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Australien

 

Atherton Tableland in Nordqueensland

 
Mittwoch, 17. September 2008

Zweimal wachte ich zwischendurch auf, wegen der Zeitumstellung, man ist eben nicht mehr 20 ;-). Gegen 6 Uhr setzte ein lautes Vogelkonzert ein, ich nutzte die Zeit und holte das Tagebuchschreiben nach während Manfred noch schlief und klopfte alles in den Laptop ein.

Wir frühstückten draußen auf unserer Terrasse. Es war hier so gemütlich inmitten des Vogelkonzertes, dass wir ewig sitzenblieben und erst gegen 10 Uhr Richtung Daintree aufbrachen.

 
Frühstück in Tinaroo Heaven
Tinaroo
Wir hatten geplant in Daintree für die nächsten Tage eine Sundowner Tour auf dem Daintree River zu buchen. Die gefiel uns nämlich vor ca. 5 Jahren so gut. Unsere Fahrt führte uns durch Tolga, Mareeba, Mount Molloy und runter zur Küste, durch Mossman bis in das zwei Autostunden entfernte Daintree. An altbekannter Stelle entdeckten wir die Electric Boat-Tour nicht, dafür aber im Ort selber. Bei der Frau des Tourguides buchten wir für eine gleich beginnende 1-Stundentour. Die Sundowner-Tour haben sie leider eingestellt, erzählte sie uns, da ihr Familienleben darunter litt. Das ist einzusehen, aber sehr schade.
Fahrt nach Daintree
Bootstour auf dem Daintree River
Auf der Fahrt nach Daintree
Electric Boat Tour auf dem Daintree River
 
Mit weiteren sieben Passagieren startete Scott mit seinem „leisesten“ Elektroboot, die Fahrt auf dem Daintree River, auf der Suche nach Salties (Leistenkrokodile). Er erklärte uns, dass bei der Hitze eher wenig Krokodile unterwegs seien, die Temperatur betrug 29°C, es wehte am Fluss eine angenehme leichte Brise. Das Ufer war gesäumt vom gelb blühendem Hibiscus (blüht sieben Monate im Jahr) und hohen Eukalyptus- und Curtain Fig Trees.
 
Fahrt auf dem Daintree River
Leistenkrokodil
Auf dem Daintree River
Das erste Krokodil kam in Sicht
 
Scott entdeckte ein langes Krokodil, von dem anfangs nur der Kopf aus dem Wasser ragte, beim Nähern des Bootes, schwamm es los. Weiterhin sahen wir noch ein kleines „Frogmouth“-Paar, große Schwärme von Kuhreihern, einen Raubvogel (weißer Kopf und fast rote Flügeloberseite). Im Nachhinein gesehen, würde ich diese Tour nicht mehr mitmachen, bei Fahrten zum Sonnenauf- bzw. -untergang sieht man eindeutig mehr und die Stimmung ist ganz anders.
 
Krokodil
... und noch ein Krokodil
 
Cattle Egrets (Kuhreiher)
Cattle Egrets (Kuhreiher)
Nach einer Stunde setzte Scott uns wieder am Ufer ab und wir fuhren weiter ins ca. 50 km entfernte Port  Douglas, wo wir unser Auto in Strandnähe abstellten und ein wenig durch die Stadt bummelten. Port Douglas, von mir bisher immer so hoch gelobt, weil ich diesen Ort gemütlich fand, leider wurden viele, viele neue Bettenburgen errichtet seit unserem letzten Aufenthalt. Auch der Strand war, für australische Verhältnisse auf den ersten 100 Metern sehr voll. Die restlichen 8 Meilen sahen allerdings sehr leer aus, wie früher.
Die hübsche Seite von Port Douglas
Port Douglas
Port Douglas
 
Wir suchten uns ein nettes Cafe, am Rande der Hauptgeschäftsstraße, tranken Kaffee und aßen Kuchen und brachen auf Richtung Cairns, wir wollten über Kuranda wieder heimfahren. Unterwegs hielten wir am Stonebeach, wo kein Mensch am herrlichen Strand herumlief.
 
Strand zwischen Cairns und Port Douglas
Strand zwischen Cairns und Port Douglas
Strand zwischen Port Douglas und Cairns
 
Was sind das für hübsche Steine?

Während Manfred seine neue Kamera testete und die hübschen Steine fotografierte, testete ich mit den Füßen das badewannenwarme Meerwasser – herrlich, das gehört unbedingt auch zum Urlaub!

Foto links: Die Steine an dem Strand luden zum Mitnehmen ein, leider sind sie zu schwer.

 
Danach setzten wir unsere Fahrt fort. Der Verkehr nahm Richtung Cairns zu, aber hinter Kuranda in Richtung Berge, wurde die Straße wieder gewohnt leer. Kurz vor unserem Häuschen querten wir wieder ganze Känguruherden die Straße. Leider war es für meine Kamera zu dunkel zum Knipsen. Gegen 18 Uhr erreichten wir unser Häuschen.
 
Zum Abendsessen fuhren wir nach Atherton. Wir stellten unser Auto in die zweimal verfehlte Innenstadt, marschierten die Hauptstraße einmal auf und ab und aßen im Atherton Hotel. Die Portionen waren gewaltig, für mich unbezwingbar. Manfred aß eine Pizza mit selbst zusammengestellten Belag und ich Ravioli mit Käse und Spinat. Die Fleischportionen, die an uns vorbei getragen wurden, waren überdimensional. Es gab übrigens in Atherton nicht sehr viele Alternativen, außer Kentucky Fried Chicken, McDonald, einem kleinen Malayen und einem Lokal mit Counter Meals.
Na, ob wir da satt werden?
 

Auf unserer Veranda saßen wir noch ein wenig bei einem Fläschchen Sparkling Wine rose: „Jacobs Creek“ und um 22:30 Uhr fielen wir ins Bett. Nachts musste ich einmal aufstehen und traf dabei auf eine Riesenkakerlake (ca. 5 cm lang), die ich schleunigst beseitigte. Danach legte ich eine Decke vor den großen Türspalt, in der Hoffnung, das solche Apparate nicht ins Schlafzimmer wandern würden, so wie es diese hier gerade vorhatte.

Wetter: schön, fast Wolkenlos, morgens 17°C, in Daintree mittags: 30°C.

 
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