Die Mannschaft der Flugbegleiter war sehr freundlich und flink, die kulinarische Versorgung super und das Bordunterhaltungsprogramm mit seinen Movies on demand sehr gut. Ich sah mir allerdings, wegen Müdigkeit und brennender Augen nur drei kleine Mr. Bean Filme an und spielte ein bisschen Caveman und Solitär. Nachts wurde mehrere Stunden die Kabine abgedunkelt, Manfred und ich dösten vor uns hin, ja ich glaube, sogar ein wenig eingenickt zu sein. Wenn man sich selber nicht unter Druck setzt schlafen zu müssen, geht es erstaunlich gut.
Nach 11 Stunden Flug landeten wir in Singapur. Die Uhren durften sechs Stunden vorgestellt werden. Nach Singapur-Zeit landeten wir also um 18 Uhr. Was für ein Unterschied der beiden Airports! In Singapur machten wir uns zum Beispiel überhaupt keine Sorge, den Jetstar-Schalter zum Einchecken zu finden. Man wusste überall Bescheid. Am Infoschalter, wo wir nicht warten mussten, wies man uns gleich freundlich zur richtigen Stelle. Ja, man wurde gegrüßt, es wurde gelächelt, wie merkwürdig! Eine knappe Stunde hatten wir zur Verfügung, bis der Jetstar-Schalter öffnen würde, so suchten wir uns ein nettes Plätzchen. Im 1. Stock des Terminal 1 befindet sich ein kleiner Garten im Freien, wo zum einen die Raucher endlich wieder ihrem Hobby nachgehen konnten und auch die Nichtraucher einen netten Platz mitten im tropischen Garten fanden. Die Bänke waren gesäumt von Palmen und Kakteen. Oder man setzte sich an die Bar und trank eine Kleinigkeit. Jetzt, am Abend war es temperaturmäßig recht angenehm hier draußen. |
Um 19 Uhr reihten wir uns in die Jetstar-Schlange, um unsere Boardingpässe zu besorgen. Als wir an der Reihe waren, fragte mich der Angestellte, ob ich denn ein Visum für Australien hätte, er fände keins in seinem Computer. Er suchte und suchte, ich war wohl falsch abgespeichert. Er bat uns ein Vietelstündchen Platz zu nehmen, da er Kontakt mit der australischen Behörde aufnehmen musste, um die Daten zu korrigieren. Wartend und vor mich hin ärgernd sah ich mir den Ausdruck unserer Visa an und stellte leider jetzt erst fest, dass Travel-Overland gar nicht hätte mehr Fehler machen können bei der Übersendung unserer Passdaten zur australischen Botschaft. Sowohl Manfreds, als auch mein Geburtsdatum stimmten nicht und mein Nachname war falsch geschrieben, weshalb er mich im Computer auch nicht fand. Es ist witzig, denn laut Warnung der Angestellten von Travel Overland, hatte ich vorsichtshalber unsere Originalpässe vorbeigebracht, damit die Angestellten sich eine Kopie machten, um diese Daten einzureichen für das Visum. Nach 10 Minuten kam der sehr freundliche junge Mann inklusive ausgestellter Boardkarten zu uns und meinte, es wäre alles bereinigt. Na da waren wir aber froh!
Bis zum Check-in hatten wir noch etwas Zeit, wir durchstöberten Shops, Manfred fotografierte den hübschen Flughafen, der mit Orchideen, Teppichböden und künstlich angelegten Wasserfällen nach meinem Geschmack der überhaupt schönste Flughafen ist, den wir kennen. Wir checkten unsere Mails an den überall aufgestellten PCs mit Free-Internet-Access, anschließend setzten wir uns zur Australieneinstimmung mit einem VB an die Singapore’s Favourite Bar auf dem Außengelände. |