SÜDAFRIKA

Knysna



Allgemeines zu Knysna:

Knysna liegt auf der Garden Route, zwischen Kapstadt und Port Elizabeth und ist sozusagen das touristische Zentrum der Garden Route. Die Einwohnerzahl beläuft sich auf 19.000. Das Wort Knysna bedeutet so viel wie "Ort des Holzes". Die Einfahrt in die Knysna-Lagune ist durch zwei hohe Sandsteinkliffe auf jeder Seite begrenzt, die als Heads bekannt sind. Knysna ist weltberühmt für seine Austern, die auf Thesen Island gezüchtet werden. Zum Bummeln lädt die Waterfront ein. Es gibt Restaurants, Shops und einige Bootstouren beginnen hier. 


Baboons: Paviane sind in ganz Südafrika stark verbreitet. Ihr Vorkommen ist nicht auf die Wildparks beschränkt. Sie bevorzugen bergiges, felsiges Gelände. Sie leben in Horden von 20 bis 100 Tieren. Paviane sind Allesfresser. Sie ernähren sich hauptsächlich von Insekten, Mäusen, Eidechsen, Würmern, Beeren und Wildfrüchten. Leider werden Paviane immer wieder von Besuchern gefüttert, was strengstens verboten ist. Die soziale Rangordnung unter den Tieren ist so strukturiert, dass sich zuerst die Ranghöchsten über das vorhandene Futter hermachen dürfen, dann erst kommen die Rangniederen an die Reihe. Wer nun Paviane füttert, wird von den Tieren folgerichtig als Rangniederer eingestuft, und diese Einschätzung wird auf alle Menschen generalisiert. Verweigert man später den Affen die "ihnen zustehende" Nahrung, so werden die Tiere aggressiv, stehlen Nahrungsmittel und greifen den Menschen auch an. Als Folge müssen solche Paviane dann meist von Rangern getötet werden. 

Unsere Unterkunft in Knysna: Blackwaters River Logde


Gefahrene Kilometer von Port Elizabeth nach Knysna mit einem Umweg über Cape St. Francis: 364 km 


Wetter: Sonne pur! Temperatur: ?


Sonnenaufgang und Sonnenuntergang:

Sonnenaufgang:      7:01 Uhr in Port Elizabeth

Sonnenuntergang: 17:55 Uhr in Knysna

 


Mittwoch, 11. August 2004

 

Baboons auf dem Grootriver PassAuf der Fahrt nach KnysnaAbfahrt um 9:35 Uhr. Wir folgten zuerst der Küstenstraße N2 mit einem Abstecher nach Cape St. Francis. Hier ließen wir uns ein wenig am Leuchtturm den Wind um die Nase blasen. Dann ging's weiter bis zut Storms River Bridge in den Tsitsikama Mountains. Wieder mussten wir eine Rast einlegen, weil die Landschaft immer malerischer wurde, schroffe Berge zur Rechten, Meer zur Linken. An der Bridge legten wir eine Picknickpause ein, während wir Sandwichkauend den herrlichen Blick auf Brücke und Berge genossen. Einige Kilometer später zweigten wir von der N2 ab, auf die R102 über den Grootrivier Pass. Hier traf man kaum noch Autos, dafür war die Landschaft um so schöner. Nach einer Serpentine tauchte plötzlich ein Rudel Paviane (Baboons) am Straßenrand auf. Natürlich mussten wir anhalten und fotografieren :-). Leider war die Passstraße nur 30km lang, so mussten wir später wieder auf der N2 nach Knysna fahren. 10 km hinter dem Ort fanden wir unsere Blackwater's River Lodge. Wir erhielten zwei nebeneinanderliegende Zimmer mit Blick auf den Golfplatz. 


Blackwater's River LodgeSonnenuntergang in Buffelsbaai Auf Rat unseres besonders freundlichen Zimmerwirts fuhren wir zum Sonnenuntergang nach Buffelsbaai und anschließend an die Knysna Waterfront zum Abendessen. Da wir in Port Elizabeth so gute Erfahrungen mit 34° South gemacht hatten, besuchten wir hier auch das Lokal. Wir erhielten den letzten Platz auf einer ungemütlichen Bank, direkt an der Eingangstür. Vor uns saßen Deutsche, was Manfred die restliche Laune verdarb und ihn zu verbalen Rundumschlägen verleitete. Na ja, schließlich musste er ja den ganzen Tag Autofahren, was in Südafrika manchmal ganz schön stressen kann. 

 


Donnerstag, 12. August 2004

 

Tipps zum Tage:


Featherbed:
Featherbed Nature Reserve ist ein 150 ha großes privates Naturreservat und liegt auf dem Western Head von Knysna. 

