SÜDAFRIKA

Port Elizabeth


Unsere Reise 2004

Allgemeines zu Südafrika

Hauptstadt: 

Pretoria

Einwohner: 

45 Mio (75,2% Schwarze, 13,6% Weiße, 11,2% Sonstige)

Landesfläche:

1,22 Mio qkm (3,5 mal so groß wie Deutschland) 

Währung: 

1 Rand = 100 Cents

Zeit:

Mitteleuropäische Zeit + 1

Regierungschef: 

Thabo Mbeki (seit 1999)

Arbeitslosigkeit:

42% (Stand 2003)

Sprachen:

Zulu, Xhosa, Afrikaans, Englisch (insgesamt 11 Amtssprachen)

Religionen:

68% Christen, 2% Muslime, 1,5% Hindus, 28,5% Sonstige

Tipp für Südafrika:
Geld:
Pro Person darf nicht mehr als 500 Rand ins Land eingeführt werden (Stand 2003). Mit einer Bankkarte mit dem Maestro Zeichen kann man mit Geheimzahl an Automaten Geld abheben. An Tankstellen wird nur Bares genommen. 

Autofahren: 
links - es ist üblich schnellere Autos vorbeizulassen, indem man auf dem Standstreifen fährt. Die Überholenden bedanken sich mit dem kurzen Betätigen der Warnblinkanlage.

Kleidung: 
Gardenroute wie Sydney (T-Shirt, Fleece Jacke, Leggins unter den Jeans für kühle Abende)

Trinkgeld:  
10% bis 15% bei Rechnungen in Restaurants. Wenn allerdings Bedienung schon inklusive ist (steht auf der Speisekarte), dann nur aufrunden, wie bei uns. Gepäckträgern sollte man 3 Rand pro Gepäckstück geben. In Taxen wird der Betrag aufgerundet.

Linktipp für Südafrika

Allgemeines zu Port Elizabeth:
Port Elizabeth liegt 763km östlich von Kapstadt und bildet den östlichen Abschluss der Garden Route. Die Stadt hat 1,5 Mio Einwohner und ist damit die fünftgrößte Stadt Südafrikas. 75% ihrer Bewohner lebt in Townships. Heute ist Port Elizabeth eine Industriestadt mit Schwerpunkt Fahrzeugbau, Textil-, Möbel- und Konservenfabriken. Der Hafen von Port Elizabeth ist der viertgrößte in Südafrika. In der Innenstadt findet man noch viele Altbauten im viktorianischen Stil. Die stadtnahen Strände sind leider sehr steinig. (so steht es in meinem alten Reiseführer, ob das jetzt noch so stimmt kann ich nicht beurteilen, wir haben keine Strände besucht). Port Elizabeths Klima ist sehr ausgeglichen mit durchschnittlichen 16°C im Winter und 23°C im Sommer. In der Umgebung gibt es einige private Wildreservate (Game Reserves) und den Addo Elephant Park, die alle malariafrei sind.  

Unsere Unterkunft in Port Elizabeth hieß Hotel Paxton

Sonnenuntergang:
Sonnenuntergang: 17:43 Uhr



Auf der Garden Route von Port Elizabeth nach Kapstadt


Sonntag, 08. August 2004

Mit einer Stunde Verspätung landeten wir in Johannesburg. 2 Stunden blieben uns zum Umsteigen (Einreise, Gepäck abholen, Wechseln zum Domestic Airport, Einchecken nach Port Elizabeth). Die Einreise zog sich endlos dahin, riesige Schlangen vor wenig geöffneten Schaltern. Zum Glück kam unser Gepäck bald. Der Check-in Schalter nach Port Elizabeth befand sich gleich neben dem Gepäckband, so dass wir dies nicht mehr so weit transportieren mussten. Nun lief man im Freien endlos, 10 Minuten, zum Domistic Terminal, wo uns sogar noch ein wenig Zeit blieb zum Geldwechsel und Bummeln. Die Maschine startete pünktlich und nach einem Flug von 1,5 Stunden landeten wir in Port Elizabeth, unserem Startpunkt des Südafrikatrips. 

