Port Douglas

 

Port Douglas: 4,8km abseits des Highways, war es bis in die 80er Jahre ein verschlafenes Fischerdörfchen. Heute ist seine Bevölkerung von damals 250 auf 4000 angewachsen. In Port Douglas geht es entspannter zu als in Cairns. Mir persönlich gefällt Port Douglas wegen seines 4 Miles Beachs, seine Nähe zur Mossman Gorge, Tableland, Daintree River und dem Reef.

Kleidung im August: Tagsüber kurze Hosen und T-Shirt, abends lange Jeans, T-Shirt und Strickjacke.

Zeitverschiebung im August: mitteleuropäische Sommerzeit zu Queensland: MESZ + 8 Stunden.


Sonntag, 31. August 2003

Flug nach Port DouglasÜberpünktlich landeten wir in Cairns. Unsere Villa im Rydges Reef ResortVor uns saßen ein paar französische Analphabeten, die trotz Fotografierverbots mit Digitalkameras sowohl bei Start als auch bei Landung fotografierten. Dummheit breitet sich immer mehr aus. Mit unserem superneuen Leihwagen von Hertz erreichten wir gegen 19:30 Uhr das Rydges Reef Resort in Port Douglas. Die Fahrzeit betrug etwa 1 Stunde und 15 Minuten, das Wetter war nicht so schön, es gingen einige Schauer nieder. Mit einem Gläschen Sekt "Jacobs Creek" und einem von Ingrid bereitetem Sandwich ließen wir den ersten Abend in Port Douglas ausklingen.

 

Montag, 1. September 2003

4-Miles-BeachHeute nutzten wir unsere Gutscheine vom Hotel, die wir beim Empfang als Gastgeschenk erhielten, für einmal "Full Breakfast" pro Person. Wir stellten schnell fest, dass wir "Full" gar nicht richtig ausnutzen konnten. Hafen von Port DouglasIrgendwann ist man nun mal satt und auf so viel warme Sachen hatten wir gar keinen Appetit. Unser erster Eindruck war, dass das Hotel insgesamt etwas mehr Vernachlässigung zeigte nach Übername der Rydges Gruppe. Als wir vor vier Jahren hier wohnten, gehörte es noch Radisson. Nach dem leckeren Frühstück bummelten wir zum 4-Miles-Beach. Er war für australische Verhältnisse voll, für europäische Verhältnisse ausgestorben (siehe Foto). Wir wunderten uns, warum so wenig im Wasser schwammen, aber als die ersten Warnschildern vor Krokodilen auftauchten, wussten wir warum. Das Wasser war herrlich warm, wir wanderten bis zum Ende des Strandes und zurück. Nachmittags machten wir Port Douglas unsicher. Die Hauptgeschäftsstraße von Port Douglas besteht aus einer Straße, der Macrossan Street, wo man alles bekommen kann. Abends aßen wir im Resort-Restaurant: The Curry House am Pool. Essen und Getränke mussten wir an der Theke bestellen, bezahlen bzw. holen. Es war lecker. Hinterher sahen wir uns im TV auf SBS noch "Who wants to be a millionaire" an.

 

Praktische Hinweise für den heutigen Tag:

Wetter: Temperatur morgens 24 Grad, mittags 27 Grad, Wetter: sonnig

Restaurant "The Curry House":Der Preis für ein Hauptgericht betrug ca. 15 AUD und es befindet sich im Rydges Reef Resort..

 

