Sydney

Dienstag, der 23.9.2014

Das Wetter war wieder super. Wir genossen das Frühstück mit tollem Blick und planten für heute die Spit Bridge - Manly - Wanderung. Meine Lieblingswanderung hier in Sydney.

Wir fuhren dazu wieder mit der CityRail zur Station Town Hall, stiegen um nach Cirqular Quay, wo wir rasch den Luxusliner Carnival Legend in der Sonne fotografierten. So sah er noch viel schöner aus, als mit Wolken.

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Carnival Legend

Auf der Manly Fähre schaukelten wir gemütlich in einer halben Stunde an den hübschen Vororten Sydneys vorbei, nach Manly. Vorbei zogen an uns auch die malerisch daliegende Oper, unser Apartmenthaus in der Ferne und das andere Luxusschiff, was wir neulich vom Frühstück aus beobachteten. Es lag hier in einer Werft, vielleicht musste etwas repariert werden.

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Blick von der Fähre auf die Oper und den Tower

In Manly fanden wir sogleich den richtigen Busbahnsteig für den Bus 143/144, der uns zur Spit Bridge bringen sollte. Leider war nirgends eine Anzeige, wir drückten nach Gefühl den Knopf, zum Anhalten.

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Links: Manly Warf / Rechts: Bus nach Clontarf

Es stellte sich zwar raus, dass wir eine Station zu früh ausstiegen als sonst, aber diese war auch nicht übel und vielleicht sogar besser als Startpunkt geeignet, denn wir mussten nicht auf der Straße laufen und auch nicht die Brücke über eine Treppe hinuntersteigen. Diese Haltestelle hieß übrigens Clondarf. Der Busfahrer war sehr hilfsbereit, als eine Mutter mit Kinderwagen einstieg, half er ihr noch den Wagen richtig hinzustellen, damit sie ihn mit einem Gurt festzurren konnte. Dann rief er nach hinten, dass leider seine Glocke zum Halten nicht funktionieren würde, wir sollten zum Anhalten einfach rufen.

Ab Haltestelle Clontarf bogen wir gleich in die nächste Straße links ab, wanderten bis Manfred kurz darauf einen kleinen Fußweg abwärts Richtung Beach entdeckte, den wir nahmen. Der Holzsteg führte durch üppig blühende Vegetation, und an hübschen Häuschen entlang, abwärts auf unseren ursprünglichen Weg Manly - Spit Bridge.

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Wanderstart in Clontarf

Eigentlich wollten wir uns in dem Restaurant am Clontarf Beach zum Wanderstart einen Kaffee leisten, aber es hatte geschlossen. So starteten wir die Wanderung, zuerst am Beach entlang, bis der richtige Weg begann, der uns bergauf, bergab durch Naturschutzgebiet führte.

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Start am Clontarf Beach

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Links: Missglückte Segelübung / Rechts: Weiter geht die Wanderung durch Wald

Unterwegs entdeckten wir Wasseragamen, die malerisch für ein Foto possierten, andere verschwanden raschelnd im Gebüsch.

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Wasseragame

An einem kleinen Strand, den wir kurz ansteuerten, mussten wir über glitschige Steine wandern, als Manfred sagte, hier zahlt sich eine "Vibram"-Sohle aus (seine Schuhe waren mit dieser rutschfesten Sohle ausgestattet), woraufhin ich meinte, ich habe aber leider keine. "Können wir ja mal kaufen" war seine Antwort. Na fein, was nutzte mir das hier? Ich blieb lieber dort wo ich war. Plötzlich hörte ich ein "Klatsch" und Manfred ist auf dem Weg mich rasant zu überholen, um eine tolle Fotoposition zu ergattern, ins Wasser gefallen. Zum Glück ist ihm nichts passiert, außer dass er nun mit halbnasser Hose herumlaufen musste und das im schattigen, nicht gerade warmen Gelände. Etwas erkältet war Manfred sowieso schon - mal sehen, wie sich das entwickeln würde.

