Barramundi.


Samstag, 18. August 2001

SoldatenkrabbeHeute Soldatenkrabben soweit man blicken kann Nacht wurde es ganz schön frisch, sogar Manfred leistete sich eine Zusatzdecke, 14°C im Wohnzimmer und 16°C in unseren Zimmern. Isolierung wird also auch hier nicht gerade groß geschrieben. Auf Ingrids dringenden Wunsch frühstückten wir mal im Resort-Restaurant. Es gab eigentlich alles von Säften, Müslis, warme Sachen wie Würstchen, Pfannkuchen und Toast, Kuchen... Zum bestimmt vierten Mal in meinem Leben probierte ich Vegemite. Manfred hatte mir vorgelesen, dass die meisten Besucher Australiens deshalb Vegemite nicht mögen, weil sie es zu dick auf den Toast auftrügen. Also versuchte ich es hauchdünn, aber beim besten Willen, "Maggi" schmeckt mir auch dünn nicht auf meinem Toast. Eigentlich hatten wir heute vor zum Lake McKenzie zu laufen, dort zu baden und wieder zurückzuwandern. Nach einem Blick auf die Karte gaben wir dieses Vorhaben auf, es wären gute 20km hin und zurück gewesen. Später erfuhren wir, dass man im Resort bloß Bescheid geben müsste, dann hätten sie uns vom Lake McKenzie wieder abgeholt.  So bummelten wir am Strand entlang zur stillgelegten, beziehungsweise verfallenen McKenzies Jetty. Auf einem gekennzeichneten Walking Track machten wir einen kleinen Abstecher ins Hinterland zu "Historic Sites". Wir waren schon auf diesen geschichtsträchtigen Platz gespannt. Was uns letztendlich erwartete erinnerte mehr an einen Schrottplatz: ein verfallener Begegnung mit einem Dingo Lastwagen und sonstige alte, vor sich hinrostende Teile lagen verstreut in der Landschaft herum. Aber der Buschspaziergang und die Aussicht auf das Meer haben sich gelohnt. Als wir wieder das Meer erreichten, hat sich das Wasser noch weiter zurückgezogen. Wollte man zum Meer, musste man damit rechnen auf Stellen zu treten, wo man bis über den Knöchel versank. Manfred entdeckte plötzlich wieder die Soldatenkrabben, wie wir sie auf Moreton Island kennen gelernt hatten. Trat man auch nur ganz vorsichtig auf sie zu, buddelten sie sich im Nu ein und man sah nichts mehr von ihnen. Verhielt man sich ruhig, wagten sich ganze Kolonien wieder aus ihren Löchern. Beim Zurücklaufen sahen wir aber Milliarden dieser Krabben direkt an der Wasserlinie entlang. Man konnte nicht ins Wasser gehen, so fürchterlich viele davon gab es. Wir marschierten so dahin, plötzlich hörten wir es von hinten trippeln und rechneten mit einem Jogger. Da lief, ohne groß Notiz von uns zu nehmen ein Dingo an uns vorüber. Noch ein tolles Erlebnis! Mittags tranken wir unseren Kaffee und kauften uns Kuchen dazu. Abends aßen wir im Restaurant "Maheno", es gab Büfett mit "Seafood".