Dienstag, 2. September 2003

Übersicht: Atherton Tableland

Granite GorgeHeute drehten wir eine Runde durchs Atherton Tableland. Die Fahrt führte uns an Zuckerrohrfeldern vorbei bis kurz vor Mossman, dann ging's auf 440 Meter Höhe nach Mount Molley. Unterwegs faszinierten Manfred und mich immer wieder die riesigen Termitenhügel, ganze Felder waren von ihnen durchzogen. Während Manfred und ich ausstiegen, um sie zu fotografieren, blieb Ingrid gelangweilt im Auto sitzen. Als wir fertig waren, fragte uns Ingrid ganz erstaunt, ob wir nicht die 3 Meter neben uns, uns beobachtenden Kängurus gesehen hätten. Nein, hatten wir leider nicht! Vor dem Ort Walkamin, aber auch schon in Mareeba führte eine Straße zur Granite Gorge, die wir besuchten. Die Straße ist bis 1km vor der Gorge geteert. Von Port Douglas bis hierher brauchten wir 2 Stunden für 110km. Eintritt: 5AUD pro Person. Mit dem Eintritt hat uns der Wärter übrigens reingelegt. Offiziell kostet es 2 AUD pro Person, haben wir leider erst hinterher gelesen.{short description of image}Die Gorge besteht aus felsigem Gelände mit tollen Ausblicken übers Tableland und Wegen über Bäche und Strandsand. Von einem Felsen beobachteten wir ein paar Wallabies, wie sie sich putzten und herumhüpften. An einem gestauten See, ausgeschildert als Swim Lake rasteten wir eine Weile. Das kühle Wasser war angenehm, man konnte seine Beinen von der Staumauer ins kühle Nass baumeln lassen. Plötzlich tauchten ein paar neugierige Wasserschildkröten auf. Jedes mal wenn wir unsere Zehen ins Wasser streckten, tauchten sie voller Erwartung vor uns auf und zogen wieder ab, niedlich! Weiter ging die Fahrt nach Atherton. Hier erfrischten wir uns an Iced-coffee, der nicht wie bei uns wie Eiskaffee serviert wurde, sondern es war Kaffee mit zerstoßenem Eiswürfeln und Geschmack, z.B. Vanille. Wir fuhren über Yungaburra, netter Laden mit Holzhandwerk und Andenken (nicht so teuer wie in Tolga), zum Lake Barrine. WallabyDieser Kratersee liegt idyllisch eingebettet inmitten des Regenwaldes. Man könnte bis 5 Uhr abends mit einem Schiffchen in 40 Minuten den See umrunden, auch ein Teehaus gibt es hier. Wir erreichten den See gegen 16:30 Uhr und starteten den ausgeschilderten 6,5 km Track um den See herum. Ich glaube das war die idealste Zeit kurz vor Sonnenuntergang. Ich konnte meine Kamera kaum ausschalten um keine der vielen, vielen Vogelstimmen zu verpassen. Außerdem sahen wir wenig scheue Buschhühner und scheue Beutelratten, die schnell davonhuschten. Der Pfad führte durch dichten Urwald mit riesigen Bull Kauri Trees, Lianen und so weiter. KurzhalsschildkröteZum Abschluss des Tages fuhren wir noch einmal ins 12 km entfernte Yungaburra zurück, um in Nick's Restaurant zu speisen, einem schweizer-, italienischen Restaurant. Wir hatten es netter und gemütlicher in Erinnerung. Es war uns fast zu vornehm, zu perfekt, die Bedienung erinnerte uns zu sehr an eine Schauspielerin mit ihrem Getue. Das Essen war teuer und gut, bis auf das Krokodil, dass von einer so dicken Panierkruste umgeben war, dass man vom Krokodil nichts mehr schmeckte. Während wir in Port Douglas auch abends noch in kurzen Hosen herumlaufen konnten, überzogen sich unsere Beine hier im 700 Meter hoch gelegenen Yungaburra mit einer dicken Gänsehaut. Nach weiteren 2 Stunden und insgesamt 320 km, erreichten wir über Gordonvale und Cairns Port Douglas.

 

Praktische Hinweise für den heutigen Tag:

Wetter: Temperatur morgens 24 Grad, mittags 29 Grad, Wetter: sonnig mit ein paar Wolken

Unsere Route durch das Tableland:
Port Douglas - Mossman - Mount Molloy - Granite Gorge: 110km/2Stunden
Granite Gorge - Atherton - Yungaburra - Lake Barrine - Gordonvale - Cairns - Port Douglas: 210km

Atherton Tableland::
Im Hinterland von Cairns befindet sich das 400 bis 1000 Meter hoch gelegene Tableland. Es hat vor etwa 100.000 Jahren, aus vulkanischer Aktivität entstanden, seine heutigen Formen angenommen. Das Klima ist angenehm. Früher wurde das Tableland von Regenwald bewachsen, heute erstrecken sich hier Felder und Plantagen. Zwei Drittel dieses Regenwaldes sind inzwischen vernichtet und mussten Siedlungen und Feldern weichen.

