Uluru - Kata Tjuta - Kings Canyon - Alice Springs


Unsere Route durchs Outback

 

1. Tag: Landen am Uluru und Besichtigung des Berges

2. Tag: Besichtigung Kata Tjuta

3. Tag: Fahrt zum Kings Canyon und Besichtigung

4. Tag: Fahrt nach Alice Springs

5. Tag: Weiterflug nach Cairns


Unsere Strecke durch's Outback


Allgemeines zum Uluru National Park: Etwa 450 km südwestlich von Alice Springs erstreckt sich der 126.132ha große Uluru National Park, in dessen Zentrum der Ayers Rock als bekanntestes Wahrzeichen Australiens aufragt. Die roten Felsen wurden erst 1872 von weißen Landvermessern entdeckt und später nach Henry Ayers, dem Premierminister von Südaustralien (1855-1897), bekannt. Der erst 1958 ausgewiesene Uluru N.P. umfasst nicht nur den rostrot leuchtenden Ayers Rock, sondern auch die einige Kilometer abseits gelegenen und die sich ebenfalls in rotbraunen Farbtönen darbietende Felsgruppe der Olgas. Da vor allem der Ayers Rock mit seinen verschiedenen heiligen Stätten einen wichtigen Platz in der Mythologie der australischen Ureinwohner einnimmt, hat man das ganze Gebiet 1985 an den Aborigines Stamm der Pitjantjara zurückgegeben. 1987 wurde der Nationalpark von der UNESCO in der Liste des Weltkultur- und naturerbes aufgenommen. Die Parkverwaltung und touristische Erschließung obliegt heute den hier ansässigen Aborigines und dem Australian National Park & Wildlife Service. Eine seit 1990 asphaltierte Piste verbindet den Ayers Rock (heute sagt man Uluru) mit den Olgas (Kata Tjuta).

Eintrittsgeld: 16,25 AUD, 3 Tage Gültigkeit, Kinder unter 16 Jahren frei Stand: August 2003). Den Beitrag entrichtet man am Parkeingang.

Vegetation: Die weite wüstenartige Sandebene trägt nur karge Trockenvegetation, Stachelgras sowie vereinzelte Büsche und Bäume (u.a. Dersert Oaks). Dagegen sammelt sich in den geschützten Bereichen am Fuß der Felsen Regenwasser. Hier gedeihen sogar verschiedene Eukalyptusarten. Im Uluru National Park herrscht wüstenhaftes Klima mit einer sehr hohen Verdunstung. Tagsüber kann es sehr heiß werden, und in den Winternächten sinkt das Thermometer unter den Gefrierpunkt. Im Jahresdurchschnitt fallen 200 mm Niederschlag. Auf den Ebenen dominiert Trockenvegetation mit Spinifex-Gras, Büschen und Bäumen. Typische Busch Arten sind Akazien wie Mulga, Colony Wattle und der bekannte Witchetty Busch, in dessen Wurzeln sich bei den Aborigines so beliebten essbaren Witchetty Raupen entwickeln. Auffallende Bäume sind bis zu 10 m hoch auf Dünen wachsenden Wüsten-Kasuarinen (Desert Oaks) sowie Wüstenpappeln. Eine der bekanntesten Wildblumen ist die Sturt's Desert Rose, das floristische Emblem des Nordterritoriums.

