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Madeira

 

18. und 19. Juli 2007

 
Mittwoch, 18. Juli 2007
 
Nach einem, wie üblich üppigem Frühstück auf der Terrasse, fuhren wir mal wieder beim Postamt vorbei, in der Hoffnung, dass wir endlich unsere Briefmarken besorgen konnten. Vor der Tür saßen schon geduldig zwei Frauen. Ich fragte die Damen, ob geschlossen sei, sie gaben mir mit Händen und Füßen und portugiesisch zu verstehen, dass die Postfrau (oder Mann) im Cafe gegenüber sei. Also ich hatte keine Lust zu warten, Manfred stand mit dem Auto vor der Tür, kein sonderlich toller Parkplatz, so fuhren wir erfolglos weiter. Die Karten müssen wir wohl zuhause persönlich abgeben.
 
Fahrt zum Pico do Arieiro
 

Unsere Fahrt führte uns heute über Faial, hinauf in die Berge, an Ribeira Frio vorbei, bis Paso de Poiso (1400 Meter) und dort rechts hinauf zum Pico do Arieiro (1810 Meter). Hier oben auf einem der höchsten Berge Madeiras, befanden sich ein großer Parkplatz, ein Restaurant und ein Andenkenladen. Wir fanden um 10 Uhr noch einen recht guten Parkplatz. Zwar wurden ganze Busladungen hinaufgekarrt, aber die wanderten nicht, sondern stiegen nur aus, fotografierten und fuhren wieder hinunter.

Die Sicht war einmalig! Man blickte im Norden auf die unten liegende Wolkenschicht, im Westen bis zu den Windrädern der Paul da Serra und im Süden auf eine leichte Wolkenschicht über der Küste und auf die herausragenden Bergen. Hier beginnt eine ganz tolle Grat-Wanderung bis zum Pico Ruivo, den höchsten Berg Madeiras, Wanderung 30 unseres Wanderbuchs, namens "Vom Pico do Arieiro auf den Pico Ruivo".

 
Pico do Arieiro Miradouro Ninho da Manta
   
Gut gesicherter Weg zum Pico das Torres Sogar hier wächst der 'Stolz Madeiras'
 
Wir kehrten aber nach einer Stunde um, vor einem 50 Meter langen Tunnel, da wir an unserem letzten Urlaubstag keine so lange Wanderung mehr machen wollten. Es lohnte sich aber unbedingt, die Aussicht war unbeschreiblich schön, ja es war sogar die spektakulärste Tour unseres Urlaubs. Man glaubt gar nicht, dass in dieser Höhe noch die schönsten Blumen blühen und Eidechsen über den Weg huschen. Beim Andenkenladen leisteten wir uns zwei hübsche Tassen (eine zerbrach während des Rückfluges) und Lesezeichen.

 

Der kleine Punkt an der Wand bin ich Wir kehrten aber nach einer Stunde um, vor einem 50 Meter langen Tunnel, da wir an unserem letzten Urlaubstag keine so lange Wanderung mehr machen wollten. Es lohnte sich aber unbedingt, die Aussicht war unbeschreiblich schön, ja es war sogar die spektakulärste Tour unseres Urlaubs. Man glaubt gar nicht, dass in dieser Höhe noch die schönsten Blumen blühen und Eidechsen über den Weg huschen. Beim Andenkenladen leisteten wir uns zwei hübsche Tassen (eine zerbrach während des Rückfluges) und Lesezeichen.
 

Auf dem Rückweg blinkte plötzlich unsere Tankuhr, sie schien eine logarithmische Anzeige zu haben, jedenfalls zeigte sie vor kurzem noch halbvoll. Zum Glück schafften wir es noch zur Tankstelle. Das ist übrigens eine ziemlich blöde Einrichtung der Autoverleihfirmen, dass man Autos mit einem bestimmten Tankanzeigestand (nicht voll, sondern halbvoll) wieder abliefern muss, denn welche Tankanzeige ist schon so genau?

Zuhause relaxten wir erst mal mit Kaffee und Keksen, auf unserer schönen Terrasse war es fast zu heiß. Manfred brannte seine zweite CD mit Digitalbildern. Anschließend badeten wir ein letztes Mal in dem schönen Meeresschwimmbad von Porto da Cruz. Zum Abendessen und Bummeln fuhren wir ins benachbarte Machico, wo sich in einem winzigen Strandabschnitt viel mehr Menschen drängten als in unserem schönen Bad. Außerdem war das Wasser auch nicht sonderlich sauber hier.

Wir aßen in einem gemütlich aussehenden Restaurant, Manfred bestellte Babytintenfisch, ich Degenfischfilet nach Art des Hauses, in der Hoffnung, dass dies sicher gut schmecken würde. Und was kam? Degenfischfilet unter einer dicken Mayonnaisensauce mit Shrimps. Manfred erbarmte sich und bot mir einen Tausch an, denn ich bin gegen Shrimps allergisch. Für dieses Opfer bin ich Manfred äußerst dankbar! Ich nahm mir ab nun für die Zukunft vor, vorher zu fragen, was "nach Art des Hauses" bedeuten würde. Wie kann man einen so gut schmeckenden Fisch so mit Mayonnaise ertränken? Igitt! Manfreds Tintenfisch, den ich mit schlechtem Gewissen aß, schmeckten sehr gut.

Da wir zu viel getankt hatten, denn wir mussten unsere Karre ja nur halbvoll abgeben, fuhren wir noch zum Fotografieren der Abendstimmung zur Halbinsel Sao Laurenco. Toll, wie schön blau das Wasser so da lag und wie klar die Küstenlinie erschien.

