Kroatien 
Barac Höhle und Rastoke

Dienstag, der 17.9.2013

Heute Nacht fing es leider an zu regnen, die Morgentemperatur in unserem Häuschen betrug 18°C, draußen waren es 16°C. Trotzdem frühstückten wir draußen, weil es sehr gemütlich war auf unserer Terrasse.

Gegen 9:15 Uhr setzten wir uns in Bewegung, wir wollten Slunj besichtigen. Hier sollen die berühmten alten Wassermühlen von Rastoke stehen. Ebenso gibt es hier das alte Dorf Rastoke an der Einmündung des Flußes Slunjcica. Man findet hier außer den Wassermühlen noch Wasserfälle, kleine Seen, alte Brücken.

Wir stellten unser Auto gerade in Slunj an einer Touristeninformation ab, als es ganz dunkel wurde und in Strippen regnete. Hier mochten wir dann doch nicht aussteigen. Wir fuhren wieder Richtung Rakovica. Es schüttete nun so stark, dass sich tiefe Wasserrinnen und Seen auf der Straße bildeten, dass wir erst überlegten zurück zur Ranch zu fahren. Was man natürlich auch machen kann bei so einem Wetter, sind Höhlen besichtiigen. Also los, besuchten wir die Barac Höhlen, die wir mit Hilfe des Navis beim zweiten Anlauf fanden.

Jelov Klanac Zur Barac-Höhle

Allgemeines zu den Höhlen:
Auf dem Gebiet der Gemeinde Rakovica befinden sich mehr als 100 Höhlen, von denen manche länger als 1 km sind und eine auch länger als 10 km. Durch die Kanäle der Höhlen laufen Wasserströme, die teilweise auch ein verzweigtes Wassernetz an der Rakovicer Erdoberfläche bilden.

Die obere Barac Höhle wurde für den Tourismus ausgebaut und kann in einer Führung besichtigt werden. Diese dauert etwa 1 Stunde und findet in Englisch statt (zumindest bei uns). Man hat in der Höhle sogar Knochen von Höhlenbären und Höhlenlöwen entdeckt. Derzeit ist man gerade beschäftigt herauszubekommen aus welchem Zeitraum sie stammen. Auch Menschenknochen, Keramik und Bronze wurden gefunden, sogar eine Steinaxt aus dem 6. Jahrhundert vor Christus.

Als wir kamen mussten wir zuerst mit einigen anderen Besuchern unter Unterständen bei 8°C eine halbe Stunde auf den Führungsbeginn warten. Zusammen mit ca. 20 weiteren Personen startete die Führung mit der Helmausgabe für jeden. Man durfte beim Fotografieren nicht blitzen und sollte zusammenbleiben, denn bei Stromausfall, was bei so einem Sauwetter mal passieren kann, irren sonst Zurückgebliebene ziellos im Dunkeln umher. 

Einer ziemlich dämliche Besucherin war das alles egal, sie blitzte munter vor sich hin, bis unser Führer meinte, wenn er jetzt noch einmal einen Blitz sehen würde, dürfte überhaupt nicht mehr fotografiert werden. Wir hofften, dass die Tante das diesmal verstand. Die Höhle war sehr beeindruckend. Man passierte viele Stalagmiten und Stalagtiten und sah immer wieder mal eine Fledermaus herumflattern. Am Ende der Höhle angekommen, wollte uns der Führer zeigen, wie es ist, wenn es ganz dunkel wird, er wollte den Strom abschalten. Dazu mussten aber alle beieinander bleiben. Die blöde Tante von vorhin marschierte zurück, knipste hier und da, bis Manfred ihrem Mann Bescheid sagte, er möchte bitte seine Frau herholen, damit der Führer das Licht abschalten könne, denn alle würden auf sie warten. Zähneknirschend kam sie dann schließlich.

Barac Höhle Barac Höhle

Auf dem Weg zurück fragte Manfred den Führer, ob sich deutsche Truppen besonders blöde anstellen würden, was er zum Glück verneinte :-) Ein besonderes Augenmerk müsse er allerdings auf Ungarn und Russen werfen. So passierte es ihm mal, dass sich einer in der Höhle eine Zigarre ansteckte oder eine Frau vor seine Schutzhütte schiss.

Nach der Führung, die sich wirklich lohnte relaxten wir in unserem Apartment. Manfred schmiss den Kamin an und es wurde schön kuschelig warm.

Der Regen hatte aufgehört, darum setzten wir uns am Nachmittag nochmal ins Auto, um Slunj nachzuholen. In einer guten halben Stunde erreichten wir im Trockenen den Ort, stellten das Auto wieder bei der Touristeninformation ab und wanderten Richtung Rastoke los, am Ufer des Korana entlang. Hier sahen wir viele, viele Wasserfälle, so wie wir es nicht vermutet hätten. Rastoke ist der historische Kern der Stadt Slunj, die am Zusammenfluss der Flüsse Slunjčica und Korana liegt. Der Fluss Slunjčica fließt hier über viele kleine und große Wasserfälle in den Fluss Korana. Da dies dem gleichen Naturphänomen zugrunde liegt, wie bei den Plitvicer Seen, werden diese Wasserfälle in Rastoke auch die kleinen Plitvicer Seen genannt.

Rastoke Rastoke

Rastoke Rastoke

Rastoke Rastoke

Zurück wanderten wir zum Dorf Rastoke, wo uns eine Frau aufhielt und meinte, dieser innere Bereich kostete Eintritt, es sei denn wir kämen auch zum Abendessen. Das taten wir, denn es sah im Restaurant enlandend aus. Es lohnte sich das Gelände anzusehen. Von hier aus sah man das andere Ufer des Korana mit den Wasserfällen.

Rastoke Rastoke

Zum Schluss schmausten wir in dem netten Lokal, Manfred Winnetou-Fleischspieß und ich gegrillte Forelle. Beides war sehr lecker, Manfreds Spieß schmeckte lecker, aber das Fleisch war nicht sehr zart. Ich erhielt zwei Forellen, da sie meinte, sie wären so klein. Es kostete wieder nur halb so viel wie ein Restaurantessen in Klagenfurt.

Rastoke Restaurant in Rastoke

Bei dem Grill von unserer Zimmervermittlerin surften wir noch mit Free WiFi, dann fuhren wir nach Hause, wir hatten neue Nachbarn, mal sehen, wie es wird. 

Wetter:
Morgens Dauerregen bei ca. 8°C, nachmittags trocken.


5. Tag - --->

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