Tierwelt: Große Säugetiere wie Dingo, rotes Riesenkänguru und Bergkänguru sind hauptsächlich zur frühen bzw. späten Tageszeit unterwegs. Die meisten der kleinen Säuger, wie die im Spinifex-Gras verborgenen lebende Spinifex-Hüpfmaus oder der im Sand grabende Beutelmull sind nachtaktiv und verraten sich nur durch ihre Spuren. Das gilt auch für den Schnabeligel. Vögel sind - wie überall in Australien - die am häufigsten zu sehenden Tiere. Unter den 150 im Nationalpark vorkommenden Arten fallen Keilschwanzadler, die attraktiven Inkakakadus und die oft in großen Schwärmen auftretenden Wellensittiche auf. An Spinifex-Gras als Lebensraum hat sich der unscheinbare graubraune Spinifexsänger angepasst. An Reptilien beherbergt Zentralaustralien verschiedene interessante Arten, vom nur 20cm kleinen, harmlosen Dornteufel bis zum 2,5m langen, räuberisch lebenden Riesenwaran (Perenty). Blauzungenskinke und die giftige Wüsten-Todesotter sind typische Bewohner des Spinifex-Graslandes. Erstaunliche Anpassungen an die klimatischen Bedingungen zeigen Wasserreservoirfrösche und die Shield Shrimps. Letztere - eine Art urtümlicher kleiner Krebs - kommen in Wasserbecken auf dem Ayers Rock vor. Sie überleben das Austrocknen ihrer Gewässer mit Hilfe von resistenten Eiern.

Fliegen im August: Überhaupt kein Problem. Die Fliegen, die uns umflogen, konnte man an einer Hand abzählen, soll aber ab Oktober viel schlimmer sein.

Kleidung im August: Fast dasselbe wie in Sydney: Jeans, T-Shirt, Fleece-Weste (wo die Sonne nicht direkt hinknallte, war es kühl).

Zeitverschiebung im August:mitteleuropäische Sommerzeit zu Northern Territory: MESZ + 7,5 Stunden.


Mittwoch, 27. August 2003

Gelandet auf dem Airport Ayers RockEin Taxi brachte uns durch den derzeit herrschenden Berufsverkehr in 20 Minuten zum Domestic Airport von Qantas. Unser Flugzeug startete pünktlich, das Flugwetter war prima, man erkannte die Blue Mountains und einen riesigen Salzsee, den wir überflogen. Ich hielt ihn zuerst für Wolken. Wir erwischten Plätze auf der linken Seite, was sich als ideal erwies, die Sicht auf den plötzlich auftauchenden Uluru war grandios. Nach ca. 3 Stunden Flugzeit landeten wir auf dem Airport Ayers Rock. Mit unserem Leihwagen von Hertz fuhren wir ins nahegelegene Yulara Resort in die Emu Walks Apartments. Wir waren begeistert von dem Apartment, auf drei Stockwerken befanden sich 2 Bedrooms, Bad, Essecke und Küche und unten Wohnzimmer und Schreibecke. Natürlich mussten wir auch gleich den Uluru besuchen. Unser erster Eindruck vom Uluru, war umwerfend, ich hätte ihn mir nicht so groß vorgestellt, ein riesiger Klotz, der sich von seiner Umgebung sehr auffallend abhebt. Wir legten Fotostops noch und nöcher ein. Vom westlichen Parkplatz, drehten Ingrid und ich eine kleine Runde auf dem "Mala Walk", während Manfred Fotos von den vielen Touris schoß, die auf sehr steilem Pfad den Berg bestiegen. Hat sich wirklich gelohnt der kleine Walk. Zum Sonnenuntergang parkten wir am Sunset Parkplatz mit vielen weiteren Touristen. Einige bauten Stative auf ihren Autodächern auf, doch nach 10 Minuten war das ganze Spektakel vorbei. Abends aßen wir im "White Gum" nach Büfett. Die Preise sind gesalzen, aber den Uluru sieht man nicht täglich.

