Kroatienreise 2015 

Wandern rund um Knin

Mittwoch, der 23.9.2015

Blitzeblauer Himmel! Nach dem Frühstück starteten wir Richtung Sibenik und von dort nach Osten abbiegend weiter über Drnis nach Knin, unweit der Bosnischen Grenze gelegen.

Einen Fotostopp legten wir ein, um die Stadt Drnis zu fotografieren. Drnis wurde Ende des 15. Jahrhunderts als Festung gegen die türkische Invasion angelegt, an der Stelle, an der der Fluß Cikola in das Tal eintritt und Richtung Sibenik fließt.

Fahrt nach Knin Fahrt nach Knin

Links: Brücke bei Sibenik über die Krka / Rechts: Fotostop mit Blick auf Drnis

Hier hatte ich eine zweite Wanderung aus dem Büchlein: "Rother Wanderführer Dalmatien" ausgesucht. Die Wanderung startet eigentlich am Parkplatz des Bahnhofs, viel praktischer fanden wir aber direkt an der Krka zu parken, und zwar am Ortsanfang von Knin passiert man die Krka-Brücke und dahinter gleich links abbiegend, dort liegt der Parkplatz und startet der Wanderweg. Hier stellten wir unser Auto ab. Am Parkplatz befindet sich auch ein Fitnissplatz, mit vielen Gerätschaften, wer also erst mal seine Übungen vor oder nach der Wanderung machen möchte, kann sich hier austoben :-) 

Knin Knin

Wanderstart in Knin an der Krka mit Fitnessgeräten (rechts)

Auf gleicher Flußseite wie unser Auto sahen wir auf einem großen Felsen die Mauern der riesigen Burganlage von Knin. Es war übrigens bei unserem Start um 11:10 Uhr kein Mensch hier, nur gegenüber auf der anderen Uferseite saßen ein paar Männer.

Die Krka fließt hier ganz, ganz langsam, es wächst eine Menge im Fluß und er ist noch so schmal, dass man sich gar nicht vorstellen kann, dass der Fluß ein paar Kilometer weiter für Schiffe so gut befahrbar ist.

Infos zu Knin:

Im 10. Jahrhundert wurden auf dem Berg Spas die Festung Knin angelegt. Hier residierten kroatische Könige, die auch hier gekrönt wurden. Anfang des 11. Jahrhundert wurde Knin Bischofssitz. Im 16. Jahrhundert wurde Knin von den Türken besetzt und 1688 fiel die Stadt an Venedig. 1991 nutzte die serbische Armee die Burg als Stützpunkt, die meisten kroatischen Bewohner wurden vertrieben. Im August 1995 fiel das Gebiet wieder an Kroatien.

Knin Knin

Wir starteten auf einem schönen schattigen, gekiesten Weg an der Krka entlang, viele Eidechsen passierten unseren Wanderweg. Nach einer Weile ging der Weg in einen Betonweg über, führte an einem kleinen Schrottplatz vorbei. Nach insgesamt 20 Minuten mündete der Weg auf einen von links kommenden Weg und führt als neu angelegter, breiter Naturweg geradeaus weiter. Rechts und links Blümchen und Wiese, von rechts kommt noch das schnell fließende Flüßchen Butiznice hinzu.

Knin Knin

Links: Am Flüßchen Butiznice entlang

Man wandert ein halbes Stündchen zwischen diesen beiden Flußläufen entlang bis zur Mündung  der Butiznice in die Krka. Der Weg war herrlich, wohl der schönste Teil der ganzen Wanderung. Am Anfang lag jenseits des 2. Flüßchens ein kleiner Bauernhof, wahrscheinlich zur Selbstversorgung mit Hühnern, Obstbäumen, Gemüse, selbsgebasteltem Wasserrad. Dahinter führte parallel zur Butiznice eine Bahnlinie und dahinter hohe Felsen. Der Weg hörte an der Mündung auf, man blickte nun auf die breiter werdende Krka, die in einem Tal verschwand.

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An der Flußmündung des Flüßchens Butiznice in die Krka

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Wir wanderten zurück bis zu der Stelle, wo uns das 2. Flüßchen zum ersten Mal begegnete und liefen hier nicht geradeaus zum Parkplatz, sondern links auf einer schmalen Betonstraße um den Ort Knin herum, bis wir auf der Fahrstraße herauskamen. Dort bogen wir rechts ein und liefen in den Ort bis zu einer Gasse mit dem Namen Ulica Ivana Mestrovica, der wir nach rechts folgten. Der Weg Richtung Festung war zwar im Büchlein weiterhin gut beschrieben, aber wir gingen nach Manfreds Gefühl weiter, was auch gut funktionierte :-).

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Blick vom Burgaufgang auf die Stadt Knin

Am Eingang der Burg zahlte man eine kleine Eintrittsgebühr. Wir erfrischten uns zuerst in der netten Gastwirtschaft auf dem Burggelände mit Radler und Leber mit Gemüse und Kartoffelbrei (Manfred) und Pfannkuchen mit Marmelade (ich). Frisch gestärkt erkundeten wir das riesige Burggelände.

Knin Knin

Links: Blick vom Burg-Restaurant Richtung Bosnien / Rechts: Plan der riesigen Burganlage in Knin

Von überall hatte man tolle Ausblicke auf die Passstraße nach Bosien Herzigowina, auf unseren Parkplatz, unseren Wanderweg, die Stadt und auf den höchsten Berg Kroatiens den Dinara (so stand es jedenfalls im Wanderführer, leider wusste ich nicht genau, welches der Dinara war). Man sollte Kinder übrigens nicht unbedingt auf der großen Burganlage alleine herumlaufen lassen, mit Sicherungen vor den Mauerspalten haben sie es wohl hier nicht so. Man könnte theoretisch, wenn man nicht aufpasst direkt von den Maueröffnungen herunterplumpsen und zwar manchmal nicht gerade wenige Meter.

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Burganlage von Knin

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Rechts: Blick auf unseren Wanderweg von heute Morgen

Zurück wanderten wir die Burgauffahrt hinunter, gleich links die Straße entlang landete man automatisch auf dem Parkplatz. Wir wunderten uns in Knin über die vielen unbewohnten zerfallenen Häuser, wahrscheinlich noch aus Kriegszeiten? 

Wanderzeit, wie im Buch angegeben: 2 Stunden 15 Minuten.
Fahrzeit einfach: 1 Stunde 45 Minuten.

Gegen 17 Uhr waren wir zurück, erfrischten uns, schwangen uns auf unsere Räder und fuhren ins Carpimore in Biograd zum Essen. Manfred aß Spaghetti arrabiata, sie waren wirklich scharf und ich Tintenfisch gegrillt.

Biograd Biograd

Den Abend ließen wir auf dem Balkon ausklingen.

Wetter:
Schön.
Temperatur morgens: 18°C, mittags etwa 27°C.


13. Tag - --->

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