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Sonntag, 9. Januar 2011
 

Infos zum heutigen Tage:

Tierfreigelände Nationalpark Bayerischer Wald:
Auf 200 ha wurde das Tierfreigelände mit 45 heimischen Tierarten angelegt. Der Rundweg ist 7 km lang, man sollte sich dafür 3 - 4 Stunden Zeit nehmen, so steht es im Prospekt.
Tierfreigelände im Nationalparkzentrum Lusen

Baumwipfelpfad:
Am 8.9.2009 wurde im Nationalpark Bayerischer Wald der weltweit größte Baumwipfelpfad errichtet. In einer Höhe von 8 bis 25 Metern über dem Waldboden, kann man auf einem 1300 Meter langem hölzernen Steg auf halber Baumhöhe die Aussicht genießen. Er endet am 44 Meter hohen Aussichtsturm, von dem man bei klarer Sicht einen tollen Ausblick in Richtung Lusen, Rachel usw. erhält.
Baumwipfelpfad

 

Ich wachte schon vor 7 Uhr auf und las in meinem neuen Krimi von Andreas Winkelmann weiter, den ich gestern begonnen hatte. Er ist so richtig schön spannend. Gegen 8 Uhr stand ich auf, ging ins Bad und bereitete Frühstück. Von unseren Vermietern war noch nichts zu hören. Sie schliefen wohl sonntags aus.  Beim Frühstück pickten die Meisen vor unserem Terrassenfenster an den Meisenknödeln. Die Sonne schien.

 

Rechts: Blick auf Grafenau

Lobishof
 

Das mussten wir ausnutzen und fuhren in das 11 km entferne Tierfreigehege des Bayerischen Nationalparks (es war mein Wunsch für heute). Wir fuhren am regulären, großen Parkplatz vorbei, ein paar hundert Meter weiter Richtung Altschönau, wo rechts noch ein Parkplatz liegt. Der Parkautomat nahm nur Münzen, wir brauchten 2 Euro. Die hatten wir nicht, so fuhren wir zurück zum großen Parkplatz hinter Neuschönau. (Tipp für Schwaben: Bleibt man länger als eine Stunde im Park, dann ist der kleine Nebenparkplatz billiger. Er kostet 2 Euro die Tageskarte, in Neuschönau auf dem großen Parkplatz kostet die erste Stunde 2 Euro, dann gestaffelt aufwärts und ab 5 Stunden 5 Euro. Beim großen Parkplatz in Neuschönau zahlt man hinterher am Automaten, der auch Scheine akzeptiert, beim kleinen vorher mit Münzen).

Hier starteten wir um 10 Uhr unsere 7,5 km lange Runde durch das Tierfreigelände. Was mich sehr wunderte, dass so wenige Menschen unterwegs waren, aber vielleicht lag es an der frühen Zeit.

 

Startpunkt Tierfreigelände

Startpunkt Tierfreigelände
Startpunkt Tierfreigelände
 

Man sah sogar die Wisente, die ich bisher hier noch nie entdeckt habe. Auf der Aussichtsplattform stand nur ein „Profifotograf“ im Tarnanzug mit Kinderkarre in Tarnfarben, für seine Ausrüstung in Tarnfarben. Er blickte uns nicht sehr freundlich an, da er sich durch uns wohl gestört fühlte. Ja Entschuldigung, dass wir auch Tiere beobachten wollen am Sonntagmorgen :-). So wahnsinnig aufregend fanden wir die etwa 100 Meter entfernt stehenden Wisente dann auch nicht und marschierten weiter zum Luchs. Er saß ganz oben auf einem Felsen und putzte sich eifrig. Toll, auch den hatte ich bisher noch nie in diesem Teil des Tierfreigeländes gesehen.

 
Wisente

Luchs

Wisente Luchs
 

Weiter gings am Uhu vorbei zu den Wölfen. Auf der Aussichtsplattform bei den Wölfen befand sich kein Mensch, nur das Auto eines Rangers, der gerade auf seiner täglichen Runde war, den Zaun zu kontrollieren. Da war er bestimmt einige Stunden beschäftigt, es ist ein riesiges Gelände. Die Wölfe sah man wunderschön, sie liefen munter durchs Gelände bzw. lagen beobachtend auf ihren Posten.

