Dubai

Allgemeines zu Dubai:
Dubai (heißt übersetzt vermutlich "kleine Heuschrecke") liegt an der südlichen Küste des Arabischen Golfs und ist das zweitgrößte der sieben Emirate, die in den "Vereinigten Arabischen Emiraten" zusammengeschlossen sind. Die Fläche beträgt ca. 3900 Quadratkilometer (Im Vergleich: Saarlands Fläche beträgt 2600km²). Außerhalb der eigentlichen Stadt ist das Emirat nur dünn besiedelt. Dort dominiert Wüstenvegetation. Die Einwohnerzahl wird auf knapp 900.000 Personen geschätzt. Der Dubai Creek, ein etwa 11 Kilometer langer Meeresarm teilt die Stadt in zwei Hälften: Der Stadtteil Deira auf der einen Seite und Bur Dubai, das eigentliche Dubai, gegenüber. Beide Stadtbereiche sind durch einen Tunnel (Al-Shindagha-Tunnel) und durch zwei Brücken ( Al-Garhoud-Brücke und Al Maktoum Brücke ) verbunden. Für einen Wechsel der beiden Stadtteile benutzt man als Fußgänger das Wassertaxi (Abra). Offizielle An- bzw. Ablegepunkte sind in beiden Stadtteilen ausreichend vorhanden. Die kleinen hölzernen Boote lassen sich auch für eine Creek-Tour halbstündlich oder stündlich mieten.

Praktische Tipps:
Alkohol
wird in Dubai nur in Hotelbars und -restaurants ausgeschenkt. Wenn man mit Kindern oder Jugendlichen unter 21 Jahren reist, darf man in den Hotelrestaurants, in denen auch Alkohol ausgeschenkt wird, nicht speisen, eine Ausnahme bildet das Frühstück. Einheimische benötigen eine Lizenz, um sich Alkohol zu kaufen.
Taxis sind das in Dubai am meisten benutzte Verkehrsmittel. Die Fahrpreise sind günstig, etwas billiger als bei uns.
Währung: (Stand 5.Juli 2003): 1 Ver. Arab. Emir.-Dirham = 0.23698 Euro 1 Euro (EUR) = 4.21968 Ver. Arab. Emir.-Dirham (AED). Der Dirham ist fest mit dem US$ gekoppelt. Am günstigsten tauscht man ihn bei Thomas Cook um (Pass nicht vergessen), am ungünstigsten im Hotel.
Wochenende: Freitag entspricht unserem Sonntag
Zeitverschiebung mitteleuropäische Sommerzeit zu den Vereinigten Arabischen Emiraten: MESZ + 2 Stunden.


Samstag, 16. August 2003

Burj al ArabPünktlich um 6:40Uhr Ortszeit landeten wir am Airport Dubai. Schon vor der Passkontrolle entdeckten wir unser Namensschild auf einer Tafel, man drückte uns eine Infomappe über unser Hotel und einen Stadtplan in die Hand "Arabian Adventures". Mit einer Limosine wurden wir in unser Hotel "Seashell Inn" gefahren, was wir morgens um 8:30Uhr erreichten. Wir durften sogar unser Hotelzimmer schon beziehen, war alles o.k. Um 9 Uhr wurden wir von einer deutschsprachigen Inderin mit drei weiteren deutschen Gästen empfangen. Nach dem allgemeinen Informationen buchten wir für heute Nachmittag eine 4-stündige Stadtrundfahrt für 100 Dirham pro Person (4 Dirham sind ganz grob 1 Euro). Wir dösten ein wenig und holten etwas Schlaf nach, bis wir um 15:30Uhr mit einem Zubringerbus zum Busrundfahrtsbus beim moderns DubaiBurj al Arab gebracht wurden. Das Hotel ist mit seinen 320 Metern das größte "Nurhotel"-Gebäude der Welt und Dubais Markenzeichen. Die Reiseleitung war zu Ingrids Ärger deutschsprachig. Sie wollte nämlich in diesem Urlaub ihre Englischkenntnisse verbessern.

