AUSTRALIEN

Sydney (Teil 1)


Allgemeines zu Sydney:

Vom Sydney International oder Domestic Airport in die Stadt:
Wir fuhren mit der City Rail, sie ist leicht zu finden. Der Travel Pass Weekly gilt hier nicht, man braucht eine Zusatzfahrkarte. Nach einer Viertelstunde Fahrzeit erreichten wir Circular Quay. Die Rückfahrkarte nur für den Airport Link (innerhalb einer Woche) kostet 12,50$ für Erwachsene und 10$ für Kinder bis einschließlich 16 Jahre.

Wochenkarte für Sydney:
Mit dem Travel Pass Weekly erreicht man am besten und preisgünstigsten alle Ziele in der Stadt, wenn man sich eine Woche dort aufhält. Es gibt verschiedene Travel Passes, je nach Farbe kann man sich entsprechend weit in der Stadt bewegen. Wir kaufen uns immer die Stufe "Green", die enthält die Stadtmitte und man kann auch noch Manly und das Olympiagelände erreichen. Will man Ausflüge mit der Bahn in die weitere Umgebung unternehmen, löst man in dem Fall ein Ticket nach, oder man kauft gleich den Travel Pass Purple.
Kosten für den Wochenpass - Green Travel Pass Weekly: 40$ für Erwachsene, 20$ für Kinder bis einschließlich 16 Jahre

Wohnen in Manly:
Wir buchten bei Manly Beach Holiday Apartments ein 2-Bedroom Apartment in den Peninsula Apartments. Dies war wohl die bisher schlechteste Unterkunft Sydneys, die wir bisher buchten. Wenn wir nachts nach Hause kamen, huschten die Kakerlaken in der Küche und im Bad davon, die Heizung hatte Mühe zu heizen, die Rollläden waren defekt, die Spülmaschine konnte nur mit Tricks arbeiten und das Schlafzimmer mündete direkt an den benachbarten Müllraum, wo auch mitten in der Nacht laut Müll in den Müllschlucker gedonnert wurde. Manfred reklamierte dieses alles am nächsten Tag, mit der Bitte uns ein anderes Apartment zu geben, aber im Office teilte man uns mit, dass sich noch nie jemand beschwert hätte. Man schickte uns am nächsten Tag einen Menschen vorbei, der die Kakerlaken teilweise vergiftete und uns die Spülmaschine erklärte und die Rollläden dahingehend reparierte, dass sie wenigstens unten hingen. Aufziehen konnte man sie aber nicht mehr. In den nächsten Tagen gewöhnten wir uns an die huschenden Kakerlaken und traten pro Abend mindestens 6 bis 7 tot.

Sonnenuntergang in Sydney:
gegen 17:20 Uhr


 

Montag, 08. August 2005
 

Manly Hafen

Als die Sonne aufging, flogen wir gerade über das Great Australien Basin. Rote Erde, Salzseen, so begrüßte uns der australische Kontinent. Jetzt erwachte in mir trotz tränender, knallroter Augen durch die Klimaanlage, das Australianfeeling. Mit 1,25 Stunden Verspätung landeten wir um 9 Uhr morgens im sonnigen Sydney .

Um 11:15 Uhr erreichten wir mit Bahn, Fähre und zu Fuß in Manly die Peninsula Apartments, Der erste Eindruck war super, aber ein wenig trübten die Kakerlaken im Bad und in der Küche das Bild. Müde liefen wir in Manly herum, aßen dann im Malacca Strait und fielen sofort ins Bett.

 

Dienstag, 9. August 2005
 
Tipps zum Tage:

Fahrt von Manly nach Bondi Beach: 1/2 Stunde mit der Fähre von Manly zum Circular Quay, laufen bis Martin Place, mit der City Rail bis Bondi Junction, hier mit den Bussen 380, 381 oder 382 bis Bondi Beach.

