Zurück  
 
Kapstadt und Rückreise
 
Samstag, 1. Juli 2006
 

Die Zimmertemperatur betrug heute Morgen 18 Grad und die Außentemperatur 19 Grad. Die Sonne schien und es wehte ein warmer, stürmischer Wind. Nach dem Frühstück packten wir unsere sieben Sachen und um 9 Uhr waren wir schon unterwegs nach Kapstadt.

 
Fahrt nach Kapstadt
Fahrt von Tsitsikamma nach Kapstadt
 
Tsitsikamma Lodge Knysna
Frühstück in der Tsitsikamma Lodge Fahrt durch Knysna
 
Da die N2 sehr voll war, beschlossen wir weiter im Inland zu fahren, das hieß, ab dem 2 Stunden entfernten George, fuhren wir die N9 nach Oudtshoorn
 
Route N2 an der Küste entlang Fahrt Richtung Oudtshoorn
Route N2 an der Küste entlang Fahrt Richtung Oudtshoorn
 

Diese Stadt ist seit 40 Jahren das Zentrum der Straußenzucht, da man hier ideale Bedingungen dafür findet. Der Lehmboden eignet sich besonders für den Anbau der Luzerne, Straußenfutter und die kleinen Kiesel, die man hier überall findet, dienen der Verdauung der Vögel.

Weiter ging’s auf der Route 62, durch die kleine Karoo nach Kapstadt. Diese Straße ist genauso alt wie die amerikanische Route 66, aber wohl nicht ganz so berühmt. Beide Straßen sind wichtige Ost - West Verbindungen. Die Route 66 verbindet Chicago mit Los Angeles, die Route 62 Port Elizabeth mit Kapstadt. Ihr schönstes Stück soll zwischen Oudtshoorn und Montagu liegen und genau die wollten wir fahren. Ihr Slogan ist: Get the Karoo on Route 62. Die Straße war sehr leer und die Blicke auf die Berge grandios,

 
Route 62 durch die kleine Karoo Route 62 durch die kleine Karoo
Auf der Route 62 durch die kleine Karoo
 
Ein Stück fuhren wir auf der R60, bis wir in Worcester die N1 erreichten. Auf dieser Straße blieben wir bei dichter werdenden Verkehr bis Kapstadt. Irgendwie wühlten wir uns da durch und erreichten unser Hotel, das Holiday Inn Waterfront.
 
Hugenotten-Tunnel Holiday Inn Waterfront Kapstadt
Hinter dem Hugenotten-Tunnel erreichten
wir Kapstadt
Unser Hotelzimmer in Kapstadt
 
Wir erhielten zwar ein Zimmer zur Hauptstraße raus, aber dafür hatte es schön große Betten und es war schön warm. Mit einem halbstündlich verkehrenden Shuttlebus ließen wir uns zur Waterfront fahren. Dort herrschte reger Betrieb, man konnte den Tafelberg gerade noch im letzten Sonnenuntergangslicht bewundern, dann aßen wir bei einem Inder und fuhren mit dem Shuttle zurück zum Hotel.
 
Waterfront Kapstadt
Waterfront Kapstadt, im Hintergrund der Tafelberg und Signal Hill
 

Durch die viele freie Natur, in der wir in letzter Zeit wohnten, waren wir Stadt gar nicht mehr gewöhnt und dementsprechend froh, nur zwei Nächte hier gebucht zu haben. Städte sind nun mal laut und voll!

Wetter: Wolkenlos, Temperatur morgens 19°C, mittags: 20°C.
Gefahrene Kilometer: 651 km in 7 Stunden 15 Minuten (bis Oudtshoorn 233 km 2 Stunden 50 Minuten).

 
 
Sonntag, 2. Juli 2006
 
Der Himmel war bewölkt, es hatte 12 Grad, aber es sah aus, als ob es besser würde. Nach einem ausgiebigen Frühstück, endlich mal ohne Eier, dafür mit vielen leckeren Brotsorten, fuhren wir mit unserem Shuttlebus zur Waterfront, um dort ein wenig herumzubummeln. Auch die Seehunde befanden sich immer noch an der gleichen Stelle, wie vor zwei Jahren.
 

Kapstadt Waterfront

Kapstadt Waterfront
Heute sieht man den Tafelberg nicht,
er hängt in der Wolke
Seehund an der Waterfront
 
Mittags als die Sonne herauskam fuhren wir im Hotel in das oberste Stockwerk und knipsten erst mal rundherum.
 

Blick aus dem Hotelfenster vom Holiday Inn

Blick aus dem Hotelfenster vom Holiday Inn

Blicke aus dem Hotelfenster: Hafen...

