Bayerischer Wald

Sonntag, der 24.1.2016

Wir schliefen beide sehr gut, es ist hier immer schön ruhig. Gegen 8 Uhr bereitete ich unser Frühstück. Es gab heute Kaffee, O-Saft, Joghurt und Toasts mit Käse und Marmelade. Draußen vorm Fenster tummelten sich derweil die Meisen an den Meisenknödeln, die an einem Busch hingen. Das war immer nett zu beobachten.

Grafenau Grafenau

Draußen war es trocken und neblig. Wir starteten zum Tierfreigelände des Bayerischen Nationalparks in Neuschönau. Es standen schon ein paar Autos auf dem Parkplatz, aber es war relativ ruhig. Die Bäume rechts und links der Wege waren schwer mit Schnee beladen, manche Äste hingen tief nach unten. War ein idyllischer, winterlicher Anblick.

Nationalpark Bayerischer Wald Nationalpark Bayerischer Wald

Unsere Tierausbeute war besonders bei den Großtieren recht mager, aber das ist ja ein gutes Zeichen für die Tiere, sie haben so riesige Geheg, dass sie sich gut darin verstecken können. Sogar die großen Wisente sahen wir nur ganz, ganz selten hier, ich glaube bisher nur einmal. Plötzlich entdeckte ich einen Luchs, der aus seinem Bau herauswanderte und sich versteckt am Zaun niederließ. Man sah nur seinen Kopf und so weit weg, dass ich ihn nicht fotografieren konnte, aber Manfred erwischte ihn.

Nationalpark Bayerischer Wald Nationalpark Bayerischer Wald

Bei den Wölfen warteten wir recht lange, ich suchte mehrmals das Gehege mit meinem Fernglas ab, aber nichts zu sehen. Naja macht nichts. Dafür sahen wir Elche, Kauze, Wildschweine, Rothirsche und die riesige Attraktion des ganzen Nationalparks, einen Kolkraben :-)

Nationalpark Bayerischer Wald Nationalpark Bayerischer Wald

Zwischendurch blitzte hier und da sogar mal die Sonne durch, die auch den Schnee auf den Bäumen schmolz, der lawinenartig per Zufall, mal von diesem mal von jenem Baum hinunter stürzte. Wir hatten Glück, nicht zu oft getroffen zu werden :-)

Nationalpark Bayerischer Wald Nationalpark Bayerischer Wald

Nach knappen 3 Stunden bzw. 5 km, wie Manfreds Fahrradnavi aufzeichnete, erreichten wir das Auto.

Nationalpark Bayerischer Wald Grafenau

Mittags relaxten wir wieder beim Kaffee, sicherten unsere Fotos, ich schrieb Tagebuch und startete einen neuen Thriller :-). Gegen 17:15 Uhr plagte uns der Hunger und wir wanderten mit Spikes unter den Schuhen in den Ort Grafenau hinunter zum Café-Restaurant Fox. Manfred stoppte mit seinem Fahrradnavi unseren Weg. Wir brauchten 23 Minuten für 2,3 km, 85 Meter bergab und 12 Meter bergauf. Manfred aß Pizza Diabolo, ich nutzte den letzten chinesischen Aktionstag heute, indem ich Bami Goreng aß. War alles lecker! Die freundliche Bedienung erzählte uns, dass die Besitzer oder Pächter dieses Lokals leider in 3 Jahren aus Altersgründen aufhören würden. Das wäre ja sehr schade, denn hier passt eigentlich alles. Der Fox hat keinen Ruhetag, man sitzt gemütlich im 1. Stock zwischen Palmen am Fenster, wenn man rechtzeitig kommt, das Speisenangebot ist riesig, von leichter Kost bis Bayerisch. Das Durchschnittspublikum ist jünger als wir und weiblich, wahrscheinlich wegen des riesigen Salatangebots.

Nun gings im gleichen Tempo aufwärts zu unserer Wohnung in den Ortsteil Lichteneck zurück. Wir schauten uns einen netten Film auf ZDF.kultur an. Wir haben beim TV nun herausbekommen, dass man für jeden Sender extra den Tonkanal einstellen muss, ob man alle Kanäle gleichzeitig hören möchte oder nicht.

Wetter:
Neblig trüb,
Temperatur nachts 0°C, tagsüber bis 4°C.


3. Tag - --->

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