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Australien

 

Atherton Tableland in Nordqueensland

 
Freitag, 19. September 2008
Als ich heute Morgen aufwachte, stand Manfred schon mit Wischer und Eimer bereit und hatte den Boden gewischt. Auf mein fragende Miene erzählte er, dass der 2. Kühlschrank leider auf Abtauen stand, darum stand heute morgen die Küche unter Wasser. Da wir gestern viel eingekauft hatten und den 2. Kühlschrank für Getränke nutzen wollten (der 1. Kühlschrank hat wenig Fächer), versuchten wir diesen in Gang zu bringen, na ja, das ist uns wohl nicht gelungen, aber heute war er dafür sauber und nun funktionierte er auch.

Infos zum heutigen Tage:

Lake Euramoo:
Er liegt an der unbefestigten Straße, die um den Lake Tinaroo herumführt, am Danbulla Forest Drive. Es ist ein vulkanischer Doppelkrater. Am See gibt es einen ausgeschilderten kleinen Weg durch den Regenwald.

Cathedral Fig Tree:
Liegt wie der Lake Euramoo am Danbulla Forest Drive. Diese riesige Würgefeige hat die Form eines Kreuzes, darum wird sie wohl Cathedral Fig genannt (so habe ich das zumindest verstanden). Würgefeigen gehören zur Familie der Maulbeerbaumgewächse und wird bis zu 35 Meter hoch. Meistens deponieren Vögel den unverdaulichen Samen der Würgefeige in die Astgabel eines anderen beliebigen Baumes. Hieraus treiben Luftwurzeln zum Boden. Am Boden angelangt, wächst die Feige weiter vom Boden nach oben und überwuchert den Wirtsbaum bzw. bringt ihn um, indem sie ihm Sonnenlicht und Bodennährsalze entzieht.

Waterfall Circuit:
Man findet diesen Rundweg, ein paar Kilometer hinter Millaa Millaa, auf der Straße von Millaa Millaa Richtung Innisfail. Man kommt auf diesem 17 km Rundweg zu drei Parkplätzen, wo man sein Auto abstellen kann und zu den Wasserfällen marschieren kann. Am schönsten fand ich den Millaa Millaa Falls, es folgen noch die Wasserfälle Zillie Falls und Ellinjaa Falls.


Millstream Falls:
Lage: 4 km von Ravenshoe entfernt Richtung Mt Garnet. Dies sind die breitesten Wasserfälle Australiens mit 65 Metern während der Wet-Season. Auch hier führt ein 300 Meter langer Spazierweg vom Parkplatz zu dem Wasserfall. Er ist bedeutend weniger besucht als die Wasserfälle des Waterfall Circuit, aber mindestens genauso schön.

Ravenshoe:
Einwohner ca. 900, Höhe: 920m, 1881 wurde hier die Zeder gefunden, woraufhin im jetzigen Ravenshoe 1899 eine Sägemühle errichtet wurde. 1907 erhielt Ravenshoe seinen Namen und 1916 erreichte die Bahnlinie von Cairns, über Mareeba und Atherton auch Ravenshoe. Heute werden um die Stadt herum Kartoffeln, Mais, Erdnüsse und andere Gemüse und Früchte angebaut. Interessant für Eisenbahnfans ist das Eisenbahnmuseum.

Wasserfalltag
 
Nach dem Frühstück starteten wir zu einer neuen Entdeckungstour. Zuerst fuhren wir durch Tinaroo, immer am See entlang. Schon nach wenigen 100 Metern, wurde die Straße zur Gravelroad, aber gut befahrbar und mit unserem Auto durften wir die auch befahren. Auf dem Danbulla Forest Drive, der um den See herumführt, ging es auf fast leeren Straßen zuerst am See entlang. Immer wieder zweigten Wege zu Campgrounds ab, sie lagen alle sehr idyllisch. Man muss allerdings vorbuchen, wenn man dort übernachten möchte.
 
Fahrt um den Lake Tinaroo
Lake Tinaroo
Danbulla Forest Drive
Irgendwo am Lake Tinaroo
 
Weiter fuhren wir an den Lake Euramoo. Dies ist ein vulkanischer Doppelkrater. Noch lohnenswerter als die Aussicht auf den See, ist ein hier beginnender Walking Track durch den Regenwald. In ca. 15 Minuten wandert man zwischen riesigen Bäumen hindurch, also wie durch Urwald.
 
Lake Euramoo
Walking Track am Lake Euramoo
Lake Euramoo
Lake Euramoo
 
Unser nächster Stopp hieß Cathedral Fig Tree. Dies ist eine riesige, ca. 500 Jahre alte Würgefeige, deren Außmaße man sich erst bewusst wurde, als man daneben stand. In der Baumkrone wuchsen Farne.
 
