Kroatienreise 2015

Ausflug auf die Insel Pag

Samstag, der 19.9.2015

Das Wetter war wieder top wie jeden Tag bisher. Wir testeten zum erstenmal unseren Toaster, den uns die Vermieter vor die Tür gestellt hatten. Er funktionierte gut, auch das Toastbrot war nicht übel, es war schön dünn, schmeckte allerdings nach Zwieback wenn man ihn hellbraun werden ließ.

Wir packten unsere Klappräder ins Auto und fuhren mit dem Auto auf die Insel Pag. Zuerst fuhren wir Richtung Benkovac, dort auf die Autobahn und die 3. Abfahrt in Posedarje herunter (Autobahnmaut bis hier 13 Kune, knappe 2 Euro). Nun gings Richtung Pak. 

Auf dem Weg nach Pag Auf dem Weg nach Pag

Nach insgesamt einer Stunde Fahrzeit erreichten wir die Brücke zur Insel Pag.

Hier, von der Südspitze der Insel aus, sah Pag völlig unbewachsen aus, ein interessanter Anblick, wie anders die Inseln sein können! Hinter der Brücke legten wir den ersten Fotostop ein.

Pag Pag

Auf der Insel Pag angekommen

Pag Pag

Wir fuhren weiter bis zur Inselhauptstadt, die wie die Insel, auch Pag heißt. Wir passierten Salinen, hohen Schilf, kahle Felder und immer wieder boten sich tolle Blicke Richtung Velebit Gebirge mit seinen Windrädern, Richtung Küste und in die Gegenrichtung auf den anderen Teil der Insel.

Insel Pag:

In meinem Reiseführer heißt es: Auf der 68 km langen Insel verlaufen zwei Bergketten parallel zur Küste. Auf der seit der Jungsteinzeit bewohnten Insel siedelten sich um 1200 v. Chr. Liburner an. Nach der Eroberung Dalmatiens durch die Römer im 1. Jahrhundert n. Chr. wurden hier die römischen Stadt Cissa und der befestigte Hafen Navalia errichtet. Im 6. Jahrhundert kamen die Slawen, sie lebten von der Schafzucht. Nach dem Jahr 1000 kämpften Zadar und Rab um die Insel und die dortigen Salinen. Die römische Stadt Cissa wurde von Zadar zerstört und die Bewohner siedelten in die neue Stadt Stari Pag um, die 1192 von Venedig befestigt wurde. Es gab noch weitere Kämpfe um Pag, die Stadt wurde zerstört, wieder aufgebaut. Bekannt ist die Insel Pag auch für seine Spitzen und für seinen Käse namens Paksi sir. Die Stadt Pag ist eher gemütlicher und ruhiger, während der Partystrand Zrce von Novalja die Nacht zum Tage machen soll, wie es im Reiseführer so schön heißt. Wir haben Zrce nicht getestet :-)

Auf Pag Auf Pag

In Pag legten wir eine Besichtigungspause ein. In der Ulica Put Rupe und dort am Ende der Krizevacka Ulica fanden wir am Seitenstreifen einen Parkplatz, wo wir das Auto abstellten. Wir bummelten durch enge Gassen an das Wasser hinunter und schlenderten am hübschen Hafen entlang.

Auf Pag Auf Pag

Am Ufer des Ortes Pag

Unterwegs erfrischten wir uns mit Radler und Spaghetti Bolgnese (Manfred) und Pfannkuchen mit Nutella (ich). Die Spaghetti schwammen in Öl, es gab keinen Parmesan. Kaffee hatten sie auch keinen, es hieß die Maschine sei kaputt. Dafür waren der Toilettenpapierhalter und der Papierhandtuchspender defekt.  Neben unserem Tisch befanden sich morsche Dielenbretter, auf denen unser Ober fast gestolpert wäre. Aber sonst war alles ok.

Pag Pag

Wir bummelten im Anschluss am Hafen entlang, tranken dort unseren Cappuccino und beobachteten das muntere Treiben. Es legte gerade ein Vergnügungsboot mit Musike ab, war interessant das zu beobachten. Auf dem Rückweg besichtigten wir die Salszausstellung, auf der gezeigt wurde, wie auf der Insel Salz gewonnen wurde. Der Eintritt betrug 10 Kunas pro Person, die ein zu Tode gelangweiltes junges Mädchen kassierte. Aber der Besuch lohnte sich, war sehr interessant. 

Pag Pag

Salzmuseum

Durch die hübschen Gässchen bummelten wir zum Auto zurück. Unterwegs wurde ich von einer Frau angesprochen, ob ich sie mit ihrem Smartphone fotografieren könne. Ich tat es, aber sah absolut nichts auf ihrem Display. Hinterher fiel mir ein, das lag wohl an meiner dunklen Sonenbrille :-) Na, ob das Foto was geworden ist? Wir kauften noch ein paar Ansichtskartten und fuhren weiter.

Pag Pag

Im Ort Pag

Pag Pag

Auch in Pag wohnt ein Australienfan

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Bis Kolan fuhren wir auf der Insel Pak weiter, dann kehrten wir um. Immer wieder legten wir Fotostopps ein, denn die Blicke waren phantastisch wohin man auch blickte.

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Links: Im Hintergrund die Salinen von Pag

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Blick auf den Ort Pag

Den Rückweg nahmen wir über Zadar und weiter die Küstenstraße Nummer 8 direkt nach Biograd. Manfred sagte mir auf dem Rückweg, dass ich im Tagebuch auf alle Fälle vermerken solle, dass wir diese Straße nicht wieder nehmen wollten, da ein Ort den andern jagte. Man fuhr die 30 km von Zadar bis Biograd praktisch im Tempo 50 km/h mit ständigen Ampelstopps.

In Biograd stoppten wir im Shopping Center, kauften für Manfred im KIK zwei Ersatzhemden, da eins buchstäblich auseinanderfiel und noch Strümpfe. Im Konzum deckten wir uns mit fehlenden Lebensmitteln fürs Wochenende ein.

Im Apartment zurück duschten wir, sicherten Fotos und ich schrieb Tagebuch.

Abends spazierten wir dann noch in die Stadt, vorbei an den sonnenbadenden Campern. In Biograd schien gerade eine wichtige Hochzeit stattzufinden, jedenfalls standen um das Rathaus eine ganze Menschenversammlung, zum Teil mit feierlicher Kleidung zum Teil als Zuschauer. Wir aßen heute im gemütlichen Restaurant Konoba, dies Lokal liegt etwas abseits vom Trubel in einer Seitengasse. Hier saß man gemütlich. Manfred schmauste Fischfiletstücke mit Safranreis, ich Goldbrasse mit Mangold und Kartoffeln. Hinterher bummelten wir ein bisschen durch die Stadt. Eine Hochzeitsgesellschaft, die mit Musik als Parade durch die Straßen zog passierte unseren Weg. Wir schleckten unterwegs noch ein Eis und sahen auf dem Rückweg einem Feuerwerk zu. Ob das alles für die eine Hochzeit organisiert wurde?

Biograd Biograd

Links: Am Ufer von Biograd / Rechts: Essen im Konoba

Biograd Biograd

Unterwegs tranken wir noch einen Absacker (Hawaiian bzw. Mai Tai) während ich meine Mails checkte. Zuhause ließen wir den Abend wie üblich auf dem Balkon ausklingen.

Wetter:
Schön.
Temperatur morgens: 25°C, mittags zwischen 28°C und 31°C.


9. Tag - --->

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