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Blick auf Sydney (links) und auf North Head (rechts)

Wir passierten viele Wanderer und ebenso eine sehr gesittete Schulklasse in ihrer Schuluniform. Plötzlich meinte Manfred, dass wir die Schulklasse vorbeilassen müssten, sie gäben einen perfekten Vordergrund durch das Gebüsch an Stelle XY. Ich dachte mir nichts dabei, ließ die Klasse passieren und hielt Abstand, da ich keine Lust hatte dicht hinter einer Schulklasse herzurennen. Da überholte mich Manfred und galoppierte der Klasse mit einem Affenzahn, die rutschigen, sandigen Felsen hinab, hinterher. Was macht "Mann" nicht alles für ein Foto :-) Einmal hinfallen war nicht genug. Zum Glück erreichten wir die Stelle XY bald und konnten im "normalen" Tempo weitergehen.

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Kurz darauf entdeckten wir im Unterholz eine Echse, ich glaube es war ein Blauzungenskink. Leider blieb er im Unterholz verborgen, so dass wir ihn nicht fotografieren konnte.

Schließlich kamen wir aus dem Busch heraus und erreichten ein kleines Bistro mit gesunden Lebensmitteln. Das sieht man hier immer häufiger, finde ich toll! Manfred weniger, denn es gab nach seinem Geschmack nichts, was den Durst wirklich löschte. Wir bestellten uns Erdbeermilchshakes und erhielten riesige 0,5 Liter Becher davon - schmeckte einfach superlecker!

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Anschließend führte unser Weg zwischen Häusern und Meer, entlang. Zu meiner Begeisterung entdeckte Manfred auf einem Ast sitzend ein Lorikeet-Pärchen, welches uns beobachtete, während wir es fotografierten. Dafür bekam Manfred von mir wieder volle Punktezahl.

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Links: Lorikeets auf einem Baum / Rechts: Strand in Manly

Wir erreichten die Fähre und fuhren mit dieser, und der CityRail zu unserem Apartment zurück, dass wir gegen 16 Uhr erreichten.

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Links: In Manly wird Oktoberfest gefeiert / Rechts: Blick von der Fähre auf die Oper

Fahrzeiten:
Bondi Junction - Wanderstart: 1,5 Stunden

Wanderzeiten:
Clontarf Haltestelle bis Clontarf Strand: 10 Minuten
Clontarf Strand - Bistro: 2:10 Stunden
Bistro - Fähranleger Manly:  45 Minuten
Wanderzeit insgesamt: 3 Stunden 5 Minuten.

Nach einer kleinen Pause, machten wir uns um 17:45 Uhr auf den Weg in die Stadt, Manfred hatte sich schon lange vorgenommen Nachtaufnahmen von der Stadt zu machen, so fuhren wir mit vielen Berufspendlern nach Town Hall, quälten uns durch die vollen Gehsteige, bis es sich bei Darling Harbour lichtete. Wir machten ein paar Nachtaufnahmen.

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Nachtaufnahmen von Darling Harbour

Dann spazierten wir durch die Passage zum Restaurant Taifun, einem thailändischen Restaurant, welches wir von früheren Besuchen kannten. Die Dame sichtete uns, führte uns innen zu einem engen Platz, wo sie den Tisch erstmal vom Nachbarn wegrücken musste, damit wir ihnen nicht auf dem Schoß saßen. Nein, wir fragten, ob wir nicht draußen sitzen könnten, schließlich sind wir wegen der Lage gekommen. Sie wies uns wortlos mit versteinerten Gesicht draußen einen Platz unter einer Wärmelampe zu, die leider bald ihren Geist aufgab (die Wärmelampe nicht die Bedienung). Nach einer gefühlten sehr langen Wartezeit wurden unsere Bestellungen aufgenommen. Wir wiesen auch auf die erloschene Wärmelampe hin. Der Ober knipste sie wieder an, aber kurze Zeit später erlosch sie wieder.

Das Essen war allerdings sehr lecker. Vorweg schmausten wir Tom Ka Gai Suppe, als Hauptgericht aß Manfred Ente rot Curry (mit Lychee und Ananas) und ich Huhn gelb Curry (mit Kartoffeln und Karotten). 

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Abendessen im Taifun

Anschließend wanderten wir knipsend zur Station Town Hall und fuhren zurück nach Bondi Junction. Die Pendler hatten sich inzwischen verzogen.

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Im Hotel und im Aufzug

Den letzten Abend in Sydney ließen wir bei einem Gläschen Sekt ausklingen..


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