Wanderung von Bondi Beach zu Coogee Beach: Eastern Beaches Coastal Walk

Restaurant Pancake on the Rocks

Wetter:
Morgens: Sonne
Mittags:   Sonne

Sonnenaufgang und Sonnenuntergang:
Sonnenaufgang:       6:41 Uhr
Sonnenuntergang: 17:21 Uhr


Auf der Fähre von Manly zum Circular Quay

Nach 9 Stunden ausgiebigen Schlafs standen wir  heute morgen auf. Wir sahen keine Kakerlaken mehr, so ließen wir Kakerlaken Kakerlaken sein, frühstückten und fuhren mit der Fähre von Manly zum Circular Quay. Eigentlich wollten wir mit dem Bus L82 zum Bondi Beach fahren, fanden aber die Haltestelle nicht, darum liefen wir zum Martin Place, fuhren mit der City Rail drei Stationen bis Bondi Junction und von dort mit dem 380er Bus zum Bondi Beach. So dachten wir zumindest, aber Manfred merkte plötzlich, dass wir leider den Bus in Richtung Stadt erwischt haben. Ich fragte meinen Hintermann und richtig. Also alles wieder raus und in die Gegenrichtung einsteigen.
 

Bondi Beach im Winter


Na ja, jedenfalls um 11:45 Uhr starteten wir am am südlichen Ende von Bondi Beach den Weg Bondi to Coogee. Er führt teils an Klippen, teils an Stränden entlang, am Bondi Iceberg Club vorbei, von wo man den Surfern gut zusehen kann, weiter zur Tanmarama Bay, einem kleinen Strand, wo wir uns mit frisch gepresstem Saft und Muffins stärkten. Dann passierten wir Bronte Beach, am Waverley Cemetery vorbei, zur Clovelly Bay. Diese erreichten wir um 14:15 Uhr, wo wir uns in den schon dort stehenden Bus 382 setzten und zu Bondi Junction zurück fuhren. Meine Familie hatte keine Lust mehr zum Coogee Beach weiterzuwandern. Ich habe das Wichtigste ganz vergessen zu erwähnen, dass man auf diesem Walk immerzu die herrliche Aussicht auf das Meer, die Klippen und die Strände genießen kann!
 

Surfer am Bondi Beach

Küstenweg am Friedhof vorbei


Ein wenig bummelten wir durch die Fußgängerzone Bondi Junctions, dann setzten wir uns in einen Bus zurück zum Circular Quay. Den Sonnenuntergang genossen wir fotografierend im Botanischen Garten, den wir vom Circular Quay am Ufer entlang und an der Oper vorbei, erreichten. Unmengen von Kakadus grasten hier, bzw. wurden von einer Schülergruppe gefüttert. Die Kakadus und auch ein paar Lorikeets landeten auf den Schülern, bis diese sich fast vor den vielen Vögeln nicht mehr retten konnten.
 

Kakadus überfallen eine Schulklasse

Blick vom Botanischen Garten zur Oper und Harbour Bridge


Zum Essen gingen wir ins Pancake on the Rocks, wo Manfred eine Pizza mit Salami aß, Ingrid Pfannkuchen mit Erdbeeren und Sahne und ich Thai Crepes. In einem für Sydney sehr teuren Internetcafe in der Pittstreet (15 Cent pro Minute) checkten wir unsere Mails und fuhren mit der Fähre nach Manly zurück.

In der Wohnung angekommen, huschten erst einmal ein Haufen Kakerlaken davon. Igitt! Ingrid und Manfred fotografierten diese Tierchen.

 

Mittwoch, 10. August 2005
 

Tipps zum Tage:

Wetter:
Morgens: Sonne   9°C
Mittags:   Sonne 20°C

Sonnenaufgang und Sonnenuntergang:
Sonnenaufgang:       6:40 Uhr
Sonnenuntergang: 17:22 Uhr


Nachts um 2:40 Uhr wachte ich plötzlich durch eine laute Sirene auf. Schließlich wurde es zu einem Dauerton, so dass ich ins Wohnzimmer ging und lauschte. Eine automatische Stimme meldete, dass wir uns zu den Notausgängen begeben und weitere Anweisungen des Personals entgegennehmen sollten. Dies wurde ständig wiederholt. Aber auf dem Flur war alles still, auch kein Rauchgeruch. Schließlich wollte Manfred gerade unten nach dem Rechten sehen, als ein Paar übermüdet den Gang entlanglief und meinte „No Problems“. Mit einem Puls von 200 legten wir uns wieder schlafen. Irgendein Scherzbold oder ein Betrunkener löste wohl diesen Fehlalarm aus.