Mount Molloy: 120 Einwohner, 420 Meter hoch, 33km von Mossman entfernt. Der Ort wurde 1885 gegründet zur Holzverarbeitung und es war Zentrum der Milchproduktion. Hier sollen sich die besten Möglichkeiten zur Vogelbeobachtung ergeben.

Granite Gorge:7 km von Mareeba entfernt, wenn man der Chewko Road folgt. Auf einer Quadratmeile befinden sich Felsen umgeben von Eukalyptuswald. Ein Fluß windet sich durch die Schlucht. Kleine Rock Wallabies können beobachtet werden. (2AUD Eintritt pro Person).

Atherton:5693 Bewohner, Höhe: 750 bis 830 Meter. Die Stadt ist nach John Atherton benannt, dem ersten Siedler des Tablelands, der Zinn in Herberton fand. Die Eisenbahn kam 1903 nach Atherton, Telefon 1910 und elektrischer Strom 1928.

Yungaburra: Einwohnerzahl: 985, Höhe: 760 Meter. 1880 diente dieser Ort Minenarbeitern und Siedlern zum Übernachten, die von der Küste heraufkamen um zu ihren Goldfeldern, Zinnminen oder Farmen zu gelangen.

Lake Barrine: 10 km von Yungaburra Richtung Gordonvale. Höhe: 730 Meter. Der klare, blaue, 65 Meter tiefe Kratersee ist von Regenwald umgeben. Es gibt einen lohnenswerten 6,5km Track rund um den See.

 

Mittwoch, 3. September 2003

Birdwing In einer Stunde fuhren wir die 66km nach Kuranda. Heute, morgen, am Freitag und Sonntag findet der Kuranda Markt statt. So ausgestorben hatten wir den Markt noch nie gesehen, viele Stände waren nicht aufgebaut. UlyssesWir schlenderten eine Runde über den Markt, erstanden ein großes Tuch mit Australien als Motiv für unsere kahle Dachbodenwand und ein Andenken, eine Kette für mich. Anschließend besuchten wir das Butterfly Sanctuary. Von den vielen Schmetterlingen bin ich immer wieder begeistert. Eggflies waren am zutraulichsten, sie landeten immer wieder auf unseren Körpern und Kameras und verweilten auch zum Filmen. Am hübschesten fand ich den grünen, großen Australian Birdwing und den gleichgroßen, blauschillernden Ulyssis. Besonders viel Betrieb herrschte nicht, wir konnten lange verweilen und uns umsehen. Auch ein kleiner Vogel verirrte sich in der Voliere. Er bediente sich kräftig von dem Nektar der Schmetterlinge. Nachmittags fuhren wir nach Port Douglas zurück und testeten einen der vielen Pools unserer Anlage. Ich bin rückwärts wieder rausgesprungen vor Kälte. Manfred und Ingrid hielten eisern durch. Leider hatte ich kein Wasserthermometer dabei. Abends fuhren wir in die Stadt (Port Douglas), um uns etwas zum Abendessen zu suchen. Es zog übrigens ein kräftiger Wind auf, so dass wir unsere langen Hosen anzogen. In der Hauptstrasse, im "Jade Inn" wurden wir fündig. Wir konnten mal wieder das Stäbchenessen testen. In einem Cafe checkten wir anschließend unsere Mails und sahen uns zum Abschluss noch meinen ersten hier gedrehten Video an.