Sonnenuntergang am Uluru

Uluru mal anders

 

Praktische Hinweise zum heutigen Tag:

Wetter: Temperatur morgens ? Grad, mittags 20 Grad, Wetter: sonnig

Uluru: Der Ayers Rock ist ein 3 ½ km langer Inselberg, der bis zu 348 m hoch aus der ihn umgebenen Ebene herausragt. Er besteht aus rotem Sandstein und aus Konglomeraten, die bereits im Erdaltertum angelegt und später durch tektonische Bewegungen stark gekippt worden sind. Die rosarote Farbe rührt vom relativ hohen Eisengehalt des Gesteins her. Starke Temperaturunterschiede, Wasser und Wind setzen dem größten Inselberg der Erde im Laufe der Zeit sehr zu. Allmählich entstanden Klüfte, Kerben, und an einzelnen Stellen sogar richtige Hohlräume. Die oxidierenden Eisenminerale sorgen - je nach Sonnenstand - für ein überaus faszinierendes Farbspiel. Der Ayers Rock nimmt in der Mythologie der australischen Ureinwohner als heiliger Berg einen überragenden Platz ein. Der "Uluru" (in der Sprache der Aborigines "schattiger Platz") ist heute Kernstück des Uluru National Park. Kaum einem Besucher ist jedoch bewusst, dass er beim Besteigen des Ayers Rock ein Heiligtum der Aborigines missachtet.

Yulara Resort: Das Resort ist eine richtige kleine Stadt mit den verschiedensten Unterkunftsmöglichkeiten von Camperpark bis zu Supermotelzimmern. Wir wählten die Emu Walk Apartments, da sich hier die Möglichkeit bot, Mahlzeiten selber zu bereiten und außerdem mussten wir so nicht zwei Hotelzimmer buchen.

Restaurant: White Gum im Desert Garden: Es gab Büfett und kostete pro Person 45 AUD. Ingrid zalhlte als Erwachsene. Durchschnittsbüfett und viel zu teuer.

 

Donnerstag, 28. August 2003

Walpa Gorge Walk zwischen den KataTjutas

Kata Tjuta im AbendlichtWir genossen unser Frühstück in unserem eigenen Appartement. Heute besuchten wir die Olgas, etwa 50 km vom Resort entfernt. Es gibt 2 ausgeschilderte Tracks, wir stellten das Auto auf den südlichen Parkplatz und wanderten den 2,6 km Walpa Gorge Walk. Der gut begehbare Weg führte zwischen zwei riesigen Kuppeln durch eine tiefe Schlucht. Erst waren wir vollkommen einsam, kurz bevor wir die Wanderung gegen 12 Uhr beendet hatten, kam uns eine ganze Busladung entgegen. Auf der Rückfahrt zum Resort leuchtet immer wieder der Uluru unwirklich von seiner Umgebung hervor. Der rosa, violett schimmernde Fels sah aus, als ob er nicht in seine sonst bräunlich, orange schimmernde Umgebung hineingehörte. Im Resort gönnten wir uns ein kleines Päuschen. Anschließend ging es zum Sonnenuntergang zum Kata Tjuta Parkplatz zurück, wo wir den Valley of Winds Walk begannen. Er erwies sich als noch viel schöner als der von heute morgen. Da wir aber noch im Hellen wieder am Auto sein wollten, kehrten wir nach einer halben Stunde um. Die Olgas verfärbten sich rot bis Glutrot in den letzten Sonnenstrahlen. Abends aßen wir im Restaurant des Hotels Sails in the Desert.

Die Wüste lebt:

Golden Wattle Yellow-throated Miner Desert Pea Ringneck Parrot

 

Praktische Hinweise für den heutigen Tag:

Wetter: Temperatur morgens 12 Grad, mittags 19 Grad, Wetter: sonnig

Kata Tjuta (Olgas): 32km westlich des Uluru gelegen. Die 36 Kuppeln des Kata Tjuta (Kata Tjuta = "viele Köpfe") ragen einige Kilometer westlich vom Uluru aus der wüstenhaften Ebene heraus. Die höchste Kuppel Mt. Olga erhebt sich bis 546 Meter über der Ebene. Ursprünglich bildete Kata Tjuta wohl ein einziges gewaltiges Felsmassiv. Aufgrund des gröber strukturierten Gesteinsmaterials konnten die zerstörenden Kräfte der Verwitterung den Komplex in einzelne Kuppeln aufspalten. Die ebenfalls rostrot leuchtende Felsgruppe wurde von den weißen Landerkundern nach einer russischen Fürstin benannt. Wanderungen Von drei Parkplätzen führen leicht begehbare Wanderwege in das Gebiet der Felskuppeln.