 

Hier eine offizielle Beschreibung der Busrundfahrt: von Arabian Adventures: "Stadt der Händler":Orientierunugstour in Dubai Stadt. Unsere Reiseroute führt uns vorbei an hochmoderner Architektur entlang der Küste zur bezaubernden Jumeira Moschee. In Bastakiya machen wir einen kleinen Stopp, um die historischen, einst reichen Händlern gehörenden Häuser mit ihren Windtürmen zu bewundern. Ganz in der Nähe befindet sich die 150 Jahre alte Al Fahidi Festung. Im Dubai Museum erhalten Sie einen Einblick in die Vergangenheit der Stadt als Perlentauchmetropole und bedeutendes Handelszentrum. Wir setzen die Reise in einer Abra fort. Bei der Überfahrt auf die andere Seite des Creeks haben Sie einen wunderbaren Blick auf die beeindruckende Skyline dieser hochmodernen Metropole, die unser nächstes Reiseziel ganz wichtig erscheinen lässt - die Gold- und Gewürz-Souks.

 

Dubai CreekÜbrigens habe ich noch gar nichts zu den Temperaturen geschrieben. Es war unbeschreiblich heiß mit 42 Grad. In den Souks landet man in einer ganz anderen Welt. Hier geht es arabisch zu, schwarzgekleidete, komplett vermummte Frauen, Männer mit weißen langen Gewändern und Turban. Alle paar Meter wurden wir angesprochen, entweder wollte man Manfred in Uhrenläden locken mit den besten Rollex-Imitationen oder man drückte uns Getränke in die Hand für einen Dirham (Wasser). GoldsoukGegen 20 Uhr erreichten wir unser Hotel. Von Hunger geplagt, wir hatten bisher nur gefrühstückt, fanden wir schräg links gegenüber unseres Hotels ein Restaurant namens "Eat and Drink Restaurant" mit indischer, chinesischer und libanesischer Küche. Wir wurden als einzige Kunden ins Family Abteil gesetzt, sonst befanden sich im anderen Abteil und draußen nur Männer. Für nur 84 Dirham zu dritt waren wir hinterher satt bis zum Stehkragen. Außerdem schmeckte alles sehr lecker und die großen Säfte waren frischgepresst. Als wir das Lokal gegen 21:30 Uhr verließen herrschte draußen immer noch brütende Hitze.

 

Kleine Infos zu den besichtigten Gebäuden:

Burj al Arab: Das teuerste Hotel der Stadt ist das höchste der Welt (321 m). Das Hotel hat einen eigenen Hubschrauberlandeplatz ganz oben und ein Restaurant unter Wasser.
Bastakya: Ist ein von alten persischen Händlern gegründetes Viertel zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Das besondere sind die großen Häuser um einen Innenhof und aufgesetzten, bis zu 15 m hohen Windtürmen, durch deren konkave Öffnungen jeder Luftzug in den darunter liegenden Raum gleitet wird und für natürliche Ventilation sorgt.
Dubai Museum: Dies ist in dem Al-Fahidi-Fort untergebracht, dem ältesten Gebäude der Stadt. Hier werden Kunsthandwerk, Werkzeuge zur Perlentaucherei, Ausgrabungsfunde, altertümliche Gewehre, traditionelle Boote dargestellt. Im neuen Untergeschoss wird das Leben in Dubai vor den Ölfunden nachgestellt.
Gewürz-Souk und Gold-Souk: Märkte, in denen man sich wie in "1001 Nacht" zurückversetzt fühlt.

 

Sonntag, 17. August 2003

Strand in DubaiHeute nutzten wir den kostenlosen Hoteltransfer zum Beach und zwar den Jumeira Beach Park. Wir waren angenehm überrascht von der Anlage, leer, sauber, es gab einen Imbiss und Toiletten. Unter hübschen Palmen lagerten wir und schwammen im mindestens 33 Grad warmen Wasser. Sehr befremdlich wirkten, wir schwammen gerade nichtsahnend herum, der Aufruf zum Gebet. Gewürzverkauf im City CenterDie heutige Temperatur am Strand betrug anfangs 34 Grad, gegen 14 Uhr 39 Grad. Von einem kleinen Transferbus ohne Klimaanlage, wurden wir wieder zum Hotel transportiert. Noch nie in meinem Leben habe ich so geschwitzt. An einigen Stellen hatte ich nicht einmal Schweißdrüsen vermutet, wo das Wasser jetzt nur so herunterrann. Meine Klamotten konnte ich auswringen. Nach einer größeren Erfrischungspause im Hotel fuhren wir mit einem Taxi (man braucht sich dazu nur vor das Hotel stellen) zum Dheira City Center, ein riesiges neu erbautes Einkaufszentrum samt Woolworth und IKEA. Auf zwei Ebenen verteilten sich zahllose Shops, in einer der Foot Courts schmausten wir Japanisch. Das Essen, obwohl wir es selber holen mussten, war mit 91 Dirham zu dritt (ca. 23 Euro) teurer als das gestrige. In einer riesigen Warteschlange am Ausgang des Shopping Centers warteten wir auf ein Taxi, ging aber relativ flott voran. In einem Internetcafe, direkt neben dem Hotel checkten wir unsere Mails (30 Minuten: 3 Dirham - ca 75Cents). Abends genehmigten Manfred und ich uns noch ein Bierchen in der Hotelbar, Ingrid las im Hotelzimmer, ihr war der Eintritt in die Bar nicht gestattet.