 

Praktische Hinweise für den heutigen Tag:

Wetter: Temperatur morgens 24 Grad, mittags 25 Grad, Wetter: sonnig, aufkommender frischer Wind am Nachmittag

Kuranda: 66 km von Port Douglas entfernt. Einwohner: 716, Höhe: 380 Meter. Die hiesigen Ureinwohner "Djabugay" nannten diese Gegend "Ngunbay" (noon-bi ausgesprochen), der Ort des Platypus. Mit der Eisenbahn erreichte man Kuranda 1891, während man es mit dem Auto erst 1921 erreichte. Einer von Kurandas berühmtesten Söhnen war Frederick Dodd. Er wurde 1861 geboren, sein Lebenswerk war das Sammeln von Schmetterlingen, darum gab man ihm den Namen "Butterfly Man". Vielleicht entstand daraus die Idee ein Butterfly Sanctuary in Kuranda zu errichten. Der Kuranda Markt öffnet 4 Mal die Woche, Sonntags, Mittwochs, Donnerstags und Freitags.

Australian Butterfly Sanctuary: Das größte Schmetterlings Voliere in Australien mit über 1500 Schmetterlingen. Es sind alles einheimische Tiere, die hier in der Umgebung leben. Auch die Raupen und Puppen der wichtigsten Schmetterlinge, wie die vom Australian Birdwing und Ulysses werden dargestellt. Die Öffnungszeiten sind: täglich von 9:45 am bis 4 pm. Der Eintritt kostet 13AUD pro Erwachsenen.


Restaurant: Jade Inn39 Macrossan Street, Port Douglas. Chinesisches Lokal zum draußen und drin sitzen. Hauptgericht kostet 13 bis 19AUD. Mein Barramundi Fish Fillet Sweet and Sour kostete 15 AUD und war sehr lecker.

 

Donnerstag, 4. September 2003

Sunbird an unserer TerrassentürAuf unserer Terrasse baute ein Sunbird Pärchen sein Nest. Der Sunbird Mann, gelb, mit grünem Rücken und blauer Kehle versuchte ständig, wie ein Kolibri fliegend ins Wohnzimmer oder in die Küche zu fliegen. Sie sind ca. 10 cm groß. Recht riskant haben sie auf die Stabilität eines Palmwedels vertrauend ihr Nest ans Ende des Wedels gebaut. Es schwankt im Wind sehr stark hin und her. Heute besuchten wir die von uns 16 km entfernte Mossman Gorge. Hängebrücke in der Mossman GorgeDer 2,4km lange Rundweg durch den Regenwald ist sehr bekannt inzwischen. Um 11 Uhr morgens war der kleine Parkplatz gerammelt voll. Anfangs wäre ich bei den Menschenmassen am liebsten umgekehrt, denn Tierbeobachtungen sind ja ein Ding der Unmöglichkeit unter solchen Bedingungen, aber zum Glück verteilten sich die Massen auf der Strecke. Der Weg führt zuerst über eine Hängebrücke, dann durch den Regenwald an Baumriesen und Figtrees mit ihren riesigen Baumwurzeln vorbei. Im Gebüsch scharrten vereinzelt Buschhühner. An einer Abzweigung zu einem Creek warnte uns ein Ehepaar vor einer schwarzen Schlange, die sie gesehen hatten, wir konnten sie nicht entdecken. 10 Minuten später trafen wir dasselbe Paar, wieder wiesen sie uns auf eine Schlange, direkt am Wegesrand hin, diesmal handelte es sich um eine, für den Menschen ungiftige Tree Snake. Die beiden müssen Schlangenexperten sein, wir wären garantiert an ihr vorbeigestolpert. kleiner Fig Tree in der Mossman GorgeWir brauchten für die 2,4 km 2 Stunden. Mittags legten wir eine lange Pause im Häuschen ein. Eigentlich wollten wir am Nachmittag ein paar Strände Richtung Cairns abklappern, aber nach dem Oak Beach mit seinen vielen hübschen Steinen ging die Sonne so langsam unter und ein frischer Wind machte einen weiteren Strandbesuch recht ungemütlich. Abends aßen wir im "Curry House". War wieder sehr lecker!