Sonntag, 19. August 2001

Für heute hatten wir eine Tagestour über die Insel mit einem 4WD Bus gebucht. Es waren so viele Teilnehmer, dass wir auf 2 größere Busse verteilt wurden. Als erstes ging es auf den Sandpisten zum etwa 8 km entfernten Süßwassersee "Lake McKenzie". Lake McKenzieDer lag sehr idyllisch eingebettet im Wald mit ganz weißem Sandstrand. Viel Zeit zum Verweilen blieb nicht. Nach einem kleinen Frühstück mit Keksen und Kaffee ging es weiter zur Central Station, wo man die hohen Kauri Bäume und Pinien bestaunen konnte. Früher galt dieser Platz als der Haupt-Versorgungsort der Insel. In einem glasklaren Bach, umsäumt von Farn und anderen Bäumen, entdeckten wir sogar Aale. Die Ostküste der Insel ähnelte Moreton Islands Ostküste, starke Brandung, langer Strand. Sah toll aus, vor allem erstreckt sich dieser Strand, namens 75 Mile Beach fast bis zum Ende der Insel. In Wirklichkeit soll der 75 Mile Beach aber "nur" 58 Meilen (92 km) lang sein. Na ja, der reichte uns auch. Wir passierten den Ort Eurong. Laut Busfahrer verbringen hier hauptsächlich Backpacker ihren Urlaub. In der Rainbow Gorge erhielten wir ein Lunch mit Büfett und lernten bei der Gelegenheit Manfreds Bus Vordersitzer genauer kennen. Ein nettes Paar, die Frau stammte aus Grainau bei Garmisch und wanderte mit ihrem aus Irland stammenden Mann vor 30 Jahren nach Sydney aus. Weiter ging es zu einigen Highlights der Ostküste, wie die "Pinnacles", eine Sandsteinformation, wo durch das Wasser Minerale aus den Felsen gewaschen wurden und jetzt in allen Farben leuchten. Dann hielten wir am berühmten "Maheno Wreck", einem Schiffswrack, das offiziell am 9. Juli 1935 in ein Zyklon geriet und im 2. Weltkrieg diente es als Zielscheibe. Es war ein Passagierschiff, welches im 1. Weltkrieg als Lazarettschiff diente. Jetzt sah es durch das Salzwasser sehr verrostet aus. Nächster Stop: "Eli Creek", dem größten Bach der Ostküste. Auf einem 400 Meter langen hölzernen Spazierweg, konnte man eine Runde am Bach entlang unternehmen. Das Wasser plätscherte kristallklar. Durchs Inland wurden wir mit noch einem kleinen Stop zurück gerottelt. Einmal musste unser Busfahrer zweimal Anlauf nehmen, um einen Sandweg bergauf zu schaffen. Die armen Geländewagen, die uns entgegenkamen mussten immer ausweichen auf der schmalen Piste im dichten Wald. Kurz vor Kingfisher Bay zurück, passierten wir Waldarbeiter, die wegen der zur Zeit extrem hohen Waldbrandgefahr, kontrollierte Brände legten. Alles in allem war dieser Ausflug recht nett und man sah etwas von der Insel, was anders kaum möglich war, aber täglich fände ich es eher lästig ständig mit einer riesigen Gesellschaft von Punkt zu Punkt kutschiert zu werden. Was mir auf unserer Tour auch auffiel, dass das Kingfisher Bay Resort der weitaus einladenste und schönste Ort der Insel war. Abends aßen wir wieder mal im Maheno Restaurant, heute gab es orientalisches.


Montag, 20. August 2001

Dungong CreekUnser letzter Tag auf Fraser Island war angebrochen. Wieder Sonne pur und überhaupt kein Wind. Wir liefen am Strand Richtung Dungonga Creek. Das war das reinste Hindernisrennen, da gerade Flut war und das Wasser bis zu den am Strand liegenden Baumstämme reichte. Eigentlich wollten wir den Creek überqueren und auf der anderen Seite weiter wandern, aber er war doch recht tief, so wanderten wir oben herum auf einem schönen Waldweg wieder zurück, genossen ein Eis und entdeckten auf dem Rückweg einen roten Zettel, der an der Zimmertür klemmte. Die Hotelangestellten wollten um 11 Uhr unsere Koffer abholen, aber wir waren nicht anwesend. Voller Schreck überlegte ich, ob wir heute etwa schon den 21. hätten! Nachdem Manfred das Missverständnis aus dem Weg geräumt hatte und bei Ansett noch unseren Flug bestätigte relaxten wir erst einmal in unserer schönen Villa. Nachmittags spazierten wir bei Ebbe noch am Strand entlang. Innerhalb eines recht breiten Streifens zwischen Resort und dem Rest der Insel brannte man gerade den Wald bis zum Strand ab. Wir wunderten uns, dass kein Mensch dabeistand, aber es steckte sicher schon jahrelange Erfahrung dahinter. Milliarden von Soldatenkrabben waren wieder unterwegs. Ingrid und ich kehrten nach einer halben Stunde um und erledigten noch ein paar Besorgungen vom Shop, während Manfred den Sonnenuntergang knipste. Abends, als wir die etwa 200 Meter lange Strecke von unserer Villa zum Restaurant zurücklegten, begegnete uns ein zweiter Dingo. Er trabte, ohne von uns Notiz zu nehmen, an uns vorüber. Im Restaurant Maheno gab es australisches Büfett mit Krokodil, Känguru, gebackener Kürbis.... Es war sehr lecker.


