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Australien

 

Great Ocean Road / Von Melbourne zur GOR

 
Fahrt nach Johanna
Meine Hosts und ich fuhren von Anglesea nach Johanna, Manfred von Melbourne nach Johanna
 
Sabine  
Sabine von Anglesea nach Johanna
 
Sonntag, 5. Oktober 2008

Wolkenloser Himmel – schon wieder! Man konnte von meinem Zimmerfenster den blauen Ozean durchblitzen sehen. Sandra war natürlich schon wieder auf, trotz Sommerzeitumstellung heute Nacht in Australien. Ich schrieb mein Tagebuch, wusch mich, packte, frühstückte und wanderte für ein Stündchen an den Strand, um ein paar Fotos zu schießen.

 
Morgenspaziergang am Strand von Anglesea
Morgenspaziergang am Strand von Anglesea
Morgenspaziergang am Strand von Anglesea
 
Als ich zurückkam, waren wir alle startbereit zum Standortwechsel nach Johanna. Unser erster Stopp hieß Aireys Inlet, wo wir gestern zu Abend gegessen haben. Hier besichtigten wir das leuchtendweiße Split Point Lighthouse, einem Bauwerk von 1891, einen von 360 Leuchttürmen an der australischen Küste.
 

Ein paar Infos:

Split Point Lighthouse:
Sein ursprünglicher Name lautete Eagles Nest Point. Erst 1972 wurden die Lampen des Leuchtturms an das elektrische Netz angeschlossen, davor benutzte man bis 1919 Kerosin, danach bis 1972 Azetylen. Interessant ist hier auch die Geschichte, die man sich vom Wärter Richard Joy Baker erzählt, der aus Bequemlichkeit in die Rückseite der Leuchtturmlaterne, wo sie schwarz angemalt war, ein Loch kratzte. Nach jeder Umdrehung der Lampe sah er nun auch vom Hotel aus den Lampenschein und wusste, dass sie noch funktionierte. So musste er nicht direkt beim Leuchtturm wachen. 2004 wurden die Leuchtturmwärterhäuschen für 1,5 MioAUD versteigert.

Lorne:
Der Ort ist benannt nach Kapitän Loutit, der hier im Jahre 1841 ankerte. Es ist ein kleiner Küstenort mit ca. 1000 Einwohnern. Während der Sommermonate wohnen hier allerdings 10 bis 20 Mal so viele Gäste wie Einwohner. Hier steht das älteste Strandhotel Victorias, das Grand Pacific Hotel. Wohlhabende Melbourner reisten im 19. Jahrhundert zur Sommerfrische mit einem Dampfschiff an.

Die Strecke von Lorne nach Apollo Bay ist einer der schönsten Abschnitte der Great Ocean Road, immer wieder kann man die herrliche Aussicht an Lookouts auf die Küste genießen.

Apollo Bay:
Ein weiterer Ferienort an der Great Ocean Road mit einem 2 km langen Sandstrand.

 
Split Point Lighthouse
Split Point Lighthouse
Split Point Lighthouse
 
Foto: Unterwegs stoppte R., damit ich einen schwarzen Schwan fotografieren konnte

In einem kleinen Buchgeschäft des Ortes kauften wir ein paar Büchlein. Ein guter Tipp von Sandra war, Jugendbücher in Englisch zu lesen, die sind meistens besser verständlich als englischsprachige Romane für Erwachsene, was ich somit auch tat.

Weiter ging’s auf der wunderschönen Küstenstraße nach Lorne. Immer wieder mussten wir zwischendurch halten und den Blick fotografisch festhalten, das blaue Meer, die enge Küstenstraße an den steilen Bergen – herrlich.

Trauerschwan
In Lorne bestellten wir in einem Fischgeschäft Fisch, den wir zum Abendessen für die nächsten Tage mitnehmen wollten, und zwar Blue Eye und Swort Fish. Im Lorne Pier Seafood Restaurant aßen wir mit Blick aufs Meer unser Mittagessen. Sandra und ich teilten uns eine Seafood Platter, R. aß Scalopps (Jakobsmuscheln). Ich probierte sie und stellte fest, nicht dagegen allergisch zu sein, wie schön.  Dann fuhren wir weiter nach Apollo Bay, einem weiteren Küstenort und luden unser Auto mit Lebensmitteln für die nächsten Tage voll.
Great Ocean Road
Great Ocean Road
Blicke auf die hübsche Küste der Great Ocean Road zwischen Anglesea und Cape Otway
 
Auf der Straße zum Cape Otway wollten mir meine Hosts Koalas in den Bäumen  zeigen. Zuerst suchten und suchten wir. R. oder Sandra meinte, dass man am ehesten Koalas dort sieht, wo schon ein Auto steht, an dem nach oben blickende Touristen stehen würden. Zwei Koalas entdeckten wir, dann dachte ich prima und knipste die beiden schon ununterbrochen. Sandra meinte, sie wolle 23 finden, eher würden wir nicht kehrtmachen
Strasse zum Cape Otway

Ich dachte, was für ein Unsinn! Aber tatsächlich, wir entdeckten in fast jedem 10. Baum einen Koala, zuerst nur John und Sandra, dann entdeckte ich sie auch, man musste nur den Blick dafür irgendwie bekommen.

Wie sagte Sandra so schön, man muss in den Baumgabeln nach Nestern mit Ohren Ausschau halten. Wir zählten sogar 50! Zwischendurch begegnete uns ein Quad, besetzt mit zwei Frauen und einem Hund, die ihre Rinder zusammensuchten. Sie erzählten uns, dass das Geräusch des Motors die Koalajungs animieren würde zu brüllen. Wir hörten tatsächlich welche rufen.

oben:
Auf der Straße nach Cape Otway, auf der Suche nach Koalas
unten:
zwei von 50 gezählten Koalas
Koala
Koala
Nach einer guten Stunde kehrten wir um und steuerten unser nächstes Domizil, die Johanna Cottages an. Witzigerweise erreichte Manfred zur gleichen Zeit die Cottages.

Manfred  
Manfred reist von Melbourne nach Johanna
 
Sonntag, 5. Oktober 2008
Cricket

Leider hat Manfred auch heute kein Tagebuch mehr geschrieben, so berichte ich mal, was er mir erzählt hat über diesen Tag. Im Flughafenhotel wurde Manfred morgens von seinem Freund Bruce abgeholt. Sie fuhren zu Ihm nach Hause nach St. Kilda/Melbourne, brachten ihren Sohn zum Cricket und verbrachten ein paar Stunden am Strand, nachdem sie erst noch beim Kricket zusahen. Mittags holte Manfred dann seinen Leihwagen ab und fuhr Richtung Johanna an der Great Ocean Road, wo wir uns trafen.

 

Anbei ein Cricketmovie

 
Picknick in St. Kilda
Picknick in St. Kilda
mit Bruce und Rosemary beim Picknick am Strand von St. Kilda

 
Sabine
Ab hier geht's wieder gemeinsam weiter
Sabine
 
Nachdem wir unser neues Domizil bezogen hatten, kochte Sandra den Blue Eye Fish mit Gemüse. Das war alles sehr lecker.
Johanna
Johanna
Unser Häuschen in Johanna (Rivernook)
Blick aus unserem Häuschen
 
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