Hier wartete schon ein sehr freundlicher Mensch unseres Hoteltransfers. In wenigen Minuten erreichten wir das Hotel Paxton. Super! Auf einer Tafel wurden wir schon begrüßt, wir mussten nicht mal unseren Namen nennen beim Check-in. In beiden Zimmern warteten Geschenkkörbe auf uns. 


Montag, 09. August 2004

Tipps zum Tage:

Feiertag: 
Heute war Frauentag in Südafrika. Wie bei uns am Muttertag, schenkt man hier den Frauen etwas und muss sie freundlich behandeln, so erklärte uns unser Xhosa Führer durch den Addo Park den Frauentag :-). 

Addo Elephant Park:
Der Park wurde 1931 zur Rettung der letzten hier lebenden Elefanten gegründet. Seit Oktober 2003 sind hier die Big 5 zu Hause (Elefanten, Büffel, Nashörner, Löwen und Leoparden). Der Park soll der drittgrößte in Südafrika werden und neben den großen Landtieren auch Wale und den weißen Hai beheimaten, die Big Seven! Die Geschichte und viele weitere Informationen findet man auf der Homepage des Parks
Eintritt: Wir zahlten 200 ZAR für 2 Erwachsene + 1 Kind und 100 ZAR extra für eine 2-stündige Führung (300 ZAR ca. 37,50Euro)

Xhosa: 
Ist eine der elf Amtssprachen in der Südafrika, außerdem wird es auch in Botswana und Lesotho gesprochen. Es wird von etwa 7,9 Millionen Menschen gesprochen und ist damit die zweithäufigste Muttersprache in Südafrika. Charakteristisch sind besonders die Klicklaute, sogar der Name "Xhosa" beginnt mit einem Klick

Boardwalk Casino & Entertainment World Complex: 
Im Stadtteil Summerstrand gelegen. Es ist ein Unterhaltungszentrum mit einem künstlich angelegtem See in der Mitte. Natürlich gibt es ein Casino, weiterhin findet man Restaurants, Geschäfte und Kinos. 

Restaurant: 
34° South ist eine Restaurantkette auf dem 34. Breitengrad, unter anderem in Port Elizabeth, in Knysna und in Kapstadt. Die Restaurants sind wie eine Art Fabrik aufgebaut und man kann außer Essen auch Wein, andere Lebensmittel oder Andenken kaufen.

Wetter:
Morgens: Sonne 17°C
Mittags:   Sonne 24°C
Nachts stürmte und regnete es sehr

Sonnenaufgang und Sonnenuntergang:
Sonnenaufgang:      7:03 Uhr
Sonnenuntergang: 17:44 Uhr


Addo Elephant Park: Allgegenwärtige WarzenschweineGut ausgeschlafen stärkten wir uns an dem herrlichen Frühstücksbüfett beim Blick auf den sonnenbeschienenen Swimming Pool. Addo Elephant Park: Kuhantipolpe Es gab viele frische Fruchtsorten, Müslis, Quark und mehreren gute Brotsorten (endlich war Schluss mit dem langweiligem Toast). Derzeit wohnen wohl hauptsächlich Geschäftsreisende im Hotel. 

