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Dienstag, 10. Januar 2012
 

Das Wetter war wider Erwarten sogar morgens schon schön. So fuhren wir nach dem Frühstück Richtung Zwiesel, weiter Richtung Bayerisch Eisenstein bis Ludwigsthal, zum neuen Tierfreigelände des Nationalparks. Man kann das Gelände auch kostenlos mit der Bahn erreichen.

Grafenau Ferienwohnung Stecher
Blick aus dem Wohnzimmerfenster Frühstück
   
Haltestelle Ludwigsthal Tierfreigelände Ludwigsthal
Haltestelle Ludwigsthal Im Tierfreigelände Ludwigsthal
 

Ein paar Infos zum Tierfreigelände Ludwigsthal:
Seit 2006 wurde diese Anlage eröffnet, mit dem Themenschwerpunkt „Großtiere, die einst im Eiszeitalter in der Region lebten“. Es gibt vier große Gehege, eins mit Wildpferden (hier das Przewalski-Urwildpferd), eins mit Auerochsen, die rückgezüchtet wurden, eins mit Wölfen und eins mit Luchsen. Die Wölfe können über eine Holzbrücke, die über das Gehege führt, beobachtet werden und zusätzlich von einem Holzturm aus. Zu Beginn des Rundgangs kommt man an einer nachgebildeten Steinzeithöhle vorbei, die man betreten kann. Innen kann man sich mittels eines Films über die kurze Geschichte des Bayerischen Waldes informieren. Nach 2/3 des Rundgangs findet man das „Haus der Wildnis“, mit Ausstellungen zum Thema Natur und Nationalpark, ein 3D Kino, einem Restaurant, einer Informationsstelle und einem Andenkenshop.

Der Parkplatz in Ludwigsthal war fast leer. Wir starteten mit der Höhle, die Sonne kam immer häufiger zum Vorschein, als wir die Urpferde und Urrinder erreichten. Bei den Wölfen trafen wir den Mann von vorgestern mit dem Kinderwagen wieder, der seine Fotoausrüstung im Wagen spazieren fuhr.

Urwildpferde Auerochsen
Urwildpferde Auerochsen
 

Vom Turm aus, entdeckten wir im Schnee 4 ruhende Wölfe. Laut Anzeigetafel besteht das Rudel aus einem Elternpaar, 7 älteren Nachkommen und 3 Zöglingen von 2007.

Relaxter Wolf Relaxter Wolf
Relaxter Wolf Er wacht kurz auf und schläft gleich weiter
   
Aussichtsturm zum Wolfsgehege

Im Haus der Wildnis tranken wir einen Kaffee, schmausten leckeren Kuchen, sahen uns die Ausstellung an und kauften Postkarten. Am Luchsgehege, entdeckten wir leider keinen Luchs. Das Männchen war kürzlich mit 13 Jahren an einen Tumor verstorben, so stand es auf einer Informationstafel. Das Weibchen Alicia soll derzeit allein dort leben. Wie wir heute Abend aber erfahren werden, ist Alicia am letzten Samstag, aus dem Gehege ausgebrochen. Bis Stand 15. Januar wurde es noch nicht wieder gefunden.

 

<-- Aussichtsturm zum Wolfsgehege

   
Haus zur Wildnis Haus zur Wildnis
Haus zur Wildnis außen Haus zur Wildnis innen
Haus zur Wildnis Fahrt zum Baumwipfelpfad
Restaurant im Haus der Wildnis Fahrt zum Baumwipfelpfad
 

Da das Wetter immer noch so toll war, fuhren wir im Anschluss nach Neuschönau, zum Baumwipfelpfad. In einer Höhe von 8 bis 25 Metern schlängelt sich der Baumwipfelpfad auf einer Länge von 1300 Metern durch den Wald zum 44 Meter hohen Baumturm. Um auf die Spitze des Baumturms zu gelangen, wandert man auf einer Rampe, die sich kreisförmig am Turmäußeren hochschraubt. Im Turminneren befinden sich große Fichten, die bis zur Turmspitze reichen. Von der Plattform oben, erhält man einen wunderschönen Rundumblick, vom nahegelegenen Lusen, über Rachel, Arber, und zur anderen Seite Richtung Österreich. Der Ausflug hat sich heute sehr gelohnt. Mit der Gästekarte erhält man pro Person 3 Euro Ermäßigung auf den Eintrittspreis.

Eingang Baumwipfelpfad Baumwipfelpfad
Eingang Baumwipfelpfad Baumwipfelpfad
   
Baumturm Baumturm
Turm am Ende des Pfades Oben auf der Plattform des Turms
   
Aussicht vom Baumturm Aussicht vom Baumturm
Blick Richtung Lusen Blick zum Hans-Eisenmann-Haus
   
Blick ins Turminnere Baumwipfelpfad
Blick ins Turminnere Rückweg Baumwipfelpfad
 

Auf dem Rückweg kauften wir noch beim REWE ein, dann relaxten wir ein wenig. Abends nahmen wir einen erneuten Anlauf zum Gasthaus Knödelweber. In ca. 10 Minuten wanderten wir auf spiegelglatten Seitenwegen aufwärts, zum Gasthaus. Spiegelglatt deswegen, weil die Schneeberge an den Seitenrändern über Tag in der Sonne dahinschmolzen und jetzt in der Dunkelheit gefror das alles. Aber mit unseren Spikes unter den Schuhen war das alles kein Problem.

Wir waren um 17:30 Uhr die einzigen Gäste. Manfred bestellte sich den Pandurenteller, ein Schweinenackensteak mit gebratenen Knödeln und Salat vom Büfett, ich einen kleine Portion Bärenacker-Teller, Hirschlendchen mit Semmelknödel und Blaukraut. Der Wirt erzählte uns dieses und jenes, erzählte uns von der Schneekirche in Mitterfirmiansreut, die für 150.000 Euro anlässlich eines 100-jährigem Jubiläums in diesem Winter errichtet wurde. Von ihm erfuhren wir auch vom Ausbruch der Lüchsin (siehe oben).

Knödelweber Knödelweber
Beim Knödelweber
 

Zuhause sahen wir uns einen Konstanzer Tatort an, war ganz unterhaltsam.

Wetter:
Schön

 

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