Kroatien 
Plitvicer Seen

Mittwoch, der 18.9.2013

Unsere neuen Nachbarn waren sehr leise heute Nacht, ich hörten sie nur leise niesen. Wir frühstückten innen, Manfred heizte den Ofen ein, dann war es schön warm. Draußen hatte es 4°C in der Früh und die Sonne schien. Im Haus waren es vor dem Heizen 17°C.

Da das Wetter so schön war, standen heute die Plitvicer Seen auf dem Programm. Wir fuhren in einer Viertelstunde zum Parkplatz 2, in der Mitte des Geländes gelegen. Eintritt 110 Kuna pro Person und Tag. Gestern schauten wir uns schon mal die verschiedenen Wegmöglichkeiten an, der Weg mit der Bezeichnung "K" sagte uns am meisten zu, da man in 6 bis 8 Stunden alles vom Park sehen könne. Zuerst wanderten wir am Ostufer des größten Sees, namens Kozjak entlang. Außer uns wanderte nur ein weiteres Pärchen hier.

Plitvicer Seen Plitvicer Seen

Als wir das Nordufer des Sees erreichten, führte Weg K zum Parkplatz 1 bergauf, fort von den Seen, das kam uns ziemlich komisch vor. Außerdem strömten uns Massen entgegen. Manfred schlug vor, die unteren Seen auszulassen und mit dem Schiff ans Westufer des Sees gegenüber Parkplatz 2 zu fahren. Wir überholten im Laufschritt dahinschlendernde Massen und ergatterten einen guten Platz auf dem Schiff. 

Aber nun mal zum allgemeinen Teil:
Die 16 oberirdischen Plitvicer Seen ziehen sich auf einer Länge von 9 Kilometern. Der Höhenunterschied zwischen obersten und untersten See beträgt 130 Meter. Die Ufer der Seen sind von schroffen weißen Kalkfelsen gesäumt und über diese plätschern die kleinen und großen Wasserfälle, die die Seen miteinander verbinden. Diese Seenlandschaft liegt eingebettet in hügelige Waldlandschaft. Die Wasserfläche der Seen macht gerade einmal 1% des Nationalparks aus. Um die vielfältige Pflanzen- und Tierwelt zu bewahren, sind rund um die Seen fast 300 Quadratkilometer zur Schutzzone erklärt worden.

Plitvicer Seen Plitvicer Seen

Am Zielpunkt der Schifffahrt wanderten wir am Ostufer der oberen Seen entlang, teils über Bohlen, teils über bergige Wege, mal mit Aussicht auf die Seen mit Wasserfällen, mal ohne Aussicht. Die Menschenmassen waren hier noch erträglich. Am Wegesrand entdeckte ich immer wieder Alpenveilchen, ich wusste gar nicht, dass es eine winterharte Sorte gibt oder vielleicht wird es hier nie so kalt?

Plitvicer Seen

Plitvicer Seen Plitvicer Seen

Plitvicer Seen Plitvicer Seen

Am Seeende des letzten Sees, ließen wir uns einen Strudel mit Kaffee schmecken. (schmeckte wie abgepackter, nicht gut und auch nicht schlecht).

Plitvicer Seen Plitvicer Seen

Zurück wanderten wir auf der anderen Seite der Seen über viele Holzbohlen. Es kamen uns immer mehr entgegen und manchmal schoben wir uns in Schlangen dahin, dann gab es wieder freie Flächen - sehr unterschiedlich.

Plitvicer Seen Schöne Ausblicke unterwegs

Plitvicer Seen Plitvicer Seen

Als wir den Bootssteg erreichten, sahen wir schon eine endlose Schlange, die auf das Übersetzen mit dem Boot zum Parkplatz wartete. Ich fürchtete, wir kämen nicht mit, da wir aber von der Seite kamen und auch nicht zum Parkplatz 1 wollten, verteilte es sich und wir konnten nach einer Wartezeit von 10 Minuten schon aufs Boot, welches uns zum Parkplatz 2 fuhr.

Plitvicer Seen Jelov Klanac

Jedenfalls ist die Landschaft wirklich wunderschön. Um 13:30 Uhr erreichten wir unser Auto und waren froh keinen 2-Tagespass gekauft zu haben, diese Menschenmassen sind einfach nicht unser Ding. Ein zweites Mal müsste man mich hin prügeln, so schön diese Landschaft auch ist. Die Parkplatzgebühr betrug übrigens 35 Kuna für 5 Stunden, also 7 Kuna pro Stunde.

Mittags relaxten wir ein bisschen auf unserer Terasse, die Temperatur mittags betrug 19°C.

Nachmittags fuhren wir in Jelov Klanac einem Schild nach, was einen Aussichtspunkt versprach. Wir fanden ihn aber nicht, stellten unser Auto ab und wanderten die Straße auf und ab. Wir sahen viele Pflaumenbäume, sogar eine Brennerei und erhielten auch etwas Aussicht Richtung Berge in Bosna-Herzigowina.

Jelov Klanac Jelov Klanac

Wir fuhren weiter nach Slunj, ließen uns bei der Info einen Plan geben und wanderten zu zwei Ruinen, Stari grad und ? und weiter nach Rastoke, wo wir uns im Außenbereich des Restaurants Konoba Kum niederließen. 

Slunj Slunj

Slunj Slunj

Man hatte von hier aus einen netten Blick auf das Dorfleben. Manfred bestellte eine Pizza Kum, unserer Diavolo ähnlich und ich Gemüselasagne. Dazu tranken wir hiesiges Bier vom Faß. Alles zusammen kostete nicht mal 20 Euro und es war sehr lecker.

Rastoke Rastoke

Abends heizte Manfred erst mal unser Apartment ein, wir saßen noch ein bisschen draußen bei Sonnenuntergang und einem Glaserl Wein, dann gingen wir früh schlafen.

Jelov Klanac Jelov Klanac

Wetter:
Sonne, morgens 4°C, mittags 19°C.


6. Tag - --->

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