Kroatien 
Krka-Nationalpark und Burganlage in Knin

Sonntag, der 22.9.2013

Nach einem reichhaltigen Frühstück auf unserem Balkon brachen wir in Richtung Krka-Nationalpark auf. In einer knappen Stunde erreichten wir Skradin. Vor dem Ort winkte schon der erste Parlplatzwächter, dass wir seinen Parkplatz benutzen sollten, was wir auch taten. Für 35 Kuna Parkgebühr konnten wir unsere Karre stehenlassen (gleich wie in den Plitvicer Seen). Der Fußweg zum Nationalpark führte durch den Ort Skradin. Viele Häuser wiesen Einschusslöcher des letzten Krieges auf. Trotzdem war es ein netter Ort und wir bereuten es nicht so weit vorne zu parken und durch den Ort wandern zu müssen, im Gegenteil. Angekommen im Infozentrum kam eine Frau auf uns zu, die uns fragte, ob wir mit dem Schiff zum großen Wasserfall fahren wollten. Da wir uns das noch nicht überlegt hatten, bejahten wir das erstmal, da es in nur drei Minuten ablegen würde und keine Zeit zum Überlegen blieb. Also stürzten wir ohne Infos zum voll besetzten Schiff, welches auch bald startete. Unter Deck erhielten wir gerade noch Plätze ohne Sicht.

Nationalpark Krka in Kroatien
Wenige Kilometer hinter Sibenik liegt der Nationalparks Krka. Auf dem Gebiet des Parks schlängelt sich die Krka mal durch canyonartige Schluchten, mal entlang sanfter, begrünter Hänge. An den Ufern findet man zahlreiche Festungsruinen, auf den Seen eine Klosterinsel. Die Wasserfälle sind das Markenzeichen und die Hauptattraktion des Nationalparks Krka. Insgesamt reihen sich 17 Barrieren, dutzende kleinere und ein paar großer Wasserfälle aneinander, die zusammen auf der ganzen Länge des Parkareals 46 Höhenmeter überwinden. Die Krka erstreckt sich mal auf eine Breite von über 100 Metern, mal auch nur auf schmale, fjordähnliche Schluchten. Das Wasser hat hier eine grünliche Färbung, angereichert durch Minerale. Im Jahr 1948 wurde der Flussverlauf zwischen dem Bilusic buk und dem Skradinski buk erstmals als “seltenes Naturgut” und “bedeutendes Landschaftsgebiet” eingestuft. 1985 wurde das Gebiet um die beiden imposantesten Seen und Wasserfälle, zwei Drittel des Gesamtflussverlaufs sowie die umgebenden Hänge, Steilwände und Wälder zum Nationalpark erklärt. 1997 erhielt der Park dann mit 110 Quadratkilometern von der nordöstlichen Grenze an der Krka-Mündung der Butisnica bis zur Skradin-Brücke im Südwesten seine heutige Form.

Krka-Nationalpark Krka-Nationalpark

Nach 15 Minuten Fahrt erreichten wir den Wasserfall  und den Parkeingang. Wir lösten die Tickets für 95 Kuna pro Person und starteten den ausgeschilderten Rundweg.

Krka-Nationalpark Krka-Nationalpark

Viele viele Wasserfälle passierte man auf engstem Raum.

Krka-Nationalpark Krka-Nationalpark

Auf einem Holzbohlenpfad ging es schließlich über kleine Inselchen wieder auf die andere Seite der Krka und dort zurück zum Ausgangspunkt. Im glasklaren Wasser entdeckte man Fischchen, einen Frosch, viele Alpenveilchen sahen wir neben den Bohlen, Libellen zogen ihre Kreise und laute Zikaden waren unterwegs.

