AUSTRALIEN

Südwestaustralien (Teil 2)



Karte


 

Dienstag, 30. August 2005
 
Valley of Giants:
In diesem Nationalpark wachsen vier seltene Arten von Eukalyptusbäumen, die im Inland beheimateten Red-, Yellow- und Rates Tingle und der an der Küste wachsende Red Flowering Gum. Man hat 1996 zwischen den höheren Bäumen einen 600 Meter langen Hängebrückenweg aus Aluminium in Baumkronenhöhe angelegt, den Tree Top Walk, der an seiner höchsten Stelle 40 Meter beträgt. Auf diesem Weg, der 6$ Eintritt für Erwachsene ab 16 Jahren kostet, bekommt man einen guten Eindruck über die immense Höhe dieser Bäume. Im Anschluss daran führt ein weiterer Weg zu ebener Erde an den beeindruckenden Bäumen vorbei.  

Wetter:
Morgens: Schauer 8°C
Mittags:    Sonnig 18°C

Sonnenaufgang und Sonnenuntergang:
Sonnenaufgang in Albany:      6:31 Uhr
Sonnenuntergang in Albany:17:48 Uhr


Die ganze Nacht stürmte und regnete es ganz fürchterlich. Anfangs lag ich mit Herzklopfen wach und überlegte, was alles einstürzen oder fortwehen könnte. Aber wahrscheinlich wird so ein Sturm normal sein für einen Küstenort. Warm eingemummt schlief ich schließlich ein. Im Schlafzimmer betrug die Morgentemperatur übrigens meistens ein Grad mehr als draußen, also 9°C heute morgen.

Heute fuhren wir in die Nähe von Walepole, um das Valley of Giants zu besichtigen. Nein, mit Giants sind keine Märchenfabelwesen gemeint, sondern große Bäume und zwar vier Arten seltener Eukalyptusbäume (siehe oben). Damit nicht der Nationalpark und die Umgebung der seltenen Bäume von Touristen zerstampft wurde, legte man diesen oben beschriebenen Weg an.
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Im Valley of Giants: Tree Top Walk

Im Valley of Giants


Auf dem Rückweg nach Albany, auf halben Weg oder 15 km vor Denmark, besuchten wir die Williams Bay. Hier findet man feine Sandstrände mit fast weißem Sand und viele Küstenwanderwege. Auch das alte Windrad, was uns vor 9 Jahren in Schrecken versetzte, weil wir nicht wussten was da so quietschte, war noch dort.

Nach einer Muffinpause zu Hause spazierten Ingrid und ich auf dem Boardwalk nach Middleton und noch weiter auf dem Scenic Weg Richtung Albany. Abends aßen wir die Reste unseres thailändischen Essens von gestern
 

Windrad an der Williams Bay

Scenicwalk von Middleton nach Albany
 

 

Mittwoch, 31. August 2005
 

Tipps zum Tage:

Wetter:
Morgens: Wechselnd bewölkt   8°C
Mittags:   Wechselnd bewölkt 13°C

Sonnenaufgang und Sonnenuntergang:
Sonnenaufgang in Albany:      6:29 Uhr
Sonnenuntergang in Albany: 17:49 Uhr

 

Ganz schön frostig war es heute Nacht wieder! Bei 9°C im Zimmer und 6°C draußen wachte ich auf. Der gestrige Sturm hatte sich zum Glück gelegt. Nach dem Frühstück wollten wir ein wenig Richtung Osten an der Küste entlang fahren. Versehentlich standen wir plötzlich am Ende einer Straße an einem Strand, dem Nanruper Beach, wie sich hinterher herausstellte. Wir waren gar nicht auf dem Highway, wie ich vermutete. Na ja, machte nichts, dann sahen wir uns eben diesen an. Ich finde, ein Strand ist hier schöner als der andere.

Wir setzten uns ein wenig auf eine Aussichtsplattform, ich hatte jedes Mal die Hoffnung Wale zu entdecken. Plötzlich sah ich tatsächlich einen in der Bucht, zuerst nur die Floße, dann die Fontaine und schließlich sprang er ganz aus dem Wasser, toll!!! Leider war er etwas zu schnell und zu weit entfernt für meine Videokamera, aber mit dem Fernglas ließ er sich wunderbar beobachten. Hier verbrachten wir lange, lange  Zeit. Es musste ein einziger Buckelwal gewesen sein. Es gibt hier hauptsächlich den Southern Right Wal (südlicher Glattwal) und den Buckelwal. Der erstere ist etwas schwerer mit 80 Tonnen, der Buckelwal weist 45 Tonnen auf. Beide werden 13 bis 18 Meter lang. Der Buckelwal hat eine längere und schmalere Flosse als der Southern Right Wal. Darum glauben wir einen Buckelwal gesehen zu haben. Ein paar Mal, aber äußerst selten sprang er aus dem Wasser, besonders als wir das Fotografieren und Filmen aufgaben und gehen wollten. Ansonsten ließ er zwischendurch immer wieder seine Flossen aus dem Wasser emporragen.  
 