 
Wolf

Ranger

Wolf mit Winterpelz Der Ranger bei seinem täglichen Rundgang, ob die Wölfe Ausbruchsversuche gemacht haben
 

Im Wildschweingehege fanden wir die Tiere an ihrer Futterstelle. Eine große Wildsau steuerte direkt auf Manfred zu, nahm überhaupt keine Notiz von ihm und streckte alle viere von sich.

Man passierte noch die Hirsche, die sich auch an der Futterstelle aufhielten, ging durch das Gehege der Käuze. Manfred und ich versuchten mit unseren Kameras die sich im Eck befindlichen Käuze zu knipsen, plötzlich fiepte es neben Manfred, da saß ein kleiner Kauz direkt neben Manfred auf einem Ast.

Auch die Braunbärfamilie hielt sich im Freien auf, natürlich am Futterplatz. Sie wurden mit Äpfeln und Fleischbrocken gefüttert. Marder, Otter und Biber sahen wir nicht, sie hielten sich bestimmt in ihren Höhlen auf, dafür sahen wir die Gänsegeier, Kolkraben und das Auerhuhn. Nach knappen 3 Stunden war der Rundgang beendet. Uns taten die Füße weh, wir genehmigten uns am Kiosk einen Cappuccino mit Amaretto und Sahne.

 
Relaxtes Wildschwein

Rotwild

Relaxtes Wildschwein Rotwild
   
Rauhfußkauz Der Braunbär sichert sich ein dickes Stück Fleisch
Rauhfußkauz

Braunbär

   
Gänsegeier

Start zum Baumwipfelpfad

Gänsegeier Start zum Baumwipfelpfad
 

Da es noch früh war, wir schon mal hier und das Wetter passte, starteten wir hier den längsten Baumwipfelpfad der Welt. Man krabbelt zuerst auf einem Holzgestell aufwärts, wandert auf einer Brücke über die Strasse, dann passiert man die Kasse und startet den 1,3 km langen Baumwipfelpfad. Er endet am 44 Meter hohen Baumhaus, auf das man auf einer Holzrampe raufwandern kann. Die Rampe ist gestreut, was ein Nachteil ist, wenn Familien mit Kindern über einen gehen und die Kinder vor sich hinlatschen und die Steinchen durch die Bretterritzen der Rampen drücken. Dann regnet es Steinchen runter. Oben hatte man eine tolle Aussicht, vom Rachel bis zu den Alpen auf der anderen Seite. Wir wanderten den gleichen Weg zurück, da man ab dem regulären Ausgang über einen vereisten Waldweg hätte laufen müssen. Unsere Spikes hatten wir schon im Auto gelassen.

 
Baumwipfelpfad

Baumwipfelpfad

Baumwipfelpfad Das 44 Meter hohe Baumei am Ende des Pfads
   
Panorama vom Baum-Ei

Panorama vom Baum-Ei

Blicke vom Baum-Ei
Panorama vom Baum-Ei

 

Knödelweber

Nachmittags relaxten wir bei einem Kaffee in unserer schönen Wohnung. Manfred testete seinen O2-Stick, um ins Internet zu kommen, da er 5 Tage Flatrate gratis hatte. Es klappte gut und ich testete es danach auch auf meinem Laptop, ging wunderbar.

Da wir mittags nichts gegessen haben, meldete sich unser Magen schon sehr früh und wir spazierten gegen 17 Uhr zum nicht weit entfernt gelegenen Knödelweber. Eine Riesengesellschaft verabschiedete sich gerade, wir bekamen einen netten Platz. Die Auswahl war riesig und Beilagenänderungen kein Problem. Manfred schmauste Grillteller mit Pommes und Salat vom Büffet, ich Zanderfilet mit Kartoffeln und auch Salat vom Büffet. Danach bestellten wir uns einen Blutwurz, der milder sein sollte als der hier bekannte Bärwurz. War er tatsächlich. Er schmeckte ein bisschen wir Ramazotti, ganz gut.

Links: Beim Knödelweber

 

Wetter:
Schön mit Wolken,
Temperatur morgens 1°C, mittags 5°C

 
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