Kingklip:
Südafrikas bester Fisch, mit festem weißem Fleisch, wird meist gegrillt serviert (so steht es in meinem Reiseführer) 

Wetter:

Morgens: Sonne   6°C

Mittags:   Sonne 21°C,

Zum Glück gab es Heizdecken im Zimmer, denn es ist morgens sehr frisch innen und außen. 


Sonnenaufgang und Sonnenuntergang:

Sonnenaufgang:      7:10 Uhr

Sonnenuntergang: 17:56 Uhr


 

Lagune bei KnysnaNach "The Heads" einem wieder sehr reichhaltigem Frühstück fuhren wir nach Knysna, stellten dort unseren Wagen an der Waterfront ab und unternahmen einen 4-stündigen Ausflug mit der Featherbed Company. Zuerst ging es mit dem Boot zum Featherbed Nature Reserve. Der Führer unterhielt uns (28 Teilnehmer) derweil mit fürchterlich albernen Geschichten, zum Glück verstanden wir die nicht immer. Im Nature Reserve wurden wir mit einem 4WD Wagen zum Startpunkt eines 2,2 km langen Bushwalks transportiert. Mit herrlichen Aussichten auf "The Heads" und die Lagune wurden wir teils über Felsen, teils durch dichten Bush zu unserem Ausgangspunkt geführt. Hier gab es ein leckeres Mittagsbüfett, dann wurden wir mit dem Schiff wieder zur Waterfront gebracht. 


Etwa 50% der Teilnehmer waren Deutsche. Ein besonders blödes Exemplar musste Manfred ertragen. Wir saßen gemütlich hinten auf dem Schiff, als sich einer der Deutschen zu Manfred gesellte und eine dicke Zigarre anzündete. Er fragte Manfred, ob es ihn störe, dass er rauchte. Manfred erwiderte zwar: "Wenn es Sie nicht stört das ich huste", aber es schien ihn nicht zu stören und so setzte er sich und seine ganze 6-köpfige Familie um Manfred herum. Ingrid und ich saßen zum Glück auf der anderen Seite des Schiffs. Schließlich verbot ihm ein Crewmitglied das Rauchen an Bord, was er nur mit Murren einsah und warf die Zigarre ins Wasser. Auf den Einwand des Crewmitgliedes, dass sie das nicht schön fand, dass er die Zigarre ins Wasser geworfen hatte, empörte sich die Familie und meinte, die Zigarre sei doch schließlich rein organisch. Manchmal schämt man sich wirklich für seine dusseligen Landsleute!


Nachmittags hatte uns unser Zimmerwirt schon zwei Kanus zurechtgelegt, sogar mit Inhalt (2 Getränkeboxen mit großer Auswahl). Der Wirt wollte uns nach 2,5 Stunden an der Mündung im Meer mit den Kanus abholen. Als er uns so ungeschickt paddeln sah, rief er uns nach: "Also ich hole euch in 3 Stunden ab". Wir paddelten auf dem idyllischen Goutramma River ganz alleine durch die Natur, es war herrlich! Eigentlich habe ich vorher 1000 Ausreden gesucht um nicht mitpaddeln zu müssen, meine Lust hat sich aber während der Fahrt um 180° gewendet. Paddeln machte wirklich riesigen Spaß. Wir beobachteten Enten, Kormorane, einen Reiher und weitere Wasservögel. Nach ca. 3/4 Stunde, merkten wir aber langsam unsere untrainierten Arme und kehrten um. Das müssen wir unbedingt noch einmal wiederholen.


JJ's Restaurant in Knysna Abends fuhren wir zum Essen an die Waterfront nach Knysna und aßen im JJ's Restaurant. Manfred aß Steak mit Pfeffersauce, Ingrid Kingklip mit Weißweinsauce und ich Sole. War alles sehr lecker und die Bedienung sehr freundlich. Der Ober fragte Ingrid gleich, ob sie nicht XYZ in Augsburg kennen würde, nachdem er hörte dass Augsburg nur 250.000 Einwohner hat :-). Abends unterhielt uns unser Zimmerwirt bei einem gemütlich prasselndem Kaminfeuerchen mit abenteuerlichen Geschichten aus seiner Zeit, als er im Krüger National Park arbeitete. Sein Englisch war sehr gut zu verstehen.

 


Freitag, 13. August 2004

 

Tipps zum Tage:


Outeniqua Cho-Tjoe Train: 1928 wurden die 67 km Bahnline zwischen George und Knysna fertiggestellt. Die Strecke verläuft mal an Seen, mal am Meer entlang über Felsen und durch Tunnel. Die einfache Fahrt für Erwachsene kosten 65 Rand, für Kinder von 3-16 Jahren: 40 Rand. Im Winter, vom 1.5 bis 31.8 finden keine Fahrten Knysna - George - Knysna statt, sondern nur George - Knysna - George. Darum sollte man einen Transfer nach George organisieren, wenn man in Knysna wohnt.