Cathedral Fig Tree
Farn auf dem Cathedral Fig Tree
Cathedral Fig
Cathedral Fig
 
Milla Milla Falls

Weiter ging es über Malanda, Tarzali nach Millaa Millaa und von dort zum Waterfall Cirquit. Das ist ein 17 km langer Tourist Drive, an der Straße von Millaa Millaa Richtung Innisfail gelegen. Man kommt an den drei Wasserfällen Millaa Millaa Falls, Ellinjaa Falls und Zillie Falls vorbei, wobei der erste und der letztgenannte die schönsten sind.

 

 

 

 

links: Millaa Millaa Falls

 
Zurück in Millaa Millaa tranken wir Kaffee und aßen Kuchen im neu eröffneten Teahouse. Hier saß man sehr schön mit Blick auf das Tableland. Millaa Millaa selbst wollten wir einen Besuch abstatten, aber dieser Ort war ausgestorben, es stand fast alles zum Verkauf an, Käserei, Opalgeschäft ... Wir entdeckten im Ort keinen Menschen, er sah aus wie eine alte Westernstadt oder eine Stadt nach dem Abwurf einer Neutronenbombe.
 
Teahouse bei Millaa Millaa
Millaa Millaa
The Falls Teahouse bei Millaa Millaa
Zu verkaufen: Cheese Factory in Millaa Millaa
 
Windräder

Hintenrum, den Old Palmerston Highway fuhren wir weitere 24 km Richtung Ravenshoe. Er war meist einspurig, aber geteert, bot schöne Ausblicke. Manchmal führte die Straße durch dichten Urwald. Nach dem Passieren von ein paar Windrädern, gelangte man wieder auf die Hauptstraße. Da wir schon drei Wasserfälle besichtgt haben, erklärten wir den Tag heute zum Wasserfalltag und besuchten noch einen vierten, den Millstream Falls.

Er lag ca. 4 km hinter Ravenshoe in Richtung Mt. Garnet Richtung Westen. Eine unbefestigtes Sträßchen führte zu einem riesigen leeren Parkplatz.

Ein hübsch angelegter geteerter 300 Meter langer Fußweg führte zur Aussichtsplattform des Wasserfalls. In der Wet-Season ist es der breiteste Wasserfall Australiens mit seinen 65 Metern. In unserem Reiseführer „Atherton Tableland – Over 150 Attractions, Places and Activities“ wurde als günstigste Zeit der Nachmittag empfohlen, es stimmte (von der Beleuchtung).

 
Millstream Falls
Millstream Falls
 
In Ravenshoe, der höchstgelegenen Stadt Queenslands, legten wir eine Rast ein und fotografierten die „Westernstadt“.
Innenstadt von Ravenshoe
Ravenshoe
Hauptstraße durch Ravenshoe
Eisenbahnmuseum in Ravenshoe
 

Auf der höchstgelegenen geteerte Straße Queenslands, 1143 Meter, fuhren wir über Tumoulin zum Kennedy Highway und von dort über Atherton zurück nach Tinaroo. Nach einem Päuschen knurrten so langsam unsere Mägen. Am See Tinaroo hatten wir heute Morgen ein Restaurant entdeckt, eins was unserem Häuschen am nächsten lag. Leider hatten sie heute Ruhetag.

 
Hotel Atherton

So fuhren wir nach Atherton. Drei Restaurants waren geöffnet, alle voll. Wahrscheinlich ging die heimische Bevölkerung Freitagabends zum Essen. Im Hotel Atherton erhielten wir noch einen Tisch zwischen einer Gruppe von 12 Pensionären, einer sehr korpulenten Familie mit einem asiatischen Gast und noch weiteren Gästen. Uns fiel auf, dass junge Frauen sich schick kleiden, aber irgendwie fanden wir die Kleidung passender für die 50er Jahre. Jetzt höre ich mal auf mit dem Lästern und beschreibe unser Abendessen, Manfred aß Spagetti Bolognese (wären bei uns 2 Portionen) und ich gegrilltes Fischfilet (Spanish ...?) mit Gemüse, sehr lecker! Auf dem Weg zum Auto entdeckten wir, dass das Internetcafe sogar noch geöffnet hatte, das passte uns natürlich prima, so konnte ich mal ein Lebenszeichen in Nobbys WoMo-Forum von mir geben und natürlich unserer Tochter mailen, die zuhause unser Haus einhütete und die Pflanzen pflegte.

links: Riesenportionen im Hotel Atherton

Gefahrene Kilometer: 258 km.
Wetter: schön mit wenigen Wolken, morgens: 17°C, nachmittags: 26°C.
 
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