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Australien
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Atherton Tableland in Nordqueensland |
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Dienstag, 16. September 2008 |
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Der Flughafen in Cairns ist sehr übersichtlich und gemütlich. Bei der Passkontrolle mussten wir nochmals die Sache mit unserem Visum erklären, weil sie wohl die geänderten Daten sahen und nicht wussten, was da nun passiert war. Das Gepäck erschien sofort, unser Handgepäck mussten wir beim Warten auf den Boden stellen, um einen Zollhund daran schnüffeln zu lassen. Der Hund durfte auf das Gepäckband springen, damit er die großen Gepäckstücke abschnüffeln konnte, was ihm großen Spaß machte, dem Schwanzwedeln nach zu urteilen. Das ganze Gepäck wurde anschließend noch einmal geröntgt, dann waren wir fertig. |
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Kleine Hintergrundinformation unseres ersten Urlaubsstopps: Unser Urlaubsort Tinaroo befindet sich im nordöstlichen Bundesstaat Queensland. Queensland ist der zweitgrößte Staat Australiens und erstreckt sich auf eine Fläche von ca. 1,7 Millionen Quadratkilometer und ist somit etwa fünfmal so groß wie Deutschland. Es leben hier 4 Millionen Einwohner, also ein Viertel aller Australier. Das Klima in Nordqueensland ist tropisch. Es gibt eigentlich nur zwei Jahreszeiten, den tropischen Sommer von Dezember bis April, da ist es feuchtwarm, schwül mit Regen und den tropischen Winter von Mai bis November, da ist es trocken, warm und sehr angenehm. Unser Domizil Tinaroo liegt am gleichnamigen Stausee im Atherton Tableland, im Hinterland von Cairns. Das Tableland ist ein riesiges Hochplateau, ca. 800 Meter über dem Meeresspiegel, mit einer Ausdehnung von 30.000 Quadratkilometern. Es entstand durch vulkanische Aktivität, zurück blieben aus dieser Zeit auch viele schöne Kraterseen. Auf dem Hochplateau ist es immer ein paar Grad kühler als unten an der Küste. Hier wird sehr viel Ackerbau und Milchwirtschaft betrieben. Auf manchen Farmen kann man direkt vom Hof die Früchte kaufen. Übrigens befindet sich im Tableland der höchste Berg Queenslands, der 1657 Meter hohe Mount Bartle Frere. Vor der Besiedlung des Tablelands war es komplett mit Regenwald bedeckt, inzwischen wurde viel gerodet, um Platz für Felder zu bekommen oder weil man Bauholz brauchte. Der Lake Tinaroo wurde 1958 als Wasserspeicher mit einer Küstenlinie von guten 200 km angelegt. Dadurch verschwand die Stadt Kulara, in der Nähe des heutigen Yungaburra. Der See ist bekannt für seinen Barramundi Fisch. Um den See herum führt eine ungeteerte Straße, es gibt ein paar Campgrounds, die direkt am See liegen. Bekannt ist der See außerdem für gute Wassersportmöglichkeiten (Wasserski, Segeln...). |
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Nach einer erfrischenden Dusche und nachdem Manfred eine große Heuschrecke (ca. 5 cm) im Bad entfernt hatte, fuhren wir zum nächstgelegenen Woolworth nach Atherton und deckten uns mit Lebensmitteln ein. Vom Parkplatz des Einkaufszentrums schickte ich rasch eine SMS an unsere Tochter, da wir in unserer Ferienwohnung keinen Handyempfang hatten. Dann fuhren wir zum Lake Tinaroo, bummelten ein wenig am leeren Ufer entlang und setzten uns abendessend auf die Veranda. |
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Zur Dämmerung raschelte es plötzlich unter uns, es waren zwei Wallabys, leider sehr schüchtern. Sie erschraken bei unseren Geräuschen. Ich dachte, schade, nun haben wir sie vertrieben, aber während die beiden nach kurzer Zeit wieder erschienen, sahen wir im Hintergrund mehrere größere Kängurus vorbeihüpften. Sie hüpften schließlich auch direkt vor unserer Veranda vorbei. Natürlich sahen und hörten wir viele Vögel, unter anderem Rainbow-Lorikeets, Kakadus, eine Gruppe Kraniche zog über uns hinweg. Ich war begeistert von all diesen Tieren! Wir setzten uns ins Auto und fuhren noch mal zum Lake Tinaroo bzw. Tinaroo Dam. Auf der Fahrt sahen wir viele, viele Kängurus. Eins blieb direkt im Scheinwerferlicht mitten auf der Straße sitzen. Wir hielten an und warteten, bis es sich bequemte weiterzuhüpfen. |
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| Mit einem Gläschen Rotwein saßen wir auf der Veranda und lauschten den Geräuschen der Nachttiere und immer wieder raschelte es im Gebüsch um uns herum. Unsere Nachbarn waren übrigens nicht da, man war weit und breit fast alleine mit der Natur. Um 20 Uhr fielen wir todmüde nach der weiten, doch fast schlaflosen Reise ins Bett (von Haustür zu Haustür ca. 36 Stunden). | ||||||
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