Zurück
weiter
 

Australien

 

Anglesea / Reise von Mudgee nach Melbourne

 
Sabine  
Sabine in Anglesea
 
Samstag, 4. Oktober 2008

Ein paar Infos:

Great Ocean Road:
Die Great Ocean Road soll die schönste Küstenstraße Australiens sein, sie ist auf alle Fälle die bekannteste. Sie beginnt 100 km südlich von Melbourne in Torquay und windet sich 240 km weit, oft spektakulär an steiler Küste entlang, bis Warrnambool. Die am meisten fotografierten Objekte befinden sich bei Port Campbell, die Twelve Apostles und weitere Felsformationen. Erbaut wurde die Straße von Kriegsveteranen ab 1918, eröffnet wurde sie 1932. Man nennt diesen Küstenstreifen auch die Shipwreck Coast, da an ihr ca. 80 Schiffe gekenntert sind.

Anglesea:
Der ca. 2300 Seelen-Ort liegt an der Great Ocean Road, an der Surf Coast. Bis 1884 hieß der Ort Swampy Creek. Im Februar 1983 wurden bei einem Feuer viele Häuser zerstört. Es ist ein netter Küstenort, in den Ferien allerdings soll er recht überlaufen sein von Melbournern, laut Wikipedia. Bei den Touristen ist der Golf Club bekannt, da sich dort viele Kängurus aufhalten sollen, keine golfspielenden Kängurus, sondern grasende.

 
Lage von Anglesea
Karte: Lage von Anglesea, Aireyes Inlet und Bells Beach
 
Wolkenloser Himmel! "Womit haben wir das verdient?", würde mein Vater fragen :-)
Blick aus Roadknight Cottage
Strand von Anglesea
Blick aus meinem Schlafzimmerfenster
Strandbummel in Anglesea
 

Kurz und gut, nachdem John und ich fertig waren, zeigte er mir den Strand von Anglesea, der sehr schön, lang, schmal und leer war. Er liegt hinter hohen, bewachsenen Dünen an zum Teil steilen Klippen. Die Verbindung vom Ost- zum Südstrand ist nur bei Ebbe begehbar, wenn man über die wasserfreien Felsen klettert.

Nach dem Bummel sammelten wir Sandra auf, fuhren in Anglesea zum Anglesea River, an der Anglesea River Bank, das ist kurz bevor die Great Ocean Road in Richtung Geelong über den Fluß führt. Hier leihten wir uns ein Kanu. Es gab sogar Dreier-Kanus. Das machte richtig Spaß, auf dem verzweigten Flußsystem umeinander zu paddeln, auch wenn uns das Geradeausfahren etwas schwer fiel. Ohne Kanu käme man niemals so nah in die dichte Natur. Man paddelte unter mehreren Fußgängerbrücken hindurch, einige Angler mussten für uns ihre Angeln einziehen. Wir sahen einen Kuhreiher auf seine Beute lauern. Fast wären wir einmal umgekippt, zum Glück oder eigentlich leider hatten wir unsere Kameras zur Vorsicht im Auto liegen lassen. An einer Stelle mussten wir das Kanu an Land schleifen, da die Brücke zu niedrig zum Passieren war, dass das Kanu nicht mal ohne uns hindurchgepasst hätte. Zum Schluss waren wir ein eingespieltes Team, ich hätte ewig weiterpaddeln können, wenn die Muskeln nicht langsam lahm geworden wären.

So wie ich Sandra verstanden hatte, konnte man in Anglesea eine Führung mit einem Aborigine mitmachen, der einem die einheimischen essbaren Pflanzen zeigen würde. Sandra war wohl etwas enttäuscht, dass ich diese Idee nicht begeistert aufgriff, aber irgendwelche fremden Lebensmittel zu testen, schien mir in Anbetracht meiner Allergien und eines daraus resultierenden Krankenhausaufenthaltes vor zwei Jahren, einfach nicht ratsam. Mit dem Testen unbekannter Lebensmittel bleibe ich vorsichtig, besonders im Urlaub.

