Singapur

Montag, der 15.9.2014

Der Service war übrigens super, stündlich und auf Anfrage sowieso, wurden während des Nachtflugs O-Saft und Wasser auf Bedarf vorbeigebracht, man musste also nicht dursten.

Menü

Zum Frühstück gab es übrigens Kaiserschmarren mit Pflaumenmus, typisch asiatisch :-) Nach 12 Stunden und 35 Minuten Flug, landeten wir um 7 Uhr morgens am Changi Airport in Singapur.

Singapur (B)

Kaum waren wir ausgestiegen, haben kilometerlange Gänge durchschritten, sind durch die Immigration gewandert, haben das Gepäck abgeholt, Geld gewechselt und den SIA-Schalter gefunden, wo wir unsere Hotelvoucher einlösten, schon waren 1,5 Stunden oder waren es gar 2 Stunden? unbemerkt vergangen. Jedenfalls durften wir ca. 15 Minuten vor dem Singapore-Stopover-Schalter warten und wurden mit anderen Reisenden nach Hotels sortiert, in Busse verteilt. Ein paar Minuten später erreichten wir das Hotel V Lavender. Normal darf man ab 14 Uhr einchecken, aber mit einem Aufpreis von 30 $ darf man das Zimmer sofort beziehen. Da wir ziemlich kaputt vom Flug waren und wir beide nicht im Flugzeug geschlafen haben, zahlten wir den Aufpreis und erfrischten uns erstmal im Hotel.

Singapur:

Singapur heißt "die Löwenstadt". Etwa 300 vor Christus wird die Insel Singapur von Seefahrern aus China in ihren Tagebüchern vermerkt. Danach hatte die Stadt die unterschiedlichsten Namen. Im 14. Jahrhundert besuchte der einflussreiche Sri Vijaya die Insel. Er soll dort einem seltsamen Tier begegnet sein, das aussah wie ein Löwe. Deshalb gab er der Insel den Namen "Singa Pura", was Löwenstadt heißt. Das Fabeltier, ein Merlion, halb Meerjungfrau, halb Löwe, ist bis heute die Symbolfigur Singapurs geblieben ist. Die neuere Geschichte Singapurs leitete der Brite Sir Stamford Raffles ein, der am 29. Januar 1819 die Insel besuchte. Er suchte einen strategisch günstigen Hafen für seine East Indian Company und gründete auf der Insel einen Handelsposten. Danach begann der rasche Aufstieg Singapurs.

Einige Fakten - Stand September 2014:
- Zeitunterschied MEZ + 7 Stunden
- Währung: 1 Euro ungefähr 1,62 Singapur Dollar (Stand: Dezember 2014)
- Einwohnerzahl: 5,3 Mio
- Steckdosen Adapter: wie Großbritanien
- Bruttoinlandsprodukt: 60.410$ (Deutschland: 39.028$)
- Religionen: 44% Buddhisten, 18% Christen, 14% Muslims und 5% Hindus.
- Singapur ist die sicherste Stadt der Welt, drastische Strafen, ja sogar Prügelstrafe und Todesstrafe begünstigen dies. Es ist vieles verboten, z.B. gibt es Kaugummi nur gegen Pass in der Apotheke, das Überqueren von Straßen neben Zebrastreifen ist verboten, uvm.

Hotelzimmer im Hotel V Lavender Hotelzimmer im Hotel V Lavender

Hotelzimmer im Hotel V Lavender 

Ausblick aus dem Hotelzimmer Ausblick aus dem Hotelzimmer

Blick aus dem Hotelzimmer

Ach ja das Klima war wie immer in Singapur, hohe Luftfeuchtigkeit und knappe 30 Grad. Wir testeten noch das freie WiFi im Zimmer, meldeten unsere Ankunft zuhause und zogen dann erfrischt in die Stadt. (Nebenbei, laut Webseite des Hotels, dachten wir, WiFi kostete hier etwas, aber positive Überraschung: es kostete nichts).

