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Montag, 10. Januar 2011
 

Heute bekamen wir Semmeln bzw. Brezen an die Tür gehängt. Als wir aus dem Fenster blickten, lag alles im dichten Nebel. Wir überlegten nach unserem Frühstück, ob wir nicht erst mal nur nach Grafenau runterfahren wollten und später wandern, wenn es aufklart. Das taten wir, wir fuhren in die Stadt, fanden aber partout keinen Parkplatz, der ganze Ort war vollgeparkt und das um 10 Uhr morgens. Dann eben nicht! Wir fuhren die ersten Kilometer Richtung Passau, bogen in Eberhardsreuth von der Bundesstraße ab, querten Nedlach, Haselbach und Furth und stellten unser Auto auf einem spiegelglatten Parkplatz an der Ilz ab.

 
Parkplatz an der Ilz Ilzwanderung
Spiegelglatter Parkplatz an der Ilz Start unserer Ilzwanderung
 

Wir zogen sofort unsere Spikes unter die Füße, ohne die wir den Weg nicht hätten wandern können. Auf der rechten Ilzseite wanderten wir auf weiterhin spiegelglatter Fahrstraße Richtung Eberhartsreuth bzw, es war ausgeschildert Richtung Ettlmühle.

 
Ilzwanderung Ilzwanderung
Wanderung an der Ilz
 

Nach einer halben Stunde Wanderzeit erreichten wir ein kleines Brücklein über die Ilz und eine Schneefrau, die ein Scherzbold gebastelt hatte. Diesseits der Ilz war der Weg weiter als Rundweg Nr. 2 gekennzeichnet. Wir testeten das mal. Der Weg wurde schmaler aber noch gut geräumt, er entfernte sich etwas von der Ilz und ging an einem Geländer aufwärts. Es war ein sehr schöner Weg.

 
Schneefrau

Ilzwanderung

Schneefrau am Wegesrand Der Wanderweg entfernte sich etwas von der Ilz
 

Nach einer weiteren halben Stunde erreichten wir die Autostraße, auf der wir ein Stück, an der Ettlmühle vorbei über die Ilzbrücke laufen mussten. Der Gehweg daneben war unbegehbar. Zum Glück hielt sich der Verkehr in Grenzen.

Nach der Brücke bog der Rundweg 2 von der Autostraße ab und führte uns auf einen ausgetretenen Weg auf der anderen Ilzseite zurück.

 
Ilzwanderung Ilzwanderung
Um auf die andere Ilzseite zu gelangen mussten wir ein Stück Straße gehen Auf der anderen Ilzseite
 

Wir ärgerten uns zuerst, dass dieser Weg als geräumter Winterwanderweg auf unserer Karte eingezeichnet war, aber es sich nur um einen Pattweg handelte und überhaupt nicht geräumt war. Man versank zwischendurch gute 30 cm im Tiefschnee. Hinterehr stellte sich heraus, dass dieser Weg überhaupt nicht in unseren Karten eingezeichnet war, wir waren viel weiter gelaufen als gedacht. Jedenfalls war der Weg in der Wirklichkeit gut gekennzeichnet. Wir wurden lange bergauf geleitet, was sehr anstrengend im Tiefschnee war und dann wieder steil abwärts, bis wir schließlich nach 50 Minuten ab Brücke das kleine Brücklein von vorhin erreichten. Nachdem wir das überquert hatten, erreichten wir schon bald unser Auto.

 
Ilz Brücklein über die Ilz
Auf dem Brücklein über die Ilz Komisch, dass hier Radler absteigen müssen :-)
 

Ich überlegte mir schon im Stillen, was man tun könnte, wenn das Auto auf der Spiegelfläche nicht wegfahren möchte und dachte an die hinteren Fußabtreter, die man unter die Vorderräder schieben könnte. Manfred war eher dafür, dass ich ihn anschiebe. Naja, zum Glück mussten wir weder die eine, noch die andere Möglichkeit testen, der Wagen fuhr ohne Probleme los.

Wanderzeit:
1 Stunde bis zur Ettlmühle
1 ¼ Stunden auf der anderen Seite zurück.
Gesamtwanderzeit: 2,25 Stunden.
Höhenunterschied: 50 Meter

In Grafenau angekommen, kauften wir noch beim Edeka ein paar Dinge ein, dann pausierten wir mit Kaffee und Kuchen / Breze, Internet und Tagebuchschreiben.

Gegen 15:30 Uhr fuhren wir ins 18 km entfernte Freyung, um ein bisschen herumzubummeln. Für Manfred wurde es etwas stressig, als wir einem Parkplatz-Schild folgten in der Annahme hier ginge es zum Parkhaus. Aber es war ein normaler Parkplatz, der total verstopft war und Manfred rückwärts rauszielen musste, während von vorne und hinten Autos nachschoben. Wendemöglichkeiten gab es nicht. Wir fanden schließlich das Parkhaus, eine Einfahrt weiter. Das Parkhaus kostete 1 Euro für 2 Stunden. Obwohl wir für 2 Stunden lösten, waren wir nach einer knappen Stunde durch. Es gab nicht sehr viele attraktive Läden. Der Buchladen, der mich interessierte, hatte eine winzige Auswahl. Ein anderes nettes Geschäft zum Stöbern entdeckten wir, es bot alles, von Schrauben, über WMF bis Weihnachtsutensilien. Die Stadt selbst wurde vom Autoverkehr beherrscht. So begaben wir uns auf den Heimweg. Wir haben nicht mal Fotos von Freyung geschossen.

Wir wollten im Orchidee im Grafenauer Stadtteil Schlag essen, doch die hatten ausgerechnet am Montag Ruhetag. So parkten wir in der Stadt und aßen im FOX. Also das ist immer noch mein Favorit. Man sitzt auf 2 Etagen, oben in Korbsesseln wie im Südseeurlaub. Es gibt alles von Pizza, Kuchen, Frühstück bis Fleischgerichten. Ich aß die Pizza FOX, mit Räucherlachs und grünem Spargel (nicht salzig) und Manfred Schweinelende. Die Bedienung war sehr aufmerksam.

Abends sahen wir uns wieder einmal einen Tatort an mit Eva Mattes, war ganz nett.

Wetter:
Nebelig, bei Temperaturen von 1°C bis 2°C.

 
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