Nach dem Frühstück sprach Manfred mit unserem Office, aber dieser meinte, wir wären die ersten, die sich wegen Kakerlaken beschwerten. Schließlich wären die in Sydney in älteren Gebäuden üblich. Nur komisch, dass wir in den letzten 13 Jahren nie Probleme mit Kakerlaken in diesen Mengen hatten. Auch zu den anderen Punkten hatte sich wohl noch nie jemand beschwert: lautes Schlafzimmer neben dem Müllschlucker, Spülmaschine funktionierte nicht, Heizung auch nicht, die Vorhänge auch nicht. Die Australier scheinen alles hinzunehmen und jeden Preis dafür zu zahlen oder sie beschweren sich nicht und kommen einfach nicht wieder.

Darling Harbour

Darling Harbour


Wir drei fuhren mit der Jet Cat, die Manly Fähre fuhr aus irgendeinem Grund nicht, in die City.
Hier trennten wir uns. Manfred drehte eine Fotorunde durch The Rocks, Ingrid und ich bummelten durch die Pitt Street nach Darling Harbour. Hier genossen wir den Tag, durch Geschäfte bummelnd und am Hafen flanierend. Leider fand die nächste Aufführung der Aborigines in Darling Harbours Northern Territory erst in 2 Stunden statt, so sahen wir uns nur etwas um. Auf dem Rückweg Richtung Circular Quay besorgten wir ein paar Prospekte im Informations Bureau für Michaela und Mario. Anschließend suchten wir einen Internet Zugang in der York Street gegenüber des QVBs auf ( 1/2 Stunde = 3$), wo ich ein paar Lebenszeichen verschickte. Bei der Rückfahrt nach Manly gab es etwas Trouble mit der Fähre. Statt der Fähre fuhr die Jet Cat und aus der mussten wir wieder plötzlich alle wieder aussteigen, da sie nicht funktionierte. Die Ersatz Jet Cat war leider schon überfüllt, so mussten wir wieder den Wharf wechseln und in die reguläre, ½ Stunde später verkehrende Fähre, umsteigen. Aber was soll's, wir haben schließlich Zeit.

 

Donnerstag, 11. August 2005
 
Tipps zum Tage:

Manly-Spit Bridge Walk
Man erreicht Manly ab Circular Quay mit der Fähre. Am Endpunkt der Wanderung, der Spitbridge, verkehrt ein Bus im Viertelstundentakt zum Fähranleger nach Manly.

Abendessen im Ribs & Rumps in Manly

Wetter:
Morgens: Sonne und windig 9°C
Mittags:   Sonne 16°C

Sonnenaufgang und Sonnenuntergang:
Sonnenaufgang:       6:39 Uhr
Sonnenuntergang: 17:22 Uhr


Spülmaschine funktionierte! Nach unserem Frühstück starteten wir Manfreds und meine Lieblingswanderung von Manly zur Spit Bridge.

Diese Wanderung hat eine Länge von ca. 10 km, wir benötigten dafür 3 Stunden und 40 Minuten inklusive Pausen. Ein sehr zutraulicher Magpie gesellte sich bei unserer Rast zu uns, niedlich! Ich fasse mich deshalb so knapp mit der Beschreibung, da wir diese Tour fast in jedem Urlaub unternahmen. Sie ist für uns ein MUSS, viel Natur und herrliche Blicke und doch so nah an der Stadt.
 

Spitbridgewalk Blick vom Spitbridgewalk auf North- und Southhead im Vordergrund ein Magpie
 

Mit dem Bus 144 fuhren wir ab Spit Bridge zurück nach Manly. Abends aßen wir im Ribs & Rumps am Strand von Manly. Das Essen war lecker, aber teuer. Wenn man nicht rechtzeitig erscheint, bekommt man sogar alltags keinen Platz mehr. Manfred aß ein Rumpsteak mit Pommes, ich ein Rumpsteak mit Kartoffeln und Ingrid ein halbes Hähnchen mit Kartoffeln. Es ist komisch, aber es gibt In-Lokale, da stehen die Leute Schlange wie hier und sie können jeden Preis verlangen und es gibt Lokale, die halb leer sind, aber die nach unserem Geschmack oft sogar besser sind als die In-Lokale. Na ja, wahrscheinlich sind wir nicht "in" :-)


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