Nanruper Beach: Sogar am Strand gibt es Stopschilder

Ein Wal am Nanruper Beach


Nach diesem Erlebnis fuhren wir auf den Mount Clarence, einen der beiden Hausberge Albanys und genossen den Rundumblick auf den Hafen, die Stadt und unsere Villa zwischen Middleton und Emu Bay. Ein kleines Tier, vielleicht ein Bandycoot bot sich als Filmobjekt an.

 

Blick vom Mount Clarence

Ein Bandycoot?


Nach dem Einkauf bei Coles, wir wollten heute Abend wieder selber kochen, legten wir eine Kaffeepause ein. Danach setzte Manfred Ingrid und mich am Hafen, bzw. beim Trackbeginn in Albany ab. Wir beide wanderten den Track von Albany nach Middleton und von dort am Strand entlang in 1 Stunde und 20 Minuten zu unserem Standort. Man hatte immer wieder schöne Blicke auf die Bucht, die Felsen, kleine Inselchen und den Strand bei Middleton. Leider sahen wir keinen Wal, aber wir waren ja schon von heute morgen verwöhnt. Da wir viel zu schnell zu Hause gewesen wären wanderten wir noch bis zum Ende, Emu Bay, weiter und zurück.
Abends briet Manfred Steaks und Ingrid bastelte Salat. Beides schmeckte hervorragend. Lob an die Köche!

 
 
Donnerstag, 01. September 2005
 
Tipps zum Tage:

Wetter:
Morgens: Sonne    5°C
Mittags:   Sonne  19°C

Sonnenaufgang und Sonnenuntergang:
Sonnenaufgang in Albany:     6:28 Uhr
Sonnenuntergang in Perth:  18:00Uhr

Fahrdaten:
Kilometer: 410 Fahrzeit: 5,5 Stunden

 

Heute ist leider Abreisetag nach Perth, in 2 Tagen startete unser Flieger heimwärts. Auf direktem Weg, also auf dem Albany Highway fuhren wir die 410 km nach Perth. Es war keine besonders aufregende Strecke, sie war nicht stark befahren, aber es waren einige Trucks unterwegs. Man passierte grüne Wiesen, mit Kühen oder Schafen, der Raps blühte gerade. Die Abstände der toten Kängurus am Straßenrand wurde Richtung Perth kürzer. Unterwegs tankten wir bei „Helga“, der Besitzerin einer kleinen Tankstelle und tranken Kaffee. Helga war Berlinerin. Wir schimpften gemeinsam über die schlechten Isolierungen der australischen Häuser, bzw. gar nicht vorhandenen.  

Nach 5,5 Stunden reiner Fahrzeit, erreichten wir den Ort Scarborough, nördlich von Perth gelegen. Im Seashell erkundigten wir uns nach einem freien Apartment, es war eins frei zum Frühlingsrabatt. Diese Anlage, direkt vor dem West Beach Lagoon gelegen, war mit Blick auf den Ozean bedeutend schöner als das West Beach Lagoon.  
 

Strand von Scarborough

Seashell Apartments in Scarborough


Wir kauften ein, schauten uns die Umgebung an, die Infrastruktur hat sich sehr stark verändert seit 9 Jahren. Anschließend bummelten Ingrid und ich zum Sonnenuntergang an den Strand. 
Wir aßen heute Abend Fish und Chips in unseren Apartment.

 

Freitag, 2. September 2005
 

Tipps zum Tage:

Wetter:
Morgens: Bewölkt 15°C
Mittags:   Sonne   19 °C

Sonnenaufgang und Sonnenuntergang:
Sonnenaufgang in Perth:      6:33 Uhr
Sonnenuntergang in Perth: 18:01 Uhr


Koala im Yanchep NationalparkNach dem Frühstück setzten wir uns ins Auto und fuhren 50 km nach Norden zum Yanchep National Park. Eine hübsche Raupe im Yanchep N.P.Der Eintritt betrug 9$ pro Auto und 3$ für Motorräder. Man kann hier Wanderungen  von 2km bis 19 km unternehmen, kann sich ein paar in Gefangenschaft lebende Koalas ansehen, die gerade 3 Babys hatten, kann sich ein Boot mieten und über den See paddeln, eine Höhle ansehen per Führung oder einfach die Natur genießen und picknicken. Wir entschlossen uns zu einem 4,5 km Trail, der mit 2 Stunden veranschlagt wurde. Aber auch mit vielen Fotopausen benötigten wir nur 1 1/4 Stunden. Ich habe noch nie so viele Grasbäume auf einer Wanderung gesehen, wie auf dieser. Außerdem blühte sehr viel. Schwarze Kakadus und Raubvögel und viele andere Vögel flogen über unsere Köpfe hinweg.