 

Praktische Hinweise für den heutigen Tag:

Wetter: Temperatur morgens 21 Grad, mittags 23 Grad, Wetter: sonnig mit wenigen Wolken

Sunbird: auch Grünrücken-Nektarvogel, Länge 12cm, Er bewohnt Regenwälder, Mangrovensümpfe und blütenreiche Wälder, besucht auch gerne Gärten und Parks.

Mossman Gorge: Ist der südliche Teil des Daintree National Parks. Mitten durch fließt der Mossman River. Nachdem man eine lange Hängebrücke überschritten hat, kann man einen 2,4km langen Rundweg durch den Regenwald unternehmen. Lohnt sich!

Tree Snake: Gehört zu der Familie der Nattern. Wird 1 bis 2 Meter lang, Oberseite kann grün, gold, grau, blau, gelb oder schwarz sein, je nach Region. Jagt am Tag und am Abend. Nahrung: Frösche, Echsen und Vögel. Sie bläst bei Erregung ihren Vorderkörper auf und sondert einen penetranten Geruch ab (haben wir gemerkt). Sie ist für den Menschen ungiftig.

 

Freitag, 5. September 2003

Wir befürchteten schon einen verregneten Tag, aber im Gegenteil! Ingrid und ich wanderten heute an "unserem" 4 Miles Beach nach Port Douglas. Wir starteten etwa in der Mitte des 4-Miles Beaches. Es war richtig toll so am Wasser entlang zu wandern. Der Wind blies kräftig, es badete kaum jemand, viele wanderten am Meer entlang. Nach einer knappen Stunde erreichten wir Port Douglas City. Hier gab es eine geschützte Zone mit Aufsicht, wo auch einige badeten. Scheinbar nehmen viele die Krokodil- und Haiwarnungen ernst. Übrigens die Flagge für Haiwarnung ist rotkariert: weiß rot oben, rot weiß unten. Wir bummelten durch die Hauptgeschäftsstraße in P.D., tätigten ein paar Einkäufe und leisteten uns ein Eis. Gar nicht so einfach die richtige Größe herauszufinden. Ich dachte, na ja, das zweitkleinste wird wohl o.k. sein und nahm einen Dobbelscone. Tree SnakeDas war mein Fehler, jetzt musste ich mit zwei riesigen, schmelzenden, tropfenden Kugeln fertig werden. Ingrid sah das und bestellte lieber das kleinste Eis, was riesig genug war. Es schmeckte aber sehr lecker. Zurück marschierten wir ebenso am Meer entlang und beobachteten ein paar Sportler beim Parasailing. Manfred nahm sich heute von uns frei, besuchte Heritage World in Port Douglas (25$ Eintritt und nicht besonders groß), lohnte sich nicht meinte er. Anschließend schoss er im Atherton Tableland ein paar Fotos. Zuhause angekommen, empfing uns Manfred, zusammen checkten wir in Port Douglas im Marina Mirages Internetcafe unsere Mails. Am Nachmittag hatten wir eine 2-stündige Daintree River Fahrt zum Sonnenuntergang gebucht. Die 50 km zur Electric Boat Cruises am Daintree River legten wir in 35 Minuten zurück und erreichten unser Ziel viel zu früh. Um die Wartezeit zu überbrücken besuchten wir den spannenden Ort Daintree Village. Sonnenuntergang auf dem Daintree RiverNachdem wir ihn in 5 Minuten abgeschritten hatten, warteten wir am Anlegesteg. Zwischendurch besuchten uns ein paar Buschhühner und 10 bis 20 Fruitbats (Flying Foxes) flogen über uns hinweg. Wir waren die einzigen Gäste dieser Cruise. Zuerst wies uns der Fahrer auf eine Amethystpython hin, die versteckt, direkt neben dem Weg unter einem Stück Holz schlief. Dies ist übrigens die größte Schlange Australiens und kann 3 bis 3,4 Meter lang werden. Sie kann ganze Wallibies verspeisen, ist aber nicht giftig. Die Fahrt war wirklich einmalig, ich kann sie nur jedem empfehlen. Unser Fahrer, auch Chef des Unternehmens kannte seinen Fluss auswendig. An einer Stelle wies er uns auf einen Nachtvogel hin, der dort immer saß, heute auch. Als wir ihm von unserem gestrigen Erlebnis mit der Tree Snake erzählten, fragte er uns, ob er uns eine zum Fotografieren ins Boot holen sollte. Zwei Minuten später hielten wir die Baby Tree Snake in der Hand. Viele, viele andere Vögel zeigte er uns, ließ uns Früchte probieren (Bush Tucker oder so ähnlich), die wie Kirschen aussehen, gepellt werden und dann gelutscht, bis nur noch der Kern vorhanden ist. Als die Dunkelheit hereinbrach, packte er ein paar leckere Häppchen aus, von seiner Frau vorbereitet und Rot-, Weißwein oder Orangensaft. Mit einem Spot leuchtete er die Wasseroberfläche im Dunkeln ab und entdeckte tatsächlich die rotleuchtend reflektierenden Augen eines Krokodils. Er erklärte uns das Kreuz des Südens und überhaupt, alles was wir wissen wollten. Ich glaube er überzog seine Zeit mindestens eine halbe Stunde. Es war ein wirklich nicht zu vergessener Tropenabend und die Fahrt war ihr Geld 100%ig wert. Ferngläser waren für jeden Gast vorhanden.

