Zurück
weiter
 

Australien

 

Atherton Tableland in Nordqueensland

 
Donnerstag, 18. September 2008

Außer dem Rascheln von Wallabies unter dem Schlafzimmerfenster und vielleicht anderen Tieren hörte man nur das Pfeifen von Nachtvögeln, sonst war es absolut still. Um 6:30 Uhr wachte ich auf und schrieb wieder Tagebuch. Immer wieder musste ich kleine Ameisen oder Fliegen von meinem beleuchteten Display entfernen.

Nachdem wir wieder auf unserer Terrasse unser tropisches Frühstück genossen haben, ja so muss es im Paradies aussehen, fuhren wir nach Cairns. Unterwegs tankten wir noch kurz vor Kuranda. Diesel kostete 1,698 AUD und Unleaded 1,499 AUD. Wir starteten heute im Flecker Botanical Gardens Cairns. Er ist einfach zu finden, man fährt am Flughafen vorbei immer Richtung Cairns und gleich nach dem Flughafen sieht man ein braunes Schild mit weißer Schrift, Botanischer Garten nach 300 Metern rechts. Der Eintritt ist kostenlos, darum gibt es auch mehrere Eingänge.

 
Sausage Tree
Bot Garten
Sausage Tree
Selbstauslöser im Botanischen Garten von Cairns
 
Botanischer Garten Cairns
Botanischer Garten Cairns
Botanischer Garten Cairns
links: Suchbild: Wo bin ich (das riesige Gebüsch im Hintergrund ist Bambus) / rechts: Jadewein
 
Ich kenne kaum einen schöner angelegten Botanischen Garten, hier in den Tropen blüht auch wirklich alles üppig. Zum Schluss des Botanischen Garten Besuchs aßen wir im Cafe jeder ein Eis, dann fuhren wir weiter nach Cairns hinein und stellten das Auto am nördlichen Ende der Esplanade ab, wo es noch Parkplätze in Hülle und Fülle gab.
 

Ein paar Infos über Cairns:

Das Städchen hat etwa 120.000 Einwohner und ist Ausgangspunkt vieler Ausflüge, aufs Riff und seine Inseln. Man kann von hier mit der Bahn oder der Seilbahn nach Kuranda fahren oder mit dem Leihwagen ins Tableland oder zum Far North Queensland. Es wurde 1876 als Stadt gegründet. Bis in die 80er Jahre war es eine verschlafene Zuckerrohrstadt, bis schließlich der Tourismusboom einsetzte.

Da Cairns selber keinen Badestrand besitzt, sondern die Küste an einem Naturreservat liegt, wurde 2003 die Uferpromenade ausgebaut mit einem 4000 Quadratmeter großem Meerwasserschwimmbecken am Ende der Promenade.

 

An der Esplanade bummelten wir Richtung Pier. Links von uns lag das Naturreservat, es war Ebbe, man kann hier nicht baden, es ist zum einen sumpfig, zum anderen wird vor Krokodilen gewarnt. Das Wasser war weit zurückgezogen, man sah Scharen von Möwen im Matsch picken, ebenso Scharen von Kuhreihern und auch viele Pelikane. Immer wieder reichten umzäunte Holzstege ins Wasser, mit Bänken und Tafeln, was man für Vögel und Meerestiere sehen könne. Rechts von uns befanden sich, die Grünanlagen und dahinter Hotelkomplexe.

In den Grünanlagen fand man Toiletten, Skateanlagen, Beachvolleyballfelder, Schwimmbäder für Kinder, Spielplätze ein Cafe und kurz vor dem Pier eine riesige Liegewiese, ein Schwimmbad und Grillplätze. Die großen Hotelanlagen hinter den Grünanlagen wirkten nicht störend auf das Gesamtbild der Esplanade. Wir waren beide angenehm überrascht, wie die Esplanade gepflegt und hübsch angelegt wurde seit unserem letzten Besuch. Ich muss meine frühere Behauptung zurücknehmen was Cairns und Port Douglas betrifft, seit wir nun in diesen beiden Tagen beide Städte gesehen haben.

Esplanade
 
Esplanade
Esplanade
Warnung vor Krokodilen an der Esplanade in Cairns
Die Pelikane nehmen die Krokodilwarnung wohl nicht ganz ernst
 
Esplanade

Cairns hat sich von einer Backpacker-Budenstadt (früher) zu einer netten Stadt mit einer hübschen Grünanlage gemausert,

Enttäuscht waren wir vom Pier, das war früher eine große Halle, mit kleinen netten vielfälltigen Shops im Erdgeschoss, oben konnte man sitzen und Kaffeetrinken oder essen. Jetzt ist es eine sterile Halle mit ein paar teuren Shops und wenigen Kunden und oben ist nichts mehr. Die werden wir wohl nicht wieder besuchen – schade eigentlich, das Pier war für uns bisher ein Grund nach Cairns zu fahren, nun ist es die Esplanade.

Pool in Cairns
 
 

Da wir mal unsere Mails checken wollten, besuchten wir die Abbott Road, die Parallelstraße zur Esplanade (eine Empfehlung aus dem Lonely Planet), hier reihen sich die Internetcafes aneinander. Für 2 AUD die halbe Stunde schrieb ich gerade mal drei Mails. Unsere Tochter hielt uns auf dem Laufenden mit Neuigkeiten von zu Hause. Und ich musste mich vorsehen ihr nicht zu schwärmerisch von Australien zu  erzählen, sie war verständlicherweise sehr neidisch, da sie zum ersten Mal in diesem Jahr nicht mit uns fuhr, es sich aber vorgenommen hat, dies in drei Jahren endlich ihrem Freund zu zeigen, der Virus Australien sitzt drin :-).

Am Spätnachmittag fuhren wir wieder über Kuranda und Mareeba nach Tinaroo mit einem Stopp am riesigen Smithfield Shoppingcenter (direkt an der Abzweigung vom Cook-Highway nach Kuranda gelegen). Es herrschte noch dichter Feierabendverkehr, aber je weiter wir ins Tableland fuhren, desto weniger Autos begegneten uns schließlich. Jetzt dämmerte es schon und kurz vor unserem Häuschen stoben die Kängurus wieder auseinander.

Ich kochte Spagetti Arabiata und als wir damit auf der Terrasse saßen hörten wir plötzlich Trippelschhritte auf dem Holz, sahen aber noch nichts. Plötzlich entdeckte Manfred etwa zwei Meter von uns entfernt ein neugieriges Possum mit einem Kleinen auf dem Rücken, die uns beide mit großen Augen beobachteten – wie niedlich.

 
Possum
Possum
Abendliche Gäste auf unserer Terrasse:
Possum mit Kind
Possum-Mama ist neugierig und will sich das Ganze von oben ansehen
 

Sie verweilten noch eine Weile abwartend bei uns. Wahrscheinlich wollten sie auch ein bisschen von unseren Spagettis testen. Gegen 21 Uhr fielen wir müde ins Bett.

Gefahrene Kilometer: 209 km
Wetter: schön, Temperatur morgens: 17 °C, nachmittags in Cairns: 29°C

 
Zurück
weiter
Datenschutz