Wanderungen: Valley of the Winds (6km - ca. 2 bis 3 Std.) Wanderung durch verschiedene Felstäler. Vom südlichen Parkplatz aus erreicht man den Kata Tjuta Lookout (ca. 2 Stunden hin und zurück).

Walpa Gorge Walk: 2,6km hin und zurück.

Restaurant: Winkiku im Sails in the Desert Hotel: Zwar kostete dies Büfett noch mehr als gestern, ca. 48AUD für Erwachsene, dafür war Ingrid kostenlos (bis einschließlich 15 Jahre) und das Essen war um Klassen besser als im White Gum. Es gab ein riesiges Vorspeisenbüfett, ein Hauptspeisen und ein Nachspeisenbüfett.

 

Freitag, 29. August 2003

Aufstieg auf die CanyonwandHeute ging es zum Kings Canyon. Endpunkt des Kings Canyon Walks In 3 Stunden fuhren wir die 304 km bis zu unserem Ziel. Die Strassen waren recht leer, besonders nach 136 km, hinter der Abzweigung vom Lasseter Highway zum Canyon. Unterwegs gab es wenig Attraktionen, außer dem Mount O'Connor, einem Berg, etwa von der Dimension des Uluru, mit steil abfallenden Wänden. An Lebewesen sahen wir unterwegs ein Wildpferd, mehrere große Raubvögel, ein Känguru, das vor uns über die Strasse hüpfte und eingesperrte Kamele. Einige tote Tiere zierten den Straßengraben: zwei Kängurus und ein großes Rind. Ansonsten sah man nur Gebüsch, zum Teil abgebrannt und sonst gar nichts. Ach ja, auf der Fahrt zum Canyon entdeckten wir immer wieder am Straßenrande große gelbe Früchte. Konnte ein LKW soviel verloren haben? Sogar im Resort lagen diese gelben, tennisballgroßen Früchte herum. Schließlich schlugen wir in unseren Büchern nach und wurden fündig, es waren Wüstenkürbisse. Zum Schluss der Fahrt tauchte der bewaldete Kings Canyon auf mit seinen steilen Felsen. Das Kings Canyon Resort bildet einen himmelweiten Unterschied zu den Emu Walk Apartments in Yulara, aber nur in der Qualität, im Preis nicht. Aber es ist o.k.. Gegen 16 Uhr fuhren wir die ca. 10 km lange Strecke zum Parkplatz des Kings Canyons. Eigentlich wollten wir nur eine kleine Abendrunde drehen, damit man überhaupt am Kings Canyon gewesen ist. Wir starteten den Kings Creek Walk, der sich entlang des ausgetrockneten Flussbetts bis zu einen Aussichtspunkt schlängelt. Links und rechts ragten hohe Felswände empor. Es wuchs eine ganze Menge hier im Gegensatz zur restlichen Umgebung. Wir brauchten für den 1,5 km langen Weg hin und zurück sehr gemütlich ca. 1 Stunde. Anschließend lud der andere Wanderweg, der auf die Felswände führt noch zu einem Fotostop ein. Also kletterten wir den gut ausgebauten steilen Pfad an der Felswand empor (ca. 100 Meter Höhenunterschied). Plötzlich entdeckte Manfred ein Känguru in der Ferne. Dieser Weg, der Kings Canyon Walk hat eine Länge von 3,5 km in eine Richtung. Wir wanderten ca. eine dreiviertel Stunde, bis wir freiwillig kehrt machten, da es nach Sonnenuntergang schnell dunkel wurde. Der Blick auf die immer röter leuchtenden Wände und ins Tal waren herrlich. Wir konnten unsere Kameras kaum vom Gesicht reißen. Als wir an einer Stelle einer sehr melodischen Vogelstimme lauschten, sprach uns eine entgegenkommende freundliche Tourguide von Adventure Tours an, und nannte uns den Namen des Vogels: Shrink Thrush oder so ähnlich. Er soll ziemlich unscheinbar grau aussehen. Pünktlich zum Sonnenuntergang gegen 6:30 Uhr erreichten wir als fast letzter Tourie den Parkplatz. Ach ja, auf dem Rückweg entdeckte ich auch an fast derselben Stelle ein Känguru. Abends aßen wir im Resort Restaurant Büfett. Es gab ein Vorspeisen-, ein Hauptgericht- und ein Nachtischbüfett.

