|
| |
Australien
|
| |
|
| |
|
 |
Sabine in Melbourne
|
|
| |
| Mittwoch, 1. Oktober 2008 |
| Nach dem Frühstück, schwangen Sandra und ich uns auf die Fahrräder, ausgestattet mit Helmen, die hier Pflicht sind und fuhren das kurze Stück vom Ortsteil Eltham (nordöstlich von Melbourne gelegen, siehe Karte), zum Yarra River. Man glaubt gar nicht, wie bergig es hier ist und ich freute mich um so mehr über eine gute Gangschaltung und natürlich auch über die funktionierenden Bremsen. An das Linksfahren gewöhnte ich mich eigentlich rasch. Die meiste Zeit war der Radweg gut ausgebaut, geteert mit Mittelstrich und als Yarra Trail gekennzeichnet. Die Kilometerangaben schwankten etwas, aber egal, wir hatten ja den ganzen Tag Zeit. |
|
 |
links:
Die blaue Linie zeigt unseren Tourverlauf mit dem Radel in die Stadt |
|
| |
| Der Weg verlief an grünen Wiesen entlang, mal am Waldrand, mal direkt am Yarra River. Es flogen sehr viele Magpies herum, weshalb wir auch die Helme unbedingt aufbehielten, da sie Radfahrern gegenüber recht aggressiv würden, so stand es jedenfalls in den hiesigen Zeitungen. Auch sah man einige Wanderer mit Knüppeln zur Abwehr der brütenden Magpies durch die Gegend laufen. Wir sahen nicht nur Magpies, sondern auch einige Kakadus grasen. So langsam erhielten wir Blick auf die Skyline von Melbourne – schön! |
| |
|
| Blicke auf den Yarra River |
| |
| Im Fairfield Park Boathouse einem netten Lokal, direkt an der Yarra gelegen, wo man auch Ruderboote ausleihen konnte, rasteten und schmausten wir ein wenig. Weiter gings zur Collingwood Childrens Farm, wo man beim Kaffee Blick auf ein paar Hoftiere erhielt, die von Kindern gestreichelt werden durften. Bisher war es trocken, ja die Sonne schien sogar die meiste Zeit, nun merkten wir den einen und den anderen Tropfen. Na hoffentlich hielten die Wolken dicht. Regenklamotten hatten wir nicht dabei, sie haben uns doch Sonne versprochen. |
| |
 |
|
| Blick auf Melbourne |
Rast im Fairfield Park Boathouse |
|
| |
 |
Nach dem Kaffee schwangen wir uns wieder fit auf die Räder, um die letzten 10 km zu bewältigen. Immer häufiger fuhren wir ganz nahe, ja manchmal auf Stegen, auf dem Yarra River entlang und immer noch herrschte, trotz Stadtnähe, wenig Verkehr auf dem Radweg. So fuhren wir bis mitten in die Stadt zur Bahnstation Flinders Street. Nun fing es plötzlich an zu regnen – das war ein Timing!
Für 5,50 AUD zogen wir uns aus dem Automaten ein Ticket, und setzten uns mit den Fahrrädern (ganz vorne für Räder) in der beginnenden Rush Hour um 16 Uhr in den Zug nach Eltham. In einer halben Stunde erreichten wir das Örtchen. |
| Mitten in der Stadt, auf dem Fluß entlang |
|
|
| |
| Es regnete nun auch nicht mehr. Nebenbei, was ich nicht wusste, dass man in den öffentlichen Verkehrsmitteln Hunde nur mitnehmen darf, wenn man ihn als Behindertenhund benötigt, sonst nicht.
Auf dem Heimweg lieh sich Sandra für uns heute abend die DVD Ten Canoes aus. Sie kochte für ihre Familie und uns Thai Pumpkin Soup, alles sehr lecker. Ich habe sie nach dem Rezept gefragt, sie meinte, man brauche im Internet nur Thai Pumpkin Soup eingeben, mal sehen, ob ich das finde. Der Film gefiel mir ganz gut, soweit ich die englischen Untertitel mitbekam.