Da wir um 9 Uhr unseren Leihwagen erwarteten, er sollte uns um diese Zeit laut Voucher im Hotel vorbeigebracht werden, stellten wir uns extra den Wecker zum Frühstück. Um 9:25 Uhr war vom Wagen weit und breit nichts zu sehen. Manfred rief die Service Nummer von National an, wo man ihm mitteilte, dass man sich drum kümmern werde und zurückrufe. Kurz vor 10 Uhr meldete sich immer noch keiner. Wir wollten nicht den ganzen Tag mit Warten verplempern und riefen das "National" Büro am Flughafen an. Die gute Dame wusste von nichts, sie erwartete uns gestern am Flughafen. Sie schickte einen Wagen los, der uns um 10:15 Uhr zum Airport abholte. Hier erhielten wir unseren Nissan Automatic. Noch ahnten wir nichts Böses, aber es sollte unser bisher grässlichster Mietwagen sein. Es fing damit an, dass der Wagen ständig zu einer Seite zog. Das Armaturenbrett war mit irgendeinem Glanzlack besprüht, dass es sich in der Sonne wunderbar in der Windschutzscheibe spiegelte (wer kommt auf so schwachsinnige Ideen?). Genug erst einmal vom Auto, wir hatten Urlaub!

Der erste Elefant (im Rückspiegel ist Headman unser Führer zu sehen)Headman ließ uns sehr nah am Elefanten anhaltenUnser heutiges Ziel war der eine Autostunde entfernte Addo Elephant Park. Auf so einen Besuch, Wildtiere aus der Nähe zu sehen, hatte ich mich schon Jahre gefreut. Am Gate fragte man uns, ob wir einen Führer für 2 Stunden wollten. Es kostete 100 Rand zusätzlich zum Eintrittspreis und der Führer würde in unserem Wagen mitfahren. Das war eine prima Idee, denn wir wussten weder, wie nah man an die Tiere heranfahren durfte noch wo sie am ehesten zu finden sind. Heute war es sehr windig und Headman (so hieß unser Führer) meinte, dass dies kein guter Tag für Tierbeobachtungen sei, die Elefanten versteckten sich lieber im Gebüsch, da sich ihre Augen schnell entzünden würden bei Wind (Sand ins Auge). Nachdem wir Strauße, Zebras, Kuhantilopen, Impalas, Schildkröten gesehen haben, glaubten wir schon uns damit abfinden zu müssen, keinen Elefanten anzutreffen, außer zwei hervorstehenden Köpfen, die aus dem Gebüsch hervorstachen. Gerade beobachteten wir einen winzigen Sunbird, als vor uns auf der Straße ein großer Elefantenbulle dahinmarschierte. Ein wenig flau wurde mir schon im Magen, so nah hinter so einem riesigen Koloss hinterherzufahren. Als ich mich umdrehte trabte ein zweiter Elefant (Jugendlicher) dem großen nach. Wir stellten unser Auto ab und beobachteten die beiden wassertrinkend an einem Wasserloch. Toll! Eine ganze Weile standen wir einfach nur so da und beobachteten die Tiere, schließlich trennten wir uns von dem Blick und fuhren zurück. Plötzlich gab Headman Anweisungen, wo Manfred das Auto abstellen sollte, es folgte noch ein Elefant. Maximal 50cm von unserem Autofenster entfernt trottete er dahin. Was für ein Erlebnis! Manfred amüsierte sich über die Sprache, mit der sich Headman mit einem Kumpel an der Straße unterhielt. Daraufhin versuchte uns Headman die Aussprache des Wortes Xhosa beizubringen. Er amüsierte sich köstlich, wie wir uns vergeblich abmühten. Bei dem X muss man mit der Zunge schnalzen und dann das restliche Wort sprechen. Zumindest habe ich es so verstanden.   

34° SouthAbends fuhren wir nach Summerstrand ins  "Boardwalk Casino & Entertainment". Im "34° South" saßen wir sehr gemütlich und schmausten "Strauß mit Chips und Gemüse" (Manfred), "Catch of the day mit Gemüse" (Ingrid und ich). Das Straußgericht kostete 63 ZAR (7,90 Euro), der Fisch 55 ZAR (6,90 Euro).  

 


Dienstag, 10. August 2004

Tipps zum Tage:

Lalibela Game ReservePrivates Game Reserve (Wildreservat) 

Wetter:
Morgens: leichter Regen  ? °C
Mittags:   bewölkt           16°C

Sonnenaufgang und Sonnenuntergang:
Sonnenaufgang:      7:02 Uhr
Sonnenuntergang: 17:45 Uhr


Lalibela: FlusspferdeNach dem leckeren Frühstücksbüfett fuhren wir ins Walmer Shopping Center, um einfach bei Regen ein wenig zu tun. 

