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Montag, 9. Januar 2012
 

Ab heute brachte uns der Brötchenservice eine Semmel und zwei Brezen, die schon im Beutel an unserer Türklinke hingen. Herr Stecher stand extra in aller Herrgottsfrüh auf, um die Tüte mit dem Frühstück aus der kalten Luft ins Haus zu holen. Nach einem leckeren Frühstück überlegten wir nach Passau zu fahren.

Es war trocken und bewölkt. In einer guten halben Stunde erreichten wir das ca. 40 km entfernte Passau. Während bei Grafenau noch alles weiß war, war Passau fast völlig schneefrei. Wir fuhren, von der B85 / B12 kommend über die Schanzlbrücke und dort in das riesige Parkhaus der Stadtgalerie. Praktisch über die Brücke fahren, nicht nach rechts Richtung A3 abbiegen, sondern geradeaus zum Parkhaus der Stadt-Galerie.

Wir bummelten zuerst Richtung Inn-Ufer, dort über den Fünferlsteg auf die andere Seite des Inns. Diese schmale Fußgängerbrücke verbindet seit 1916 die Innstadt auf der Höhe der Kirche St. Severin mit der gegenüberliegenden Seite des Inns auf Höhe Universität/Nikolakloster. Der offizielle Name der Brücke lautet zwar Hindenburgbrücke oder auch Hindenburgsteg. Da bis 1976 eine Brückenmaut von 5 Pfennig und später 10 Pfennig erhoben wurde, wird sie im Volksmund auch Fünferlsteg genannt.

Fünferlsteg Fünferlsteg
Vor und auf dem Fünferlsteg über den Inn
 
Blick vom Fünferlsteg auf Inn und Dom Passauer Dom
Blick vom Fünferlsteg auf Inn und Dom Der Passauer Dom
 

Die Innstadt ist der einzige Stadtteil Passaus, der sich rechts des Inns befindet. Begrenzt wird er im Norden durch den Inn und im Süden durch die österreichischen Staatsgrenze. In der Hoffnung ein bisschen Aussicht genießen zu können, wanderten wir hinauf zur Wallfahrtskirche Mariahilf. Diese Klosterkirche wurde in den Jahren 1624 bis 1627 errichtet.

Blick auf Passau

oben: Blick auf Passau

rechts: Wallfahrtskirche Mariahilf

Wallfahrtskirche Mariahilf
   
Wallfahrtskirche Mariahilf Krippe neben dem Altar

oben: Krippe neben dem Altar

rechts: Altar der Wallfahrtskirche Mariahilf

 
1628 wurde an die Kirche eine überdachte Wallfahrtsstiege angelegt, auf der man vom Hügelfußpunkt bis zur Kirche über 321 Stufen gelangen kann. Am Zugang der Stiege sieht man ein frühbarockes Kruzifix. Wir wanderten diese Stiege allerdings abwärts zum Innufer. Durch die Fenster konnte man gut den Zusammenfluss von Inn und Donau erkennen.
Wallfahrtsstiege

Wallfahrtsstiege

oben: Blick aus dem Fenster der Wallfahrtsstiege
auf den Zusammenfluss von Donau und Inn

links: Wallfahrtsstiege

 

Über die Innbrücke ging es wieder in die Passauer Innenstadt, wo wir durch die Altstadt, die schmalen, hübschen Gassen bummelten. Man fühlt sich in den engen, oft steilen Gassen nicht wie in einer typisch bayerischen Stadt, sondern eher wie in einer italienischen Stadt. Man nennt Passau auch Bayerisch-Venedig. Nach einem Brand der Altstadt 1962, wurden große Teile von italienischen Handwerkern wieder aufgebaut. So kann man das südländische Ambiente der Gassen und den Namen Bayerisch-Venedig erklären. Was uns an Passau aufgefallen ist, es gibt kaum eine Ecke, wo nicht mindestens eine Kirche ins Blickfeld fällt. Wir zählten auf dem Stadtplan 12 Kirchen.

Donauufer Blick zurück auf Wallfahrtsstiege
Zurück geht's am Donauufer entlang Blick zurück auf Wallfahrtsstiege
   
Bayerisch Venedig Bayerisch Venedig
Durch die Gassen von "Bayerisch Venedig"
 

Zum Schluss bummelten wir durch die Stadt-Galerie. Sie wurde im September 2008, nach einer 23-monatigen Bauzeit eröffnet. Sie beherbergt 90 Geschäfte auf 21.000 qm. Das angeschlossene Parkhaus verfügt über 500 Stellplätze. Bevor wir wieder Richtung Grafenau fuhren, erfrischten wir uns in der Galerie mit einem Kaffee.

Steiningergasse Stadt-Galerie
Steiningergasse in "Bayerisch Venedig" In der Stadt-Galerie
 

Den Nachmittag verbrachten wir gemütlich in der Wohnung. Abends wollten wir eigentlich beim Knödelweber essen, ein Restaurant, was unserer Wohnung am nächsten liegt. Laut Internet hat es Samstags Ruhetag. Nachdem wir uns aber im Schneeregen hingekämpft haben, sahen wir, dass alles dunkel war. Den Zettel an der Tür konnten wir nur schemenhaft erkennen.

Kalbsleber im VOX

Na ja, dann mussten wir in den sauren Apfel beißen und weitere 25 Minuten zu Fuß nach Grafenau runtergehen. Es sind übrigens 85 Höhenmeter abwärts bis zum Stadtpark, den wir queren müssen und anschließend 10 Höhenmeter wieder aufwärts zur "Innenstadt". Im Cafe Restaurant FOX fanden wir noch ein schönes Plätzchen im 1. Stock am Fenster, wo wir beide Kalbsleber mit Kartoffeln und Gemüse aßen – sehr lecker. Manfred gönnte sich vorweg eine Tomatensuppe.

links: Kalbsleber im FOX

 

Zuhause wieder angekommen, schauten wir uns einen blöden Krimi an „Das Kindermädchen“ mit Liefers (ohne ihn wäre er noch dämlicher gewesen).

Wetter:
Vormittags trocken, nachmittags Schneeregenschauer.

 
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