 
Bells Beach
Bells Beach
Bells Beach
Surfer an Bells Beach
 
Anschließend fuhren wir an den Bells Beach, wo oft Surfwettkämpfe ausgetragen werden, so auch heute. Zwei Surfer lagen im Wasser, kaum zu sehen und ein Mann am Strand schrie ins Mikrofon, wie viel Zeit noch übrig wäre. Hin und wieder, wenn eine richtige Welle kam surfte einer der beiden. Die Regeln verstand ich nicht wirklich, aber wahrscheinlich kam es darauf an, möglichst lange auf der Welle zu reiten und dabei noch alle möglichen schwierigen oder kunstvollen Übungen zu vollbringen.
 
Unbekanntes Flugobjekt an Bells Beach

Ein Weilchen beobachteten wir die Surfer, dann wanderten wir den Coast Walk entlang durch dichte Dünenlandschaft nach Jan Juc, wo wir in Swell’s Restaurant lunchten. Das Schinken-Ananas Sandwich war riesig und es waren eigentlich zwei, aber lecker. Die Aussicht auf die Bucht Richtung Melbourne und Richtung Ozean waren übrigens grandios! Verschiedenfarbiges blau-grünes Wasser, unbeschreiblich schön! Nun ging es zurück zum Auto.

Unbekanntes Flugobjekt an Bells Beach
 

Anschließend stoppten wir an einem Campground in Anglesea, ließen uns den Plan geben und besichtigten ihn, war eine schöne Anlage mit Pool (28°C), sie hatten Cabins in jeder Größe, Stellplätze für WoMos. In Anglesea shoppten wir noch ein wenig und probierten Fudges. Na ja, so freiwillig habe ich das eigentlich nicht getan. Sandra macht sowas unheimlich gerne, irgendwelche Sachen zu probieren, während sie mich fünfmal überreden musste :-) Nach meinem Geschmack fand ich die Fudges zwar ganz gut, aber sie waren mir zu deftig. Aus was die nun eigentlich bestehen und was das genau ist, habe ich nirgends herausgefunden. Es sehen wie große Blöcke aus, die in Scheiben geschnitten als Süßigkeit verkauft werden. Sie schmecken je nach Geschmacksrichtung nach Schoko, Vanille, Ingwer oder anderen Richtungen, auf alle Fälle sehr fett. Ich kaufte anschließend noch Mitbringsel für Ingrid und dann fuhren wir in unsere Hütte. Ich begleichte bei der Wirtin den Rest der Rechnung und plauderte nett mit ihr. Ja ich muss zwischendurch ins kalte Wasser geworfen werden, damit ich Englisch rede, sonst schiebe ich immer andere vor. Und meistens merke ich dann, es geht doch.

Zum Sonnenuntergang machte ich mich alleine auf zum Strand. Es war ein ganz tolles Gefühl, ich hatte den Strand zeitweise ganz für mich alleine, nur zwischendurch kamen mir  freundliche andere Menschen entgegen, die das gleiche genossen wie ich.

 
Sonnenuntergang am Strand von Anglesea
Sonnenuntergang am Strand von Anglesea
Sonnenuntergang am Strand von Anglesea
 

Zum Dinner fuhren wir nach Aireys Inlet, wo wir ganz alleine im gemütlichen Nebenraum saßen, der sich aber innerhalb einer halben Stunde vollkommen füllte. Leider habe ich vergessen, wie das Restaurant hieß. Es gab leckere Sachen, Sandra und ich aßen je eine Tom Yum Suppe, sehr lecker und schön scharf.

Anschließend zeigte mir John am sternenübersähten Himmel das Kreuz des Südens. Sternenübersäht deshalb, weil man von der Südhalbkugel in der Nacht ins Zentrum unserer Milchstraße blickt, darum kommt es einen vor, als ob es hier mehr Sterne gäbe.


Manfred  
Manfred reist von Mudgee nach Melbourne
 
Samstag, 4. Oktober 2008
Morgens flog Manfred nach Sydney, wo er den ganzen Tag noch mal unsere Lieblingsstadt genießen durfte, bevor es in der nacht weiter nach Melbourne ging.
Flugzeug nach Sydndey
Flugzeug nach Sydndey
Flug von Mudgee nach Sydney
 
Darling harbour
Beim Thai in Manly
Darling Harbour
Mittagessen in einer Manlyer Passage (Thailändisch)
 
Good bye Sydney
 
Good Bye Sydney
 
Good bye Sydney
 
Zurück
weiter