Kangaroo Island

Montag, der 6.10.2014

Heute Nacht schlief ich super, ich glaube Manfred auch. Gegen 6:30 Uhr wachte ich auf, döste noch ein Stündchen herum, stand auf und bereitete Frühstück, während Manfred sich fertigmachte. Nach dem Frühstück wusch Manfred ab. Das war unser typischer Ablauf am Morgen.Vor unserem Fenster sahen wir in der Palme und auf unserem Terrassengeländer wieder Papageien (Crimson Rosellas) spielen.

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Crimson Rosellas vor unserer Tür

Heute tröpfelte es leicht. Wir beschlossen als erstes die Kelly Hills Cave zu besuchen. Nach ca. einer Stunde Fahrt, die Höhlen befinden sich kurz vor dem Eingang zu dem Flinders Chase National Park, erreichten wir das Infozentrum der Höhlen.

Es war noch nicht besetzt, so bummelten wir ein bisschen herum und schauten uns den alten Eingang zu den Höhlen an. Der war nicht sehr einladend, man musste eine Leiter hinabsteigen um in die Höhlen zu gelangen.

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Kelly Hill Caves (rechts der alte Eingang)

Die nächste Führung sollte um 11 Uhr stattfinden. Zur Führung waren wir etwa 15 Personen. Die Höhlen wurden 1880 entdecktet, hier wurden zahlreiche Knochen von ausgestorbenen oder nicht mehr auf der Insel vorkommenden Tieren gefunden. Der Guide führte uns ca. eine Stunde durch die interessanten Tropfsteinhöhlen und zeigte uns anhand von einer gerade tropfenden Stalagtite, wie lange es dauert bis solche großen Gebilde entstehen. Diese tropfte nämlich einmal in 25 Minuten, im Sommer alle 4 Minuten. Der Guide erzählte uns unter anderem, dass hier auch seismische Aktivitäten gemessen würden und zwar mit der einzigen noch analogen Station in Australien.

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Die Kelly Hill Caves auf Kangaroo Island

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Nach der interessanten Führung fuhren wir ein paar Kilometer weiter Richtung National Park, wo mit einem Koala Walk geworben wurde. Na den musste ich doch unbedingt sehen.

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In einem angrenzenden Café löste man die Karten bei einer netten Angestellten, die uns gleich erzählte, dass vor der Tür, direkt am Parkplatz ein Koala mit Baby auf einem Baum sitzen würde. Auf Manfreds Frage, ob dieser extra dahingesetzt wurde, meinte sie, ja, er wäre festgeschraubt :-) Die Koalas sind hier nicht eingezäunt, sondern sie leben hier frei auf den Bäumen. Im Park waren einige Bäume gekennzeichnet, auf dem sich Koalas befanden und mit einer rosa Schleife versehen, wenn sich auch ein Baby auf dem Baum befand. Sie saßen meistens sehr hoch im Baum. Aber wir entdeckten selber immer mehr, auch ohne dass sie gekennzeichnet waren, mal gut, mal weniger gut sichtbar, mal tiefer, mal höher sitzend, mal mit, mal ohne Baby. War sehr interessant.

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Koalas satt, mal mit, mal ohne Baby!

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Zum Schluss leisteten wir uns Kaffee und Kuchen und kamen mit einer Dame ins Gespräch, die wohl die Besitzerin des Cafés war, wie sich hinterher herausstellte. Sie gab uns außerdem Tipps, wo man auf Kangaroo Island abends essen könne, denn wir hatten Mühe überhaupt Restaurants zu finden, wo man willkommen war oder nicht in der Kälte draußen sitzen musste. Sie empfahl uns in Cygnet River "Frogs & Fruits" und in Kingscote "Queenscliff". Die Besitzerin wohnt in Stokes Bay.

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Anschließend fuhren wir ca. 30 km an der Küste entlang zurück in Richtung Kingscote und zwar zur Little Sahara. Litte Sahara ist ein zwei Quadratkilometer großes Gebiet mit feinem Sand, sieht aus wie große Dünen. Dieses Gebiet wurde vor über tausenden von Jahren aus erodierendem Sandstein gebildet. Der Himmel klarte immer mehr auf, so dass wir die besichtigen wollten. Leider stürmte es so stark, dass wir Angst um unsere Kameralinsen hatten, denn der Sand prasselte uns wie Schmirgelpapier um die Ohren. Darum kürzten wir den Besuch sehr stark ab.

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Little Sahara

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Nach einem kleinen Päuschen, in der Manfred Fotos sicherte, ich eine Postkarte an meine Mutter schrieb, fuhren wir nach Kingscote zum Einkaufen. Wir wollten heute Abend selber kochen, die Lokalsucherei ging uns auf den Keks. Als ich meine Karte einstecken wollte, war sie futsch. Ich suchte das ganze Auto ab. Ich kann mir das nur so erklären, dass eine Windböe die Karte aus dem Auto geweht hatte, als wir beide gleichzeitig die Tür öffneten.

Zuhause kochte ich Lachsnudeln mit Gemüse und Reibekäse, es war sehr lecker. In den Nachrichten, die wir uns später im TV anschauten, erfuhren wir, dass es in Südaustralien auf dem Festland so stark stürmte, dass sogar Häuser von Bäumen zerschlagen wurden. Da hatten wir ja Glück gehabt, denn es stürmte hier auch ziemlich stark. Früh marschierten wir wie jeden Abend ins Bett.

Wetter:
Sonne mit leichten Schauern und sehr stürmisch, Temperatur morgens außen 18 Grad, innen 18 Grad, mittags gegen 14 Uhr betrug die Temperatur außen 24 Grad. 


24. Tag - --->

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