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Australien

 

Melbourne und Fahrt nach Anglesea / Mudgee

 
Sabine  
Sabine in Melbourne
 
Freitag, 3. Oktober 2008
Wieder schönes Wetter trotz Vorhersage. Wir packten unsere sieben Sachen und fuhren, nachdem wir uns mit Lebensmitteln für die nächsten Tage eingedeckt hatten, nach Healesville zu einem Tierpark mit Tieren, die  in Australien heimisch sind.
 
Lage von Healesville
Karte: Oben rechts sieht man die Lage von Healesville
 
Zur vollen oder halben Stunden wurde Veranstaltungen angeboten, wie Flugshow mit Greifvögeln, wo besonders beeindruckend der riesige Keilschwanzadler war, der nur knapp über unsere Köpfe hinweg zischte. Dann gab es noch eine Papageienflugshow, Talking with Tasmanian Devil Keeper oder die Möglichkeit Kängurus zu füttern. Nach und nach bezog sich der Himmel, was mir Sandra vorhersagte, da sie Healesvill bisher nur bei schlechtem Wetter besuchte.
 
Kängurufütterung
Rabenkakadu
Kängurufütterung
Red-tailed-Cockatoo (Rabenkakadu)
 

Wir setzten uns im Anschluss in ein Cafe und erfrischten uns, Sandra blieb sitzen und las, während ich noch ein weiteres Stündchen durch den Park marschierte, um mir die restlichen Tiere anzusehen. Inzwischen regnete es stärker und es war schön leer, so konnte ich mir den Tasmanischen Teufel mit seinem Baby noch mal ansehen. Das Baby war 4 Wochen alt, winzig (ca 10 cm lang) und krabbelte auf seiner schlafenden Mama herum. Leider wurden meine Fotos alle verwackelt, da es recht dunkel war.

Irgendwie hatte ich mich mit den Öffnungszeiten des Cafes vertan, jedenfalls als ich Sandra zur vermeintlichen Schließungszeit um 16 Uhr abholen wollte, war es eigentlich schon eine Stunde geschlossen, sie durfte aber gnädigerweise noch sitzen bleiben bis ich kam, man setzte sie nicht in den kalten Regen.

 
Bussardmilan
Keilschwanzadler
Black-breasted Kite
(Hauben- oder Bussardmilan)
Wedge-tailed Eagle
(Keilschwanzadler)
 
Wir tankten, holten gegen 17 Uhr John, den Mann von Sandra vom Büro ab und setzten uns in Bewegung nach Anglesea, ca. 110 km südwestlich von Melbourne an der Surfcoast gelegen. John musste uns durch den dichten Berufsverkehr der Innenstadt manöverieren, es ging nur im Stop und Go voran, aber nach dem Passieren der Stadt, erreichten wir recht zügig unser Ziel.
 
Fahrt nach Anglesea
Übersicht: Fahrt von Melbourne nach Anglesea
 
In Anglesea aßen wir erst einmal im Hotel Anglesea unser Abendessen. Es war sehr lecker, ich aß Thai Green Curry mit Huhn. Anschließend suchten wir unser ca. 2 km außerhalb Angleseas gelegenes Domizil die Roadknight Cottages auf. John warf freundlicherweise den Kamin an, es hatte stark abgekühlt auf 11°C. Nach einem Schlummertrunk direkt vorm Kamin fielen wir bald müde in die Betten.
 
Fotos unten: Roadknight Cottages von außen und innen
Roadknight Cottages
Roadknight Cottages
 

Wir erhielten Cottage Nummer 7: Unten Wohnzimmer mit Küche und Bad, oben Vorraum mit je zwei Stockbetten, dahinter Schlafzimmer mit Kingsizebett. Nicht unbedingt geeignet für zwei sich fremde Familien, da die Familie des hinteren Schlafzimmers immer durch das Schlafzimmer des anderen Paares laufen musste, war aber im Internet nicht unbedingt so ersichtlich.

Wetter: Morgens Sonne und warm, nachmittags Regen und kalt.


Manfred  
Manfred in Mudgee
 
Freitag, 3. Oktober 2008
Wie immer bin ich um 6:15 aufgestanden und war um 6:45 fertig. Gary und Denise waren noch in ihrem Schlafzimmer. Zum Frühstück gab es diesmal leckeren Toast mit goldgelben Eiern von den eigenen Hühnern.
 
Frühstückslieferanten
vor dem Schafescheren
Die eigenen Hühner
Vor dem Schafescheren
 
Nach dem Frühstück fuhren wir zu Bruce Kurz, einem netten Nachbarn. Dort durfte ich beim Schafscheren zusehen. Er hatte auf seiner Farm viele alte Dinge herumstehen, mehrere kaputte Autos und einen alten Bus, es sah aus wie auf einem Museum. Bruce war sehr nett und hat alles gut erklärt. Interessant war, dass die Qualität der Wolle von Schaf zu Schaf verschieden ist und die Wolle leicht gekräuselt war.
 