 

Praktische Hinweise für den heutigen Tag:

Wetter: Temperatur morgens 21 Grad, mittags 27 Grad, Wetter: Sonne und viele Wolken, aber trocken Nachts regnete es

Internetcafe im Mirana Mirage in Port Douglas: 2AUD für 20 Minuten ADSL

Daintree Village: Das kleine Dorf am Rande des Regenwaldes des 76.000 Hektar großen Daintree National Parks, wurde als Holzfällerlager gegründet, um die gefragten Rotzedern zu fällen. Heute ist es Basis für Bootsfahrten auf dem Daintree River.

Daintree River Electric Boat Cruises: Die aktuellen Preise kann man über die Internetseite abfragen.

 

Samstag, 6. September 2003

Cairns stand heute auf dem Programm. In ca. einer Stunde erreichten wir die Stadt und parkten in der Abbot Road. An der Esplanade bummelten wir zum Pier. Die Esplanade war zum Meer hin gerade eine riesige Baustelle. Cairns ist seit unserem ersten Besuch vor 10 Jahren ganz fürchterlich gewachsen und zeigt auch kein besonders schönes Stadtbild. Der Hafen ist schöner und größer geworden. Wir bummelten durch die Esplanade, erstanden für Ingrid ein kleines Schmuckdigeridoo von einem Aborigines, deren Familie alles, was hier verkauft wurde selber herstellt. Im Botanischen Garten ließen wir unseren Cairns Besuch ausklingen. Er liegt fast gegenüber auf der anderen Seite des Highway 1 vom Flughafen. Der Besuch ist kostenlos und unbedingt zu empfehlen. Der ganze Garten ist wie ein riesiges Tropenhaus im Freien mit unzähligen wunderschönen Pflanzen aus der ganzen Welt. Er beinhaltet noch ein Orchideenhaus, Farnhaus und einen Bereich mit Nutzpflanzen der Aborigines. Abends packten wir unsere sieben Sachen, fuhren zum Essen noch einmal in die City von Port Douglas zum "Jade Inn". Hinterher stießen wir zu Hause noch mit einem Gläschen Sekt "Jacobs Creek" auf den gelungenen Urlaub an. Nachts kam mir beim Gang zur Toilette eine riesige Kakerlake entgegengerannt, sie raste direkt in Richtung meines offenen Koffers. Das Risiko eines blinden Passagiers war mir zu groß. Leider wachte Ingrid bei meiner Kakerlakenjagd auch auf und wir lagen nun beide wach. Anschließend musste ich immer daran denken, das ich jetzt einschlafen muss, also schlief ich erst kurz vorm Aufstehen ein.