Krka-Nationalpark Krka-Nationalpark

Krka-Nationalpark Krka-Nationalpark

Krka-Nationalpark Krka-Nationalpark

Nach einer Stunde erreichten wir den Startpunkt am großen Wasserfall. Nach einer Erfrischungspause wanderten wir die Strecke nach Skradin zu Fuß zurück, statt auf das volle Schiff zu warten. So war es auch viel schöner, wir genossen den einsamen Fahrweg mit Blicken auf den See.

Krka-Nationalpark Krka-Nationalpark

In Skradin setzten wir uns auf einen Kaffee in die Gasse und beobachteten das Geschehen.

Krka-Nationalpark Krka-Nationalpark

Krka-Nationalpark Krka-Nationalpark

Krka-Nationalpark Krka-Nationalpark

Auf dem Weg zurück nach Biograd nahmen wir einen kleinen Umweg und fuhren über Kosovo nach Knin. Knin besitzt eine alte Burganlage aus dem 11. Jahrhundert in markanter Lage. Der Eintritt kostete pro Erwachsenen 20 Kuna, was wir zuerst als Nepp empfanden. Als wir aber die riesigen Ausmaße der Burganlage sahen, nahmen wir alles zurück, es war sehr imposant. Hier traf man übrigens keine Touristen mehr. Eine Stunde benötigten wir fast für einen Rundgang.

Ausflug nach Knin Ausflug nach Knin

Die Stadt Knin (5000 Einwohner) liegt etwa 40 km nordöstlich von Sibenik am Oberlauf der Krka. Im 12.-16. Jh. war in Knin die Residenz der kroatischen Könige. 1522-1688 war die Stadt Hauptstützpunkt der Türken an der Westgrenze. Bis 1797 stand Knin unter venezianischer Herrschaft. Vom Juni 1991 bis 1995 war Knin die Hauptstadt der selbst ernannten "Serbischen Republik Krajina". Die Serben vertrieben die ansässigen Kroaten und setzten deren Häuser und Geschäfte in Brand. Im August 1995 wurde die Stadt von der kroatischen Armee zurück erobert. Diesmal wurden etwa 150.000 Serben vertrieben, und wieder brannten die Häuser, um eine Rückkehr zu erschweren.

Mit dem Bau der Festung wurde im 9. Jahrhundert begonnen, zur Zeit der Entstehung des altkroatischen Staats. Vereinzelte kroatische Könige hatten in Knin ihre gelegentliche Residenz, während König Dmitar Zvonimir hier seine ständige Residenz hatte. Die Festung wird auf fünf Teile aufgeteilt, welche miteinander verbunden sind und zwar: Donji Grad, Srednji Grad, Gornji Grad oder Kaštel Knin, Kaštel lab oder Bandijera, sowie Južni Grad oder Station Belveder. Die Festung liegt 345 m über dem Meeresspiegel und 100 m oberhalb der Stadt Knin. Sie ist 470 m lang und 110 m breit. Die Verteidigungsmauern sind fast 2 km lang und bis zu 20 m hoch.

Ausflug nach Knin Ausflug nach Knin

Ausflug nach Knin Ausflug nach Knin

Ausflug nach Knin Ausflug nach Knin

Ausflug nach Knin Ausflug nach Knin

Gegen 18:30 Uhr waren wir in der Wohnung zurück, zogen uns lange Hosen an, da ein kühler Wind wehte und brachen noch in die Stadt auf, da uns der Hunger plagte. Auf unserem Gelände entdeckte Manfred eine der Schildkröten, die hier leben. Wir aßen im gleichen Lokal wie gestern. Ich aß Tintenfisch mit Mangold, diesmal ohne Knoblauch und Manfred Spinatsuppe und hinterher Pizza.

Biograd Biograd

Auf dem Rückweg zur Wohnung pausierten wir in unserem WiFi-Lokal bei einem Glaserl Rotwein, um unsere Mails zu checken und den Wahlausgang zu beobacten. Das war ein ereignisreicher wunderbarer Tag!

Wetter:
Schön: Morgens 17°C, mittags 28°C.


10. Tag - --->

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