Nachmittags besuchten wir das Aquarium von Perth, das etwa 10 Minuten nördlich von Scarborough liegt. Der Eintritt ist ziemlich gesalzen: 23,50$ pro Erwachsenen. Aber es soll das größte Australiens sein. Letzteres kann ich mir schwer vorstellen, höchstens, dass es in der Fläche das größte ist. Das Aquarium ist in Themen gegliedert und zeigt hauptsächlich Wasserlebewesen der Westküste Australiens von Esperance, Albany, über Perth, Kalbarri, bis nach Broome und Kununurra. Es gibt eine begehbare Röhre, von der man über und neben sich Haie, Rochen, Riesenschildkröten und andere Fische um sich herumschwimmen sieht. Außerdem kann man die Schwimmkünste zweier Robben von oben und unten bewundern.
 

Qualle im Perth Aquarium

Perth Aquarium


Abends aßen wir im Thai Palace in Scarborough. Ingrid und ich aßen Tom Kah Suppe vorweg, Manfred Tom Yum (scharf). Anschließend aßen Manfred und ich Red Curry mit Huhn und Ingrid Vegetarisches Curry. Es waren diesmal solche Unmengen, dass sogar Manfred vorzeitig das Handtuch warf. Aber es war lecker!

 

Samstag, 3. September 2005
 

Tipps zum Tage:

Wetter:
Morgens: Sonne
Mittags:   Sonne  

Sonnenaufgang und Sonnenuntergang:
Sonnenaufgang in Perth:       6:31 Uhr
Sonnenuntergang in Perth: 18:01 Uhr


Unser letzter Urlaubstag ist angebrochen. Wir checkten aus dem Hotel aus und fuhren in die Stadt. Beim Outlet Shopping Zentrum parkten wir. Hier wurden fabrikneue Sachen zu Billigpreisen verkauft. Aber deswegen sind wir eigentlich nicht hergekommen sondern weil man hier sein Auto voll beladen einigermaßen sicher parken konnte. Ingrid und ich bummelten durch die Fußgängerzonen und besorgten schnell noch Vegemite für Fans in D. Manfred spazierte alleine in die City und zum Kings Park.

Gegen 14 Uhr fuhren wir nach Waneroo raus, um Rudi zu besuchen, dessen umfangreiches, gesammeltes Australien-Infomaterial Manfred ins Internet stellen möchte, bzw. schon teilweise reingestellt hat (siehe hier). Hier verbrachten wir einen sehr netten Nachmittag bis wir schließlich zum Flughafen aufbrechen mussten. Wieder erhielten wir problemlos unsere vorreservierten Plätze bei Emirates. Der 11-stündige Flug verlief sehr angenehm.

Good Bye Australien

Good Bye Australien

 

Sonntag, 4. September 2005
 

In Dubai hatten wir einen 2-stündigen Aufenthalt Die Gepäckkontrolle war ein Witz. Die Kontrolleure sahen überhaupt nicht auf ihre Monitore, dafür musste fast jeder Mann seine Schuhe ausziehen und die Gürtel abschnallen. Pünktlich flog unser Airbus weiter nach München. Wie jedes Jahr am Urlaubsende fielen wieder ein paar superdämliche Landsleute mit schrillen lauten Stimmen auf, also regelrechte Trampel. Man hatte bei dem 6-stündigen Tagflug zum Teil herrliche Sicht. Am Münchner Airport lief alles wie am Schnürchen, Passkontrolle und unsere Koffer erschienen sofort. Ich stellte mir an der Passkontrolle vor, dass man uns in D fragen würde, wie der Urlaub war und so weiter, dabei musste ich fast herzhaft lachen. Ich glaube, ich würde diesen Beamten für verrückt halten. Dabei sprach man uns genau mit solch freundlichen Worten sowohl in Sydney als auch in Perth in diesem Jahr an. Unser Flughafentransfer wartete bereits und um 14:30 Uhr erreichten wir Augsburg.


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