 

Praktische Hinweise für den heutigen Tag:

Wetter: Temperatur morgens 12 Grad, mittags 27 Grad, Wetter: sonnig

Gefahrene Strecke von Yulara zum Kings Canyon: 304 km (ca 3 Stunden)

Kings Canyon im Watarrka National Park: umfasst die tiefste Schlucht des Red Centre, mit 270 m hohen Sandsteinwänden, die teilweise wie mit dem Messer abgeschnitten erscheinen. Am Grund des Canyon gibt es Wasserlöcher, die nie austrocknen. Im oberen Abschnitt des Schluchtensystems liegt der sogenannte Garten Eden mit üppiger Vegetation, die zum Teil Relikte aus einer früheren Klimaperiode sind. Ein solches Beispiel ist der Palmfarn. Den Aborigines diente der heutige Watarrka National Park mit dem Kings Canyon als Kultstätte. Rast- und Versammlungsplätze wurden mit Felsmalereien ausgeschmückt. Der Nationalpark grenzt direkt an das Land der Aborigines. Ureinwohner vom Stamm der Luritja haben drei feste Wohnbereiche im Gebiet des Nationalparks: Bargot Spring im Osten, Lilla im Zentrum sowie nördlich der neuen Touristenanlage. Ihre traditionelle Bezeichnung "Waterrka" für den Ort wurde als Name des Schutzgebietes übernommen. Der Landvermesser Ernest Giles erblickte 1872 als erster Weißer das trockene Flussbett und benannte es nach seinem wichtigsten Förderer Fieldon King. Den ca. 30km weiter nordwestlich gelegenen Canyon selbst kannte Giles noch nicht. Seine positiven Berichte zogen zahlreiche Viehzüchter in die Region. Seit 1960 ist das Gebiet zugänglich, nachdem Jack Cotterill auf eigene Initiative eine pistenartige Straße zum Kings Canyon geschaffen hatte. Auf dem Plateau über dem Canyon haben sich durch die Verwitterung Sandsteinkuppeln aller Größe gebildet, die wegen ihrer Ähnlichkeit mit verfallenen Häusern und Straßen "Lost City" genannt werden. Der weiche Sandstein ist sehr brüchig, Klettereien auf dem Felsen sollte man deshalb aus Sicherheitsgründen unterlassen.

Wanderungen:

Kings Canyon Walk: Es gibt eine sehr steile Wanderung zum Plateau hinauf, an der Canyonwand oben entlang und durch die Sandsteinkuppeln hinunter in den "Garten Eden", hinüber zur südlichen Wand und dann, an Malereien der Aborigines vorbei, zum Boden der Schlucht und zum Parkplatz zurück - 6km, drei bis vier Stunden. Man sollte Schuhe mit Profil anziehen.

Kings Creek Walk: Hierfür benötigt man ca. 1 Stunde (1,5km). Er schlängelt sich entlang des meist ausgetrockneten Flussbetts bis zu einem Aussichtspunkt. Im Schatten der Flusseukalypten und eingerahmt von den mächtigen Felswänden eignet sich der relativ einfache Weg gut für Beobachtungen von Natur (Vögel) und Landschaft.


