SÜDAFRIKA
Tsitsikamma

| Mittwoch, 28. Juni 2006 |
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Heute Morgen schien die Sonne, im Zimmer hatte es 18 Grad und seit langem habe ich mal nicht ohne Heizdecke gefroren im Bett. Wir standen gegen 7:45 Uhr auf und marschierten zum Frühstück. Was für eine Überraschung, zum 17. Mal wurden Spiegeleier, Rühreier, Würste, Pilze und Speck angeboten! Aber es gab auch leckeres Müsli, Obst und nicht nur verbrannten Toast, sondern leckeres Grau- und Schwarzbrot. Auch wurde überall statt Vegemite, wie in Australien, Mermite angeboten. Den Versuch schenkten wir uns beide, denn mit Maggi-Broten konnten wir uns noch nie anfreunden. Nach dem
Frühstück packten wir unsere Rucksäcke, um
den 10 km langen Strip Tease River Trail zu
wandern, der extra von der Lodge für seine Gäste
angeboten wurde. Die ersten 10 Minuten wanderten wir durchs
Lodgegelände, einen breiteren Weg am Walde entlang. Nun
verzweigten sich die Wege. Links herum, den Berg entlang
führte der „Mountain and Sea-view Trail“
und der kurze „Sunbird Trail“, rechts herum, zum
Fluss hinab führten der „Strip Tease River
Trail“ und der „Woodpecker Trail“. Kurz
nach der Abzweigung hörten wir Geräusche.
Hätten wir uns in den Alpen aufgehalten, hätte ich
einen Wanderer mit seinen zwei bellenden Dackeln vermutet. Beim
Weitergehen sahen wir aber, dass es keine Dackel waren, sondern auf
einem Holzpflog saß, vielleicht in 300 Meter Entfernung am
Berghang, auf einer Lichtung ein Affen. Dann sah man einen zweiten,
einen dritten und ein ganzes Rudel! Toll! Wandern in den Bergen mit
Affen, das gibt’s wohl nur in Afrika. Ansonsten sah die
Landschaft recht malerisch aus. Sie hätte in Kanada oder in
unseren Alpen sein können. Ein größerer
Affe steuerte direkt auf uns zu, war dann aber plötzlich
verschwunden. Er erschien auch nicht wieder, als wir eine Weile auf
einer Bank wartend verharrten. |
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Auf der N2 fuhren wir ins 60 km entfernte Plettenberg und von dort über die R102, der alten N2 zurück, über den Groot River Pass, zuerst zum Nature Valley hinunter, wieder rauf über die N2 und den Blaukrans Pass zur N2 zurück. Leider regnete es jetzt auf der Strecke, sonst wären wir bestimmt ein paar Mal zum Fotografieren ausgestiegen. Wir nahmen uns diese Strecke noch mal für schönes Wetter vor. Wetter:
vormittags schön, nachmittags
bewölkt und Regen / Temperatur morgens:
16°C, mittags: ? |
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| Donnerstag, 29. Juni 2006 |
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13,5 Grad hatte es im Zimmer, aber die Sonne schien. Um 7:30 Uhr standen wir auf und um 8:15 Uhr waren wir fast die einzigen beim Frühstück. Wir aßen das übliche, Müsli mit Obst und Quark, dann Spiegelei mit Pilzen (ich), Wurst und Speck (Manfred) und Brot mit Marmelade. Das hielt den ganzen Tag vor. Heute fuhren
wir noch einmal die Straße, die wir gestern im Regen fuhren,
die R102. Vor Nature’s Valley,
auf der Passhöhe hielten wir zu einem Fotostop. Manfred
meinte, genau hier hielten wir auch 2004 auf unserer letzten Reise. Ich
dachte zuerst, kann gar nicht sein, aber dann fiel es mir ein, dass wir
auf dem Weg nach Knysna tatsächlich hier fuhren :-), der Mann
hatte Recht! |
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Nature's Valley |
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Auf der Brücke beobachteten wir ein älteres Paar, dass irgendetwas verloren haben musste. Jedenfalls robbte er auf Knien und tastete Zentimeter für Zentimeter mit den Händen die Seiten neben dem Gehweg ab, dort, wo man nicht hinsehen kann. Wir fuhren zum nahegelegenen Tsitsikamma Nationalpark. Der Eintritt kostete 40 Rand pro Person und Tag. Im Gegensatz zu unseren bisherigen Nationalparkbesuchen, war dieser hier richtig gut besucht. Tsitsikamma
