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Australien
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Atherton Tableland in Nordqueensland |
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| Sonntag, 21. September 2008 |
| Während wir frühstückten wusch die Waschmaschine rasch eine Wäscheladung mit heller Wäsche. Die Maschine ist ein Toplader, braucht ca. 40 Minuten für normale Wäsche und hat nirgends eine Temperatureinstellung, aber das Ergebnis war in Ordnung. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Toplader die Wäsche nicht gerade schonen, also möglichst keine empfindliche Wäsche mitwaschen (außer man stellt das Schleudern ab, habe ich aber nicht getestet). |
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| Manfred wollte heute den Lake Mitchell fotografieren, der liegt auf der Strecke zwischen Mareeba und Mount Molloy. Es gibt keine Zufahrtmöglichkeit, er musste sich mit Fotos von der Hauptstraße aus begnügen. Wo wir schon mal hier waren, fuhren wir weiter bis Mount Molloy und ein bisschen ins Landesinnere bis Mount Carbine. Diese Ecke ist nach meinem Geschmack recht uninteressant, Teerstraße so weit das Auge reicht, umsäumt von abgebrannten Feld und Eukalyptusbäumen dahinter, ab und zu Felder mit Termitenbauten. |
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Lake Mitchell |
Termitenhügel bei Mount Carbine |
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| In Mount Carbine kehrten wir um und fuhren auf meinen Wunsch etwa 7 km vor Mareeba zu den Mareeba Wetlands. Dies ist ein 5000 Acre große Feuchtgebiet (Savanne). Man versucht hier seit einigen Jahren Vögel wieder anzusiedeln, deren Lebensraum bedroht ist, da deren Nahrung dank Landwirtschaft nicht mehr wächst. Man kann hier Kaffee trinken und dabei Vögel beobachten, kann um die Seen wandern, Kanu fahren oder eine geführte Tour per Boot mitmachen. Wir tranken erstmal einen Kaffee, der in dieser Gegend angebaut wurde und entschlossen uns für eine Kanutour. Der Kaffee schmeckte übrigens ganz gut. Die Kanutour hat sich wirklich gelohnt, wenn auch nicht unbedingt der paar Vögel wegen, aber doch einfach um diese Landschaft zu genießen mit den blühenden Wasserpflanzen. |
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Mareeba Wetlands |
Kanutour durch die Mareeba Wetlands |
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Beim Bezahlen kamen wir mit der Rangerin Liz ins Gespräch, sie erzählte, dass man sechs Süßwasserkrokodile im See ausgesetzt hatte, damit die Fischpopulation in seinen natürlichen Grenzen gehalten würde. Auf die Frage, wann man die Krokodile am besten beobachten könne, meinte sie morgens, wenn sie sich am Ufer aufwärmen würden.
Es gäbe inzwischen aber nur noch zwei, wo die anderen wären wüsste sie nicht. Sie hoffte, dass sie nicht in Anglerseen ausgewandert sind, denn dann bekämen sie Ärger. Beim Heimfahren liefen uns drei Emus über den Weg, mehr Wildlife geht kaum noch. |
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Little Pied Cormorant? |
Drei Emus rennen uns über den Weg |
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Nachmittags fuhren wir nach einer Kaffeepause zum Lake Barrine, um ihn auf seinem 5 km langen Rundweg zu umrunden. Wir starteten um 17 Uhr. Nach 20 Minuten tauchte das Schild "noch 4 km" auf, woraufhin ich mir ausrechnete, dass wir im jetzigen Lauftempo im Stockdunkeln das Auto erreichen würden. Ich schlug vor, um 17:30 Uhr umzukehren, aber Manfred hatte keine Lust so weit im Voraus zu denken und meinte, dass wir das schaffen würden. Der Weg verlief durch dunklen Urwald, mit Blick auf den See, also wirklich wunderschön. Mir wurde mulmiger, als nach 40 Minuten das Schild, noch 3 km auftauchte, dass würde bedeuten, wir würden das Auto im einem Schnitt von 3 km/h um 18:40 Uhr erreichen. Da wäre es stockdunkel. Wir mussten unter quer hängenden Luftwurzeln hindurch und über Baumwurzeln steigen. Na ja, ich legte einen Zahn zu und wir erreichten das Auto um 18:15 Uhr, es war noch hell zum Glück. Es ist mit uns beiden immer das gleiche, wenn wir zu Unstimmigkeiten neigen. Ich übertreibe in die eine Richtung, Manfred in die andere Richtung, zum Schluss denken wir beide, der andere hatte eigentlich Recht und wir einigen uns in der Mitte :-). Lange Rede, kurzer Sinn, ich muss zugeben, stockdunkel war es auch um 18:40 Uhr noch nicht, aber keiner von uns beiden wusste es genau, wann es dunkel werden würde. Um mal wieder ein bisschen abzulenken, wir sahen übrigens Buschhühner, Beutelratten und hörte viele ungewohnte Vogelstimmen. |
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Vorbei geht es an Zuckerrohrfeldern |
Start um den Lake Barrine |
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Durch dichten Urwald um den See |
Unser Ziel kommt in Sicht |
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| Zum Abendessen fuhren wir in Nick's Restaurant nach Yungabarra, einem schweizer/italienischen Restaurant, was wir auch schon beim letzten Aufenthalt besuchten. Die Qualität ist zwar super, aber bisher haben wir noch kein teureres Restaurant weit und breit entdeckt. Ein Weizen kostet 11 AUD, ein Glas Rotwein (1/8 Liter) 6,50 AUD, mein Barramundi 33 AUD! Schrecklich fanden wir das Getue der Bedienung, es artete schon in Albernheit aus. Abends genossen wir wieder unsere Terrasse und pünktlich gegen 21:15 Uhr erschienen wieder Mutter Possum mit Baby auf dem Rücken.
Gefahrene Kilometer: 316 km
Wetter: schön mit wenigen Wolken, morgens: 17°C, nachmittags: 27°C. |
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