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Kakadu National Park
 
Mittwoch, 17. August 2005
 
Fahrt durchs Top End
 

Tipps zum Tage:

Kakadu National-Park:
In der Sprache der Aboriginies heißt der Park Gagadju. Wahrscheinlich war es der Brückenkopf der Besiedlung des Kontinents zu Beginn der "Dreamtime" - vor etwa 40.000 bis 60.000 Jahren. Bereits 1987 wurde der 19.000 qkm große Nationalpark als Kulturerbe der Menschheit zum "World Heritage Park" erklärt. Der Kakadu National Park liegt etwa 250 km östlich von Darwin und ist von dort über den Arnhem Highway zu erreichen. Er gilt als der schönste National Park Australiens. Die Ureinwohner haben noch heute eine sehr große Bindung an das angestammte Land mit den 40.000 Jahre alten Felsmalereien.

Unsere Unterkunft im Nationalpark:
Gagudju Cooinda Lodge, direkt am South Alligator River gelegen, so dass man zu der Sonnenaufgangstour keine große Anfahrt hat.

Sonnenaufgang und Sonnenuntergang:
Sonnenaufgang in Darwin: 7:00 Uhr
Sonnenuntergang in Cooinda: 18:33 Uhr

Fahrt von Darwin nach Cooinda:
311 km 3 Stunden

 

Leider müssen wir unser herrliches Apartment  Richtung Richtung Kakadu Nationalpark verlassen.  Zuerst verlief unsere Strecke auf dem Stuart Highway Richtung Alice Springs, doch bald zweigte der Arnhem Highway ab. Aus Darwin heraus war die Gegend sehr trostlos, Überlandleitungen, ab und zu Shopping Center, hier und da Müll an der Straße. Ab der Abzweigung zum Arnhem Highway fuhr man durch lichten Wald mit  Eukalyptusbäumen und  Palmen.

 
Greifvogel

Man sah auffallend viele Greifvögel, auch drei schwarze Kakadus dazwischen. Im Hintergrunde rauchte es, die Feuergefahr war extrem hoch. Schließlich nahm die Zahl der Bäume am South Alligator River ab und die Landschaft ging in eine Graslandschaft über.

Nach drei Stunden Fahrzeit erreichten wir schließlich unser Ziel für die nächsten beiden Tage, die Gagudju Lodge Cooinda. Hier stürzten Manfred und ich uns in die Fluten des kleineren der beiden Pools. Komisch, das Wasser war, trotz einer Außentemperatur von 30°C, nicht warm.

   
Gagudju Lodge Cooinda Gagudju Lodge Cooinda
Unser Häuschen in der Gagudju Lodge Cooinda Manfred kühlt sich erst mal ab
 

Später erkundeten wir das 50 km entfernte Jabiru, was aus ein paar Shops, einem Hotel und einer weiteren Lodge bestand. Auf mindestens 5 großen Bäumen verteilten sich tausende von Flughunden.

 
Flying Fox in Jabiru Flying Fox in Jabiru
Flughunde in Jabiru
 

Abends aßen wir im MiMi Restaurant , welches zur Cooinda Lodge gehörte, bei Kühlschranktemperatur (Klimaanlage). Zwar hatten wir draußen reserviert, wo es viel wärmer gewesen wäre, aber der Kellner behauptete die Mücken würden uns hier nicht zufrieden lassen. So wurde draußen gar nicht serviert. Manfred aß Steak mit Kartoffelbrei, Ingrid und ich Barramundi in Maccadamianuss-Mantel und Gemüse und vorweg gab es Damper und Bierbrot. Morgen gehen wir in den Imbiss nebenan, dort kann man wenigstens draußen essen, von den Mücken haben wir jedenfalls nichts mitbekommen.

 
 
Donnerstag, 18. August 2005
 

Tipps zum Tage:

South Alligator River und Yellow Waters Tour:
Die Bootstouren, die hier starten können in der Gagudju Lodge gebucht werden.

Nourlangie Rock:
Der Name Nourlangie stammt vom Aboriginal-Wort Nawulandja und es bezeichnet eigentlich nicht nur den Felsen, sondern die Region drum herum. Der Felsen selbst heißt bei den Aborigenes Burrunggui. Man erreicht ihn, indem man von Cooinda ca. 30 km Richtung Jabiru fährt und dann rechts Richtung Nourlangie abzweigt. Ab der Abzweigung sind es noch einmal 12 km. Es gibt am Ende zwei Parkplätze, einen ganz am Ende und einen kurz davor rechts. Diesen peilten wir an. Hier startete sowohl der Weg zum 600 Meter entfernten Nawurlanja Lookout und der Billabong Trail.

Wetter:
Morgens: Sonne 22°C
Mittags: Sonne: 36°C

Sonnenaufgang und Sonnenuntergang:
Sonnenaufgang in Cooinda: 6:51 Uhr
Sonnenuntergang in Cooinda: 18:33 Uhr

Fahrt von Cooinda zum Nourlangie Rock:
40 km in 30 Minuten

 

Punkt 5:25 Uhr klingelte der Wecker, eine Sonnenaufgangstour auf dem South Alligator River ist angesagt. Total unausgeschlafen schlürften wir einen Kaffee herunter und aßen je einen Keks und eine halbe Banane.