... berühmte halbfertige Brücke in Kapstadt
 
Anschließend schrieben wir im Hotelzimmer endlich mal ein paar Postkarten und hinterher suchten wir eigentlich eine Tankstelle. Wir dachten, wir könnten auf dem Weg zu einer Tankstelle den Weg für morgen zum Airport testen, verfuhren uns aber glatt und landeten auf der Straße zum Botanischen Garten. Auch gut, dann besuchten wir den eben noch. Hat sich gelohnt! An der Küste entlang fuhren wir zum Hotel zurück, hier fanden wir endlich eine Tankstelle.
 

Stellenbosch Botanical Garden

Stellenbosch Botanical Garden
Stellenbosch Botanical Garden
 

An der Waterfront aßen wir leckere Pizzen, bzw. meine war lecker, Manfred mochte seine nicht so gerne. Er aß Pizza mit Strauß, Zwiebeln und Knoblauch, an der viel zu viele Zwiebeln waren und ich aß Thai-Pizza mit Schinken und Ananas (ja, die heißt hier nicht Hawaii-Pizza).

Wetter: morgens bewölkt, nachmittags schön / Temperatur morgens: 13°C, mittags 19°C
Gefahrene Kilometer: 30 km

 
 
Montag, 3. Juli 2006
 

Um 4:15 Uhr klingelte erbarmungslos unser Handy-Wecker. Ausgecheckt hatten wir gestern schon, so brauchten wir heute nur unsere sieben Sachen zu packen, ein Käffchen zu trinken und zum Airport zu fahren, auf den noch leeren Straßen. Am Flughafen drehten wir eine Ehrenrunde, da wir nicht sofort das Schild „Car Returns International“ entdeckten. Der Mann, der unser Auto entgegennahm war sehr freundlich und telefonierte sofort nach einem Trolly.

Gefahrene Kilometer in Südafrika insgesamt ca. 4700 km

Die Schlange am Check-in war kurz, wir kamen ohne Wartezeiten dran und erhielten unsere vorgebuchten Plätze am Fenster, Reihe 23. Wir starteten pünktlich in der zu 80% besetzten LTU-Maschine. Es war ein angenehmer Flug, weniger für die Eltern von Kleinkindern, denn die mussten bei Tage irgendwie beschäftigt werden und irgendwo langweilte sich immer ein Kind und jammerte. Nach 10h 45 Minuten setzte der Pilot in München zur Landung an, aber kurz vor dem Aufsetzen zog er die Maschine wieder nach oben. Das war sehr aufregend im ersten Moment, denn keiner wusste den Grund. Der Pilot sagte durch, dass eine weitere Maschine sich noch auf der Landebahn befände und er lieber noch eine Runde über München drehen würde.

Die Passkontrolle verlief zügig, die Koffer folgten nach einigen Minuten Wartezeit. Vor dem Gate sollte uns angeblich einer von Transfer Bavaria mit einem Schild in Empfang nehmen, so war es schriftlich vereinbart. Aber wir entdeckten keinen. Manfred suchte überall, ich wartete beim Gepäck – nichts! Dann marschierten wir eben auf dem Laufband ein Stock tiefer in den Zentralbereich zu deren Schalter. Dort kam uns der Fahrer schon entgegen mit den Worten: „Ich war am Gate, aber Sie nicht! Ich habe gewartet, bis keiner mehr beim Gepäckband stand!“ Wie konnte das sein? Und vor allem, wie konnte er dann vor uns hier am Schalter sein? Nach uns stand noch die halbe Flugzeugbesatzung am Gepäckband. Er sagte ganz vorwurfsvoll: „Eure Maschine kam heute auf Gate D und nicht auf A, wie sonst alle LTU-Maschinen.“ Später dachte ich mir:

  1. Was hat der eigentlich für einen Ton drauf?
  2. Was erwartet der Fahrer eigentlich? Soll ich mir eine Statistik vor dem Abflug anlegen und nachsehen, wo die anderen 90% aller LTU Maschinen landen und mich dann zu dem Gate begeben?
  3. Auf Gate A hätten wir gar nicht landen können, dort ist keine Passkontrolle. Der Fahrer hätte eigentlich nur die Flugnummer auf seinem Zettel mit denen an der Ankunftstafel vergleichen müssen. War das zuviel verlangt?

Er fuhr außerdem wie der Henker, hupte auf der Autobahn, raste überall schneller als erlaubt und beschwerte sich witzigerweise über einen rasenden Radfahrer in einer kleinen Ortschaft. Er fuhr zwischendurch freihändig, gestikulierte, nicht auf die Straße sehend mit seiner Nebensitzerin. Also, wenn wir nicht bei Bavaria-Transfer bisher ausschließlich gute Fahrer erwischt hätten, hätten wir uns beim nächsten Mal einen anderen Transfer in Erwägung gezogen.

Um 20:45 Uhr waren wir in Augsburg, wo uns unsere Tochter schon empfing.

Es war ein wunderschöner Urlaub!

 
Zurück