Samstag, 30. August 2003

Das pulsierende Leben in Alice FußgängerzoneIm gleichen Restaurant, wo wir gestern Abend aßen, gab es Frühstücksbüfett, Continental Breakfast 16AUD. Nach dem Check out ging's los nach Alice Springs. Ach ja, beim Check out konnten sie unser Telefongespräch gestern mit meiner Mutter nach Deutschland nicht abrechnen, da die Einzelabrechnung nicht funktionierte, macht nichts, sie hatte diesmal auch besonders lange telefoniert. Die Fahrt war fürchterlich abwechslungsreich mit der Betonung auf fürchterlich. Auf der ganzen Fahrt nach Alice Springs ging mir das Lied "...for Alice" nicht aus dem Kopf. Wir waren mehr als angenehm überrascht, als wir im Alice Springs Resort ein Zimmer mit 5 Betten bekamen (7 für Australier). Nach einem kleinen Päuschen gingen wir auf Entdeckungstour in die City von Alice Springs. Kaum nach 5 Minuten in der Fußgängerzone angekommen, stellten wir fest, tote Hose in Alice! Es war Samstag Nachmittag 16 Uhr, fast alle Geschäfte hatten geschlossen. Aus dem Internetcafe warf man uns quasi raus, wir mussten innerhalb 20 Minuten unsere Mails beantworten, weil um 18 Uhr geschlossen wurde. Na ja, wir wurden vorgewarnt, Alice soll nicht gerade vor Leben strotzen und das schimpft sich als 2. größte Stadt des N.T.. Zum Abendessen setzten wir uns in ein B.Y.O. Thai Restaurant, namens "Thai Room" in der Gregory Terrace. Beim Blick aus dem Fenster erinnerte mich Alice an einen Ort aus den 50ern, wo die Jugendlichen am Samstag endlich "die Sau rauslassen" können und sich in ihren aufgemotzten 4WDs bei lauter Radiomusik, fahrend zur Schau stellen konnten. Diese Szene erinnerte mich an den amerikanischen Film Graffity, der in den 50er spielte.

 

Praktische Hinweise für den heutigen Tag:

Wetter: Temperatur morgens 17 Grad, mittags 23 Grad, Wetter: sonnig

Fahrt vom Kings Canyon nach Alice Springs: 472 km in 4 Stunden 20 Minuten

Alice Springs: Die Stadt zählt 25.000 Einwohner und liegt in der geographischen Mitte Australiens. Alice Springs war die Heimat der Aranda Stämme. 1887 wurde eine Relaisstation der Overland Telegraph Line nördlich des Einschnitts von Heavitree Gap in der felsigen MacDonnell Range und dicht neben einem Wasserloch im meist trockenen Flussbett errichtet. Das Wasserloch wurde nach Alice Todd, der Frau des südaustralischen Generalpostmeisters Charles Todd benannt, und der selten wasserführende Fluß bekam den Namen Todd River. Charles Todd war verantwortlich für die Verwirklichung der kühnen Telegraphenpläne, die London schneller mit den Zentren im Osten Australiens verbinden sollte. Die eigentliche Siedlung entstand 4km südlich der Telegraphenstation und hieß bis 1933 Stuart Town - zu Ehren des Entdeckers John McDouall Stuart, der 1862 als erster den Weg durch das Red Centre bis zur Nordküste geschafft hatte. Das winzige Nest zog jedoch kaum Siedler an, und die von Adelaide versprochene Eisenbahn kam auch nur bis Oodnadatta. 1929 erhielt Alice Springs endlich den Eisenbahnanschluss. Sehr verdient um Alice Springs und die Entwicklung des Outback machte sich der anglikanische Geistliche und Missionar Reverend John Flynn. 1920 bis 1926 wurde hier das erste Krankenhaus im Zentrum Australiens errichtet. 1951 nahm die School of the Air ihren Dienst auf, die Kinder auf weit abgelegenen Rinderstationen werden seither über Funk unterrichtet. Der Flughafen liegt etwa 20km südlich der Stadt.