 

Praktische Tipps zum heutigen Tag:

Jumeira Beach Park Eintritt: 5 Dirham pro Person, ein Liegestuhl 15 Dirham pro Person und Tag,
Samstags ist Frauen- und Kindertag, Männer dürfen den Teil des Strandes an diesem Tage nicht betreten.

 

Montag, 18. August 2003

Wafi Shopping CenterHeute Nacht war es fürchterlich laut im Hotel. Man konnte gar nicht genau orten woher es kam, wahrscheinlich vom Nachbarn. Irgendetwas donnerte immer. Zur Krönung klingelte unser Telefon mitten in der Nacht, die Person hatte sich in der Zimmernummer geirrt. Manfred hat wohl die ganze Nacht nicht geschlafen, wahrscheinlich hatte er etwas Verdorbenes zu sich genommen. Ingrid und ich fuhren heute alleine an den Strand, Manfred ließen wir auskurieren und schlafen. Das Wasser war wieder herrlich warm, wir konnten uns gar nicht trennen. Gegen 14 Uhr wurden wir pünktlich wieder zum Hotel gebracht. Mich wunderte, dass dieser herrliche Strand, direkt an der Stadt mit seiner knappen Millionen Einwohnern so leer war. 30 Personen habe ich auf einem etwa 200 Meter langen Strandabschnitt im Wasser gezählt. Am Spätnachmittag setzten wir uns in ein Taxi und ließen uns zum größten und ältesten Einkaufszentrum Wafi Shopping Center fahren. Im Gegensatz zum Deira City Center war dies fast ausgestorben. Ein vornehmes Markengeschäft nach zwei anderen mit kaum einen Kunden. Ein paar Einheimische schlenderten auf und ab. Aber ansonsten gab es nichts, was man unbedingt hier kaufen müsste. Im obersten Stock befanden sich für Kinder ein paar Vergnügungsgeschäfte und Fast Food Stände, wo wir uns im "Subway" ein fußlanges Brot belegen ließen. Es gab zwei Brotgrößen, 6 Inch und einen Fuß. Wir entschlossen uns zu 6 Inch, aber durch das unverständliche arabische Englisch ließen wir uns die riesigen Dinger aufschwatzen und mussten dafür jeder die Hälfte fortwerfen.

 

Dienstag, 19. August 2003

Fahrt zum AirportDie Nacht war kurz, zehn vor 5 weckte uns der Hotelweckdienst und 10 Minuten später gleich noch einmal, warum auch immer. Vielleicht haben sie zum Ausgleich einen anderen Hotelgast vergessen. Der Flughafentransfer hielt sein Versprechen und holte uns pünktlich ab. Beim Check-in fiel scheinbar der Lesecomputer für unsere Pässe aus, jedenfalls dauerte es Ewigkeiten, bis der Angestellte die Daten unserer Pässe eingetippt hatte. Ich fragte nach Fensterplätzen, aber statt darauf einzugehen, erhielten wir zwei Mittelplätze ohne Gang und einen Platz dahinter, also die blödmöglichste Kombination. Im Gegensatz zu unserem Airbus von München nach Dubai, war dies eine Boing 777 und ich muss zugeben, die Beinfreiheit ist bedeutend besser oder besser gesagt, die Kniefreiheit, denn die Beine können dank Steuerungskästchen der Bildschirme, die sich unter jedem 2. Sitz befinden, nicht ausgestreckt werden. Nach zwei siebenstündigen Flügen, unterbrochen durch einen Stopp in Singapur, landeten wir um 6 Uhr morgens des nächsten Tages in Sydney.

Startseite Reisebericht 2003 Sydney
Datenschutz