Die MRT (MRT - Mass Rapid Transit) fährt fast vor unserer Haustür los, wir mussten nur einmal halb um das Hotel herumgehen und mit einem Aufzug in den Untergrund fahren. An dieser Station, namens Lavender, haben wir uns an einem Schalter je eine EZ-Link-Card, mit Hinterlegung von 5$ Pfand und einem Startguthaben von 7$ geholt. Die EZ-Link-Card ist eine wiederaufladbare Chipkarte, die als Fahrkarte dient. Man kann mit ihr das Bahn- und Busnetz bargeldlos benutzen. Geht man zur Bahn, hält man das Ticket an den Automaten, der öffnet die Schranke und zeigt das Guthaben auf der Karte an. Nach der Fahrt hält man die Karte wieder an den Automaten, die Schranke öffnet sich und das abgezogene Guthaben wird angezeigt. Dieses Ticket hat den riesigen Vorteil, dass man sich nicht darum kümmern muss, ob man nun direkte Wege oder zurück fährt oder im Kreis, denn erst beim Auftauchen aus der MRT muss man seine Karte an den Automaten halten, der dann den korrekten Betrag abbucht. Teuer sind die Fahrten nicht, im Gegenteil, ich glaube, U-Bahnfahren ist eins der billigsten Angelegenheiten hier. Die Fahrpreise liegen zwischen 0,80$ und 1,30$. Die MRT hat auch Linien, die über das Zentrum hinaus fahren, dann kann es bis zu 1,70$ kosten. Es ist übrigens nicht möglich, versehentlich oder absichtlich auf die Schienen zu springen oder zu fallen, die U-Bahnhöfe sind durch Glaswände von den Gleisen abgeriegelt und die Bahn hält genau so, dass sich ihre Türen an den Türen der Glasabsperrungen befinden.Die Züge verkehren alle 3 bis 8 Minuten.

Am Bahnsteig der U-Bahn In der U-Bahn Singapurs

Links: U-Bahnstation / Rechts: In der U-Bahn

Wir fuhren also mit unserer Linie von der Haustür drei Stationen weiter zur Station Townhall und stiegen in eine andere Linie, um zur Marina Bay zu gelangen. Hier stiegen wir aus. Die Marina Bay wurde völlig umgestaltet oder renoviert seit unserem letzten Besuch vor 12 Jahren. Jedenfalls ein Hochhaus steht hinter zwei anderen. Ebenso zieren Hotels und Shopping Center diese Gegend.

Am Marina Bay Am Marina Bay

Marina Bay

Blick auf Down Town Hier starteten wir unsere Flussrundfahrt

Hier befindet sich übrigens auch das berühmte Hotel Marina Bay Sands. Es herrschte kaum Betrieb hier auf den Plätzen, wir konnten schön bummeln und fotografieren. Manfred entdeckte einen Stand, der Bootstouren über den Singapore River anbot und fragte, ob ich Lust dazu hätte - hatte ich. Für zusammen 44$ schaukelten wir gemütlich mit Ansage und ein paar weiteren Pärchen über den Singapore River. Die Stadt hat sich ganz schön verändert, stellte ich immer wieder fest.

Hotel Marina Bay Sands Sir Stamford Raffles

Am Singapore River

Am Singapore River Am Singapore River

Am Singapore River

Am Singapore River Am Singapore River

Zwei Frauen, die zum Schluss zustiegen, wohl Mutter und Tochter, setzten sich zu uns ins Freie und baten uns, sie vor dem "Merlion", dem Markenzeichen Singapurs, zu fotografieren. Wir kamen ins Gespräch, die Mutter erriet sofort unsere Herkunft, die Tochter schwärmte von Deutschland, speziell von Garmisch, München, dem Bier, den freundlichen Menschen. Sie selbst stammten aus Denver/Oregon und waren auf der Weiterreise von Deutschland über Singapur, Bali nach Perth/Australien.

Am Singapore River Wahrzeichen Singapurs: Der Merlion

Rechts: Der Merlion, das Markenzeichen Singapurs

Wir bummelten anschließend in das Marina Bay Sands Shopping Center, es war fast leer, superteure Geschäfte, riesig, sogar Gondelfahrten auf einem künstlich angelegten Kanal im Shopping Center konnten gebucht werden.  Irgendwann plagten uns Hunger und Durst, das Frühstück lag sechs Stunden zurück im Flugzeug. Wir suchten im angrenzenden Foodcourt. Die Auswahl war so riesig, aber kompliziert, dass wir bei der Auswahl überfordert waren.