Dienstag, 21. August 2001

Unsere Villa im Kingfisher Bay ResortZufällig war der Emailanschluss frei, so dass wir am Abreisetag noch unsere Emils checken konnten. Wetter war wieder gut und eine Rauchfahne lag schon in der Luft, von den kontrollierten Buschbränden um das Resort herum. Die Fähre fuhr pünktlich nach Hervey Bay. Beim Kingfisher Bay Schalter fragten wir, ob wir unser Gepäck hinterlegen dürften, da unser Flugzeug erst in 3 Stunden startete. Klar ging das. Er bestellte ein Taxi für uns und warnte uns zu früh beim Airport zu erscheinen, denn dort sei absolut nichts. Etwas ungläubig war ich schon, erst ¾ Stunde vor Abflug mit dem Taxi dorthin zu fahren, aber tatsächlich waren wir die ersten der sieben Passagiere, die eincheckten. Es war eine winzige Maschine mit 15 Sitzen. Während des Fluges entdeckte man viele Buschbrände. Ein Brisbaner Taxifahrer erzählte uns hinterher, dass es gerade um Brisbane herum so trocken sei, weil es dieses Jahr überhaupt noch nicht geregnet hätte. Erstaunt war ich auch über Brisbanes Ausdehnung. Ich hatte es kleiner in Erinnerung. Übrigens finde ich unverschämt am Brisbaner Flughafen 3A$ für ein Trolley zu bezahlen. Sucht man den Weg vom Domestic zum International Airport, wird man direkt zur Bahn geleitet, uns ging es jedenfalls so. BrisbaneMan musste seinen Trolley zurücklassen und durfte für die kurze Strecke mit der Bahn noch einmal 3A$ zahlen pro Person, also 9A$ für uns drei hinblättern (mit dem Taxi hätte es 7A$ gekostet und wir hätten nicht so lange laufen müssen). Ein positiver Aspekt: Wir wurden von einem Aufsichtsbeamten am International schon mit einem kostenlosen Trolley empfangen. Viel zu früh erreichten wir den Schalter der Singapore Airline, man konnte noch nicht einchecken. Wir suchten daraufhin die Gepäckfächer, bezahlten noch einmal 11A$ und fuhren mit einem Taxi in die Stadt, mit der Bahn wäre es fast gleich teuer gewesen. Der Taxifahrer erzählte uns, dass die Bahn nur zum Flughafen so fürchterlich teuer wäre, alle anderen Strecken, z.B. in die Vororte wären besonders günstig. Mit dem Taxi hatten wir noch eine Beratung dazu und mussten nicht ewig warten. Wir bummelten ein wenig in der geschäftigen Fußgängerzone umher und suchten uns ein nettes Restaurant für den Abend, wo man viel Zeit verbringen konnte. Durch Zufall entdeckten wir einen Italiener, wo man sehr billig und gut essen konnte und genügend war es auch noch. Am Nachbartisch lies sich auch eine 3 köpfige Familie nieder, die mich nach dem Namen meines Gerichts fragte. Lustigerweise entdeckten wir dieselbe Familie im Flugzeug nachher wieder. Wir erkannten sie an dem überdimensionalen Teddybären im Rucksack. Pünktlich drei Sunden vor Abflug fanden wir uns am Flughafen ein, der Schalter öffnete gerade. Wir gerieten an einen besonders netten Angestellten. Auf dem gesamten Flughafen hielten sich eigentlich nur noch Passagiere unseres Fluges nach Singapur auf. Das nächste Flugzeug startete in Brisbane erst 5 Stunden später.

 
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