B.Y.O. Thai Restaurant: "Thai Room" in der Gregory Terrace. (Vorspeise, Hauptgericht und Korkgebühr für 3 Personen 60 AUD). Die Portionen waren riesig und auch sehr gut.

 

Sonntag, 31. August 2003

Aufgeschrecktes Känguru im Botanischen Garten von AliceBesonders leise war es nicht heute Nacht, vorne verlief eine Hauptstrasse und im Hotel knallten ab 5 Uhr die Türen. Aber ich will nicht meckern, für eine Nacht war es super. Recht frostig war es heute morgen. Beim Frühstück machten die Angestellten nicht gerade den motiviertesten Eindruck. Bei unserem Erscheinen blickte die Empfangsdame sehr muffig, als wollte sie sagen "Noch einen Tisch für 3 Personen, wie lästig". Orangensaft und Apfelsaft gab es um 9 Uhr morgens bereits nicht mehr, dafür war zum Ausgleich der Kaffee so stark und mit einem Fußbad eingeschenkt, dass man von einer zweiten Tasse Kaffee gerne Abstand nahm, denn es gab auch keinen mehr. Lange aufhalten konnte man sich kaum, es zog überall wie Hechtsuppe. Gut, Ingrids Frühstück war frei (unter 16 Jahren) und wir zahlten 18,50 AUD für Continental Breakfast pro Person, das relativierte es wieder ein wenig. Den Beurteilungsbogen für das Hotel, der in jedem N.T. Hotels genormt auslag, füllten wir hier nicht aus. Denn um Himmels Willen, wer will schon ein Wochenende in Alice Springs gewinnen? Für die paar Stündchen, die uns in Alice Springs verblieben, wählten wir den Cafe im Botanischen GartenBotanischen Garten aus, denn die Stadt wird am Sonntag noch toter sein, als am Samstag gestern. Der Bot. Garten, Eintritt frei, liegt direkt gegenüber unseres Resorts. Wir waren gegen 10 Uhr die ersten Besucher und bestiegen zuerst mal den kleinen Aussichtsberg, von dem wir einen Blick über ganz Alice erhielten. Ingrid war dabei, einen Vogel zu fotografieren, als uns ganz neugierig dabei ein Känguru zusah. Es ruhte etwa 5 Meter von uns entfernt und beäugte uns kritisch als wollte es sagen, "um diese Zeit kommen gewöhnlich aber keine Besucher". Dann hoppelte es lieber mal davon. Nach weiterem Herumstreifen beäugte uns das nächste Känguru. Im Cafe des Bot. Gartens genossen wir Apfelkuchen mit Cappuchino bevor wir uns auf dem Weg zum Flughafen begaben. Nirgends gab es eine Tankstelle, so fuhren wir die ganze Strecke, 10 km nach Alice zurück, Zeit hatten wir genug, zum Tanken. Eine einzige Tankstelle entdeckten wir schließlich. Unser Flug nach Cairns in einer Bae136 verlief sehr gemütlich. Die Qantas Crew war super, schnell und freundlich, selten so eine gute Crew gehabt. Was uns an Alice sehr abgeschreckt hat, war das Leben der Aborigines. Uns erinnerte es sehr an Apartheit. In Cafes werden sie davon gescheucht. Sie leben hier in ihren Communities und erhalten ganz sicher als allerletzte irgendeine Art von Arbeit. Schnell weg aus Alice!

 

Praktische Hinweise für den heutigen Tag:
Wetter: Temperatur morgens 8 Grad, mittags 21 Grad, Wetter: sonnig

 

Sonnenuntergang im Outback

 

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