Kroatienreise 2015

Letzter Teil der Rückreise

Samstag, der 26.9.2015

Heute Nacht konnten wir sehr gut schlafen. Es war ruhig im Hotel. Was ich an Hotels wie diesem sehr angenehm finde, aber leider sehr selten ist, das sind Türen, die sich zwischen der Zimmereingangstür und den Betten befinden, das isoliert sehr gut den Schall vom Inneren des Hotels, von Spätheimkommern oder Frühaufstehern. Außerdem war alles mit hübschem Teppichboden, der auch der Schalldämmung dient, ausgelegt.

Wir frühstückten im nicht vollen Frühstückssaal, mit einer großen Auswahl am Büffet. Was ich zu dem Hotel noch unbedingt sagen muss: Die Freundlichkeit der Gäste und der des Personals ist uns beiden sehr positiv aufgefallen nach 2 Wochen Kroatien. Sowohl die Mitgäste als auch das Personal grüßten alle freundlich im Vorbeigehen - wie ungewohnt!

Treffen Treffen

Wir checkten kurz vor 9 Uhr aus und setzten uns in Bewegung. Manfred putzte rasch noch die Scheiben, dann gings los. Anfangs war die Autobahn recht leer, aber so nach und nach füllte sie sich. An der Mautstelle für die Tauernautobahn erwischten wir an der rechtesten Spur einen Automaten zum Bezahlen. Zum Glück hatten wir die 11 Euro klein dabei, was macht einer, der kein Kleingeld passend oder sein Geld noch nicht in Euro gewechselt hat? 

Heimfahrt Heimfahrt

6 km vor der deutschen Grenze standen wir plötzlich im Stau. Es ging nur noch im Schritttempo voran. Der Navi meldete einen Unfall. Nachdem wir den Unfall passiert hatten blieb der Stau. Der Navi meldete alles mögliche, Personen auf der Fahrbahn, Baustelle… Wir überlegten in Bad Reichenhall runter von der Autobvahn zu fahren, da unser Navi noch einen Stau darüber hinaus anzeigte. Nach einer Stunde hatten wir 6 km zurück gelegt. Dann wurde die Fahrbahn 1-spurig und wir sahen schon, dass wegen der Flüchtlinge jedes Auto von der Polizei unter die Lupe genommen wurde. Einige größere Autos wurden herausgewunken. Die Abfahrt Bad Reichenhall war sowieso gesperrt, da konnten wir nicht abfahren, denn genau dort stand die Polizei. Wir bekamen schon einen Schreck, dass wir uns im Schritttempo bis zur nächsten Abfahrt durchquälen mussten, aber plötzlich fuhr alles wieder normal. Der Stau war die Grenze!

Kaum dass man fahren konnte, wurde wieder auf der Autobahn gejagt, was die Karren hergaben - wir waren in Deutschland ohne Geschwindigkeitsbeschränkungen - wie grausam! Nach 5 Stunden erreichten wir dann schließlich unser zuhause.

Fahrtdaten:
Abfahrt in Treffen bei Villach: 9:00 Uhr
Tauerntunnel-Mautstelle (11 Euro): 9:45 Uhr - 76 km
Tauernalm: 10:00 Uhr - 23 km
Deutschen Grenze: 11:46 Uhr - 81 km
München Autobahn Kreuz Süd: 12:44 Uhr -116 km
Zuhause nach einer 5-minütigen Tankpause: 13:55 Uhr - 110 km
Gesamtfahrzeit: 4 Stunden 55 Minuten
Gesamtstrecke: 406 km.

Wetter:
Hauptsächlich wolkig.
Temperatur morgens in Treffen bei Villach: 10°C, unterwegs auf der Fahrt zwischen 10°C und 18°C.

Ein paar Worte zum Schluss

Unsere Eindrücke dieser Reise

Dies war unser zweiter Urlaub in Kroatien. Wieder waren wir von der Schönheit des Landes begeistert. Die Küste mit den vielen, vielen Inseln und Inselchen, die Canyons, durch die sich die Krka schlängelt, die Umgebung von Knin mit seiner Burg und den hohen Bergen an der bosnischen Grenze sehen malerisch aus. Positiv überrascht waren wir von dem neu angelegten Wanderweg an der Krka, von der Klosterinsel Visovac zum Roski-Wasserfall. Ebenso waren wir sicher nicht zum letztenmal in dem für uns neu entdeckten Städtchen Novigrad an der gleichnamigen Lagune gelegen. Der Ort gefiel uns wegen seiner idyllischen Lage, seinen verwinkelten Gassen und weil sich kein Massentourismus durch die Straßen quälte, im Gegenteil :-). Auch uns bis dahin unbekannte Inseln zu erforschen, wie Pag, machte Spaß.