Schafescheren
nach dem Schafescheren
Beim Schafescheren
Nach dem Schafescheren
Schafescheren: Film ab!
Bruce und Gary konnten aus dem Muster erkennen, was das Schaf erlebt haben musste. Anschliessend sind wir wieder nach Hause gefahren. Gary hat dann mit dem Traktor das Gras neben dem Einfahrtsweg zum Haus weg geschnitten und ich habe Bilder von der Kamera auf den Laptop und auf die externe Festplatte gespielt.
 
Wolle wird kritisch geprüftWolle wird kritisch geprüft
Schattenspender
Die Wolle wird kritisch geprüft
Kaputte Autos dienen noch als Schattenspender

 

Zum Mittagessen hat Denise wieder leckere Toasts gemacht und danach gab es Obst. Nach dem Essen hat mich Denise gebeten, ich sollte mit dem Quad zu Gary fahren um ein paar Rinder umzusiedeln. Als ich aus der Garage rückwärts herausfahren wollte, brachte ich den Rückwärtsgang nicht hinein. Aber das war kein großes Problem, ich habe einfach mit dem Fuss mich abgestossen und das Quad damit aus der Garage geschoben. Zum Glück haben weder Gary noch Denise das gesehen. Ich hatte vergessen mit dem Fuss (Hebel nach unten) den Rückwärtsgang einzulegen. Ich fuhr dann auf den Berg zu Gary und wir haben zusammen die Rinder durch verschiedene Tore getrieben. Danach wollte Gary eine Dieselpumpe auf einer entfernten Wiese in Betrieb nehmen. Als wir beide dort ankamen, merkte Gary dass wir dort keinen Diesel mehr hatten. Also fuhren wir zurück und transportierte auf dem Quad den Kansister mit dem Diesel. Der Motor sprang sofort an und wird nun etwa 7 Stunden lang Wasser in einen Wassertank auf dem Berg hochpumpen.

Wie mit einen anderen Nachbarn vereinbart, fuhren wir alle zusammen auf die Farm des Nachbarn um ihn zu besuchen. Doch es war niemand da außer der Hofhund. Wir sind dann ein wenig über das Land gefahren bis die Straße Gravelroad wurde. Auch beim zweiten Versuche war der Nachbar nicht da. Wir fuhren wieder zurück und erfuhren auf dem Anrufbeantworter, dass er noch etwas in der Stadt bleiben würde und wir um halb sechs wieder vorbei kommen sollten. Um halb sechs sind wir dann wieder zu ihm rüber gefahren und er war da. Alles auf dieser Farm sah sehr professionell und teuer aus. Es gab auch einen Schwimmingpool, im Wohnzimmer eine hochwertige Stereoanlage und die Tochter fuhr einen VW Bora mit 6 Zylindern und Automatik. Der Nachbar war sehr überzeugt von der deutschen Qualität. Stolz zeigte er uns die neu gebaute Schafscherstation und sein Sohn hat dann einem Schaf den Hintern frei geschnitten da dort die Maden sich eingenistet hatten. Anschliessen musste er noch mit dem Bobcat etwas Erde auf den Anhänger seines Sohnes bringen. Der Nachbar war sehr begeistert von meiner Kamera.

 

Sonnenuntergang in Mudgee
Sonnenuntergang in Mudgee

 

Wieder zuhause gegen 19 Uhr habe ich die restlichen Fotos auf den Laptop von Chapmans gespielt und die Emails gelesen. Denise hat ein leckeres Abendessen mit Würstchen, Steaks, Salat und extra für mich mit Pasta gemacht. Danach haben wir noch Bilder von Kenia und Neuseeland auf dem Laptop von Gary angesehen.

Mit Bruce habe ich dann kurz telefoniert und ein Treffen am Sonntag mit ihm vereinbart. Er will mich um 10 Uhr am Hotel abholen damit wir zusammen essen gehen können. Er wollte auch den Leihwagen für mich besorgen und mich dann gegen 14 Uhr dort hinbringen.

Ich hab dann noch versucht Sandra zu erreichen, es ging aber nur die Sprachbox an. Dort habe ich meine geänderten Pläne hinterlegt.

Gegen 10:15 bin ich dann ins Schlafzimmer gegangen, habe meine Sachen gepackt und den Reisebericht eingetippt. Um 11 Uhr ging ich dann ins Bett. Vorher gab es noch ein kurzes Gewitter mit Regen.

 
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