Wetter: Anfangs schön, nachmittags Eintrübung mit Regen, Temperatur morgens: 16°C (im Haus), mittags: 21°C |
|
|
 |
Manfred in Mudgee |
|
| |
| Mittwoch, 1. Oktober 2008 |
| Um 6:15 duschte ich und danach gab es das Frühstück, Toast mit Marmelade, Kaffee. Sie wollten mir auch Vegemite anbieten, was ich aber ablehnte. Gary zeigte mir dann seine Farm mit allen Einrichtungen und wir wanderten über die Felder. Es war sehr interessant. Auf der Terasse lag eine Schlange und Gary sagte, oh – vorsicht das ist eine sehr gefährliche. Ich machte fleissig Fotos und bemerkte erst später, dass die Schlange aus Plastik war. |
| |
|
| "Oh – vorsicht das ist eine sehr gefährliche Schlange" |
| |
| Danach fuhren wir zur Rinderauktion nach Mudgee. Dort werden die Viecher versteigert. Es war sehr interessant zu sehen wie die Gebote ins Volk geschriehen wurden, und mit welch lässigen Bewegungen ein Gebot abgegeben wurde. Vorher hatte mich Gary noch mit dem Chef der Auktion bekannt gemacht, vielleicht damit er meine Signale nicht als Gebote verstehen würde. |
| |
|
| Bei der Rinderauktion |
| |
| Man musste hier höllisch aufpassen, nicht in Kuhscheisse zu treten oder mit der blauen Farbe versehentlich in Berührung zu kommen mit der die Tiere nach dem Kauf nummeriert wurden. Plötzlich spürte ich, wie ich von hinten mit etwas beworfen wurde. Ich drehte mich um sah, wie ein Rind mit den Hufen nach hinten trat und der Dreck durch die Gegend flog. Vorsichtig testete ich mit der Hand, ob das trockene Erde oder auch Scheisse war – zum Glück war es nur trockenes. Kurz danach rieselte etwas auf meinen Kopf, ich stand versehentlich unter einem Laufgitter und als jemand darüber lief, fiel Dreck von seinen Schuhen auf meinen Kopf. Ich schüttelte kurz die Haare aus, es war zum Glück wieder nur trockenes. |
| |
|
| Und dies waren einige der Versteigerungsobjekte |
| |
| Danach tranken wir noch einen Kaffee mit Kuchen in der Kantine, von wo man bequem das Wägen der Tiere sehen konnten und fuhren dann zu einem guten Freund von Gary. Er besitzt ein Motel mit 20 Zimmern inmitten von nicht mehr genutzten Weinreben. Vorher hatte er ein Motel in der Stadt mit sehr viel Betrieb. Nun war hier viel weniger los. Aber Gary meinte, er wird für das Land mit den Weinreben später viel Geld bekommen. In der Garage standen auch ein fast fertiges Flugzeug (Bausatz aus Tschechien) für etwa 50000 Dollar und eine zerlegte Moto Guzzi aus Italien. Er hatte etwas Muffe vor dem ersten Testflug – hätte ich auch. |
| |
 |
|
| Bausatz-Flugzeug |
Motel von Garys Freund |
|
|
|
| Wieder zuhause tranken wir einen Kaffee mit Cornett-Beef Toasts und Gary schaute interessiert mehrere tausend Bilder auf meinem Notebook an. Abends kam dann Denise von der Arbeit zurück. Es gab gebratenes Hühnchenbein mit Gemüse und Kartoffelbrei, anschliessend Eis mit Keksen. Wie gestern hatte Denise die bayerische Schürze in der Küche angezogen. Wir diskutierten noch etwas über Religion und andere Themen, ich konnte noch meine Emails checken und dann gingen wir um 22 Uhr zu Bett. |
| |
rechts:
Auf dem Motelgelände saßen mehrere "Galahs" oder auch "Schnatterkakadus" genannt, auf den Bäumen. |
|
|
|
| |
|