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 Heute mussten wir früh raus,
da wir mit der Bahn von George nach Knysna fahren wollten. Hierzu musste
uns erst ein Transfer dort hinbringen. Wir haben den Transfer Forest
Explorer von zu Hause gebucht. Um 8 Uhr ging es ab Waterfront bzw.
dem Bahnhof los. Unser
Auto stellten wir direkt am Bahnhof ab. Es war noch kein Security
Service auf dem Parkplatz unterwegs. In einer Stunde erreichten wir den
Bahnhof in George. Unsere Wirtsleute gaben uns das Frühstück als
Lunchpaket mit, bestehend aus Sandwiches, Muffins, Eiern, Joghurts,
Saft, Obst und Keksen.
Im
Outeniqua Cho-Tjoe Train fühlte man sich in
die 30er Jahre zurückversetzt. Neben uns lagerten etwa 20 Platten mit
Essen für ein Restaurant, das auf der Strecke liegt. Die Aufsicht
erklärte mir, dass dies nicht die Verpflegung für den Lokführer
sei. Die Fahrt verlief an Townships vorbei und immer wieder winkten uns die
Menschen freundlich zu. Nach 2,5 Stunden an Lagunen und Meer
entlang, durch Wald, über Brücken und durch Tunnel erreichten wir Knysna. Es war nett, aber diese Fahrt hätte nicht sein müssen. Die
Zeit hätte man anders nutzen können, zum Beispiel mit Kanufahren,
Waldspaziergängen usw..
In Knysna beantworteten wir
in einem Internetcafe unsere Mails, vertilgten am Bahnhof Kaffee und
Muffins und wollten zu unserem B&B fahren. Manfred meinte nach ca.
200 Metern plötzlich: "Ich fürchte der Reifen ist platt!"
Und richtig. An der Hauptstrecke von der Waterfront zur Hauptstraße
suchten wir uns eine Nische in einer Baustellenausfahrt. Manfred holte
das Bordwerkzeug hervor und hatte schon mal verschmierte Finger. Nach
dem Reifenwechsel die nächste böse Überraschung, der Reservereifen
war auch platt.
 So eine blöde Karre hatten wir noch nie: verzogene Spur
rechter Vorderreifen ohne Profil, Glanzlack auf dem Armaturenbrett, dass
es sich in der Windschutzscheibe spiegelte, das Auto wurde uns nicht
geliefert wie versprochen, jetzt noch der platte Reservereifen! Was
kommt danach? (Es sollte noch was kommen, man buchte uns den Mietpreis
gleich doppelt ab). Manfred rief auf seinen erstmals in diesen Urlaub
mitgenommenen Handy unseren Zimmerwirt an, der auch sofort die 10km
herbeieilte, beide Reifen zur Werkstatt brachte und mit dem aufgepumpten
Ersatzrad wieder zurückkam. Nun konnten wir wenigstens zur Pension
fahren. Die Werkstatt wollte indes nach einem Loch in dem anderen Reifen
suchen und es gegebenenfalls flicken. Abends holte unser Zimmerwirt auch
diesen Reifen von der Werksatt, die festgestellt hatten, dass man uns
"nur" die Luft herausgelassen hatte. Jetzt mutmaßten wir:
Hatten wir gestern dem Security Menschen zu wenig Trinkgeld
gegeben oder spekulierte man darauf, dass wir nach der Bahnfahrt den
Platten sofort bemerken würden und dann wäre uns einer zu Hilfe
gesprungen gegen ein Trinkgeld? Na ja, das werden wir nie herausfinden.
NIE WIEDER NATIONAL / ALAMO!!!
Abends
fuhren wir in die City zum Essen, aber bloß nicht wieder zur
Waterfront. So entdeckten wir ein sehr gutes afrikanisches Restaurant:
"De Oude Fabriek" in der Grey Street. Man konnte das Auto ohne
lauernde Security vor dem Restaurant abstellen. Vorweg aßen wir Zulu Bread, anschließend
aß Ingrid Kingklip, Manfred Straußensteak und ich Springbok. War alles
sehr lecker und die Bedienung besonders freundlich. Man wurde sehr gut
beraten.
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