Kroatien 
Insel Pasman

Dienstag, der 24.9.2013

Heute Morgen war es etwas nebelig, aber er löste sich im Laufe des Frühstücks langsam auf.  Wir packten unsere Badesachen ein und wanderten Richtung Fähre zur Insel Pasman. Unterwegs wechselte Manfred noch 150 Euro in Kuna in einer Bank. Der Kurs war recht gut: 1 Euro = 7,55 Kuna.

Pasman Biograd

Wir lösten unsere Tickets für die Fähre (umgerechnet 2 Euro einfach), suchten uns einen schönen Platz und schon startete sie pünktlich um 10 Uhr. Sie war nicht sehr voll. Die gemütliche Überfahrt nach Tkon dauerte leider nur 15 Minuten.

Mit der Fähre nach Pasman Fahrt nach Pasman

Insel Pasman:
Auf der 57 km² großen Insel leben nur 3400 Einwohner. Die Hauptorte sind Tkon und Pasman. Durch eine Brücke ist die Insel Pasman mit seiner Schwesterinsel Ugljan verbunden. Pasman ist im Gegensatz zur Nachbarinsel Ugljan noch weniger von Touristen entdeckt, nicht so üppig bewachsen und hat deutlich weniger Einwohner.  Hauptort und touristischer Mittelpunkt ist das 450 Einwohner zählende Fischerdorf Pasman, am meisten Treiben findet man allerdings im Fährort Tkon, von dem mehrmals täglich Fähren nach Biograd fahren. Einige Kirchen und Klöster gibt es auf Pasman. Das Franziskanerkloster aus dem 14. Jahrhundert steht im Ort Kraj, das Benediktinerkloster, das im 14. Jh. wieder neu aufgebaut wurde, in dem noch heute Mönche leben, befindet sich nordwestlich von Tkon auf dem Berg Cokovac. Besiedelt ist Pasman seit illyrischer Zeit. Ab 1050 war die Insel im Besitz des Bistums von Biograd und ab 1126 gehörte es zum Erzbistum von Zadar. Während der Angriffe der Türken und der Venezianer diente die Insel Pasman als Zufluchtstätte, da die Insel nie eingenommen wurde. Die Brücke zur Insel Pasman wurde 1973 gebaut. Davor waren die Inseln durch einen kleinen Kanal getrennt. Heute ist der Kanal so tief, dass sogar die Autofähren durchfahren können.

Bevor wir nun in dem Ort Tkon unsere Wanderung starteten, tranken wir noch etwas gegen den Durst. Die sehr nette Bedienung des Restaurants empfahl uns zwei Wanderungen, einmal zu einem kleinen Kirchlein, das man über 100 Stufen erreichen könne und das oben erwähnte Benediktinerkloster.

Pasman Pasman

Pasman Cokovac

Wir starteten in Richtung Benediktinerkloster, erst an der kaum befahrenen Straße entlang, dann einem Wander-/Radweg folgend immer bergauf. Wir waren ganz alleine, sahen viele interessante Pflanzen, wie den Erdbeerbaum, Granatäpfel und viele, die wir gar nicht kennen. Irgendwann kam eine Abzweigung, wir waren schon längst am Kloster vorbei, aber machte nichts, wir hatten ja kein festes Ziel.

Pasman Pasman

Pasman Pasman

Die Straße wand sich immer höher, bis wir schließlich einen Aussichtsturm erreichten mit einem 360° Rundumblick - wow! Man sah die andere Inselseite, viele, viele kleine und große Inselchen, das hätte ich gar nicht zu hoffen gewagt so eine tolle Landschaft zu sehen. Bis hierhin wanderten wir in 2 Stunden und 10 Minuten und kein Mensch weit und breit zu sehen. Unterwegs hörte ich einmal ein Geräusch, das so klang, wie von einem Fasan, natürlich waren auch viele Echsen, Grashüfer und Falter unterwegs.

Pasman Biograd

Pasman Pasman

Wir beschlossen auf der anderen Bergseite hinunterzugehen und in einem Bogen von der anderen Seite nach Tkon zu gelangen. In einer Stunde Fußmarsch schafften wir das auch. Hier trafen wir ein paar Bauern, die mit ihren Autos wohl zu ihren Anpflanzungen fuhren. Es wurden viele Olivenbäume angepflanzt.

Pasman Pasman

Am Fähranleger zurück beschlossen wir heute mal mittags zu essen, da uns das Restaurant so gut gefiel und dafür das Abendessen ausfallen zu lassen. Wir setzten uns gemütlich ans Wasser mit Blick auf Biograd, auf das Festland. Ich erkundigte mich nach hiesigen Fischsorten und die Bedienung brachte gleich Muster heraus, Wolfsbarsch und Goldbrasse. Einen Wolfsbarsch servieren sie nur für zwei Personen, da er recht groß ist. Ich entschied mich dann für Kalamarie mit Kartoffeln und Salat, Manfred aß Steak mit Pommes, Gemüse und Salat. Beides war sehr, sehr lecker.

Pasman Pasman

Während wir aßen beäugte uns eine hungrige Möwe, mal wagte sie sich näher heran, mal nicht. Als sie bei uns keinen Erfolg hatte, wartete sie am Nachbartisch. Aber ich glaube, die gaben ihr auch nichts.

Pasman Pasman

Nach dem leckeren Mahl wanderten wir noch ein wenig zum nächsten Beach in die andere Richtung. Wir entdeckten einen ganz leeren für uns, aber beide waren wir zu faul zum Baden. Als Ausrede hatten wir ja auch, dass die Fähre zum Festland bald zurück führe. Um 16:20 Uhr fuhren wir dann zurück, kauften noch Postkarten und Briefmarken beim Postamt und wanderten heim.

Abends wanderten wir zu unserem Internetcafe, surften und tranken ein Bierchen. Den restlichen Abend ließen wir auf dem Balkon ausklingen.

Pasman Pasman

Wetter:
Schön, Temperatur: 17°C am Morgen, ca. 24°C am Mittag.


12. Tag - --->

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