Um 6:25 Uhr versammelten wir uns am Bus, der uns zum Anlegesteg der Yellow Water Tour brachte. Wir waren so viele Teilnehmer, dass wir auf drei große Boote verteilt wurden. Die Sonne ging gerade auf und der Blick über den Fluss sah so malerisch aus, dass man es kaum beschreiben kann. Nebelschwaden schwebten über dem breit verzweigten Fluss und über den Wiesen. Im Hintergrund begann die Sonne aufzugehen, die den Himmel rot färbte. Richtig kitschig wirkte der Blick auf die im Nebel liegenden Wiesen mit grasenden Wildpferden im Hintergrund. Leise glitt unser Boot dahin, man sah wirklich alles, was man sich nur wünschen konnte, es begann mit „Pluto“, einem großen Krokodil, was man schon vom Anlegesteg sah.

 
South Alligator River South Alligator River
Sonnenaufgang am South Alligator River Der kleine Punkt rechts ist das Krokodil Pluto
   
Wildpferde Leistenkrokodil
Wildpferde Ein Leistenkrokodil
 

Auf den Bäumen am Ufer, den Paper Barks saßen zwei große Seeadler. Am Ufer stand ein großer Jabiru, ein australischer Storch. Man sah Pelikane, Magpie Gänse, Whistling Dugs, Kormorane trockneten auf den Bäumen ihre Flügel und ein paar kleine farbige Kingfisher saßen auf den Bäumen. Zwischendurch entdeckte man immer wieder ein Salzwasser Krokodil im Wasser oder am Ufer liegend. Nein baden möchte ich hier wirklich nicht. Auf den Wiesen grasten außer den Pferden auch Wasserbüffel und Rinder. Ja, man vermisste kaum ein Tier. Die 2 Stunden verliefen im Fluge. Ach ja, eine lange Hose und eine Jacke waren nicht schlecht, zum einen, weil es zu Beginn noch frisch war, zum anderen wegen der Moskitos. Es hielt sich aber mit den Moskitos in Grenzen, Insektenspray brauchte man nicht. Als die Tour vorüber war, wanderten wir drei zu Fuß die 1,8 km vom Anlegesteg zur Lodge zurück. Dabei entdeckten wir sogar zwei Kängurus und einige schwarze Kakadus.

 
Seeadler Kormoran
Ein Seeadler Ein Kormoran trocknet sein Gefieder
   
Kuhreiher Lotosblume
Kuhreiher Lotosblume
   
Kingfisher Kingfisher
Kingfisher Kingfisher
   
South Alligator River Känguru
Hier ist es nicht empfohlen zu schwimmen Im Gebüsch hüpfte ein Känguru davon
 

In der Lodge frühstückten wir erst einmal Muffins und Eiskaffee am leeren Pool liegend. Hier hielten wir uns unter Palmen bis zum Mittag auf. Anschließend besuchten wir den 40 km entfernten Nourlangie Rock. Wir parkten auf dem ersten Parkplatz und wanderten zum 50 Meter höher gelegenen Nawurlandja Lookout. In praller Sonne kamen mir die 10 Minuten, die man bis hier oben benötigt, ziemlich lang vor, also bitte Wasser mitnehmen! Man hat hier einen Superblick über das riesige Gebiet.

Anschließend besuchten wir den 250 Meter vom Parkplatz entfernten Anbangang Billabong.Hier führt ein 2,5 km Rundweg herum, für den wir eine Stunde mit Vogelbeobachtungen benötigten. Auf engstem Raum sah man hier noch mal fast alle Vögel, die wir auf dem South Alligator River schon beobachten konnten. Besonders hat es mir der hübsche, grazil dahinstolzierende Jabiru angetan, den man recht nah beobachten konnte. Natürlich wurde überall vor dem Baden gewarnt.

 
Nourlangie Rock Anbangang Billabong
Nourlangie Rock Jabiru, Pelikan und andere Vögel am
Anbangang Billabong
 

Dieser Rundweg lohnte sich unbedingt. Ganz alleine marschierten wir durch lichten Eukalyptuswald und über offene Flächen. Am Ufer sah man deutlich Spuren von großen Tieren, die wahrscheinlich in der Dämmerung zum Trinken kamen. Vor uns  flogen vier schwarze Kakadus, deren untere Federn rot leuchteten, kreischend davon. Ein Känguru suchte im Schatten sein Futter und tat uns nicht den Gefallen einen Schritt in die Sonne zu wagen für ein Foto.

 
Känguru schwarzer Kakadu
Ein Känguru genießt den Schatten eines
Eukalyptus Baumes
Rechts oben ein schwarzer Kakadu

 

Nawurlandja Lookout
Die hübschen Felsen von der anderen Seite des Sees betrachtet
 

Manfred meinte, dies sei bei weitem der schönste Tag unseres Urlaubs gewesen, wo ich ihm bedenkenlos zustimmte!

Abends aßen wir im Bistro draußen. Manfred aß Pizza mit Känguru, war aber leider amerikanisch mit dickem Boden. Ingrid und ich aßen Barramundi-Burger. Dazu gab es Lifemusik. Morgen geht die Fahrt weiter nach Katherine.

 
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