Nationalpark: |
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Wir dachten
kein Problem, Wanderschuhe hatten wir beide an und Wandererfahren waren
wir auch. Die erste Strecke verlief durch dichten Urwald mit
Schlingpflanzen, an der Küste entlang. Dann musste man
über Felsen klettern. Nach einer halben Stunde wurde es
kriminell. Zuhause in den Alpen hätten wir es gewagt, aber
hier nicht, weil wir nicht wussten wie es weitergeht. Die Felsen waren
zum Teil sehr rutschig, zum Teil bröckelig, wir beschlossen
umzudrehen. Uns folgten einige Wanderer, die mehrere Tage unterwegs
waren, denn sie hatten Riesenrucksäcke dabei, Seile usw. Wir
beobachteten, wie sie über die Felsen kraxelten und
beschlossen nun endgültig umzudrehen, dass sah uns eindeutig
zu mühsam aus. Gebrochene Beine konnten wir im Urlaub nicht
gebrauchen. Unterwegs kamen uns noch einige Wanderer mit den
abenteuerlichsten Schuhen entgegen. |
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Wetter:
schön, Temperatur morgens: 9 °C,
mittags 22°C. |
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| Freitag, 30. Juni 2006 |
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Nachts ließen wir unsere 1200 Watt Heizung durchlaufen, das Ergebnis war, es war 2 Grad wärmer in der früh, als gestern morgen, nämlich 15 Grad in unserer Hütte. Wir planten für heute einen Ausflug Richtung Knysna. Zuerst fuhren wir, statt der N2, wieder die wunderschöne Passstraße mit dem Bloukrans Pass und dem Grootrevier Pass. Auf der N2 zurück, wurden wir von der Polizei gestoppt, die die Autos auf Schweinefleisch untersuchte. Wir wechselten hier von „Eastern Cape“ nach „Western Cape“, vielleicht gibt es in Western Cape keine Schweinepest und in Eastern Cape gibt es die, wer weiß! 6 km vor der
Abzweigung nach Plettenberg Bay bogen wir nach rechts auf die R340 ab.
Die Straße war schön geteert anfangs und wir
fühlten uns wie im Allgäu, hügelige
Landschaft, im Hintergrund hohe Berge und im Vordergrund
Bauernhöfe mit Rindern und Schafen. Nach ca. 12 km wurde die
Straße aber zu einer „Dirt Road“, aber
trocken und breit und gut zu befahren. Wir nahmen uns vor umzukehren,
wenn sie unbefahrbar wurde. Der Straßenuntergrund war mal
knallrot, wie in Australien, dann durch die Wälder wieder
hellbraun, immer im Wechsel. |
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Diese
Straße war zwar breit, hatte aber sehr tiefe
Schlaglöcher und war insgesamt nicht so gut im Schuss und auch
mehr Autos waren hier unterwegs. Die Straße führte
durch das Ysternek Nature Reserve zum Elephant
Trail. Es gibt nämlich hier in den Wäldern
um Knysna noch drei Elefanten. |
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Wir parkten am
Office, zahlten unsere 10 Rand pro Person Eintritt, kauften uns einen
Wanderplan für 50 Cent und versuchten unser Glück mit
der Karte, einen Rundweg zu finden. Karte und Wirklichkeit stimmten
absolut nicht überein oder sie benutzten einen Geheimcode. Im
Plan tauchten ganz andere Zahlen auf, als am Wegesrand. Zweimal kamen
wir an Nummer 18 vorbei, die eigentlich ganz woanders liegen
müsste. Nach 40 Minuten kehrten wir wieder um. Diesen Wald
konnte man sich gut Tarzan Drehort vorstellen, dichter Urwald mit
Farnen, Lianen, hohe Bäume und trotz der 17 Grad war es
unheimlich schwül. Die drei Elefanten sahen wir
natürlich nicht, aber damit rechneten wir auch nicht. |
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Wetter:
schön ohne Wolke, Temperatur morgens 8 Grad, mittags 21 Grad |
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