Lalibela: White RhinoAnschließend fuhren wir 90 km Richtung Grahamstown und waren nach 1 1/4 Stunden im privaten Game Reserve Lalibela, kurz vor Grahamstown. Man erwartete uns bereits zu einer Halbtagestour mit Mittagessen. Unser Ranger nahm uns mit einem großen Gewehr in der Hand in Empfang. Das kann ja heiter werden :-). Mit seinem Landrover fuhren wir als einzige Gäste erst einmal zum Mittagessen in die Lodge. Wir hatten nicht mit so viel Gastfreundlichkeit und einem so leckerem Mahl gerechnet. Das Essen bestand aus Vorspeise: Calamari mit Nudeln in scharfer Sauce, Hauptgericht zum Auswählen: Spieße mit Huhn, Antilopenwurst, Mais und Butternuss am Spieß, Kartoffeln in Knoblauch und Nachtisch: gebackener Apfel mit Sahne. Nun kugelten wir uns wieder in den Landrover und weiter ging's. 

Zuerst sahen wir an einem Tümpel drei Flusspferde grasen. Wir hatten großes Glück sie so zu sehen, da sie sich die meiste Zeit im Wasser aufhalten. Weiter ging es vorbei an Rehböcken, Impalas. Scheue Kudus kreuzten unseren Weg. Zebras standen in der Ferne und immer wieder liefen Strauße links und rechts vorbei. Auf der Suche nach Elefanten musste unser Ranger einmal umdrehen. Wir kamen mit dem Landrover eine Piste nicht hinauf. Vergeblich legte er Steine in die großen Löcher, aber der Rover wollte nicht. Nachdem wir beim Wendemanöver auch noch fast umkippten wurden wir mit dem plötzlichen Anblick von Nashörnern konfrontiert. Auf 15 Meter fuhren wir an die drei White Rhinos heran. Der Bulle schaute sehr misstrauisch, dass mir anfangs das Herz in die Hose rutschte. Schließlich wendete er sich wieder seiner Wiese zu. Der Ranger ermahnte uns leise zu sein. Aber wie es der Teufel will, knipste Manfred das letzte Dia auf seiner Kamera und diese spulte sofort automatisch laut den Film zurück. Der Nashornbulle wurde wieder misstrauisch und beobachtete uns mit geschärften Ohren. 

Plötzlich sah unser Ranger Elefanten und an einer anderen Ecke Giraffen. Er meinte, zuerst fahren wir zu den Elefanten, die wechseln schneller ihren Standort. Es war eine Herde von 9 Tieren, unter anderem zwei kleine. Ein kleiner boxte mit dem Fuß gegen das Gras, bis er das ganze Büschel mit dem Rüssel packen konnte. Die Elefantenherde hinterließen ein Bild der Zerstörung in der Pflanzenwelt. Aber scheinbar wächst alles ziemlich schnell nach. Unser Ranger erzählte, dass er hier am liebsten seine Freizeit verbringe. Wenn keine Gäste da sind, schnappt er sich ein Buch, sucht die Elefanten und setzt sich in ihre Nähe.    

Mit diesem Land Rover wurden wir durch den Park gefahrenNun besuchten wir noch einen kranken Geparden, der derzeit auf einer, von Löwen abgesperrten Wiese sein verletztes Knie auskurierte. Zu guter letzt fuhren wir zu den Giraffen. Sie standen vor uns auf der Straße und machten keine Anstalten sich zu entfernen. Das kleinste Mitglied dieses Rudels war 1/2 Jahr alt. 

Da wir heute Mittag so viel geschmaust hatten, ließen wir den Abend im Hotel mit einem Castle Lager ausklingen. 



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