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Sonntag, 8. Januar 2012
 

Ich erwachte schon gegen 6 Uhr und las meinen spannenden Krimi bis kurz vor 8 Uhr (Andreas Winkelmann: Bleicher Tod). Ich bastelte unser Frühstück mit Müsli, Früchten, Knäckebrot, O-Saft und Joghurt. Manfred schlug vor, heute das Tierfreigelände des Nationalparks in Neuschönau zu besuchen, da es nicht schneite, wie versprochen, sondern trocken war.

Wir fuhren also zum Nationalparkzentrum Lusen, etwa 12 km von uns entfernt. Hier waren die Parkplätze und auch die Spazierwege gut geräumt. Auf dem Parkplatz standen nur ein paar Autos mit italienischem Kennzeichen.

Kurz vorweg zu unserer Aktivität heute „Tier-Freigelände“ am Nationalparkzentrum Lusen:
Im Nationalpark Bayerischer Wald wurde ein 200 ha großes Tier-Freigelände mit weitläufigen Landschaftsgehegen und Volieren eingerichtet. Es werden dort 45 heimische Tierarten und deren Lebensweise vorgestellt (so der Stand aus einem Prospekt von 2011). Durch das Tier-Freigelände führt ein 7 km langer Rundweg. Einige Tierarten, die man hier beobachten kann und damals hier heimisch waren, wurden schon vor 150 Jahren ausgerottet, wie die Wisente oder die Braunbären. Der Luchs hingegen, die größte europäische Wildkatze, wurde durch Zuwanderung aus Böhmen wieder im Bayerischen Wald angesiedelt.

Wir starteten gegen 9:45 Uhr. Vor uns lief ein älterer Mann mit einem Kinderwagen. Für mich sah es aus, als ob dort ein Opa mit seinem Enkelkind spazierengehen würde. Beim Überholen des "Kinderwagens" entpuppte sich das Enkelkind aber als Profi-Fotoausrüstung.

Weg zum Tierfreigelände Startpunkt Tierfreigelände
Fahrt zum Tierfreigelände durch schöne
Winterlandschaft
Die Wege sind geräumt, links sieht man
den "Kinderwagen"
 

Wir wanderten durch herrliche Winterlandschaft, der Neuschnee lag noch frisch auf den Bäumen – sah idyllisch aus. Bei der Aussichtskanzel des Luchsgeheges drängten sich die Fotografen mit ihren Riesenobjektiven. Wir hätten dort keinen Platz mehr gefunden. Manfred kam sich schon ganz mickrig vor mit seinem Fotoapparätchen. Auf der anderen Seite des Luchsgeheges standen noch mehr Fotografen. Das angenehme an italienischen Fotografen ist, man muss nicht, wie bei einheimischen Fotografen mit schlechtem Gewissen herumlaufen, wenn man ein Geräusch von sich gibt und damit eventuell Tiere verscheuchen könnte, sondern die italienischen Fotografen reden selber nonstop :-). Man sah die "Profifotografen" mit ihren riesigen Rohren aber nur an den markantesten Stellen, wie Wolfs-, Braunbär- und Luchsgehege. Alle anderen Gehege hatten wir für uns.

Luchs Wildkatze
Vom Luchs sahen wir nur die Ohren Wildkatze auf Jagd
 

So konnten wir wunderbar eine Wildkatze beobachten, die auf Vogeljagd war. Die kleinen frechen Vögel suchten sich nämlich ausgerechnet das Wildkatzengehege aus, um dort genüsslich am fließenden Wasser zu trinken. Die Katze hatte aber keine Chance einen von den frechen Kerlen zu erwischen.

Tierfreigelände Tierfreigelände
Frischer Neuschnee ist über Nacht gefallen, das sah hübsch aus
 
Rotwild Tierfreigelände
   
Waldkauz Gänsegeier
Waldkauz Gänsegeier
   
Paparazzis bei der Arbeit Braunbären
Paparazzis bei der Arbeit Die Braunbären sah man leider nur von hinten
 

Nach 2 Stunden und 50 Minuten erreichten wir das Auto. Zwar haben wir weder Wölfe, noch die Neuzugänge, 3 Elche gesehen, aber wir sind ja erst am Anfang unseres Urlaubs.

Zuhause angekommen meinte unsere Zimmerwirtin, dass die vielen Italiener sicher Besuch aus ihrer Partnerstadt wäre – darum die vielen italienischen Fotografen.

Im Portofino

Zuhause relaxten wir wieder ein wenig. Abends wanderten wir in die Stadt runter zum Restaurant Portofino. Das Restaurant hat neu eröffnet, wir wollten es testen, da es italienische und indische Küche bot. Wir waren die einzigen Gäste, setzten uns in den Wintergarten mit schöner Aussicht. Vorweg bestellten wir uns Knoblauchpizzabrot, dann aß Manfred Nudeln mit Huhn und Gemüse scharf, ich Mango-Chicken. Manfred wurde extra noch gefragt, ob er es scharf oder medium-scharf möchte. Er nahm medium-scharf, es war nach seinem Geschmack sehr scharf. Die Bedienung, keine Inderin, meinte, sie würde immer mild nehmen, das wäre ihr noch zu scharf. Die Köchin scheint eine Inderin zu sein.

Im TV schauten wir uns einen Kölner Tatort an, war ganz nett.

 
Wetter:
Nachts hatte es tüchtig geschneit, tagsüber gab es Schneeschauer.

 

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