Restaurant: "De Oude Fabriek" in der Grey Street - hier gibt es afrikanische Spezialitäten

Wetter:

Morgens: bewölkt 12°C

Mittags:   Sonne    22°C


Sonnenaufgang und Sonnenuntergang:

Sonnenaufgang:      7:09 Uhr

Sonnenuntergang: 17:57 Uhr


 

Ein Fan vom "Outeniqua Cho-Tjoe Train"Auf der Strecke zwischen George und WildernessHeute mussten wir früh raus, da wir mit der Bahn von George nach Knysna fahren wollten. Hierzu musste uns erst ein Transfer dort hinbringen. Wir haben den Transfer Forest Explorer von zu Hause gebucht. Um 8 Uhr ging es ab Waterfront bzw. dem Bahnhof los. Unser Auto stellten wir direkt am Bahnhof ab. Es war noch kein Security Service auf dem Parkplatz unterwegs. In einer Stunde erreichten wir den Bahnhof in George. Unsere Wirtsleute gaben uns das Frühstück als Lunchpaket mit, bestehend aus Sandwiches, Muffins, Eiern, Joghurts, Saft, Obst und Keksen.


Im Outeniqua Cho-Tjoe Train fühlte man sich in die 30er Jahre zurückversetzt. Neben uns lagerten etwa 20 Platten mit Essen für ein Restaurant, das auf der Strecke liegt. Die Aufsicht erklärte mir, dass dies nicht die Verpflegung für den Lokführer sei. Die Fahrt verlief an Townships vorbei und immer wieder winkten uns die Menschen freundlich zu. Nach 2,5 Stunden an Lagunen und Meer entlang, durch Wald, über Brücken und durch Tunnel erreichten wir Knysna. Es war nett, aber diese Fahrt hätte nicht sein müssen. Die Zeit hätte man anders nutzen können, zum Beispiel mit Kanufahren, Waldspaziergängen usw..


In Knysna beantworteten wir in einem Internetcafe unsere Mails, vertilgten am Bahnhof Kaffee und Muffins und wollten zu unserem B&B fahren. Manfred meinte nach ca. 200 Metern plötzlich: "Ich fürchte der Reifen ist platt!" Und richtig. An der Hauptstrecke von der Waterfront zur Hauptstraße suchten wir uns eine Nische in einer Baustellenausfahrt. Manfred holte das Bordwerkzeug hervor und hatte schon mal verschmierte Finger. Nach dem Reifenwechsel die nächste böse Überraschung, der Reservereifen war auch platt. Unser LunchpaketDer letzte Abend in der Blackforest Lodge So eine blöde Karre hatten wir noch nie: verzogene Spur rechter Vorderreifen ohne Profil, Glanzlack auf dem Armaturenbrett, dass es sich in der Windschutzscheibe spiegelte, das Auto wurde uns nicht geliefert wie versprochen, jetzt noch der platte Reservereifen! Was kommt danach? (Es sollte noch was kommen, man buchte uns den Mietpreis gleich doppelt ab). Manfred rief auf seinen erstmals in diesen Urlaub mitgenommenen Handy unseren Zimmerwirt an, der auch sofort die 10km herbeieilte, beide Reifen zur Werkstatt brachte und mit dem aufgepumpten Ersatzrad wieder zurückkam. Nun konnten wir wenigstens zur Pension fahren. Die Werkstatt wollte indes nach einem Loch in dem anderen Reifen suchen und es gegebenenfalls flicken. Abends holte unser Zimmerwirt auch diesen Reifen von der Werksatt, die festgestellt hatten, dass man uns "nur" die Luft herausgelassen hatte. Jetzt mutmaßten wir: Hatten wir gestern dem Security Menschen  zu wenig Trinkgeld gegeben oder spekulierte man darauf, dass wir nach der Bahnfahrt den Platten sofort bemerken würden und dann wäre uns einer zu Hilfe gesprungen gegen ein Trinkgeld? Na ja, das werden wir nie herausfinden.


NIE WIEDER NATIONAL / ALAMO!!! 

Abends fuhren wir in die City zum Essen, aber bloß nicht wieder zur Waterfront. So entdeckten wir ein sehr gutes afrikanisches Restaurant: "De Oude Fabriek" in der Grey Street. Man konnte das Auto ohne lauernde Security vor dem Restaurant abstellen. Vorweg aßen wir Zulu Bread, anschließend aß Ingrid Kingklip, Manfred Straußensteak und ich Springbok. War alles sehr lecker und die Bedienung besonders freundlich. Man wurde sehr gut beraten.



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