Sydney

Montag, der 22.9.2014

Heute Morgen bin ich in aller Frühe mit Bauchschmerzen aufgewacht, die ein Stündchen andauerten, ich bin dann aber wieder eingeschlafen. Zum Glück war es nichts ernsthaftes, ich war aber beim Frühstück lieber etwas vorsichtig und aß nur Müsli mit Früchten und trank Tee.

Wir wollten heute den Taronga Zoo besuchen, auf der anderen Seite der Port Jackson Bay gelegen und machten uns startklar und erwischten die im 10-Minuten-Takt verkehrende CityRail um 9:28 Uhr. Übrigens wenn ihr für den öffentlichen Nahverkehr Sydneys eine kostenlose, ganz brauchbare App für eure Android-Geräte sucht, diese hat uns ganz gut gefallen: TripView Sydney Lite. Nachteil, man kann sich mit der Light-Version keine kombinierten Bus/Fähre oder Zug/Fähre oder Zug/Bus Fahrten suchen, sondern nur entweder Zug oder Bus oder Fähre.

Theoretisch hätten wir die Fähren zum Taronga Zoo um 9:50 Uhr erreicht. Aber das Gedränge, dass dort schon um diese Zeit herrschte, schreckte uns eher ab. Wir passten mit Mühe auf die Warteplattform der Fähre. Komisch, ich dachte bisher Montag und Dienstag wären die verkehrsschwächsten Besuchertage des Zoos. Manfred fragte mich, ob wir den Zoo nicht auf später verschieben und dafür unser Nachmittagsprogramm vorziehen wollten? Ich war sehr dafür, hätte es aber selber nicht vorgeschlagen, da ich bei Gedränge meistens empfindlicher bin als Manfred. Auf der Fähre hätten wir sicher auch nur noch irgendwo eingequetscht einen Platz bekommen.

Wir kehrten um, kletterten erst noch mal auf den Bahnsteig der CityRail zurück, da wir von hier aus einen guten Überblick über das neu angelegte Kreuzfahrtschiff erhielten.  Es hieß Carnival Legend. Auch dieses Schiff fuhr nicht unter der Harbour Bridge hindurch, zum uns bisher bekannten Kreuzfahrtschiff-Anlegeplatz nach Darling Harbour, sondern ankerte am Circular Quay.

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Links: Die Carnival Legend / Rechts: Berittene Polizei am Circular Quay

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Carnival Legend

Wir bummelten Richtung Schiff, das wollten wir uns genauer betrachten, war schon beeindruckend, wie riesig diese Kähne sind, die kleinen Hochhäuser im Hintergrund sah man kaum noch, auch die Opera wirkte winzig gegen die Carnival Legend. Das Schiff hatte auf dem obersten Deck sogar 2 Wasserrutschen in den Pool.

Scheinbar verließen die Passagiere hier das Schiff, jedenfalls standen viele mit Koffern herum. Im Internet habe ich nachträglich gelesen, dass das Schiff übermorgen Sydney verlassen würde, um zu einer 12-tägigen Südseetour aufzubrechen und zum erstmal regelmäßig Sydney im Programm hätte. Wir hatten bisher nie etwas von einer Carnival Legend gehört und fanden auch keine Nationalität am Schiff. Wir tippten beide, dem lauten, trampelhaften Verhalten nach, das mussten Amis sein.  Was sich beim Blick ins Internet bestätigte :-) (Nein, wir haben natürlich gar keine Vorurteile).

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Die Carnival Legend verdeckt fast die "kleine" Oper

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Unter der Harbour Bridge

Wir wanderten weiter am Wasser entlang, die Harbourbridge unterquerend zum nächsten Warf, wo wir uns eine kleine Kaffeepause an einem leeren Stand, mit Blick auf das Wasser, gönnten.

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Links: Fort Denison / Rechts: Kunst

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Weiter gings an einer überdimensionalen Baustelle entlang, wo dem Wasser Land abgewonnen wird zwischen The Rocks und Darling Harbour. Dort sollen riesige teure Apartmentblöcke, Geschäftshäuser, Shoppingcenter errichtet werden.

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Nicht jedermann war damit einverstanden, in den Reihenhäuschen von Millers Point gab es regen Protest. Die genauen HIntergründe des Streits haben wir nicht mitbekommen. Es ging wohl darum, dass die arbeitende Bevölkerung sich in der eigenen Stadt bald keine Wohnungen mehr leisten kann. 

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Proteste in den Reihenhäuschen gegen die neuen Luxusapartments am Millers Point

Wir erreichten bald das uns bekannte Darling Harbour. Nun wussten wir auch, warum die Kreuzfahrtschiffe im Moment nicht an üblicher Stelle ankerten. Die Schiffsanlegeplätze gehörten mit zur Riesenbaustelle. In Darling Harbour tranken wir eine Kleinigkeit zur Erfrischung. Ich testete mal Chai Latte (sehr lecker) und beide schmausten wir Kuchen.

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Darling Harbour

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Ich wollte noch das riesige Outbackgeschäft Northern Territory aufsuchen, aber das lag auch unter einer Baustelle oder gab es nicht mehr. Wir spazierten zum Shopping Center, bummelten durch dieses von Shop zu Shop und kauften dabei unserer Tochter im neu dort angesiedelten Hard Rock Café ein Shotglas für ihre Sammlung. Anschließend wanderten wir zurück in die Stadt, durch das Queen Victoria Building zu unserer Haltestelle Town Hall. Und im Nullkommanix waren wir daheim.

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Darling Harbour

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Queen Victoria Building außen und innen

Abends suchten wir uns wieder etwas in Bondi Junction zum Essen, wir hatten keine Lust mehr irgendwohin zu fahren. Bei einem Chinesen wurden wir fündig. Zusammen mit einer Mutter mit ihren zwei kleinen Kindern oder Kindermädchen mit zwei Kindern schmausten wir hier. Die beiden Kinder tobten durch das Restaurant, die Chinesen nahmen es gelassen, die Mutter oder das Kindermädchen war mit ihrem Smartphone zu beschäftigt, um sich um die tobenden Kinder zu kümmern. Das Essen war sehr lecker.

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Beim Chinesen in Bondi Junction

Wetter:
Erst wollkig, dann blitzeblanker Himmel bei angenehmen 20 Grad am Mittag.


10. Tag - --->

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