 
Abendausflug nach Sao Lourenco Blick von unserer Terrasse am Abend
 

Als wir uns in Porto da Cruz von Antonio und seiner Frau verabschieden wollten, winkten sie uns gleich zu einem Gläschen Wein herein. Und ein Gläschen Wein allein ohne etwas dazu ging nicht, so stellten sie uns noch ein Schälchen in Öl eingelegten Thunfisch dazu und danach selbst geangelten Fisch, serviert in mundgerechte Häppchen. Ich schaffte diese beim besten Willen nicht mehr. Nach einer herzlichen Verabschiedung ließen wir unseren letzten Abend auf unserer Terrasse ausklingen.

Fahrzeitenvon Porta da Cruz zum Pico do Arieiro: 50 Minuten.

Wanderzeiten: Pico do Arieiro (1810m) bis kurz vor dem Tunnel (1650m): 1:00 Stunden zurück auch 1 Stunde.

Wetter: Morgens etwas bewölkt, dann schön, Temperatur bei unserer Wanderung 26°C.

 
Neuer Tag

 

Donnerstag, 19. Juli 2007
 

Nach einer nicht so tollen Nacht, wir lagen beide ab ca. 3 oder 4 Uhr wach, mussten wir um 5:30 Uhr aufstehen. Wir packten die restlichen sieben Sachen und fuhren zum etwa 20 Minuten entfernt liegenden Flughafen. Es war knappe zwei Stunden vor Abflug, der Check-in Schalter ganz leer. Leider war das Flugzeug nicht leer, aber was soll's, trotzdem wurde es ein sehr angenehmer Flug. In nur 3:30 Stunden, mit starkem Rückenwind, wie der Pilot durchgab, landeten wir in München.

 
Unter der neuen Landebahn führt die Straße nach Funchal Abflug
 

Also jedes Mal war hier in München etwas mit unserem Transfer! Diesmal fanden wir zwar Bavaria Transfer am Terminal 2, aber unser Fahrer empfing uns gleich mit den Worten, wir müssten etwas warten, zwei Damen stiegen noch zu, eine Person, die auch mit unserer Maschine ankam und deren Tochter, die schon vor drei Stunden gelandet wäre ist nun nicht auffindbar. Was sollte das?! Wenn die Tante nicht pünktlich am Schalter sein kann, warum müssen wir deshalb alle warten?

Es stellte sich nach einigen Minuten heraus, dass sie an der falschen Stelle stand, nämlich beim Bus. Die Damen nervten Manfred fürchterlich, weil der Mund der Mutter auch nicht für eine Sekunde still stand. Nachdem unser Fahrer die beiden in der vollen Innenstadt glücklich abgesetzt hatte, brachte er uns nach Hause. Alles in allem sind Manfred und ich uns einig, dass es unser schönster Europaurlaub war.

 

Wir haben folgende Reisebücher und Karten mitgenommen:

1. Madeira - Die schönsten Levada- und Bergwanderungen von Rolf Goetz
Dieses Wanderbuch fand ich optimal! Es werden 50 Touren beschrieben, eingeteilt in drei Kategorien von leicht bis schwer. Man findet zu jeder Beschreibung eine Anreisebeschreibung, Wanderbeschreibung, Höhenprofil und einen Wanderkartenausschnitt.

2. Madeira - Wanderungen und Autotouren von John und Pat Underwood
Wirr zusammengeschriebene Auto- und Wanderbeschreibungen, zwischendurch mal hin und wieder Kartenausschnitte, wo man nur mühsam die passende Tour wieder findet. Keine einzige Wanderung haben wir daraus gemacht. Das Buch war überflüssig.

3. Madeira - Was hier alles wächst! von Susanne Lipps
Pflanzen werden hier eingeteilt nach Lebensraum und werden mit Foto beschrieben. Bei größeren Pflanzen, z. Beispiel Bäumen ist es recht schwierig vom Foto auf den Baum zu schließen, weil keine Details auf dem Foto zu erkennen sind, kleinere Pflanzen lassen sich gut bestimmen. Ich habe das Buch häufig gebraucht.

4. Madeira - Polyglott mit Flipmap Karte
Nützlich für die allgemeinen Beschreibungen der Orte und sonstigen Tipps. Besonders nützlich die Flipmap, als übersichtliche Straßenkarte 1:100.000.

5. Karte von Reise Know How - Madeira 1:45.000
Auf dieser Karte sind eher die Straßen betont.

6. Kompass Wanderkarte - Madeira 1:50.000
Auf dieser sind die Wanderwege mehr eingezeichnet. Beide Karten ergänzen sich gut, manchmal stimmen auch beide nicht.

7. Langenscheidt: Universal-Sprachführer Portugiesisch
Den haben wir uns noch rasch am Münchner Flughafen besorgt, er hat uns sehr nützliche Dienste geleistet, da wir so auch ein wenig die portugiesischen Worte aussprechen konnten. Er begleitete uns fast immer.

Was wir im Rucksack auf unseren Wanderungen immer dabei hatten:

Manfreds Fotoausrüstung,
Verbandszeug,
2 Taschenlampen, davon eine Halogenfahrradlampe,
Regenzeug,
2 Liter Wasser (am Vorabend in den Kühlschrank gelegt hält es wunderbar kühl),
Müsliriegel,
Handy,
Telefonnummern für Notfälle,
Geld + Papiere,
Wanderkarte bzw. Wanderbeschreibung.

 
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