Zurück
weiter
 
Freitag, 28. Mai 2010
 

Ich schlief sehr gut in der Nacht. Zwischendurch hörte ich mal einen Hund in der Ferne bellen und den Hahn krähen. Manfred musste sich erst an die doch recht harte Matratze gewöhnen, bei der sich die Bettfedern ins Kreuz bohren. Wir frühstückten auf unserer wunderschönen, sonnenbeschienen Terrasse.

Frühstük auf unserer Terrasse
Blick am Morgen von unserer Terrasse


Sao Lorenco auf einer größeren Karte anzeigen

 

Infos zum Tage

Ponta de Sao Lorenco:
Unser heutiges Ausflugsziel liegt ganz im Osten der Insel. Früher waren diese, jetzt kahlen Felsen, dicht bewaldet. Sie fielen der Abholzung zum Opfer. Seit einigen Jahren steht das Gebiet unter Naturschutz, in der Hoffnung, dass sich die ursprüngliche Vegetation wieder ausbreitet. Im Frühjahr soll diese Gegend von einem Blütenmeer bedeckt sein.

Machico:
In dem ruhigen Städtchen im Osten der Insel wohnen 20.000 Einwohner. Es war nach der Inbesitznahme Madeiras durch die Portugiesen gleichberechtigte Hauptstadt neben Funchal. Inzwischen hat Machico keine große Bedeutung mehr. Es hat eine nette Altstadt, einen Kies- und Sandstrand, mehrere Hotels und Restaurants. Für Bewohner des Umlands, wie zum Beispiel Porto da Cruz, ist dies die nächstgelegene Einkaufsmöglichkeit.

 

Heute fuhren wir also nach Ponta de Sao Lorenco (siehe oben rechts) und wir starteten unsere Wanderung zum äußersten Osten auf Felsen und angelegtem, gut befestigtem Weg. Links und rechts boten sich wunderbare Blicke auf den blitzeblanken Ozean, auf die Nachbarinseln und auf die Lande- und Startbahn des Airports. Wir wanderten bis zur Casa da Sardinha, wo die Umweltbehörde untergebracht ist. Auf dem Rückweg entdeckten wir zwei Schwimmer in einer Bucht und ein großes Segelschiff schipperte um die Ecke und ankerte. Es waren zwar ein paar Busladungen mit Wanderern unterwegs, aber es verteilte sich.

Wanderzeit auf Sao Lorenco:
ca. 3,5 Stunden, inklusive Wasser-, Fotopausen und Abstecher.

Sao Lorenco

Sao Lorenco

Herrliche Blicke bei unserer Wanderung Steile Stellen sind durch Seile gesichert

Desertas

Casa da Sardinha

Im Hintergrund die Desertas Casa da Sardinha

Eidechse

Sao Lorenco

   

Sao Lorenco

 

Zuhause relaxten wir ein wenig. Dann fuhren wir nach Machico zum Einkaufen. Manfred geriet langsam in Stress, denn es fehlte nicht nur an freien Parkplätzen, sondern die engen Sträßchen waren auch hoffnungslos verstopft vorm Supermarkt. Im engen Parkhaus war auch kein freies Plätzchen in Sicht. So stellten wir unser Auto eben etwas abseits und schleppten die 6 Liter Wasser und den Rest. Als wir das Pflichtprogramm erledigt hatten, bummelten wir in die Altstadt nach Machico und suchten ein Restaurant.

Im leeren Restaurant Pepperone ließen wir uns im Garten nieder. Manfred bestellte eine Pizza mit Pepperoni (sollte nach Karte eigentlich scharf sein) und ich Degenfisch mit Banane. Die Pizza war nicht scharf, dafür amerikanisch dick, mein Fisch war lecker, leider gab es dazu Pommes und kein Gemüse, aber trotzdem ganz gut. Vom privaten Automarkt gegenüber ließen wir uns mit 80er Hits berieseln. Manfred bestellte uns zum Mitnehmen ein Eis. Ich sah nach einer Weile den Ober draußen herumstehen mit einer Tüte in der Hand. Er guckte vor sich hin. Ich dachte schon, dass wird doch nicht etwa unser Eis sein, was er gemütlich in der Hand hin und her schlenkerte?

   
In Machico Restaurant Pepperone

Altstadt von Machico

Restaurant Pepperone

 

Ein paar Minuten später brachte er uns die gemütlich herumgeschlenkerte Tüte. Es war tatsächlich das Eis! Wieder eine Weile später stand er mit unserer Rechnung träumend am Eingang und blickte ein paar Minuten vor sich hin, während unser Eis schmolz und schmolz. Schließlich brachte er die Rechnung. Das Eis war zwar nicht geschmolzen, aber mein Cornetto-Nuss Eis schmeckte wie schon mehrmals geschmolzen und sah auch so aus. Im nächsten Abfalleimer entsorgte ich es.

Fackelzug durch Porta da Cruz

Abends ging Manfred schwimmen. Als wir hinterher auf unserer Terrasse saßen, tauchte halb zehn plötzlich aus einer Gasse ein Fackelzug auf. Wir hatten uns schön gewundert, warum die Kirche ständig bimmelte und witzelten schon, dass die Dorfjugend wohl Streiche spielte. Aber es war doch ernst, der riesige Fackelzug transportierte eine Heiligenfigur, es musste wohl irgendein wichtiger Feiertag heute sein. Gegen 10 Uhr begaben wir uns zu Bett.

Wetter:
Anfänglich zogen Wolken vom Osten heran, die sich im Laufe des Tages völlig auflösten.
Die Temperatur beim Frühstück betrug 19°C, mittags: 23°C.

 
Zurück
weiter
Datenschutz