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Mittwoch, 12. Januar 2011
 

Infos zu unserem Ausflug:

Bayerwald Tierpark Lohberg:
Der Park liegt im Ortsteil Lohberghütte. Es sind dort mehr als 400 Tiere beheimatet aus dem bayerisch-böhmischen Grenzgebirge: Bayerwald Tierpark Lohberg

Weinfurtner - Das Glasdorf
Laut meinem Reisefüher "Bayerischer Wald" von Johann Schrenk, ist der Besuch dieses Glasdorfs ein MUSS im Urlaubsprogramm. Es heißt weiterhin: "Zwar begegnet das Thema Glas Besuchern des Bayerischen Walds überall, doch so geballt und dekorativ verpackt wie hier in Arnbruck wird das nirgends geboten." Dem Prospekt entnehme ich: "Das Glasdorf ist als Familienbetrieb entstanden. Der Ort Arnbruck mit seinen 2000 Einwohnern verdankt sein Entstehen, vor ca. 800 Jahren, dem Grafen Arno aus Bogen, der hier die Arnobrücke bauen ließ. Rund 170 Fachleute leben und arbeiten im Glasdorf."
www.weinfurtner.de

 

Heute wieder Nebel, aber macht nichts, solange es trocken bleibt. Manfred ergoogelte uns gestern einen Tierpark in Lohberghütte, den wir nun besuchen wollten. Ich blieb heute ein bisschen länger liegen, da ich einen sehr spannenden Krimi las und wie gesagt, das Wetter nicht zum Aufstehen einlud. Beim Frühstück beobachteten wir vorm Wohnzimmerfenster wieder die futtersuchenden Meisen an den Meisenknödeln, niedlich! Nach einer Weile tauchte auch, wie gestern ein Eichelhäher auf, der die Körner am Boden aufpickte. Leider war er viel schüchterner als die Meisen und flog davon, als ich vorsichtig meine Kamera zückte.

 
Frühstück Meise
Frühstück Meise vor unserer Terrassentür
 

Unsere Fahrt führte uns an Regen vorbei und dann am Arber-Skigebiet auf über 1000 Meter Höhe, wo noch eine Menge Schnee an den Rändern lag. Vorbei ging es an einem Gasthof, der Riesen-Windbeutel für Busse anbot. Manfred meinte plötzlich „Wenn du einen nackten Polizisten sehen willst, muss du dich umdrehen“. Was ich natürlich auch tat :-) Und tatsächlich, geschützt hinter seinem Polizeiauto, zog sich gerade ein Polizist um und stand mit nackten Beinen da :-) Schade, aber zum Fotografieren konnten wir leider nicht anhalten, dann wären wir sicher verhaftet worden.

Nach einer guten Stunde erreichten wir den Ortsteil Lohberghütte, vom Ort Lohberg. Der Eintritt in den Tierpark, der heimische Tiere beherbergt, kostete 5 Euro pro Person. Er war gut in die Landschaft integriert, angelegt.

 
Fahrt nach Lohberg Tierpark Bayerwald
Durch die winterliche Landschaft am Arber vorbei nach Lohberghütte Tierpark Bayerwald in Lohberghütte
 

Vorbei ging es an heimischen Waldvögeln, Rentieren, Mardern, der wie willt im Käfig herumlief. Plötzlich hörten wir Wölfe heulen, ließen alle weiteren Tiere links liegen und stürzten zu den Wölfen. Kaum angekommen verstummten sie. Darum gingen wir wieder zurück und holten die verpassten Tiere nach, Wildkatze, weitere Vögel... Den Dachs konnte man durch eine Glasscheibe beobachten, wie er zusammengerollt seinen Winterschlaf hielt. Bei den Wölfen verharrten wir auch eine Weile. Weiter passierten wir noch Hirsche, Fischotter, Wasservögel... Bei den Fischen existierte ein großes Becken, mit dem Hinweis, dass sich hierin nur Fische zur Fütterung befinden, da wilde Fischotter hieraus ab und zu Fische klauen würden.

 
Ein Gimpel Rentier
Ein Gimpel Rentier
   
Wildkatze Wölfe
Wildkatze Wölfe
   
Hirsche Aufschrift auf einem Fischbasin
Hirsche Dies stand unter einem großen Fischbasin
 

Nach dem Besuch des sich wirklich lohnenden Tierparks, tranken wir in einem kleinen Cafe auf der anderen Straßenseite des Zoos, Kaffee und schmausten Kuchen. Wir blätterten unsere im Tierpark erstandenen Prospekte durch und beschlossen frisch gestärkt weiter über den Ort Lam ins 20 Minuten entfernte Glasdorf Weinfurtner in Arnbruck zu fahren. Es ist sehr gut ausgeschildert, man fand es auf Anhieb mitten im Dorf an der Glasstraße.

 
kleine Stärkung vor dem Weinfurtner Glasdorf Weinfurtner Glasdorf
 

So riesig hätte ich mir die Anlage nicht vorgestellt. Wir begannen mit der Besichtigungstour im größten Haus, wo wir uns an dem vielen Glas nicht satt sehen konnten. Es gab alles, was mit Glas zu tun hatte und auch zu vernünftigen Preisen. Wir erstanden ein Weizenglas mit Henkel für Manfred, eine Orangensaftpresse für mich und einen hübschen Kerzenständer, sowie ein Tragerl mit Blutwurzgläsern (Wert zusammen ca. 20 Euro). In den anderen Stockwerken befanden sich, für unseren Geschmack, noch kitschig verzierte Gläser, Weihnachtssachen, Trigema, Edeka... Im Freien konnte man zwischen großen Glasskulpturen umherwandern. Weiterhin gab es noch eine Innovationsglashütte, Kristall-Kronleuchterfabrik... Wir hatten irgendwann genug und fuhren nach Hause. Nach einem kurzen Stopp beim Edeka in Grafenau erreichten wir gegen 16 Uhr unsere Wohnung.

 
Außenanlage des Glasdorfs Krokodil aus Glas
Außenanlage des Glasdorfs Krokodil aus Glas
   
Piepmatz aus Glas Im Laden
Piepmatz aus Glas Im Laden
   
Verkaufsanlage im Glasdorf Riesen-Weizengläser
Das machte Spaß hier herumzustöbern Auch 50 Liter Weizengläser gab es. Zum Vergleich rechts neben dem 30 Liter Weizenglas ein normales Weizenglas
 

Abends fuhren wir zum Chinesen Orchidee im Nachbarviertel Schlag, was man allerdings zu Fuß nur schlecht erreichen kann. Es war eiskalt in der Gaststube, wir mussten uns warm essen. Wir aßen Suppe Tom Kha Gai und hinterher Manfred Knusprige Ente mit Thai-Spezial-Currymischung und Lychees in Kokosmilch, ich Ente mit Thai-Rot-Curry, Ananas und Tomaten in Kokosmilch. Schmeckte beides sehr lecker, nur wunderte sich Manfred, dass es nicht als heiße Platte serviert wurde, wie angegeben, sondern normal.

Wetter:
Neblig mit winzigen Aufheiterungen im Wechsel mit kleinen Graupelschauern.
Temperatur um die 0°C herum.

 
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