Mudgee

Donnerstag, der 25.9.2014

Gegen 5:30 Uhr dämmerte es, um 6:30 Uhr waren wir zum Aufstehen verabredet, so konnte ich noch ein paar logistische Aufgaben erledigen, wie Smartphone aufladen, schauen, wie Fußball ausgegangen ist usw., denn hier hatten wir ja auch den Luxus von WLAN.

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Fairy Wren

Rick frühstückte mit uns, er hatte draußen in seinem voll ausgestatteten Auto übernachtet. Denise bereitet Tee und Kaffee, Rührei mit Schinken und Toasts. Wer wollte konnte natürlich auch Vegemite auf den Toast schmieren :-) Ich probierte Vegemite ganz hauchdünn, so wie es mir Gary zeigte, da war es ganz okay aber zu meinen Favoriten zählt es trotzdem nicht. Es soll sich gut als Katerfrühstück eignen, da es salzig schmeckt oder besser ausgedrückt wie Maggi schmeckt.

Manfred und ich begleiteten Rosie nach draußen auf die Weide, sie wollte dem kleinen Lamm, das von seiner Mutter nicht angenommen wurde, sein tägliches Fläschchen geben. Sie musste auch nicht lange rufen, es kam sofort angerannt und trank das Fläschen in einem Zug leer.

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Rosie füttert das Waisenlamm

Anschließend fuhr Gary uns zum Nachbarn gegenüber, sie schoren gerade ihre Schafe. Bruce, der Besitzer erklärte mir alles von der Schur, über die Sortierung der Wolle, der Verpackung bis zur Kennzeichnung auf der Verpackung. Es war ein Schafscherer beschäftigt, der die Schafe im nonstop schor und ein Mann, der die Wolle zusammenräumte und stapelte. Das ging sicher alles sehr in den Rücken.

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Beim Nachbarn zum Schafescheren

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Die Wolle wird begutachtet und gewogen

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Die Wolle wird in die richtigen Fächer gestapelt und verpackt.

Wieder zurück bei Denise, hatte sie gegen 11 Uhr Morning Tea mit kleinen Pancakes mit Marmelade und Sahne vorbereitet. Sehr lecker!

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Beim 11 Uhr Morning Tea

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Die Männer begutachten Garys Fuhrpark

Anschließend fuhren Gary, Denise und Rosie mit uns ins 30 km entfernte Gulgong, einem historischen Ort, bzw. einem Ort mit historischen Gebäuden und einem Museum. Wobei die offizielle Geschichte hier natürlich erst mit der Einwanderung der Europäer beginnt, von den Aborigines erfährt man gar nichts, die wahrscheinlich die längste Zeit hier gelebt haben. Aber das ist wohl fast überall so in Australien. Wir bummelten also durch den netten Ort, den wir vor ca. 15 Jahren schon mal besuchten. Der Museumseintritt betrug 10 AU$ pro Erwachsenen. Viele technische Geräte und Einrichtungen, Computer, Ärtzeausstattungen, altes Klassenzimmer usw. aus den Gründungszeiten wurden ausgestellt.

Gulgong Gulgong

Gulgong

Gulgong Gulgong

Links: Polizeistation von Gulgong / Rechts: Ten Dollar Town Motel

Gulgong Gulgong

Altes Klassenzimmer und 4711-Parfüm im Museum von Gulgong

Nun ging es zurück nach Mudgee, wo wir in einem Café Pies schmausten, ein typischer australischer Snack, Teig mit einer Füllung, z.B. Fleisch. Ich schmauste Pie mit Huhn und Spargel, Manfred aß Curry Pie. Dazu tranken wir Cappuccinos. Übrigens Cappuccinos mag ich in Australien besonders gerne, sie sind zwar nicht typisch italienisch, aber trotzdem sehr lecker, schön sahnig mit einer dicken Kakaoschicht oben drauf. Wir bummelten noch durch ein Buchgeschäft, da Rosie etwas für ihre kleine Schwester als Mitbringsel suchte, Manfred fand bei der Gelegenheit auch ein schönes Buch übers Fliegen in Australien. Der Laden hatte gerade Ausverkauf, womit der letzte Buchladen in Mudgee schloss. Das war traurig für die Bewohner, wer weiß wie viele 100 km sie zum nächsten Buchladen fahren mussten.

Auch dem Rückweg hielten wir am Flugplatz von Mudgee, Gary wollte mir sein Flugzeug zeigen. Manfred kannte das alles schon. Es war für ihn aber trotzdem interessant. Mit diesem Flugzeug reisten die beiden durch Australien, mal umrundeten sie das Land, mal flogen sie hierhin und mal dorthin.

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Garys und Denise Flugzeug

Nachdem wir ein paar Papageien vor der Haustür fotografierten, kam Gary auf die Idee mit den Quads über die Felder zu fahren. Manfred blieb mit seinem neuen Buch und seiner immer noch andauernder Erkältung zuhause, er fühlte sich auch nicht gut heute Abend. Denise und Rosie fuhren zusammen auf einem Quad und ich durfte bei Gary hinten auf dem Quad mitfahren. Wir brausten über die Felder, Rosie sprang jedesmal herunter, um die Tore zu öffnen und hinter uns wieder zu schließen. Wir fuhren zu einer Ecke, mit lauter großen Wombatbauten. Die Löcher hatten bestimmt einen Durchmesser von mindestens 50 cm. Auf dem Rückweg sahen wir Schare von Papageien starten und eine Herde Kängurus davonhüpfen. Zum Fotografieren leider zu weit entfernt, es wackelte zu stark auf dem Quad. Wir mussten uns plötzlich sehr beeilen, denn schwarze Wolken waren im Anzug. Im Affenzahn fuhren wir zurück, trotzdem erwischte uns der Regen noch.

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Mit den Quads über die Felder

Zuhause trockneten wir erstmal unsere klitschenassen Sachen bzw. zogen uns trockene Sachen an. 

Abends bastelte Denise uns zum Abendessen Hackbraten mit Spinat und anderem Gemüse, dazu Karotten und Kartoffelbrei - sehr lecker! Gegen 22 Uhr fielen wir in die Molle.

Wetter: Schauer, Temperaturen mittags 18 Grad, nachts 13 Grad.


13. Tag - --->

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