Shopping at Marina Bay Sands Gondelfahren im Shopping Center

Shopping Center Marina Bay Sands

Lieber wollten wir gemütlich am Ufer des Singapore Rivers in einem Restaurant sitzen. Gesagt, getan, wir bummelten zum Singapore River, wurden dort sofort angesprochen, jeder hatte noch bessere Angebote. Bei einem Thailänder ließen wir uns schließlich nieder. Das Essen war teuer, aber man saß sehr gut mit Blick auf den Fluss. Wir aßen beide Tom Ka Gai Suppe vorweg und anschießend ich eine "kleine Portion", Reis mit Huhn und Gemüse und Manfred Thai Rot-Curry.

Mittagessen am Singapore River Tom Ka Gai Suppe und Hauptessen

Beim Thailänder am Singapore River

Als wir dort saßen, entdeckten wir unter uns am Fuß ein paar Schildkröten liegen. Das Wasser lud zwar nicht zum Baden ein, aber wir dachten uns, wenn Schildkröten das Wasser überleben, vielleicht würden wir das auch :-)

Schildkröten am Singapore River Am Singapore River

Anschließend begaben wir uns auf den Heimweg zum Hotel. Beim Eingang zur U-Bahn funktionierte Manfreds EZ Link Card nicht mehr. Eine andere Passantin die das sah, empfahl ihm einen anderen Automaten, ging aber auch nicht, dann meinte sie, er solle doch zum Infoschalter gehen. Und richtig, der setzte die Karte wortlos rasch wieder zurück oder ähnliches, jedenfalls funktionierte sie prompt wieder.

Im Hotel kauften wir uns in einem der vielen Geschäfte drum herum Wasser, dann relaxten wir ein Weilchen, bzw. ich schrieb Tagebuch.

Nachmittags fuhren wir mit der Metro zur Bayfront, welche wir durch einmaliges Umsteigen erreichten. Wir luden außerdem noch unsere EZ-Link-Cards mit 10$ auf (diese 17$, die wir nun pro Person auf unseren Karten insgesamt hatten, reichten übrigens während des ganzen Aufenthalts, inklusive Fahrt zum Flughafen am Abreisetag). Eigentlich hatte Manfred geplant zur Helix Bridge zu wandern und zum Gardens by the Bay. Aber das Auffinden war nicht so einfach. Wir wanderten versehentlich über die benachbarte Brücke, nachdem wir endlos durch die unterirdischen Gänge des Shopping Center im Marina Bay Sands Hotels irrten. Das Hotel ist wirklich ein Gebäude der Superlative!

Marina Bay Sands von außen Marina Bay Sands von innen

Marina Bay Sands Hotels von außen und innen

Jedenfalls war es ein lohnender Spaziergang. Am Ende der "falschen" Brücke erreichten wir die Helix Bridge. Von der Brücke aus beobachtete ich sogar einen Adler der gerade einen Fisch fing. Vielleicht war es auch kein Adler, jedenfalls ein Vogel, der einen Fisch fing :-)

Marina Bay Sands und Art Science Museum Merlion in der Abenddämmerung

Links: Art Science Museum und das Marina Bay Sands Hotel / Rechts: Merlion

Fischadler? mit Beute Gecko an einer Hauswand

Links: Greifvogel angelte sich einen Fisch im Singapore River / Rechts: Gecko

Von der Helix Bridge erreichten wir auch den Gardens by the Bay. Auch der ist riesig! Eine Weile bummelten wir am Ufer entlang, kamen sogar noch zu einer Lasershow zurecht. Anschließend plagte uns bei dem schwülen Wetter der Durst, wir tranken ein Bierchen und fuhren zum Hotel zurück. 

Die Helix-Brücke Singapore Flyer

Links: Helix Bridge / Rechts: Singapore Flyer

Ein bisschen räumte ich noch, dann fiel ich müde ins Bett.


3. Tag - --->

Startseite Australien 2014