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Australien

 

Johanna an der Great Ocean Road

 
Montag, 6. Oktober 2008
Heute Nacht stürmte, regnete und hagelte es tüchtig, es war eiskalt. Vielleicht hätte ich gestern nicht so sehr das Wetter loben sollen. Zuerst konnte ich überhaupt nicht einschlafen, schließlich ging es doch und wachte erst gegen 7:45 Uhr auf, schon ewig nicht mehr so lang geschlafen. Sandra hatte das Haus schon tüchtig eingeheizt mit unserem schönen Kamin.
 
Great Ocean Road
Heute besuchten wir Simpson, Timboon, und die blau gekennzeichnete Strecke
 

Infos zum Tage:

Die bekannten Felsformationen der Great Ocean Road:
Das neben dem Uluru meistfotografierte Naturphänomen Australiens, ist der Küstenabschnitt mit den bekannten spektakulären Felsformationen. Er beginnt bei Petersborough mit The Grotto, setzt sich fort mit London Bridge, The Arch, Thunder Cave, Loch Ard Gorge und endet mit den Twelve Apostles östlich von Port Campbell. Zu jeder Formation dieses Küstenabschnitts gibt es eine eigene Geschichte. Hier gehts zur offiziellen Website: http://www.greatoceanrd.org.au/

 
Da es immer noch regnete fuhren wir erst gegen 10:30 Uhr ganz gemütlich los. Zuerst ging es Richtung Simpson zur Apostle Whey Cheese. Dies ist eine kleine Käserei mitten in dem hügeligen Land, was sehr an Irland erinnert, gelegen. Die Frau ließ uns alle vier mehrere Käsesorten probieren, erklärte jede Sorte, zeigte uns anschließend einen Film über die Käseproduktion, dann konnten wir zuschlagen und kaufen.
 
Apostle Whey Cheese
Apostle Whey Cheese
Apostle Whey Cheese
 
Satt fuhren wir weiter zur nahegelegenen Winery Heytesbury Ridge. Auch hier testeten wir ein wenig.
 
Winery Heytesbury Ridge
Winery Heytesbury Ridge
"Forget the dog... Beware of the wife" im Vorgarten der Winery entdeckt
Winery Heytesbury Ridge
 

Weiter gings zur Timboon Railway Shed Distillery, wo wir lunchten. Ich hielt mich in Anbetracht der vielen Probierereien und des bevorstehenden Abendessens sehr zurück mit einem Muffin. Beim Whisky-Probieren passten Manfred und ich beide. Weiter gings zur Simpson Käserei, hier probierten wir noch mal alle Käsesorten durch, Manfred passte auch hier. Mir schmeckten die Sorten, der ersten Käserei besser, allerdings konnte ich das auch nicht mehr so genau sagen nach dem vielen Proben.

Immer häufiger blinzelte nun die Sonne zwischen den Wolken hervor und wir beschlossen doch noch die spektakulären Felsformationen der Great Ocean Road zu besichtigen.

 
The Grotto
The Grotto
The Grotto
London Bridge
So sah die London Bridge vor dem 15. Januar 1990 aus. Unter dem Bild konnte man folgenden Text lesen: Am Abend des 15. Januars 1990 brach der Hauptbogen zur London Bridge zusammen und fiel ins Wasser. Es wurde zwar keiner verletzt, aber es wurden mit dem Hubschrauber zwei Stunden später zwei Menschen retten, die nach dem Zusammenbruch des Bogens vom Festland abgeschnitten waren.
 
London Bridge
Loch Ard Gorge
London Bridge
Loch Ard Gorge
 

Nach der "London Bridge" zischelte mir Manfred zu, ob ich denn immer noch könne und wie viele Attraktionen es denn noch wären. Ich wusste es nicht, wie viel es noch waren, aber ich konnte noch. Da Manfreds Miene sich aber schon langsam merklich verdüsterte, hatte ich ein Einsehen, ja man konnte das auch an einem anderen Tag fortführen. So fuhren wir zurück nach Johanna.

Zum Dinner wählten wir heute das Aire Valley Restaurant, wer und warum wir darauf kamen, weiß ich gar nicht mehr, jedenfalls reservierte Sandra oder John für heute abend dort für uns. Die Suche gestaltete sich nicht gerade als einfach. Es lag sehr versteckt, nur ein Schild Richtung "Aire Valley B&B" wies darauf hin, so dass wir die Zufahrt anfangs verfehlten, denn wir wussten ja nicht, dass es auch ein B&B ist. Man musste ein Gatter öffnen, eine Gravelroad steil aufwärts fahren und das Gatter wieder schließen. Als wir es dennoch fanden, empfing uns der freundliche Wirt und führte uns in die Gaststube mit prasselndem Kaminfeuer, wo der Tisch für uns bereits gedeckt war. Außer uns dinnierte noch ein junges Pärchen aus Sydney hier, welches hier ein paar Tage ihren Urlaub verbrachte. Das Essen war sehr teuer, aber auch ganz besonders lecker. Manfred und ich aßen als Hauptgericht Känguru mit frischem Spinat und Petersilienkartoffelbrei, John und Sandra aßen Fisch mit ähnlichen Beilagen.

 
Aire Valley Restaurant
Aire Valley Restaurant
Aire Valley Restaurant (rechts: Känguru mit Kartoffelbrei und Spinat)

 

Dies war ein ganz besonderes Abendessen in ganz besonderer Atmosphäre, was man nicht täglich erlebt, dafür lange angenehm in Erinnerung behalten wird.

Wetter: Schauer und stürmisch, Temperatur: Morgens 8°C, Mittags: ?

 
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