Massenaufläufe wie an den Plitvicer Seen oder in Split haben wir diesesmal gemieden, hatten wir ja beim letzten Besuch schon einen Haken dran gemacht :-) Auch die Mitnahme unserer Klappräder hatten wir nicht bereut, im Gegenteil, das Radeln auf der Insel Pasman hat mir besonders viel Spaß gemacht und auch mit dem Radel zum Abendessen nach Biograd zu fahren, anstatt zu Fuß zu gehen, sparte uns Zeit und Anstrengung, wir konnten dafür nach dem Abendessen mehr in Biograd selber herumbummeln.

Weniger gefallen haben uns der Zustand einiger ausgeschilderter Radwege. Für Mountainbikes mögen sie ok sein, aber nicht für Klappräder. Diese Infos erhält man vorweg auf Nachfrage vielleicht beim Vermieter oder man  versucht vor dem Urlaub im Internet nach dem Zustand von Radwegen zu recherchieren.

Die beiden Zwischenstopps Ljubljana und Treffen in Österreich waren gut gewählt. Von Ljubljana waren wir beide ganz begeistert, so schön und stimmungsvoll hatten wir uns die Stadt nicht vorgestellt mit seiner über der Stadt thronenden Burg und der netten Altstadt an der Ljubljanca gelegen. Auch die nahegelegenen Postojnska-Höhlen sind unbedingt sehenswert. Aber möglichst keine Kombikarte für Höhlen und Burg kaufen, denn wer weiß, ob man bei der Burg überhaupt einen Parkplatz bekommt oder man besucht als erstes die Burg, denn der Parkplatz bei den Höhlen ist riesig, bei der Burg winzigst.

Der zweite Zwischenstopp in Treffen kam etwas zu kurz, wir haben von der Umgebung nicht viel mitbekommen, aber wir dachten uns, dass wir auf der Rückreise eher nicht mehr groß etwas erkunden wollten, sondern einfach nur eine Nacht gut schlafen um dann am nächsten Morgen frisch weiterzufahren. Und damit komme ich gleich zu unseren Unterkünften.

Unsere Unterkünfte:

Four Points by Sheraton Ljubljana Mons:
Das Hotel ist riesig, ganze Busladungen wohnen hier auf der Durchreise. Trotz Hochzeitsfeier am Anreisetag, konnte man ruhig schlafen. Das Frühstück ist etwas chaotisch wegen der vielen Gruppen, es fehlten mal Tassen, mal Brot, aber im großen und ganzen war es ok. Die Lage des Hotels ist praktisch für die Weiterreise. Möchte man die Stadt besichtigen, ist man allerdings vom Auto abhängig, öffentliche Verkehrsmittel haben wir hier draußen nicht entdeckt. Wir würden es aber wieder wählen.

Ferienwohnung Olivenhain in Biograd na Moru:
Diese Unterkunft war einfach wunderbar, es stimmte alles. Die Ferienwohnung haben wir schon beim letzten Urlaub besucht, sie gefällt uns wegen der freundlichen Vermieter, der Größe, der ruhigen Lage abseits des Hauptorts, der Terrasse mit dem unbezahlbar tollen Blick auf das Meer und die Insel Pasman. 

eduCare in Treffen am Ossiacher See:
Liegt auch praktisch an der Strecke mit großem Parkplatz. Das Personal ist auffallend freundlich und hilfsbereit. Die Zimmer sind alle barrierefrei und die Bäder sind behindertengerecht eingerichtet. Unsere Zimmer hatten Balkons und eine Verbindungstür. Es ist ein Hotel zum Relaxen. Die Lobby ist gemütlich eingerichtet, das Frühstücksbüffet ist reichhaltig. In Fußreichweite gibt es einen Billa-Laden und eine Apotheke.

Was sich als sehr nützlich erwiesen hat

- Mitnahme eines Reisewasserkochers,
- Mitnahme einer Taschenlampe oder einer Taschenlampen-App (der Weg vom Tor der Villa Olivenhain bis zur Haustür ist stockdunkel)
- Mitnahme von Toastbrot (zusätzlich werden wir nächstesmal im Konzum das Brot "Riberski" testen. Das war ein Tipp vom Vermieter).
- Nur die nötigsten Kunas vorher umtauschen, da der Umtausch im Land günstiger ist. Der Umtausch bei Banken ist außerdem günstiger als in Wechselstuben.
- Badetücher, da es die Vermieter es ungern sehen, wenn man ihre Handtücher mit zum Strand nimmt.
- Badeschuhe erwiesen sich als praktisch wegen spitzer Steine. Auch konnten man mit ihnen überraschend gut schwimmen.


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