Sausage Tree im Botanischen Garten von Cairns Green Tree Ants (Weberameise) Ein Gecko jagte über uns im Restaurant nach Insekten

 

Praktische Hinweise für den heutigen Tag:

Wetter: Temperatur morgens 23 Grad, mittags 25 Grad, Wetter: bewölkt mit sonnigen Abschnitten, am Morgen einen Schauer

Cairns: Einwohnerzahl: 106.000. Um 1860 war Cairns ein Lager für Trepang-Fischer. Dann lockten Gold- und Zinnfunde im Atherton Tableland Siedler an, und 1876 gründete man die Stadt. Vor dem Touristenboom in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts war Cairns eine verschlafene Zuckerrohrstadt.

Botanischer Garten von Cairns: Der Flecker Botanical Gardens [Collins Ave.] hat über 10.000 Pflanzenarten, darunter über 200 Palmen. Eintritt frei!

 

Sonntag, 7. September 2003

HeimflugHeute war Abreisetag. Wegen eines Radrennens auf der Strecke von Port Douglas nach Cairns, "Vatertag Triathlon", reisten wir auf Empfehlung der Rezeption früher als geplant ab. Das hatten wir auch noch nicht erlebt, mitten zwischen Radrennfahrern zu fahren. Trotzdem erreichten wir frühzeitig den Flughafen. Zu unserer großen Freude durften wir unsere Koffer schon bis München aufgeben, das war schon eine große Erleichterung, wenn wir uns darum nicht mehr kümmern mussten. Unser Flieger startete pünktlich, er war bis auf den letzten Platz ausgebucht. Eine große Outdoor Gruppe mit ISUZU-Werbung auf ihrer Kleidung, im Alter zwischen 35 und 55 Jahren, eingebildet bis zum geht nicht mehr, benahmen sich wie die letzten Idioten. Der Crew platzte fast der Kragen. Sie liefen ohne Rücksicht darauf, das Kaffee ausgeteilt wurde der Crew zwischen den Beinen herum, verzögerten den Flug durch angebliche falsche Platzbelegungen und unterhielten sich lautstark über mehrere Sitzreihen hinweg. Zur Krönung saßen neben dem armen Manfred zwei australische Chatterboxen. Eine redete immer, wenn nicht sogar beide gleichzeitig drei Stunden im Nonstop. In Sydney wechselten wir mit einem, im 15 Minutentakt verkehrenden Bus vom Domestic zum International Terminal. War es das Mittelmeer?Meine Gedanken kreisten jetzt um die Familie meines langjährigen Emailfreundes. Sie flog zufälligerweise jetzt gerade mit Qantas vom Sydney International Airport back home nach Frankfurt. Wir hatten uns mehrmals in diesem Urlaub um entweder einen Tag oder wie jetzt um eine Stunde verpasst. Im International Airport angekommen, konnte man leider noch nicht bei Emirates einchecken. Wir fanden einen Infostand und fragten eine sehr freundliche, auskunftsfreudige Dame, wann wir bei Emirates wohl einchecken könnten. Offiziell kann man drei Stunden vor Abflug einchecken, sie riet uns aber schon 3,5 Stunden vorher anzustellen. Und richtig, sie öffneten wirklich früher und es sammelte sich ruckzuck eine riesige Schlange hinter uns. Wir erhielten eine Fensterplatzreihe. Nach drei 6 bis 8 stündigen Flügen erreichten wir etwa 20 Minuten zu spät München. Der gesamte Airbus wurde von 3 Einreisebeamten kontrolliert, entsprechend groß war die Traube vor den Schaltern. Wenn man in der Mitte so einer Traube stand konnte man schon ganz schön Platzangst bekommen, Knuffe von links, von rechts, Rucksack des Vordermanns im Gesicht, eben typisch deutsch. Warum kann man nicht Schnüre spannen, wo man sich anstellen muss? Das ist mir unbegreiflich. Mit dem Shuttle wurden wir gegen 15 Uhr vor unserer Haustür abgesetzt. Urlaubsende!

 

Uluru Startseite Reisebericht 2003